Ich auch!

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Ich habe heute am Fischstand Papageienfischfilet und Wakame gekauft. Dazu gab es Kumquat, mit roter Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in der Pfanne geschwenkt und mit Weißwein abgelöscht. Zum Duftreis ein Mix aus Erdnüssen, Koriander, Chili und Sesamöl. Da stecken auch noch ein paar ofengetrocknete Kumquatscheibchen drin.
Ich weiß, dass es für manche albern klingt, aber es macht mir halt Spaß. 
ich rätsele, was daran albern sein soll. jedenfalls bewundere ich deine exotische experimentierlust

- ich würde das mit sicherheit mögen, käme aber nicht auf die idee, es selber zu kochen. bin wohl allzusehr verhaftet in den traditonen der ehemaligen kronländer - böhmische knödl, ungorisches gulasch, die fixer bestandteil der wiener küche sind -, liebe aber auch die italienische und ex-jugoslawische küche. deshalb ist mein brathendl meist eine erinnerung an die rosticceria in einem italienischen ort: salz, etwas paprika für die farbe, etwas zitronensaft, in den bauch frische rosmarinzweige und kleine stücke zitrone mit schale. wenn das hendl sehr mager ist - bei biohendln manchmal der fall -, beträufle ich es mit öl. zuerst 20 min. brust nach
oben unten, fingerhoch heißes wasser drunter, dann umdrehen und fertigbraten, zwischendurch mit dem eigenen saft begießen, ev. flüssigkeit nachgeben. am ende saft entfetten und braune krustln von der bratform lösen, ev. noch etwas aufgießen, das ganze mit den tranchierten teilen nach belieben nochmal
kurz auf die oberste schiene im ofen stellen - grill oder oberhitze.
hier gab es karfiolsuppe und kaiserschmarrn mit zwetschkenröster. dauert ewig mit links, war aber sehr gut
