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|16|10| Ab in den Garten! :D

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Autor Thema: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.  (Gelesen 4295 mal)

grünohr

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Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« am: 20. Februar 2021, 08:50:01 »

Guten Morgen,

ich bin relativ neuer Gartenbesitzer und dies ist der zweite Frühling im Garten. Ich wollte wissen, ob ihr mir Tipps geben könntet, ob und wie ich düngen sollte.

Die Erde scheint recht fruchtbar, viele Regenwürmer und es wächst eigentlich auch alles gut. Ich habe alles Laub liegen lassen. Kompost habe ich noch keinen eigenen, erst angelegt, deshalb kann ich den noch nicht benutzen. Es gibt auch einige alte Stauden (Herbstanemonen, Heide, Pfingsrosen, Lenzrosen, Heuchera etc.) und Rosen.

Ich habe nun einige der "Beete" vorbereitetet, hab alte Blätter abgeschnitten, aber möglichst das feine liegen gelassen etc.

Wie am besten düngen?
Sollte ich überall, wo ich die Erde von sehr groben befreit habe, selbstgemachte Hackschnitzel ausbringen, wg Gras etc? Es kommen viele Krokusse, Schneeglöckchen und Lenzrosen, die waren alle unter sehr harten Schneelaub begraben, das hatte ich entfernt.

Vielen Dank, schon im Voraus (auch für Euere Geduld mit Anfängern!)

Mit freundlichen Grüßen
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Staudo

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #1 am: 20. Februar 2021, 08:58:33 »

Hackschnitzel unterdrücken keimendes Unkraut, fressen aber Stickstoff beim Verrotten. Deine Pflanzen brauchen Stickstoff. Die unkomplizierteste Variante sind Hornspäne. Das ist ein reiner Stickstoffdünger, der langsam fließt und mit dem man kaum Schaden machen kann. Nährstoffreicher sind Volldünger (Blaukorn sowie andere Volldünger mit diversen Fantasienamen wie Tomaten- oder Geraniendünger). Bei denen sollte man vorher mal die Fläche abschreiten und die Menge abwiegen, damit man ein Gefühl für die Mengen bekommt.
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Rasen macht Männer glücklich. Die einen brauchen dazu einen Porsche, den anderen reicht ein Mäher.

grünohr

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #2 am: 20. Februar 2021, 09:09:27 »

Zitat von: Staudo link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3634308#msg3634308 date=1613807913]
Hackschnitzel unterdrücken keimendes Unkraut, fressen aber Stickstoff beim Verrotten. Deine Pflanzen brauchen Stickstoff. Die unkomplizierteste Variante sind Hornspäne. Das ist ein reiner Stickstoffdünger, der langsam fließt und mit dem man kaum Schaden machen kann. Nährstoffreicher sind Volldünger (Blaukorn sowie andere Volldünger mit diversen Fantasienamen wie Tomaten- oder Geraniendünger). Bei denen sollte man vorher mal die Fläche abschreiten und die Menge abwiegen, damit man ein Gefühl für die Mengen bekommt.

Lieber Stado, vielen Dank für die schnelle Antwort. Das mit den Hackschnitzeln versteh ich - das mach ich dann nicht, bzw. ich könnte da, wo ich die Hackschnitzel unbedingt aus optischen Gründen haben wollen würde, gleich Hornspäne mit dazugeben oder ist das quatsch? Ich würde lieber keinen mineralischen Dünger oder Kunstdünger verwenden, da ist doch dann Hornspäne das sinnvollste. Ich hab schon nachgelesen, dass an ihn etwas einarbeiten muss - ich hab ein Paket geschenkt bekommen. WEnn ich davon einfach so großflächig streue und das das einarbeite, wäre das also empfehlenswert?
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Natternkopf

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #3 am: 20. Februar 2021, 09:22:55 »

Salü grünohr

Kein Quatsch, angewandte Gartenpraxis

bzw. ich könnte da, wo ich die Hackschnitzel unbedingt aus optischen Gründen haben wollen würde, gleich Hornspäne mit dazugeben oder ist das quatsch?

Ob du diese nun zuerst ausbringst und dann Hackschnitzel drauflegst
Oder zusammen Hackschnitzel und Hornspäne mischest
Oder auf die Hackschnitzel Hornspäne und dann etwas einharkst
Ist im Jahrslauf nicht so relevant.

Grüsse Natternkopf
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Den behalte ich noch eine Weile -> / "Ey, mach hier nich' so'n Kritikpunk!" :-)

Felcofan

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #4 am: 24. Februar 2021, 09:42:00 »

bei Stauden wär ich zurückhaltend mit Dünger

wenn du Laub zwischen den Pflanzen lässt, hat das eine kleine Düngewirkung,

und Japananemonen zB kommen gut so zurecht

Heide ist auch eher sparsam

Pfingstrosen vielleicht etwas füttern


wenn Stauden wg viel Stickstoff quasi Blätter wie Salat entwickeln, dann verdunsten sie in der Sommerhitze auch wie Salat,

im Wildstaudenbereich sind eigentlich wenig gefütterte kompakte Stauden hilfreich

alles, was viel produzieren soll, braucht halt Dünger,

also, manche Gemüse
Rosen
Obstbäume, Beeren auch ein bischen
Rasen

der Spontanbewuchs aka Unkraut kann auch beim Schätzen helfen,
wenn es etwas viel N war, dann wird die Vogelmiere gigantisch und der Löwenzahn kniehoch


wenn ihr ganz neu loslegt und gar nicht wisst, was ungefähr die Lage ist,
wären Bodenproben hilfreich,

die können den Jetzt-Zustand bestimmen,

dann sollte es meist eine Dünge-Empfehlung geben, und der Humus-Gehalt wird eigentlich auch bestimmt, je nach Auftrag

na denn, viel Spass im neuen Garten,

F

ps: Kompost ist so eine Sache
ich selber Mulch eher, also, verteil Schnittgut gleich wieder in den Beeten, und dann hab ich eigentlich zu wenig, um einen ernstzunehmenden Kompost anzusetzen.

eine kuriose Amerikanerin (ca. Ende 19. Jh bis mitte 20. Jh) hat die Heumilch-Methode propagiert,
empfahl, alles über den Flächenmulch zu versorgen und fand Kompostieren viel zu umständlich... (Name kommt sicher später wieder)

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Aramisz78

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #5 am: 24. Februar 2021, 18:02:37 »

Ich glaube Gertrud Franck hat neben Mischkultur und Spinat als Zwichsenpflanzung/Gründüngung auch  das Flächenmulchen empfohlen.
Sorry OT.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #6 am: 24. Februar 2021, 18:10:06 »

.......eine kuriose Amerikanerin (ca. Ende 19. Jh bis mitte 20. Jh) hat die Heumilch-Methode propagiert,
empfahl, alles über den Flächenmulch zu versorgen und fand Kompostieren viel zu umständlich... (Name kommt sicher später wieder)
.............? Ruth Stout: How to have a Green Thumb without an Aching Back: A New Method of Mulch Gardening.
 :)
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benja

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #7 am: 11. Juni 2021, 22:13:59 »

Ich hänge mich mal hier an, bin auch Anfänger ohne Ahnung :-)

1)
Habe leider keinen Kompost zur Verfügung. Kann jemand einen Langzeit-Dünger empfehlen in Richtung Pellets aus Schafwolle, Rinderdung oder Pferdedung? Oder wäre Hornmehl etwas, damit es etwas schneller aufgenommen werden kann? Veganer Dünger ist mir eigentlich sympathischer. Ich bin vom Angebot im Netz etwas erschlagen. Da sind viele neue Startups und klassische Firmen wie Dehner oder Compo im Angebot.

2)
Meine Echinaceas sind wieder so gelb und mickrig. So einen mineralischen Dünger wie Blaukorn, der schnell wirkt, wollte ich jetzt nicht nehmen. Es heißt ja, dass die Wurzeln schnell verbrannt sind und der soll insgesamt irgendwie schädlich sein (wieso eigentlich?). Was kann man da machen, um schnell zu helfen?

3)
Ich brauche einen Grünpflanzendünger für Zimmerpflanzen, den man auch für Ficus und Farn verwenden kann. Mein letzter Melasse-Dünger schien nicht so wirklich was zu bringen. Gibt es da vernünftige Hausmittel (Tee- und Kaffeesatz oder Milch?) oder ein gutes käufliches Mittel (darf man Kaufempfehlungen hier im Forum posten)?

Vielen Dank
Benja
« Letzte Änderung: 11. Juni 2021, 22:15:52 von benja »
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Nettle

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #8 am: 16. Juni 2021, 15:02:06 »

Hallo Benja,

um deine Fragen zu beantworten, brauchen wir mehr Details. Welche Pflanzen brauchen Kompost oder Dünger? Sind sie in Gefäßen oder im Gartenboden? In meinem Garten dünge ich weder Rasen/Wiesen noch Zierbäume noch Himbeeren, weil sie ohne Düngergaben mehr als ausreichend wachsen. Für Kübelpflanzen nehme ich einen NKP Dünger 18+12+18 mit Magnesium und Spurenelementen und passe die Düngung an den Pflanzen an. Z.B., Schnittlauch braucht viel Dünger, Ysop keinen.

Welche Art von Echinacea hast Du? Und wieder, in Töpfen oder im Boden? Was für ein Substrat/Boden? Und bekommen die Pflanzen genug Licht? Wildformen wie E. purpurea oder E. pallida brauchen einen eher mageren Boden, der durchlässig ist, sowie viel Sonne.

Zu konzentrierter Düngung kann Wurzel verbrennen, deshalb sollte man lieber entweder häufiger verdünnten Flüssigdünger geben oder einen Langzeitdünger wie z.B. Triabon beim Pflanzen verwenden.

Hausmittel als Dünger für Zimmerpflanzen sind nicht ausgewogen. Ich verwende für alle Zimmerpflanzen einen Zitrusdünger mit NPK 8-6-8. Auch hier finde ich das Substrat, Lichtverhältnisse und Gießtechnik wichtiger als Düngung. Ich dünge 2-3 mal im Monat zwischen März und Oktober und im Winter überhaupt nicht.
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Rieke

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #9 am: 22. Juni 2021, 22:36:49 »

Zu 1)
In vielen Gemeinden kann man Kompost vom örtlichen Kompostwerk kaufen (in Berlin bei der BSR). Damit kann man sich behelfen, bis man eigenen Kompost hat. Kompost ist aber weniger Dünger, sondern ein Mittel zur Bodenverbesserung. Sandiger Boden hält Wasser und Nährstoffe besser, wenn der Humusanteil durch Kompost und Gründüngung erhöht wird, lehmiger Boden wird lockerer.
Hornspäne und Hornmehl sind ein guter Stickstoffdünger. Hornmehl ist feinkörniger und wird schneller von den Bodenbakterien aufgeschlossen, d.h. das wirkt schneller als Hornspäne. Ich verwende Hornspäne viel als Basisdünger. Die Herkunft finde ich nicht so wichtig, niemand wird Rinder halten, um Hornspäne zu produzieren - Hornspäne sind Abfallverwertung. Schafwolle ist wie Hornmehl ein Stickstoffdünger.

Falls Phosphate und Kalium fehlen, ist Horn-Blut-Knochenmehl (gibt es u.a. von Oscorna) ein geeigneter organische Dünger.

Pferdeäpfel oder kompostierten Pferdemist habe ich leider nur selten bekommen. Das ist ein sehr guter Dünger. Die käuflichen Pellets finde ich vergleichsweise teuer und so viel bringen sie nicht, aber evt. verwende ich sie zu sparsam.

zu 3) Zimmerpflanzen habe ich kaum, für Kübelpflanzen nehme ich einen preiswerten Flüssigdünger. Damit wachsen sie gut.
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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #10 am: 06. Juli 2021, 10:27:24 »

Veganer Dünger ist mir eigentlich sympathischer.

nicht vegan, aber sehr öko ist Dein eigener Urin.
Nicht auf die Blätter, sondern auf den belebten Erd-Boden. In der Gießkanne gut verdünnt kann er keinen Schaden anrichten.
Öfter blühende Rosen lieben diesen Dünger.
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thuja thujon

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #11 am: 06. Juli 2021, 10:36:18 »

In der Gießkanne gut verdünnt kann er keinen Schaden anrichten.
Das gilt wohl für alle unverträglichen, Chloridhaltigen Dünger und ist kein Alleinstellungsmerkmal.
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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #12 am: 06. Juli 2021, 11:02:02 »

Das gilt wohl für alle unverträglichen, Chloridhaltigen Dünger und ist kein Alleinstellungsmerkmal.

Genau, jeder Dünger kann Schaden anrichten, sogar Urin.
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thuja thujon

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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #13 am: 06. Juli 2021, 15:37:39 »

Und bei Urin ist es in der Regel so, dass er mehr Schaden anrichtet, als er Nutzen bringt.

Wenn man ihn stark runterverdünnt wie von dir beschrieben, geht die Wirkung gegen Null.

Harnstoff gibt es auch ohne Chlorid und Natrium und auch ohne organische Beistoffe welche ein ungewolltes Verkeimen verursachen könnten.
Sollte aus Effektivitäts- und Klimaschutzgründen allerdings nur noch in der stabilisierten Variante gegeben werden. Harnstoffe mit Urease-Inhibitor und auch Nitrifikations-Inhibitor sind verfügbar.
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Re: Düngen, generell - Anfänger ohne Ahnung.
« Antwort #14 am: 06. Juli 2021, 19:17:02 »

Die Harnstoffproduktion in der Chemiefabrik ist ja bekanntlich völlig sauber und unproblematisch 8)
Urin als Dünger ersetzt nicht nur umweltschädlichen Dünger, er löst auch ein Entsorgungsproblem.

Ein schlechter oder unerfahrener Gärtner, der mit Urin seine Pflanzen schädigt macht das auch mit jedem anderen Dünger ;D
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