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02. März 2021, 02:48:55
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Autor Thema: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.  (Gelesen 576 mal)

grünohr

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Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« am: 20. Februar 2021, 08:50:01 »

Guten Morgen,

ich bin relativ neuer Gartenbesitzer und dies ist der zweite Frühling im Garten. Ich wollte wissen, ob ihr mir Tipps geben könntet, ob und wie ich düngen sollte.

Die Erde scheint recht fruchtbar, viele Regenwürmer und es wächst eigentlich auch alles gut. Ich habe alles Laub liegen lassen. Kompost habe ich noch keinen eigenen, erst angelegt, deshalb kann ich den noch nicht benutzen. Es gibt auch einige alte Stauden (Herbstanemonen, Heide, Pfingsrosen, Lenzrosen, Heuchera etc.) und Rosen.

Ich habe nun einige der "Beete" vorbereitetet, hab alte Blätter abgeschnitten, aber möglichst das feine liegen gelassen etc.

Wie am besten düngen?
Sollte ich überall, wo ich die Erde von sehr groben befreit habe, selbstgemachte Hackschnitzel ausbringen, wg Gras etc? Es kommen viele Krokusse, Schneeglöckchen und Lenzrosen, die waren alle unter sehr harten Schneelaub begraben, das hatte ich entfernt.

Vielen Dank, schon im Voraus (auch für Euere Geduld mit Anfängern!)

Mit freundlichen Grüßen
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Staudo

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #1 am: 20. Februar 2021, 08:58:33 »

Hackschnitzel unterdrücken keimendes Unkraut, fressen aber Stickstoff beim Verrotten. Deine Pflanzen brauchen Stickstoff. Die unkomplizierteste Variante sind Hornspäne. Das ist ein reiner Stickstoffdünger, der langsam fließt und mit dem man kaum Schaden machen kann. Nährstoffreicher sind Volldünger (Blaukorn sowie andere Volldünger mit diversen Fantasienamen wie Tomaten- oder Geraniendünger). Bei denen sollte man vorher mal die Fläche abschreiten und die Menge abwiegen, damit man ein Gefühl für die Mengen bekommt.
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Es könnte mal wieder regnen.

grünohr

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #2 am: 20. Februar 2021, 09:09:27 »

Zitat von: Staudo link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3634308#msg3634308 date=1613807913]
Hackschnitzel unterdrücken keimendes Unkraut, fressen aber Stickstoff beim Verrotten. Deine Pflanzen brauchen Stickstoff. Die unkomplizierteste Variante sind Hornspäne. Das ist ein reiner Stickstoffdünger, der langsam fließt und mit dem man kaum Schaden machen kann. Nährstoffreicher sind Volldünger (Blaukorn sowie andere Volldünger mit diversen Fantasienamen wie Tomaten- oder Geraniendünger). Bei denen sollte man vorher mal die Fläche abschreiten und die Menge abwiegen, damit man ein Gefühl für die Mengen bekommt.

Lieber Stado, vielen Dank für die schnelle Antwort. Das mit den Hackschnitzeln versteh ich - das mach ich dann nicht, bzw. ich könnte da, wo ich die Hackschnitzel unbedingt aus optischen Gründen haben wollen würde, gleich Hornspäne mit dazugeben oder ist das quatsch? Ich würde lieber keinen mineralischen Dünger oder Kunstdünger verwenden, da ist doch dann Hornspäne das sinnvollste. Ich hab schon nachgelesen, dass an ihn etwas einarbeiten muss - ich hab ein Paket geschenkt bekommen. WEnn ich davon einfach so großflächig streue und das das einarbeite, wäre das also empfehlenswert?
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Natternkopf

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #3 am: 20. Februar 2021, 09:22:55 »

Salü grünohr

Kein Quatsch, angewandte Gartenpraxis

bzw. ich könnte da, wo ich die Hackschnitzel unbedingt aus optischen Gründen haben wollen würde, gleich Hornspäne mit dazugeben oder ist das quatsch?

Ob du diese nun zuerst ausbringst und dann Hackschnitzel drauflegst
Oder zusammen Hackschnitzel und Hornspäne mischest
Oder auf die Hackschnitzel Hornspäne und dann etwas einharkst
Ist im Jahrslauf nicht so relevant.

Grüsse Natternkopf
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Felcofan

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #4 am: 24. Februar 2021, 09:42:00 »

bei Stauden wär ich zurückhaltend mit Dünger

wenn du Laub zwischen den Pflanzen lässt, hat das eine kleine Düngewirkung,

und Japananemonen zB kommen gut so zurecht

Heide ist auch eher sparsam

Pfingstrosen vielleicht etwas füttern


wenn Stauden wg viel Stickstoff quasi Blätter wie Salat entwickeln, dann verdunsten sie in der Sommerhitze auch wie Salat,

im Wildstaudenbereich sind eigentlich wenig gefütterte kompakte Stauden hilfreich

alles, was viel produzieren soll, braucht halt Dünger,

also, manche Gemüse
Rosen
Obstbäume, Beeren auch ein bischen
Rasen

der Spontanbewuchs aka Unkraut kann auch beim Schätzen helfen,
wenn es etwas viel N war, dann wird die Vogelmiere gigantisch und der Löwenzahn kniehoch


wenn ihr ganz neu loslegt und gar nicht wisst, was ungefähr die Lage ist,
wären Bodenproben hilfreich,

die können den Jetzt-Zustand bestimmen,

dann sollte es meist eine Dünge-Empfehlung geben, und der Humus-Gehalt wird eigentlich auch bestimmt, je nach Auftrag

na denn, viel Spass im neuen Garten,

F

ps: Kompost ist so eine Sache
ich selber Mulch eher, also, verteil Schnittgut gleich wieder in den Beeten, und dann hab ich eigentlich zu wenig, um einen ernstzunehmenden Kompost anzusetzen.

eine kuriose Amerikanerin (ca. Ende 19. Jh bis mitte 20. Jh) hat die Heumilch-Methode propagiert,
empfahl, alles über den Flächenmulch zu versorgen und fand Kompostieren viel zu umständlich... (Name kommt sicher später wieder)

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Aramisz78

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #5 am: 24. Februar 2021, 18:02:37 »

Ich glaube Gertrud Franck hat neben Mischkultur und Spinat als Zwichsenpflanzung/Gründüngung auch  das Flächenmulchen empfohlen.
Sorry OT.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #6 am: 24. Februar 2021, 18:10:06 »

.......eine kuriose Amerikanerin (ca. Ende 19. Jh bis mitte 20. Jh) hat die Heumilch-Methode propagiert,
empfahl, alles über den Flächenmulch zu versorgen und fand Kompostieren viel zu umständlich... (Name kommt sicher später wieder)
.............? Ruth Stout: How to have a Green Thumb without an Aching Back: A New Method of Mulch Gardening.
 :)
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