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News: Auge um Auge bedeutet nur, dass die Welt erblindet. (Ghandi)
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02. März 2021, 02:21:09
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|11|3|Bringt Rosamunde Schnee und Sturm, kriegt Herr Lehm 'nen kalten Wurm.

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Autor Thema: Myrtus communis im Freiland?  (Gelesen 1266 mal)

enaira

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #15 am: 12. Februar 2021, 14:56:18 »

Und hier sieht man die Beine, die Myrte ist hinten rechts...
Womit das Gestell bespannt wird, weiß ich aber auch nicht.
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Liebe Grüße
Ariane

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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #16 am: 12. Februar 2021, 15:39:23 »

Danke, dass Du die Bilder herausgesucht hast.  :)
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Kasbek

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #17 am: 15. Februar 2021, 12:27:20 »

Kasbek, das ist interessant. Die Winter in den 80er Jahren waren auch nicht ohne (einen Rückblick für Dresden gibt es hier, punktgenau verlinken geht nicht, aber wenn man oben auf "Extreme" klickt und dann z.B. den Januar und Temp min anklickt, zeigt das Programm die Minima der letzten Jahrzehnte an ...). Paschtunische Stammesgebiete dürften noch eine Weile schwierig erreichbar bleiben.  :-\ Aber falls meine überleben sollte, bekommst Du einen Steckling, versprochen.  :)

Ich hab' immer noch keinerlei konkrete Erinnerung an die Myrte im Hirn „hervorkramen“ können. Allerdings war Kübelpflanzenkultur hier unüblich, das habe im größeren Stil dann erst ich eingeführt  ;) Vorher gab's in der Hinsicht nur ein paar Pelargonienkästen. Was im Topf wuchs, stand auch sommers drinnen, außer daß es vielleicht mal bei einem warmen Sommerregen rausgestellt wurde, um den Staub von den Blättern zu waschen – und was ausgepflanzt war, das blieb auch draußen (außer Dahlien und Gladiolen natürlich). Heißt praktisch: Die Myrte war entweder eine Topfpflanze, oder sie war ausgepflanzt. Im letzteren Falle dürfte sie dann spätestens im Winter 1986/87 (das war hier der heftigste, an den ich mich erinnern kann, mit knapp 30 Grad unter Null im Januar) verstorben sein.
Mein Post sollte übrigens nicht so verstanden werden, daß ich Dir einen Steckling aus den Rippen leiern wollte  ;) Zumal ich ja hier klimatisch noch einen Tick extremer dran bin als Du. Obwohl, reizvoll wäre das natürlich schon  :-[ :-X ;)

Die Idee, in Pakistan könnte es frosthärtere Myrten geben, muß ich wieder zurückziehen  :( Ich hab' mal Frank Reimers' Buch über die Niederschlagsverhältnisse in Nordpakistan hervorgekramt, und da gibt's auch 30-Jahres-Tabellen mit den mittleren Temperaturen. Peschawar liegt auf nur 359 m und noch im Bereich des Industals und hat eine mittlere Januartemperatur von 8,8 Grad, und selbst Orte wie Chitral, in 1500 m Höhe liegend und nicht nach Süden zum Indus, sondern nach Westen und Südwesten in Richtung des afghanischen Hochlandes exponiert, haben noch mittlere Januartemperaturen von über 2 Grad (die Meßdaten stammen jeweils aus den 1950ern bis 1980ern, aber so viel wird sich da nicht geändert haben). Also stehen die Chancen, Myrten pakistanischer Herkunft könnten kältetoleranter sein als solche aus dem Mittelmeerraum, eher schlecht  :(
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Wer Saaten sät, wird Ernten ernten. (Sander Bittner)

neo

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #18 am: 15. Februar 2021, 12:54:26 »

aber ich geb die Hoffnung noch nicht auf.
Wenn deine es schafft, versuche ich es auch. Hatte diesen Winter schon geguckt, wo ich sie bekommen könnte. Deine Myrte ist sehr schön in Form!
Ich hatte Myrtis communis /Brautmyrte mal einer Kollegin zur Hochzeit geschenkt. Zumindest die Ehe hält meines Wissens nach wie vor. ;)
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Albizia

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #19 am: 15. Februar 2021, 13:29:43 »

Conni, geb wirklich die Hoffnung nicht so schnell auf. Selbst wenn sie alle Blätter abwirft, was auch noch später passieren kann und so ziemlich sicher ist, ist es möglich, dass sie aus dem alten Holz doch nochmal austreibt. Wenn nicht da, dann womöglich später mit Glück wieder unten aus dem Boden.

Die Myrte, die ich gleich zeige, ist auch eine sehr Alte, aus einem Minipflanzchen von 1989 gewachsen. Hier ein Foto von 2009 noch im alten Hof, wo ich früher wohnte. In einem der Winter dort, (es muss zwischen 2005 und 2009 gewesen sein, habe ich sie bei Frost viel zu spät eingeräumt und der Topf  (Länge mal Breite mal Höhe ca. je 60 cm) ist komplett am Boden an dieser Stelle für mehr als 1 Woche bei Barfrost völlig festgefroren, ich bekam ihn einfach nicht mehr von Stelle und es war tagelang durchgängig Frost, der Ballen war völlig durchgefroren. Zum Glück bekam sie keinerlei Sonne ab. Erst sah sie gut aus, dann verlor sie später alle Blätter. Ich hab sie auch erst im späten Frühjahr knapp oberhalb der Stellen zurückgeschnitten, wo sie wieder begann, neu auszutreiben. Das tat sie auf sehr unterschiedlicher Höhe. Sehr viel kam tatsächlich wieder, einzelne Äste waren allerdings völlig tot. Ich hab sie heute noch.  ;) Und sie ist wieder genauso dicht wie auf dem Foto damals.
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Albizia

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #20 am: 15. Februar 2021, 13:38:11 »

Und wenn sie blühen, sind sie einfach umwerfend!  :D

Das Foto hier ist aus einem von ihr selbst gezogenen Steckling, den ich nicht strauchig, sondern als Hochstamm-Kugel gezogen habe.

Conni, ich drücke dir alle Daumen, dass sie es packt!!  :-* Bitte unbedingt weiter berichten.
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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #21 am: 15. Februar 2021, 20:51:55 »

... Obwohl, reizvoll wäre das natürlich schon ...
Hab Dank für Deine ausführlichen Überlegungen.  :) Falls sie überlebt, machen wir das so ...
.
Albizia, Deine Myrte sieht stattlich aus. Und Ja! es ist so wunderbar, wenn sie über und über blühen. Nein, die Hoffnung geb ich nicht auf, auch wenn ich noch nichts sagen kann, weil sie immer noch unter einem dicken Schneeiglu vergraben ist.
Aber die Geschichte von der fast Verstorbenen kann ich nachvollziehen. In einem Winter hab ich meine im Winterquartier sträflichst vernachlässigt und über Wochen zu gießen vergessen. Im Frühjahr hatte sie alle Blätter abgeworfen. Sie stand dann lange hinter dem Gewächshaus, in der Nähe des Komposthaufens. Im Juni hat sie zaghaft begonnen, wieder auszutreiben. Und schließlich war sie so schön wie zuvor. Falls sie nach nun knapp zwei Wochen Dunkelhaft beschließen sollte, auch erst Mal alles Grün fallen zu lassen, würde ich dennoch hoffen und geduldig sein, Myrten leben länger!  :)
.
Eine Hoffnung gab es heute schon. Einen Laurus nobilis, der bei mir noch im Kübel lebt, aber auch längst zu groß geworden ist, um noch durch irgendwelche Türen zu passen, hatte ich mit Beginn der strengen Fröste ins Gewächshaus verfrachtet, den Kübel in einen Maurerbottich gesetzt, das Ganze ein bisschen eingegraben und mit Stroh bedeckt und gehofft, dass es gut geht.
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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #22 am: 15. Februar 2021, 20:56:11 »

Das Gewächshaus ist unbeheizt, es ist nicht dicht und hat nur ein Punktfundament. Sehen konnte ich die letzte Zeit nichts, weil die Scheiben mit dickem Eis überzogen waren.
.
Heute hab ich den Bottich ausgegraben, nur die oberste Bodenschicht war ein bisschen angefroren. Die Blätter sehen noch ziemlich gut aus und ich bin wirklich gespannt, weil er zum ersten Mal in seinem Leben Blütenknospen angesetzt hat.
.
Dann hab ich Salatsamen breitwürfig verteilt und in Ermangelung von Wasser anderweitig für Feuchtigkeit gesorgt. Jetzt hoffe ich, dass der Lorbeer alles gut überstanden hat und irgendwann tatsächlich blüht und der Salat keimt und alles gut wird.  ;D
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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #23 am: 17. Februar 2021, 14:38:40 »

Gestern Nacht hat es noch mal ordentlich Schnee gegeben. Danach sah die Myrte so aus:
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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #24 am: 17. Februar 2021, 14:39:45 »

Seit gestern taut es, der Schneeberg auf der Myrte wurde kleiner.
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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #25 am: 17. Februar 2021, 14:40:35 »

Und dann konnte ich die Finger nicht stillhalten und hab sie von der Abdeckung befreit. Das sieht gut aus.  :D
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Conni

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #26 am: 17. Februar 2021, 14:41:10 »

Das Laub aus der Nähe - lebt.  :D
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Albizia

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #27 am: 17. Februar 2021, 23:00:50 »

Das Laub aus der Nähe - lebt.  :D

Ganz toll!  :D Sieht ja wirklich gut aus. Wenn jetzt die Wurzeln auch keinen Schaden genommen haben, die die Blätter mit Wasser versorgen, dann wäre ja wirklich alles gut.

*drückt immer noch alle Daumen und dicken Zehen, vorsichtshalber  ;)*
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Roeschen1

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #28 am: 20. Februar 2021, 09:56:50 »

Schön, daß sich deine Mühe gelohnt hat, sie sieht gut aus.
Hier blühen Krokus und Schneeglöckchen, Frühling?
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Grün ist die Hoffnung

Kasbek

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Re: Myrtus communis im Freiland?
« Antwort #29 am: 22. Februar 2021, 12:42:23 »

Schön  :D

Falls sie wider Erwarten doch noch aufgeben sollte und Du Ersatz brauchst: Hab' grade im Katalog des Arktisch-Alpinen Gartens Chemnitz Tepualia stipularis entdeckt – damit könntest Du zumindest in der Familie bleiben, und wenn die im Norden von Chemnitz durchkommt, sollte sie es auch bei Dir schaffen. Braucht's allerdings wohl relativ feucht und duftet scheinbar nicht  :-\
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Wer Saaten sät, wird Ernten ernten. (Sander Bittner)
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