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|23|11|Herbst ist für mich der Moment wo ich in der Luft schnuppere und einen gewissen Duft wahrnehme...von verrottendem Laub und einem Hauch Ahnung von baldigem Frost :D :D :D :D (rorobonn)

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Autor Thema: Vertical Gardening - geht das?  (Gelesen 1879 mal)

SemiBoes

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Vertical Gardening - geht das?
« am: 28. Dezember 2020, 11:14:04 »

Hallo!

In der dunklen Jahreszeit wird natürlich viel im Internet recherchiert. Immer wieder stoße ich dabei auf das "vertical gardening". In der einen oder anderen Form wird dabei ein Stück Maschenzaun zu einem Zylinder gebogen, welcher am Boden fixiert, mit Erde, Kompost, "irgendwas" befüllt wird. Meistens kommen dann Kartoffel, Erdbeeren oder Petunien rein und wachsen ganz toll.

Manchmal werden auch Tomaten in den Käfig gesetzt...das kann ich mir wiederum so überhaupt nicht vorstellen, da diese Art der Kultivierung ja das Gegenteil von gut durchlüftet wäre und die Tomaten sicher innerhalb von 2 Tagen an Braunfäule eingehen würden.

Aber bei Kartoffeln? Oder wenn man kleine Buschtomaten außen rum setzt, anstatt der Petunien? Das könnte doch funktionieren...? Ich denke dabei eher sogar an Süßkartoffeln. Die hätten es hier ja sehr warm, was der Kultur sicher zuträglich wäre.

Wir haben sowieso immer zu wenig Platz für alles Gemüse das ich gern anbauen würde. Da ist der Gedanke natürlich reizvoll. Einen Tomatenturm könnte ich auch auf dem Balkon gut gebrauchen. Oder Snackpaprika? Natürlich soll das aber auch vernünftig sein.

Wie wird das Gebilde bewässert? Es neigt sicher extrem zum Austrocknen...? Manchmal wird ein Drainagerohr in die MItte gesteckt. Davon, dass aber Löcher gesetzt werden, steht in den Anleitungen nichts. Wäre das eine Art der Dauertropfbewässerung? Ein unten verschlossenes Drainagerohr mit verteilten Perforationen, das immer komplett mit Wasser befüllt ist und das Wasser langsam und stetig abgibt?

Habt ihr Erfahrungen mit dieser Art des vertical gardenings? Was wäre eure Meinung, kann das funktionieren? Wie, unter welchen Voraussetzugen wäre es ein sinnvoller Versuch?

Danke!

Lg aus dem Salzkammergut, Dani
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KaVa

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #1 am: 28. Dezember 2020, 16:02:49 »

Hmm, ich hatte vor etlichen Jahren mal einen Versuch mit Erdbeeren gestartet, welcher sehr schnell und kläglich endete. Ich hatte einen alten Plastikkanister vom damaligen Chef erbettelt, Löcher mit einer Lochsäge reingeschnitten und Erde reingefüllt. Da ging es dann auch schon los. Der bei mir vorzufindene Sandboden rieselte stetig aus den Löchern. Wasser und Erdbeerwurzeln haben das nicht festhalten können. Das nächste Problem war der Wasserhaushalt. Oben war schon eine Öffnung, aber das das reingegossene Wasser floss schnell nach unten ab und die seitlich eingepflanzten Erdbeeren haben nichts abbekommen. Auch eine weitere oben geschaffene Öffnung hat keine Verbesserung gebracht. Es gab keine weiteren Versuche. Für Kartoffeln und Tomaten wird jeweils eine größere Fläche eingeplant. Die Käfige für Tomaten sollen wohl lediglich das Umfallen der Pflanzen verhindern. Für eine gute Belüftung muss man trotzdem sorgen. Einen eigentlichen Tomatenturm gibt es daher eher nicht. Es gibt Tomatensorten, die sehr wenig Platz brauchen, kompakt wachsen und besser trocken unter einem Dachvorsprung oder Ähnlichem stehen sollten. Mein Favorit ist Red Robin. Die Pflanzen werden bis 30cm hoch und sind so auch Topf- oder Balkonkasten geeignet und würden wohl auch in eine von diesen Stapeltopfsystemen passen.
Bei diesen Türmen mit dem Drainagerohr in der Mitte, habe ich auch ziemliche Bedenken, dass das irgendwie funktionieren kann.
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Aramisz78

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #2 am: 28. Dezember 2020, 19:00:10 »

Wenn mann das Drahtkorb mit Folie noch von innen auskleiden(?) würde?  Da dann die Löcher für die Pflanzung schneiden.
Würde doch etwas besser das Wasser halten oder?.
Ich glaube giessen muss man trotzdem. Und die drainrohr in der mitte gilt als ein zusatzspeicher, oder?
Wie die Ollas. Oder wie die dinger heissen aus gebrannte Ton.

Aber probieren habe ich nocht nicht. Die waren nur die erste unüberlegte Gedanken was gerade einfielen.. ;)
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Ayamo

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #3 am: 28. Dezember 2020, 19:47:54 »

... eher die Erdmischung verbessern und die Erde noch abdecken

Die Töpfe haben das Wasser vermutlich nicht gehalten, weil die Erde zu schnell austrocknete und schrumpfte und so das Wasser beim Gießen an den Topfseiten vorbeifloss. Die Pflanzen saufen im sommer sowieso schon viel, dazu direkte Sonne auf die Erde... hier hilft etwas Lehmbeimischung ggf. Und bis Wurzeln das Wasser "festhalten", müsste der Topf erstmal durchwurzelt sein, das ist erst zum Ende des Sommers so.

Im Grunde viel Arbeit für wenig Ernte. Für gartenlose Menschen aber vielleicht ein kleiner Trost.

Bei Kartoffeln gebe ich noch zu bedenken, dass die Triebe recht brüchig sind. Seitlich aus einem Topf, und dann auf einem windigen (?) Balkon... stelle ich mir schwierig vor.

Gruß
Ayamo
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SemiBoes

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2020, 08:29:58 »

Hallo!

Danke für eure Überlegungen.

Der Zylinder gehört laut manchen Anleitungen tatsächlich innen ausgekleidet. Sorry, das habe ich nicht dazu geschrieben. Ich würde ein Gartenvlies nehmen statt einer Plane...?

Das mit den brüchigen Kartoffeln leuchtet ein. Was ist mit Süßkartoffeln? Wegen der Wärme wäre es.

Im Garten haben wir lehmigen Boden. Bewirtschaftet noch von der Oma, also so richtigen Gartenboden.

Wenn man das Ganze von der Höhe her nicht übertreibt (bei dennoch vernünftigen Innendurchmesser) würde es vielleicht doch für kleine Balkontomaten Sinn machen?

Auf jeden Fall muss das mit der Bewässerung geregelt sein. Gäbe es da sinnvolle Möglichkeiten? Vielleicht PET-Flaschen die man wie Trichter schon beim Aufbau einfüllt?

Wie gesagt. Vielleicht versuch ichs, aber Sinn sollt es halt schon haben. Daher möchte ich vorher alles gut überlegt haben.  :)

Lg, Dani

P.S. Hat jemand schon Kartoffelkisten ausprobiert? Hier wird ja nach und nach eingeschichtet, die Kartoffeln wachsen also nicht nach außen, sondern nach oben. So etwas könnte vielleicht in einem ausgekleidetem Drahtkorb funktionieren?
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Erdkröte

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #5 am: 29. Dezember 2020, 08:59:02 »


P.S. Hat jemand schon Kartoffelkisten ausprobiert? Hier wird ja nach und nach eingeschichtet, die Kartoffeln wachsen also nicht nach außen, sondern nach oben. So etwas könnte vielleicht in einem ausgekleidetem Drahtkorb funktionieren?


In Kisten hatte ich noch keine Kartoffeln. Aber ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Kartoffeln überhaupt angebaut. In Laubsäcken und übrig gebliebenen Tüten von Blumenerde. Das Prinzip ist ja das gleiche wie bei der Kiste. Ich war mit dem Ergebnis zufrieden. Ich habe natürlich keine Vergleichsmöglichkeiten zu konventionellen Methoden, aber ich war erstaunt darüber, was da am Ende doch bei der Ernte rauskam.
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SemiBoes

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2020, 09:09:44 »

Dann könnte ich das nebenher auch mal versuchen.  :)  Frühkartoffel sind bei uns super. Andere Sorten haben wegen der langen Kultur eher schlechte Karten bei uns.  ::)    So viele, dass es zur Selbstversorgung reicht können wir nicht anbauen. Aber vielleicht noch mal eine spezielle Sorte....
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zwerggarten

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #7 am: 29. Dezember 2020, 16:07:52 »

ein freund und profigärtner kultiviert kartoffeln (und auch anderes, yakon?) als ergänzung zu den eher sandigen beeten im garten an einem anderen standort kontrolliert (perfekte düngung und bewässerung) in großen kunststoffcontainern – entweder baumschulzubehör oder diese maurertuppen, könnte ich nachfragen. was ich da an üppiger ernte gesehen habe, ließ mich grün vor neid werden. es geht also, wenn man es kann. ;)
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2020, 16:12:15 von zwerggarten »
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Wühlmaus

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #8 am: 29. Dezember 2020, 16:27:08 »

Bereits mehrmals habe ich Kartoffeln genauso wie Tomaten in Töpfen gezogen.
Kunststofftöpfe mit wenigstens 10 Litern/Pflanzkartoffel. Unten in die Töpfe kommt stets eine doppelte Lage Zeitungspapier um den Wasserablauf zu reduzieren.  Die Töpfe werden ca 1/3 mit Kompost aufgefüllt, die Saatkartoffel auf gelegt und gut mit Kompost abgedeckt. Während die Kartoffeltriebe wachsen, wird weiter mit Kompost aufgefüllt und zum Schluss noch mit Rasenschnitt gemulcht.
Zum Ernten wird der Inhalt eines Kübels in die Schubkarre gekippt.
Macht Spaß  :D
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Rieke

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #9 am: 29. Dezember 2020, 18:24:49 »

Bei der vorletzten Dokumenta (2012) gab es recht viel Gartenkunst, darunter auch Vertical Gardening. Leider habe ich keine technischen Beschreibungen, wie die Pflanzsäulen aufgebaut sind und welches Substrat verwendet wurde. Aber sie sahen beeindruckend aus.
 
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Wo bleibt der Regen?

Rieke

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #10 am: 29. Dezember 2020, 18:25:36 »

Nochmal die gleiche Pflanzsäule.
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Rieke

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #11 am: 29. Dezember 2020, 18:26:04 »

Noch eine
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Rieke

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #12 am: 29. Dezember 2020, 18:26:27 »

Detail.
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Starking007

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #13 am: 29. Dezember 2020, 18:36:57 »

Warum nicht einfach Balkonkästen, wasserspeichernde, massenweise unter- nebeneinander hängen?
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Gruß Arthur

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Re: Vertical Gardening - geht das?
« Antwort #14 am: 29. Dezember 2020, 18:44:11 »

Du meinst so ähnlich wie bei Sky Greens?
https://www.youtube.com/watch?v=spKpYXRx5C8

Hat den Nachteil, das man auch wasserspeichernde Balkonkästen giessen muss und diese Substrat brauchen.

Ich würde wohl mit Erdbeeren in HT-Rohren anfangen.
Ähnlich: https://www.metasa.de/produkte/?tx_metasaproducts_listing%5Bserie%5D=24&tx_metasaproducts_listing%5Baction%5D=list&tx_metasaproducts_listing%5Bcontroller%5D=Product&cHash=ada5c1bf3caef07484523c9b432d99b9

Unterm Strich würde ich aber im Gemüsegarten Gemüse anbauen wollen wenn eh schon einer von Oma da ist. 
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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