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Autor Thema: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?  (Gelesen 770 mal)

Felcofan

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Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« am: 01. Februar 2021, 13:38:55 »

guten TAg allerseits

hab gestern meinen Hänge-Morus (M alba Pendula) stark geschnitten, es ist sein 3. Standjahr, letzte Saison hatt ich das versäumt.

das Schnitt-Ziel ist eine schön breit aufgebaute Hänge-Krone, deswegen auch der scharfe Schnitt, damit es mehr neue Triebe gibt.

und so den Trieben nach war der letztes JAhr viel zu hungrig.

Was wäre jetzt sinnvoll, mineralisch-organischer Rosendünger, und KAli etwas extra, so im Spätsommer?

Mein Ziel wäre, durch reiches "Futterangebot" einen sehr starken Austrieb zu erzielen, deswegen vermutlich was mineralisches für den ersten Start,

im Verlauf der Saison dann eher kein Dünger, der steht  später bei den Hühnern im Gehege und die trinken auch mal aus dem Untersetzer.

Danke für Hinweise,

schöne Güße, F
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thuja thujon

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #1 am: 01. Februar 2021, 18:14:46 »

Wichtigster Nährstoff bei Kübelhaltung ist meiner Meinung nach Sauerstoff.

Die Wurzeln müssen atmen können. Ein organisches Substrat ist in der dritten Saison strukturell nicht mehr das, was es in den ersten 3 Monaten war. Zersetzungsprozesse lassen die Drainwirkung und den Gasautausch bis fast zum erliegen kommen. Hier hilft dann auch Nitrat-Stickstoff nicht. Es muss frische Luft an die Wurzeln und CO2 weg.

Ist das behoben und es muss gepimpt werden, Hakaphos grün empfiehlt sich wenn mit hartem Leitunsgwasser gegossen wird.
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Felcofan

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #2 am: 01. Februar 2021, 21:29:01 »

Moin Thujon

wg Substrat: da hatte ich mich schon vor geraumer Zeit mal eingelesen,

ich hab was aus gute Hälfte (Volumen) aus Seramis-Tonstückchen, Lava-Splitt, Sand und etwa Rest mit  "Blumenerde" gemischt,
getopft einmal Frühjahr 2019 - aus Baumschulcontainer in etwas größeren Pott, dann 2020 in den eckigen, ähnliche Mischung, das dunkle ist nur oben drauf gebröselt.

Hakaphos grün schau ich mal nach, ist das ein Mineraldünger zum Flüssig düngen?
Wasserhärte ist so mittelschlimm hier, der Wasserkocher braucht Weile, bis er weiß ausgekleidet ist (ich hatte mal Hakaphos rot bei Treppens, Berlin bestellt, aber da komm ich als CH-Einwohnerin grad nicht dran  :'( )

noch wg Wurzeln usw., bei einem Feigenforum hatte ich mal die Empfehlung gelesen, deren Containerballen regelmäßig "abzuschälen", also ca. 5cm+ rundherum zu entfernen,
aus dem Rest Erde auszuspülen und neu zu topfen.


größer will ich mit dem Topf  nicht gehen, sollt ich das auch bei dem so im 2-3-JAhres-Rhythmus zelebrieren?

und beim nächsten Topfen achte ich noch mehr auf den Mineral-Anteil im Substrat beim Mischen.

Jetzt fällt mir ein, im LockdownFrühling 20 konnt ich sogar einen Sack "Kübelerde, für Dauerkulturen" ergattern, aber das schien mir am Ende noch wahnsinnig fein und Organik-haltig, aber das demhab ich nur beigemischt.


also, Dankeschön, liebe Grüße, F





 
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Felcofan

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #3 am: 01. Februar 2021, 22:44:18 »

Hallo Thuja,

nochmal eine Frage,

zu Hakaphos hab ich folgende Zusammensetzung gefunden:

NPK-Dünger mit Magnesium 20+5+10(+2) mit Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Zink.

eine kurze Internetsuche war erfolglos oder gab nur 25kg-Säcke,  palettenweise...


könnt ich das auch mischen? Ich hab noch alte, gut gelagerte Reserven von mineralischem Rasendünger,
dann hab ich noch mineralischen Winterdünger mit viel Magnesium und Kalium.

wenn ich all meine Prozent- und Dreisatz-Rechenkünste zusammen nehm...

das würde ich dann in kleine Dosen aufteilen und mit viel Wasser verabreichen, sacken lassen usw.

na denn, guts Nächtle, F
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thuja thujon

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #4 am: 01. Februar 2021, 23:36:58 »

Umtopfen ohne `ausschälen´ vom alten Ballen hat zur Folge das du in der Mitte vom Topf einen Kern hast, der die Hauptrohrleitungen für Futter im Sumpf stehen lässt. Blödestenfalls wachsen neue Feinwurzeln ins frische Substrat, verrecken aber wiel die Hauptwurzel dahinter in der Staunässe weggefault ist. Da muss es nur mal kühl und nass sein, dann kippt das ganze, wie Männergrippe eingefangen. Du weisst da hilft nicht nur ein Notarzt...

Zum Hakaphos, ist ein Nährsalz, ich setze mir Stammlösungen damit an, 50g/Liter, ein 20ml Schnapsglas enthält dann 1g Dünger. also 2 oder 4 cl pro Liter Gießwasser ergibt dann 1 oder 2g Dünger in der fertigen Düngerlösung zum giessen.
Für CH, keine Ahnung, ich kaufe die Kleinmengen bei Düngerexperte.
https://www.duengerexperte.de/naehrsalze/hakaphos/hakaphos-grun-20-5-10.html

Evtl gibts auch noch einen Trittbrettfahrer bei ebay, der auch größere Säcke in kleine Tüten umfüllt.

Rasendünger ist auch ok, also die rein mineralischen, Isobutylidendiharnstoff als Stickstoffquelle etwa (und ähnliches), nicht die neueren nehmen mit Kakaoschalen und Rizinusschrot. Sollte man im Kübel Kaffeelöffelweise geben, auch wenn `Langzeitkomponente´ dabei ist, lieber weniger und öfter. Also etwa einen flach gestrichenen Kaffeelöffel und 2-3 Wochen später den nächsten, Wuchs beobachten (neue Blätter pro Woche) und darauf reagieren, ab Wuchspause im Juni deutlich weniger. Im August die Abschlussdüngung.

Anbei ein Bild von fast frisch getopften Himbeeren in 12 Liter Kübeln, frisch angedüngt mit Novatec classic pünktlich zum Austrieb. Es ist recht viel Blaukorn zu sehen, da die Substratmischung nur wenig Nährstoffe gespeichert hatte/von Haus aus mitbringt. Die war ein Teil Ziegelsplitt, ein Teil Bimssand 0-3mm, ein Teil Lava bis 5mm, ein Teil lehmiger Spielplatzwiesegartenboden aus Frostgaregelockerten Maulwurfshügeln, alles durchmischt, anschließend als `Dressing´ etwa 10% Aussaaterde (Blumenerde mit Torf) vorsichtig untergehoben. Mehr Anteil an Organik braucht es nicht um die Wurzelstimulierende Wirkung von Huminstoffen abzuschöpfen, mehr führt nur zu Staunässe. Je feiner die Fraktion, desto schneller. Die stabilste Langzeitkübelerde aus dem Baumarkt ist meiner Meinung nach nach 4 Monaten erschöpft, solange es frische und nicht überlagerte Ware war.

Perlite kann helfen, schwimmt aber auf beim giessen. Vermiculite ist ähnlich, nicht ganz so schlimm, pur aber nicht ganz so verträglich wie die anderen `Luftquellen´.
Seramis mit runden Körnern im Vergleich zu gebrochenem Blähton oder kantiges Seramis, das sind dann schon wieder Detaildiskussionen, bei Wurzelempfindlichen, ´schwierigen´ Kakteen sicherlich berechtigt. Fürs grobe wie hier, eher unrelevant wenn der dauerhaft strukturstabile mineralische Anteil wenigstens über 70% ist.

Edit: vergessen: auf einen Schubkarren der Mischung etwa einen Liter Reifekompost zum animpfen mit Bakterien und Co, mit dem Gartenerdeanteil mischen vor dessen Zugabe zu den vorgemischten, gröberen Mineralbestandteilen.
« Letzte Änderung: 01. Februar 2021, 23:45:35 von thuja thujon »
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Lokalrunde

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #5 am: 02. Februar 2021, 00:02:28 »

Gibt mehrere Anbieter die das auch in kleinen Mengen verkaufen.
Bei dem hab ich schon ein paar mal bestellt, da man dort den Dünger auch im praktischen Eimer bekommen kann.
https://www.duengershop24.com 

Ich mische das immer mit nem EC Meter.
Bei so kleinen Abfüllungen ist in der Regel nen Dosierlöffel dabei, damit gehts auch ganz gut.

Stammlösungen kippen bei mir immer nach kurzer Zeit, glaube es sind immer Bakterien die das Eisenchelat verarbeiten.
Bildet sich immer so ein grau/schwarzer Schleim.
« Letzte Änderung: 02. Februar 2021, 00:14:29 von Lokalrunde »
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Gartenplaner

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #6 am: 02. Februar 2021, 00:46:30 »

Für alles, was bei mir langzeitmäßig in Töpfen steht, nehm ich meinen Garten-Lehmboden als Topferde.
Unten in den Topf eine ordentliche Schicht Lava-Grobsplitt als Drainageschicht und dann der Lehm.
Bringt Humus und Nährstoffe gleich mit, speichert aber auch Nährstoffe, wenn man nach einigen Jahren dann doch mal düngen muss, und natürlich auch Feuchtigkeit im Sommer.
Sowohl Hostas als auch Gehölze, für die ich nicht direkt einen Pflanzplatz hatte, gedeihen seit Jahren so wunderbar.
Natürlich nehm ich den Lehm pur nur für Sachen, die ich auch im Garten direkt auspflanzen würde/werde.
Meine ausgepflanzte Morus 'Giant Fruit' fühlt sich da sehr wohl drin und macht 2m-Neutriebe....nach den alljährlichen Spätfrostschäden  :-X

« Letzte Änderung: 02. Februar 2021, 10:57:59 von Gartenplaner »
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thuja thujon

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #7 am: 02. Februar 2021, 21:30:00 »

Stammlösungen kippen bei mir immer nach kurzer Zeit, glaube es sind immer Bakterien die das Eisenchelat verarbeiten.
Bildet sich immer so ein grau/schwarzer Schleim.
Ich glaube eher das kommt von der Zitronensäure im Dünger. Die bildet jedenfalls auch pur als 5%ige Lösung in destilliertem Wasser mit der Zeit mulmige Schlieren, solange die aber nicht die Gießkanne verstopfen ignoriere ich das.
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flammeri

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #8 am: 02. Februar 2021, 22:25:25 »

Ich mache mir bei den Pflanzen im Topf das Bonsaiprinzip zu Nutze: Krone wird nur so groß wie die Verwurzelung. Daher kommen alle Pflanzen alle 2 Jahre raus und kriegen einen Wurzelschnitt.
Dabei werden aber keine Faserwurzeln entfernt, sondern nur die dicken, die meist auch im Topf ringeln, die kann man mit gutem Gewissen ordentlich einkürzen.
Und bei Topferde achte ich auf torffreie Erde, die versackt gern und mische sie mit etwas Blähton. 8)
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Felcofan

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Re: Hänge-Morus im Kübel, Dünge-EMpfehlung?
« Antwort #9 am: 15. Februar 2021, 11:21:45 »

Yei, das Frühjahr kann kommen,
beim Kramen auf dem Dachboden hab ich völlig überraschend HaKaphos Grün gefunden, ich hab in alten Rechnungen gesucht, das hatt ich tatsächlich mal geordert und dann doch nicht aufgebraucht,

freu..

nochmal danke für die Hinweise, F
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