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News: Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern. (Konfuzius)
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26. Februar 2021, 14:38:01
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Autor Thema: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten  (Gelesen 2072 mal)

Roeschen1

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #45 am: 12. Februar 2021, 12:57:51 »

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Grün ist die Hoffnung

Maiglöckchen1

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #46 am: 12. Februar 2021, 13:07:22 »

Ein Rundumschlag bekannter Dinge und vielleicht auch etwas OT:
Ja die ewige Sortenfrage, wie hier schon oft an anderen Stellen von euch gesagt; letztlich hilft nur ausprobieren vor Ort. Es zählt was mit dem Obst geschehen soll: Saft, Dörren, Mus, Kuchen, zum Essen, die Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden.
Alte Sorten wurden für den Hochstammanbau ausgelesen. Heute ist es umgekehrt, ein Grund warum die allermeisten Neuzüchtungen nicht als Hochstamm taugen.
Was alte Sorten anbelangt bin ich deutlich kritischer geworden. Viele "funktionieren" nicht auf schwächeren Wurzeln, Früchte werden zu groß, fallen gerne, lagern schlechter, haben Stippe, alternieren trotzdem, etc.  Es gibt ein paar Infos im Netz welche Sorten sich für Niederstamm eignen.  Versuche werden kaum gemacht, kostet es doch Zeit, Geld und Fläche. So irre ich mich langsam via Sortenprobebaum selbst zur lokalen? Erkenntnis. Da kein kommerzielles Interesse , kein Sorten/ -Markenschutz, sich eh in diesem Margenschwachen Bereich Obst im Hausgarten kaum Geld verdienen lässt, wird da auch nicht viel kommen. Vielleicht über intensive  Mostobstplantagen, Sortenmuseen, Pomologenverein?
Eine Obstwiese ist meist nicht vorhanden und will auch gepflegt werden. Wer macht das noch? Ein nettes, wichtiges Hobby für Enthusiasten. Neue Krankheiten, Klimafaktoren lassen Sorten "alt" aussehen. Möglicherweise bin ich auch durch Supermarktsorten geprägt worden und mein Geschmack hat sich dahingehend verändert, aber viele dieser Sorten sind -ausgereift, nicht totgelagert- richtig gut aber zu anfällig im Hausgarten.
Frühe Sommeräpfel sind begehrt, aber wie die ganzen auch kaum wirklich lagerbaren Herbstsorten, nee, davon möchte ich nur noch 2-3 Bäume die den Bereich Anfang 8 bis Mitte 10 abdecken. Es gibt ja noch anderes zum Essen in dem Zeitraum.
cydorian und andere sagten es bereits: Bekannte Hochstammsorten wie Rheinischer Winterrambour, Bohnapfel, Gelber Edelapfel … sind aufgrund ihrer Genetik, und mancher Robustheit super, sind/ waren? aber keine Gourmet Frischverzehrsorten. Müssen sie ja auch nicht. In den kleinen Gärten von heute sehe ich aber eher die „zwei, drei sicheren schmackhaften Träger“ oder gar Säulensorten als gesetzt.
Das soll jetzt nicht als resignierender Bericht aufgefasst werden, sondern eher als Ermutigung zum Testen und vermeiden von bereits bekannten Fehlern, Romantisierung, und als Warnung vor veraltetem c./p. Buchwissen printed 2021. Es braucht keinen festverwurzelten Panzer der gegen alles und jeden robust  ist. Alles hat seine Fehler. Wenn man eine Sorte mag, diese am Standort funktioniert, ggf. auch bereit ist mal helfend einzugreifen, mit weniger Ertrag als der Nachbar auskommt; suppi.
Ontario, schöner alternierender Wirtschaftsapfel den man auch essen kann aber anderes ist mir lieber.  Bramley soll auch gut die Hitze abkönnen, mal sehen, bis E1 lagerbar, Parkers Pepping braucht eine starke Unterlage, schmeckt mir sehr gut (5 Früchte bisher), Winston/ Winter King finde ich auch gut, hält bis E2 (6 Früchte bisher, ausdünnen, etwas Schorf, kleine Frucht) Die leckere Orleans Renette, E9 reif, ist hier nach 3 Wochen total mehlig, gerodet, der kleinblütige K. Kurzstiel hatte noch nie Frostschäden, trägt A10 gute, feste, sehr würzige, saftarme Früchte, die stark schrumpfen. Haltbarkeit im offenen Naturlager naja E1?, alterniert, drückt sich gerne gegenseitig ab und fault gerne an der rissigen Haut oder reißt auch mal bei trocken - feuchtem Boden auf. Super zum dörren und 2 Monate zum essen.
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Maiglöckchen1

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #47 am: 12. Februar 2021, 13:14:35 »

Roeschen1
Deine Bild ist mM.Pilot,
 
dein link vom ogv zeigt einen extrem untypischen "Pilot" . Möglich,  aber nun ja irgendwie kommt mir da einer der vielen roten Jonagold Typen in den Sinn, auch der Baumwuchs stimmt nicht mit Pilot, gut aber mit Jonagold überein.

Ist ja öfter so, dass Sortenpflanzungen auch unter Fehletikettierungen / Lieferungen leiden. Blöd natürlich wenn sich sowas weiter multipliziert.
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Roeschen1

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #48 am: 12. Februar 2021, 13:23:23 »

Danke für deine Einschätzung.
Dann muß ich mal einen kaufen und den Geschmack vergleichen und falls ich noch einen über habe, mitnehmen.
« Letzte Änderung: 12. Februar 2021, 18:52:53 von Roeschen1 »
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Maiglöckchen1

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #49 am: 12. Februar 2021, 14:22:27 »

Bin mir sicher jetzt bei der Ansicht am großen Monitor, das ist Pilot. Leicht pilziges kleines Kernhaus, eher mittelgroß, nur mittelsaftiges, festes etwas "gröberes" Fleisch im Anschnitt manchmal eine "Schichtstruktur" zeigend. Dicke Schale zT. leicht berostete grünbraune Stieleinbuchtung, langanhaltende Blüte, etwas "knorpeliges, silbrig behaartes" Aufbrechen und Wachsen der Triebe und Blüten im Frühjahr.

Beim OGV Leutenbach würde für Jonagold die Wuchsform mit eingedrehten Mehltaublätter sprechen, ok haben auch andere Sorten, bin kein Pomologe.


Anstelle der eher verhalten tragenden, windanfälligen und schnell mehlig werdenden Roten Sternrenette bringe ich mal den Limburgse (Limburger) Bellefleur, aka Ruhm aus Kelsterbach ins Spiel. Der sieht aus und schmeckt wie Sternrenette, bleibt aber saftig und hält deutlich länger. Konnte ich mal auf der Europom 2014 in Belgien probieren, hatte etwas Schorf. Ansonsten wäre der ähnliche nur wenig besser als R.Sternrenette lagerbare Rode Bonheider, gefunden bei Mecheln/ Belgien, ein ertragreicher Ersatz. Ob die ~ MM106 tauglich sind?
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Roeschen1

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #50 am: 12. Februar 2021, 19:08:11 »

Hat jemand diese Sorte schonmal probiert?
https://www.bayoz.de/de/obstsorten/apfel-grafin-goldach/
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cydorian

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #51 am: 12. Februar 2021, 22:11:37 »

Dort: https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,60272.msg2806986.html#msg2806986
Kannst auch einen neuen Thread zu dieser Sorte aufmachen.
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JörgHSK

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #52 am: 13. Februar 2021, 09:20:44 »

Bin mir sicher jetzt bei der Ansicht am großen Monitor, das ist Pilot. Leicht pilziges kleines Kernhaus, eher mittelgroß, nur mittelsaftiges, festes etwas "gröberes" Fleisch im Anschnitt manchmal eine "Schichtstruktur" zeigend. Dicke Schale zT. leicht berostete grünbraune Stieleinbuchtung, langanhaltende Blüte, etwas "knorpeliges, silbrig behaartes" Aufbrechen und Wachsen der Triebe und Blüten im Frühjahr.

Beim OGV Leutenbach würde für Jonagold die Wuchsform mit eingedrehten Mehltaublätter sprechen, ok haben auch andere Sorten, bin kein Pomologe.


Anstelle der eher verhalten tragenden, windanfälligen und schnell mehlig werdenden Roten Sternrenette bringe ich mal den Limburgse (Limburger) Bellefleur, aka Ruhm aus Kelsterbach ins Spiel. Der sieht aus und schmeckt wie Sternrenette, bleibt aber saftig und hält deutlich länger. Konnte ich mal auf der Europom 2014 in Belgien probieren, hatte etwas Schorf. Ansonsten wäre der ähnliche nur wenig besser als R.Sternrenette lagerbare Rode Bonheider, gefunden bei Mecheln/ Belgien, ein ertragreicher Ersatz. Ob die ~ MM106 tauglich sind?

ach sieh an auf der Europom in Belgien, ich war da 2 Tage am Stand des Pomologenvereins..
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Secret Garden

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #53 am: 13. Februar 2021, 12:03:47 »

auf der Europom in Belgien, ich war da 2 Tage am Stand des Pomologenvereins.
Mit meinen Biesterfelder Renetten im Gepäck. ;)
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minthe

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #54 am: 14. Februar 2021, 19:37:38 »

Was haltet Ihr denn von Nela und Rubinola? Die sind doch irgendwie auch aus der Topaz-Familie...
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dmks

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #55 am: 14. Februar 2021, 19:55:12 »

Von 'Rubinola' war ich anfangs sehr enttäuscht. Hatte die ersten zwei Jahre Sonnenbrand. Hab ihn dann mit mehreren anderen Sorten bestückt, aber auch Rubinola-Äste belassen Alter des Baumes nun etwa 10 Jahre - und stelle jetzt fest: wenn die Krone ausreichend groß ist verschwindet das Sonnenbrandproblem weitgehend! Schmeckt durchaus gut und lagert sich unter einfachen Bedingungen etwa bis Weihnachten. Alltags-Essapfel. Ausgereift deutlich ausgeprägtere Rotfärbung als auf den meisten Fotos!
Mein Fazit: Nicht schlecht ;)
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Ein Grund, warum alte Apfelsorten damals so erfolgreich waren:
Weil sie neu waren! ;-)

cydorian

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #56 am: 14. Februar 2021, 21:48:50 »

Siehe https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=43045.0
Zu Nela könntest du einen eigenen Thread aufmachen.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2021, 08:15:31 von cydorian »
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Apfebam

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Re: Pinova und Topaz vs. andere neue Sorten
« Antwort #57 am: 23. Februar 2021, 23:20:14 »

Was haltet Ihr denn von Nela und Rubinola? Die sind doch irgendwie auch aus der Topaz-Familie...

Nela ist ein klasse Sommerapfel, frisch vom Baum wunderbar feinsäuerlich und aromatisch, in Richtung Elstar gehend. Standesgemäß nicht sehr lange haltbar, wird mürbe und am Ende dann mehlig. Sehr robust, kaum Krankheiten und regelmäßiger Ertrag, sofern man ausdünnt.

Rubinola mag ich so vom Apfel her auch sehr gerne, schön festes Fruchtfleisch mit feinem Aroma und eher ausgewogenem Geschmack. Lagerfähigkeit sehr gut, ich habe sogar jetzt noch welche. Natürlich werden sie langsam weicher, aber das Fruchtfleisch ist nach wie vor relativ fest.
Auch wenn die Schorfresistenz durchbrochen ist, ich habe mit Schorf und Mehltau keine Probleme. ABER: Von 35 versch. Apfelsorten in meinem Garten ist der Rubinola, der von morgens bis abends volle Sonne und deshalb nie lange nasses Laub hat, der anfälligste für Marssonina coronaria. Selbst sehr gut besonnte Früchte haben teilweise enorm viel Befall, wodurch die Lagerfähigkeit extrem leidet, da sie sehr schnell schrumpeln. Früchte im Kroneninneren kannst du komplett knicken. Normal sind die eh nicht so der Hit, aber dank Marssonina coronaria geht da gar nichts mehr.
Beim Ernten vom Rubinola sortiere ich alle befallenen Früchte in separate Kisten, die dann gleich in die Saftpresse gehen, da die Lagerung von diesen nicht möglich ist.

Hat jemand diese Sorte schonmal probiert?
https://www.bayoz.de/de/obstsorten/apfel-grafin-goldach/

In dem von cydorian verlinkten Beitrag war ich nicht so begeistert, habe die Sorte mittlerweile aber nochmal probiert und bin nicht mehr so abgeneigt ggü. dieser Sorte. Knackig, sehr saftig und ausgewogen süß-säuerlich mit leichtem Aroma. So, wie ich mir einen Herbstapfel frisch vom Baum vorstelle.
« Letzte Änderung: 23. Februar 2021, 23:22:43 von Apfebam »
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