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Staubtrockene Erde im Hochbeet (Gelesen 9915 mal)
Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Tropfnasse Putzlumpen o.ä. drauflegen, aus denen sich die Erde Wasser saugen kann? Auf die Putzlumpen Folie legen, damit die nicht austrocknen?
- Natternkopf
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Hallo Witan
Deine Boxen kannst du ja nicht ins Wasserbecken tauchen.
Du kannst dem Gießwasser ein Tropfen Spiritus oder Spülmittel zugegeben werden, diese löst beim Wasser die Oberflächenspannung,
das Wasser bleibt ein wenig mehr an der Erde hängen und läuft etwas weniger schnell hindurch.
Alternativ würde ich das persönlich so angehen.
Ein Teil der Füllung in ein geschlossenes Becken und mit Wasser nachgiessen.
Die Füllung wird aufschwimmen
Diese nun gut ziehen lassen.
In der Zwischenzeit im Hochbeet mittig eine Mulde ausstreichen/anlegen.
Die nun gewordene "nasse Pampe" oben als Art Brot/Wulst in die Mulde einlegen.
Kapillarwirkung arbeiten lasssen und nachgiessen.
Täglich/zweistündlich Randzone vom Wulst mit trockenen vermischen etwas nachgiessen.
Ist bei 10 Hochbeeten schon noch Arbeit.
Nachbessern der Füllung ist ein anderer Schuh.
Da gibt es hier Leute mit Ahnung die sich noch melden werden.
Die schon genannte Lehmbeigabe, ist eine Möglichkeit davon.
Grüsse Natternkopf
Deine Boxen kannst du ja nicht ins Wasserbecken tauchen.
Du kannst dem Gießwasser ein Tropfen Spiritus oder Spülmittel zugegeben werden, diese löst beim Wasser die Oberflächenspannung,
das Wasser bleibt ein wenig mehr an der Erde hängen und läuft etwas weniger schnell hindurch.
Alternativ würde ich das persönlich so angehen.
Ein Teil der Füllung in ein geschlossenes Becken und mit Wasser nachgiessen.
Die Füllung wird aufschwimmen
Diese nun gut ziehen lassen.
In der Zwischenzeit im Hochbeet mittig eine Mulde ausstreichen/anlegen.
Die nun gewordene "nasse Pampe" oben als Art Brot/Wulst in die Mulde einlegen.
Kapillarwirkung arbeiten lasssen und nachgiessen.
Täglich/zweistündlich Randzone vom Wulst mit trockenen vermischen etwas nachgiessen.
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Da gibt es hier Leute mit Ahnung die sich noch melden werden.
Die schon genannte Lehmbeigabe, ist eine Möglichkeit davon.
Grüsse Natternkopf
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Danke zunächst für die zahlreichen Antworten, auch wenn niemand direkt auf die Teichfolie eingegangen ist, die ich bereits teuer erworben habe und daher verwenden würde mit oder ohne Löcher ist nur die Frage.
Haben wir leider alles schon versucht... habe hohle Stahlröhren bis ca. mittig in das Substrat gebohrt und dann dort reingegossen um direkt den trockenen Teil der Erde zu erreichen, leider ohne Erfolg. Es wurde auch schon versucht einen Teil der Erde in einem Eimer Wasser ziehen zu lassen, es hat extrem lange gedauert, bis die Erde nass wurde, danach habe ich diese mit der Schaufel und restlichen trocknen Erde gut umgegraben um alles zu vermischen, dennoch war die Erde einen Tag später fast genauso trocken.
Ob ich das Mischverhältnis der Erde jetzt in Coronazeiten vernünftig anpassen kann ist für mich fraglich. Ich würde daher bitten sich nochmal zu meiner Idee mit der Teichfolie zu äußern, Ich habe diese wie gesagt bereits gekauft und erhalten und würde diese daher auch gerne verwenden. Fraglich ist nur, ob es so schlimm wäre diese ohne Löcher zu nutzen, wenn man dann eh selten bis kaum bewässert wegen der Tomaten und die Feuchtigkeit regelmäßig mit einem Holzstock überprüft?
hat geschrieben: ↑1. Jan 1970, 01:00Auf die Fläche/Substratmenge je Beet anfangs etwa 2 bis 4 Esslöffel 'Stockosorb' einmischen. Das hält unglaublich viel Wasser und im nächsten Jahr könnte sich das Substrat schon entsprechend zu mehr Feinanteil/langsamerer Entwässerung verändert haben.[/quote]
Stockosorb klingt erstmal interessant, auch wenn ich eigentlich ungerne noch was kaufen würde und es wohl auch keine direkte Lösung für die Bepflanzung in diesem Jahr bietet? Ich mische zudem ungerne ein sehr langsam biologisch abbaubares Synthetisches Polymer in meine Erde ein. Die Erde sollte aber sowieso nicht dauerhaft zu feucht bleiben, da ich in den Hochbeeten ausschließlich Tomaten mit etwas Unterpflanzung (Basilikum, Neuseeländerspinat, Asiasalat etc.) plane und diese sowieso immer sehr durstig lasse, da meiner Erfahrung nach so der Geschmack deutlich intensiver ist.hat geschrieben: ↑1. Jan 1970, 01:00Als "mechanische" Lösung eignen sich ein paar Schalen im Untergrund (ohne Abflußloch) die Wasser speichern ohne daß es zu großflächiger Staunässe kommt.[/quote]
Unter die Gabelstaplerpalette ist es nicht wirklich möglich Schalen ohne Abflussloch so zu platzieren, dass es eine Kapillarwirkung gibt, da scheint es mir dann schon sinniger die Teichfolie ohne Löcher zu nutzen, immerhin würde sich so auch Wasser speichern und durch den Blähton eine Schicht entstehen, die Staunässe verhindert.hat geschrieben: ↑1. Jan 1970, 01:00was hast du denn für eine Erde drin? Torfhaltiges Substrat? Wenn das einmal richtig ausgetrocknet ist, kriegt man es schwer wieder feucht.
Etwas Lehmanteil könnte auch nützlich sein.[/quote]
Die Erde besteht ausschließlich aus PALIGO Pflanzerde und PALIGO Pflanzhumus, also ja sehr torfhaltig. Ich befürchte, es wird mir nicht möglich sein in der Coronazeit an Lehm zu kommen.hat geschrieben: ↑1. Jan 1970, 01:00Schnee reinschaufeln, wenn noch welcher verfügbar ist.[/quote]
Bei uns ist absolut kein Schnee gefallen dieses Jahr, wie auch schon die Jahre zuvor, nur Puderzucker.hat geschrieben: ↑1. Jan 1970, 01:00beim BBC Gärtner-Radio haben sie mal empfohlen, die ausgetrocknete Erde in hanging baskets zuerst mit ein paar Tropfen Spüli im Gießwassern zu versorgen.
Ich habe sicherlich nicht die Möglichkeit soviel Erde separat in kleinen Mengen zu behandeln, zudem weiß ich nicht was ich davon halten soll Spülmittel in meine Anbauerde zu mischen...
danke dennoch für den Tipp.
[quote]ja, Blumenerde aus dem Sack (und organische Partikel allgemein) wird hygrophob bei starker Austrocknung...
Ja das musste ich leider feststellen... ist natürlich extrem bitter für mich, leider war es notwendig, da die alte Erde eventuell mit Verticillium kontaminiert war und komplett entsorgt werden musste, ich hatte dann auch nicht mehr Lust groß zu experimentieren und einfach sterile Verkaufserde genommen.
[quote]Tropfnasse Putzlumpen o.ä. drauflegen, aus denen sich die Erde Wasser saugen kann? Auf die Putzlumpen Folie legen, damit die nicht austrocknen?
Ich bezweifle stark, dass dem ausreicht, die Erde geht wie gesagt über einen Meter tief und die oberen 10 cm sind auch bereits extrem nass durch das häufige gießen. Gräbt man aber nur paar Zentimeter tiefer ist die Erde staubtrocken, ich denke da ist mehr notwendig als nur ein paar nasse Lumpen, eventuell könnte das aber in Kombination funktionieren, wenn auch unten die Teichfolie Wasser ansammelt...
[quote]Du kannst dem Gießwasser ein Tropfen Spiritus oder Spülmittel zugegeben werden, diese löst beim Wasser die Oberflächenspannung,
das Wasser bleibt ein wenig mehr an der Erde hängen und läuft etwas weniger schnell hindurch.
Bei Spühlmittel bin ich da etwas abgeschrocken, aber mit Spiritus wäre das vielleicht wirklich einen Versuch wert... ich gieße normalerweise nur mit dem Schlauch, müsste hier also Kannen auffüllen. Irgendeine Dosiermenge, die du Vorschlagen würdest?
[quote]Alternativ würde ich das persönlich so angehen.
Ein Teil der Füllung in ein geschlossenes Becken und mit Wasser nachgiessen.
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Haben wir leider alles schon versucht... habe hohle Stahlröhren bis ca. mittig in das Substrat gebohrt und dann dort reingegossen um direkt den trockenen Teil der Erde zu erreichen, leider ohne Erfolg. Es wurde auch schon versucht einen Teil der Erde in einem Eimer Wasser ziehen zu lassen, es hat extrem lange gedauert, bis die Erde nass wurde, danach habe ich diese mit der Schaufel und restlichen trocknen Erde gut umgegraben um alles zu vermischen, dennoch war die Erde einen Tag später fast genauso trocken.
Ob ich das Mischverhältnis der Erde jetzt in Coronazeiten vernünftig anpassen kann ist für mich fraglich. Ich würde daher bitten sich nochmal zu meiner Idee mit der Teichfolie zu äußern, Ich habe diese wie gesagt bereits gekauft und erhalten und würde diese daher auch gerne verwenden. Fraglich ist nur, ob es so schlimm wäre diese ohne Löcher zu nutzen, wenn man dann eh selten bis kaum bewässert wegen der Tomaten und die Feuchtigkeit regelmäßig mit einem Holzstock überprüft?
- Starking007
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- Bodenart: steinig-lehm
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Langfristig alle umbauen.
Hochbeetanleitungen sind immer Schrott.
Anstatt die Erde wasserhaltig zu machen,
wird auch noch drainiert.
Wie sollen da die Wurzeln das Kapillarwasser erreichen?
Auf das Wühlmausgitter Ackererde und obendrauf 20cm dunkle, gute Gartenerde - fertig.
Da deine Füllungen sich eh senken werden,
ist das Alles nicht so schlimm.
Das erste Beet leeren und dann immer eins ins andere füllen.
Alle anderen Lösungsversuche werden in noch mehr Arbeit und vor allem Unzufriedenheit enden.
Wetten?!
Siehe: https://www.netzwerk-privatgaerten.de/index.php/garten-blog/35-hochbeet
Hochbeetanleitungen sind immer Schrott.
Anstatt die Erde wasserhaltig zu machen,
wird auch noch drainiert.
Wie sollen da die Wurzeln das Kapillarwasser erreichen?
Auf das Wühlmausgitter Ackererde und obendrauf 20cm dunkle, gute Gartenerde - fertig.
Da deine Füllungen sich eh senken werden,
ist das Alles nicht so schlimm.
Das erste Beet leeren und dann immer eins ins andere füllen.
Alle anderen Lösungsversuche werden in noch mehr Arbeit und vor allem Unzufriedenheit enden.
Wetten?!
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Gruß Arthur
- Deviant Green
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Ich hatte mal durch Wurzeln von außen feste trockene Blöcke an Erde in den Beeten.
Ich hebe immer die oberste Schicht (Erde) ganz ab und Vermenge die mittlere Schicht mit grobem, heiß gerottetem Humus (ohne Unkrautsamen). Ganz oben frische Blumenerde. Das funktioniert für mich.
Ackererde ist nicht gleich Ackererde. Ich kenne ein Hochbeet, das war nach 4 Jahren ein großer, harter Lehmziegel.
Ich hebe immer die oberste Schicht (Erde) ganz ab und Vermenge die mittlere Schicht mit grobem, heiß gerottetem Humus (ohne Unkrautsamen). Ganz oben frische Blumenerde. Das funktioniert für mich.
Ackererde ist nicht gleich Ackererde. Ich kenne ein Hochbeet, das war nach 4 Jahren ein großer, harter Lehmziegel.
- Nemesia Elfensp.
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Moin Witan,
(meine 5 Pfennig dazu)
und deshalb - es geht viel mehr um die Wasserhaltekapazität des Materials, des Bodens - ist die Lösung des Problems nicht mit einer technischen Änderung der Kisten zu erreichen.Witan hat geschrieben: ↑18. Feb 2021, 20:56
.....wollte hier auf jeden Fall Mal nach Meinungen fragen[/quote] also meine Meinung dazu:
Ich würde es mit einer Änderung der gestellten Frage versuchen.
Denn:
Es geht m. M. eigentlich nicht erstrangig um die technische Wasserhaltekapazität der Kisten/Hochbeete.
Es geht viel mehr um die Wasserhaltekapazität des Materials, des Bodens, in den Kisten.
[quote author=Witan link=topic=68489.msg3633551#msg3633551 date=1613678199]
...........Meine Frage wäre nun nur, ob ich in die geplante Teichfolie unten vielleicht trotzdem paar Löcher machen sollte......
(meine 5 Pfennig dazu)
Wir haben nur dieses eine Leben.
- lonicera 66
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Farben sind das Lächeln der Natur... D-7a-420münN
Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Der Kasten und sein Ausbau ist wurscht.
Wie die anderen schon schrieben, die eingefüllte Erde ist das Problem.
Lösung
Wie die anderen schon schrieben, die eingefüllte Erde ist das Problem.
Lösung
liebe Grüße
Loni
Ich bin der Schatten, der die Nacht durchflattert und nicht "Everybodys-Darling"
Auch wenn ich bald 60 werde... Du kannst trotzdem auf meine Schuhe aufpassen, wenn ich auf der Hüpfburg bin.
Loni
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- Felcofan
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
nochmal wg. Spülmittel:
das ist tatsächlich nur eine "Benetzungshilfe", weil es die Wasserspannung verändert.
Also Gießkanne nehmen, Wasser ein, ein paar Tropfen Spüli, damit gießen.
Die Hoffnung besteht, dass das Spüli ein Einweichen des Humus/ der ORganik ermöglicht zu dem Punkt, dass es leicht feucht ist und Wasser einsickern kann.
wäre einfache erste-Hilfe-Maßnahme, beim Rest siehe
vorherige Anmerkungen zum Boden/Füllung
-----
Frage an Starking: die Befüllung eines Hochbeetes ist wohl der casus knacktus,
den Link von dir hab ich mal per Zufall auch gefunden. Hast du das mal probiert, mit Gartenboden (lehmig)? Gibts dann auch Wurmaktivität oder lockern die Pflanzen mit ihren Wurzeln?
Rein praktisch frag ich mich dann, wo man so viel Zeug hernehmen soll, ohne den vorhandenen Garten zu verwüsten.
Das mit dem Kompost-etc-Schnetzel unten rein scheint als Konzept zu funktionieren, wenn man gewillt ist, das alle 3-4 Jahre neu aufzusetzen, und sich nicht an überdüngtem Salat im ersten Jahr stört, was "Blumenerde" aus dem Beutel auch verursacht
das ist tatsächlich nur eine "Benetzungshilfe", weil es die Wasserspannung verändert.
Also Gießkanne nehmen, Wasser ein, ein paar Tropfen Spüli, damit gießen.
Die Hoffnung besteht, dass das Spüli ein Einweichen des Humus/ der ORganik ermöglicht zu dem Punkt, dass es leicht feucht ist und Wasser einsickern kann.
wäre einfache erste-Hilfe-Maßnahme, beim Rest siehe
vorherige Anmerkungen zum Boden/Füllung
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Frage an Starking: die Befüllung eines Hochbeetes ist wohl der casus knacktus,
den Link von dir hab ich mal per Zufall auch gefunden. Hast du das mal probiert, mit Gartenboden (lehmig)? Gibts dann auch Wurmaktivität oder lockern die Pflanzen mit ihren Wurzeln?
Rein praktisch frag ich mich dann, wo man so viel Zeug hernehmen soll, ohne den vorhandenen Garten zu verwüsten.
Das mit dem Kompost-etc-Schnetzel unten rein scheint als Konzept zu funktionieren, wenn man gewillt ist, das alle 3-4 Jahre neu aufzusetzen, und sich nicht an überdüngtem Salat im ersten Jahr stört, was "Blumenerde" aus dem Beutel auch verursacht
- Brezel
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- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
-
Brandenburg, TF Nord / Lehm- und Sandboden
Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Witan hat geschrieben: ↑18. Feb 2021, 20:56
Die Hochbeete stehen einem großen Gewächshaus, in das es nicht reinregnen kann. Schon letztes Jahr war es auffallend schwer die Erde ausreichend nass zu bekommen und bei den Versuchen diese über den Winter nass zu halten, hat sich dieses Problem jetzt weiterhin herauskristallisiert.
Das Wasser fließt unten durch die Drainage schnell wieder raus, während die Erde nahezu unberührt trocken bleibt. Auch nach tagelangem maßvollen gießen, um die Erde langsam an das Wasser zu gewöhnen, blieb sie mehrheitlich staubtrocken, während auf dem Fliesengrund bereits alles unter Wasser stand.
Dann geb ich auch noch meinen Senf dazu.
Die Teichfolie würde auf jeden Fall verhindern, dass unten was rausläuft. So schlecht finde ich die Idee nicht.
.
Da der Aufwand an sich schon hoch und weiterer Aufwand nötig ist - ich würde auf Tropfbewässerung umstellen und dann künftig jedes händische Gießen weglassen.
.
Jedenfalls habe ich hier im "Vorgarten" einen leicht abfallenden Beetstreifen, in dem meine Mama unbedingt Primeln haben möchte, die sie im Frühjahr immer mit viel Sorgfalt einpflanzt. Das Bewässern hat immer nur so lange geklappt, wie die Erde feucht war. Das händische Gießen war für die Pflanzen immer zuwenig, das Wasser lief runter und nahm jedesmal Substrat mit.
.
Seit dem letzten Jahr liegt da ein kleines Tropfrohr. Das hatte ich außer bei Regen jeden Tag für 30 Minuten in Betrieb, bei Trockenheit morgens und abends 30 Minuten, im Hochsommer jeweils eine Stunde. Seitdem wird kein Substrat mehr weggespült, alle Pflanzen gedeihen prächtig, und die Gießkanne hat in diesem Bereich ausgedient.
.
Deswegen denke ich, dass diese Bewässerungsmethode auch in Deinen Hochbeeten zu akzeptabler Feuchtigkeit führen könnte.
- oile
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Ich rate von Perlite ab. Das funktioniert nur, wenn man es gut durchgewässert hat. Meistens aber schwimmt es mit der Zeit auf.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
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- Starking007
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Sorry, im Gewächshaus hatte ich überlesen.
BEWÄSSERUNG.
Füllung eines Hochbeetes:
Der Aspekt des Rückenschonens trifft auf den Befüller eh nicht zu.............
Natürlich ist generell das guit, was da ist.
Das können mal Gehölzabfälle sein.
Der schichtweise Aufbau mit "umgedrehten Rasensoden" & Co. ist einfach Sch.....
Manche sollen schon bei Obi nach solchen "umgedrehten" gefragt haben......
Alles was den Kapillareffekt unterbricht, ist ungut.
Erdreich: Wen man eh etwas baut, kommt öfter vor, dann ist es praktisch.
Hier ist das ganz einfach: Ob eine oder 20 Tonnen, in ein paar Stunden sind die da, für ein Trinkgeld.
Bagger steht hinterm Haus, und Schaufeln in der Garag e.
Als ich so jung war wie ihr (na, die meisten),
hab ich 10 Tonnen zwischen Feierabend und Abendessen verschaufelt. Öfter.
Als Erde haben manche Sand, manche Baatz, aber das muß doch jeder selber erkennen, was geht!
Ansonsten Mietwohnung, gartenfrei.
BEWÄSSERUNG.
Füllung eines Hochbeetes:
Der Aspekt des Rückenschonens trifft auf den Befüller eh nicht zu.............
Natürlich ist generell das guit, was da ist.
Das können mal Gehölzabfälle sein.
Der schichtweise Aufbau mit "umgedrehten Rasensoden" & Co. ist einfach Sch.....
Manche sollen schon bei Obi nach solchen "umgedrehten" gefragt haben......
Alles was den Kapillareffekt unterbricht, ist ungut.
Erdreich: Wen man eh etwas baut, kommt öfter vor, dann ist es praktisch.
Hier ist das ganz einfach: Ob eine oder 20 Tonnen, in ein paar Stunden sind die da, für ein Trinkgeld.
Bagger steht hinterm Haus, und Schaufeln in der Garag e.
Als ich so jung war wie ihr (na, die meisten),
hab ich 10 Tonnen zwischen Feierabend und Abendessen verschaufelt. Öfter.
Als Erde haben manche Sand, manche Baatz, aber das muß doch jeder selber erkennen, was geht!
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Gruß Arthur
- thuja thujon
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Blumenerde ist jedenfalls murks für die Wannen im Gewächshaus oder allgemein zur Kultivierung von Pflanzen, wenn es nicht gerade um die Anzucht geht.
Wiederbefeuchten mit etwas Spüli als Netzmittel, wie bereits geschrieben, sonst alles raus und und nebendran einweichen oder endlich auf vernüftige Erde umstellen.
Spüli enthält zwar giftige Stoffe, aber so viel ist das nun auch nicht und soll ja nur mit 2 Tropfen pro Gieskanne. Andere spülen damit ihr Geschirr und essen sogar später davon, nehmen also auch die Rückstände vom spülen mit der Nahrung auf. Übergeschäumt ist deswegen aber auch noch keiner.
Alternative wenn die Teichfolie benutzt werden soll da schon gekauft: auf Hydrokultur umstellen, also Steinwolle oder gleich Wasserkultur. Da müsste aber noch etwas mehr als nur die Folie gekauft werden.
Wiederbefeuchten mit etwas Spüli als Netzmittel, wie bereits geschrieben, sonst alles raus und und nebendran einweichen oder endlich auf vernüftige Erde umstellen.
Spüli enthält zwar giftige Stoffe, aber so viel ist das nun auch nicht und soll ja nur mit 2 Tropfen pro Gieskanne. Andere spülen damit ihr Geschirr und essen sogar später davon, nehmen also auch die Rückstände vom spülen mit der Nahrung auf. Übergeschäumt ist deswegen aber auch noch keiner.
Alternative wenn die Teichfolie benutzt werden soll da schon gekauft: auf Hydrokultur umstellen, also Steinwolle oder gleich Wasserkultur. Da müsste aber noch etwas mehr als nur die Folie gekauft werden.
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- lonicera 66
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
OK, war mehr so als Beispiel gedacht, habe keine Erfahrung damit.
Es gibt sicher noch andere gute Zuschlagstoffe, Urgesteinsmehl zB.
Bei Topf/Kübelhaltung arbeite ich immer mit gekaufter, torffreien Gartenerde und der Erde aus meinem Garten, Hälfte/Hälfte gemischt.
Noch Kompost dazu und ferdsch, da hält sich das Wasser gut.
liebe Grüße
Loni
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Ich habe mal Katzenstreu eingearbeitet - war alles vergeblich.
Das einzige, was im Frühjahr in meinem Tomatengewächshaus hilft, ist mechanisches Mischen. Dafür bin ich am selben Tag noch damit fertig:
Wässern und gleichzeitig mit der Grabgabel die Erde vermischen. Schlamm und staubtrocken vereinigen sich so mit der Zeit zur einer guten Gartenerde. Ohne Kraftanstrengung jedenfalls habe ich das noch nie geschafft.
Vielleicht hast Du einen Betonmischer ?
Das einzige, was im Frühjahr in meinem Tomatengewächshaus hilft, ist mechanisches Mischen. Dafür bin ich am selben Tag noch damit fertig:
Wässern und gleichzeitig mit der Grabgabel die Erde vermischen. Schlamm und staubtrocken vereinigen sich so mit der Zeit zur einer guten Gartenerde. Ohne Kraftanstrengung jedenfalls habe ich das noch nie geschafft.
Vielleicht hast Du einen Betonmischer ?
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Re: Staubtrockene Erde im Hochbeet
Wenn man nicht giesst hilft das beste Wasserspeicherzeugs nichts.
Die Erde ist ungeeignet, weil sie zerfällt, die Poren kaputt gehen, zu wenig Luftaustausch, wenn man viel gießt, bedeutet der fehlende Luftaustausch Staunässe.
Über die Beäwsserunsgmenge ist das praktisch nicht wirklich steuerbar.
So wie ich es verstanden habe ist ein substarttausch nicht durchführbar derzeit und es geht ums rückbefeuchten.
Spüli kann hier helfen, und ansonsten muss man die Zeit arbeiten lassen. 3 mal täglich geringe Mengen geben, wenn unten was rauslaufen sollte, weils kanalisiert abläuft und nicht aufgenommen wird, dann ist das eben so. Die ersten cm sind ja schon feucht, dann eben weitermachen bis es bis unten feucht ist.
Wenn oben nass ist und unten trocken, weißt es auch wieder darauf hin, das das Substrat einfach ungeeignet ist. Habe ich letztes Jahr glaube ich schon geschrieben. Das sollte man ändern oder man muss damit leben. So hart ist es nun mal in der Welt der Physik.
Die Erde ist ungeeignet, weil sie zerfällt, die Poren kaputt gehen, zu wenig Luftaustausch, wenn man viel gießt, bedeutet der fehlende Luftaustausch Staunässe.
Über die Beäwsserunsgmenge ist das praktisch nicht wirklich steuerbar.
So wie ich es verstanden habe ist ein substarttausch nicht durchführbar derzeit und es geht ums rückbefeuchten.
Spüli kann hier helfen, und ansonsten muss man die Zeit arbeiten lassen. 3 mal täglich geringe Mengen geben, wenn unten was rauslaufen sollte, weils kanalisiert abläuft und nicht aufgenommen wird, dann ist das eben so. Die ersten cm sind ja schon feucht, dann eben weitermachen bis es bis unten feucht ist.
Wenn oben nass ist und unten trocken, weißt es auch wieder darauf hin, das das Substrat einfach ungeeignet ist. Habe ich letztes Jahr glaube ich schon geschrieben. Das sollte man ändern oder man muss damit leben. So hart ist es nun mal in der Welt der Physik.
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