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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln  (Gelesen 2999 mal)

Kübelgarten

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #15 am: 19. April 2021, 18:31:39 »

Ich habe vor vielen Jahren auch eine Mistelperle auf einen Apfelbaum geklebt, dem Baum hat es nicht geschadet.
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LG Heike

Gartenplaner

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #16 am: 19. April 2021, 19:15:02 »

Wie sie die saftstromlose Zeit des Winters überlebt würde mich auch noch interessieren.
Der Wassertransport im Holz von den Wurzeln in die Zweige und Blätter erfordert keine Energie, erfolgt einfach der Verdunstung (genauer: dem Wasserpotential).
Solange das Wasser in den Leitungsbahnen des Wirts nicht gefroren ist, steht der Mistel mithin Wasser zu Verfügung, ebenso darin gelöste Mineralsalze und ggf. weitere Stoffe.
Ist das Wasser gefroren, wird es schwierig mit dem Nachschub. Die Mistel hat aber Blätter, die im Vergleich zu sommergrünen Laubblättern wenig Wasser verdunsten, dank recht dicker Epidermis.
Also ist das Röhrensystem sozusagen "offen".

Mich wundert nur....ich hab ja immer wieder Cornus sanguinea-Hecken auf den Stock gesetzt.
Anfangs hab ich das im Februar gemacht, also deutlich vor Laubaustrieb.
Die großen Schnittstellen "bluteten" dann aber ordentlich, also es trat Pflanzensaft aus.
Weil dieses Saftgekleckere schnell von Schimmelpilzen überzogen wurde und ich nicht sicher war, ob es nicht den Stümpfen schadet, änderte ich die Strategie und setzte im Oktober, November dann auf den Stock.
Da trat dann an den Schnittstellen kein Saft aus.

"Trocknet" das Holz also im Frühjahr sozusagen aktiv aus, bzw. verdunstet Wasser, um die Sogwirkung aufzubauen, ehe sich das Laub entfaltet?
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Bristlecone

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #17 am: 19. April 2021, 19:30:07 »

Im Frühjahr vor und zum Laubaustrieb enthält der Pflanzensaft im Xylem sehr viel Zucker und weitere Stoffe. Damit werden Triebe, Knospen, Blüten und Blätter mit "Energie" und Baustoffen versorgt.
Dabei erfolgt eine aktive Abgabe dieser Stoffe in die wasserleitenden Gefäße des Holzes unter Aufbau eines Drucks. Dieser "Wurzeldruck" führt dann zum (harmlosen) "Bluten" beim Anschnitt von Trieben.
Bei Ahornbäumen in Nordamerika (Ahornsirup) und bei Birken gewinnt und nutzt man diesen Saft.
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Nicht schon wieder!

Gartenplaner

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #18 am: 19. April 2021, 20:59:35 »

Verstehe, danke.
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netrag

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #19 am: 29. April 2021, 20:02:12 »

Ich habe vor vielen Jahren auch eine Mistelperle auf einen Apfelbaum geklebt, dem Baum hat es nicht geschadet.

Der Schaden tritt erst ein, wenn ein Baum stark besiedelt ist.
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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #20 am: 29. April 2021, 20:27:52 »

Und da auch offensichtlich hier erst nach einigen Jahrzehnten der starken Besiedelung. Wobei alle abgängigen die ich kenne die gleichen Sterbesymptome haben ob mit oder ohne Misteln. Mag sein, dass es da geringe Unterschiede  gibt.
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Axel

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #21 am: 29. April 2021, 21:28:26 »

Ich denke auch, dass die Bäume von den Misteln überwiegend erst dann besiedelt werden, wenn sie bereits anderweitig geschwächt sind. Vielleicht haben sie in voller Kraft ihre eigenen Abwehr-Mechanismen.
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pearl

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #22 am: 29. April 2021, 22:09:20 »

Neugierde hat mich einmal veranlasst einige Mistelbeeren auf einen Malus-Hybride Evereste (Vogelfutter Baum) aufzubringen. Wie man sieht fangen einige an sich mit einem kleinen Sporn dem Ast zu nähern. Ich werde das mal weiter verfolgen.
Vielleicht habt auch ihr einige Erfahrungen die hier zeigen und erklären könnt. Vor einiger Zeit habe ich hier schon mal etwas gelesen, finde es aber nicht wieder.

tolles Bild!
.
Ich habe letztes Jahr eine beerentragende Mistel geerntet. Vor Jahren selber aufgebracht. Hier auf den Streuobstwiesen sehe ich eine rapide Vermehrung der Misteln und manche Bäume sind auch im Winter grün wie Koniferen. Ich nehme an, dass überalterte Bäume den Misteln besonders wenig entgegen setzen. Ich nehme auch an, dass die Misteln im Winter mit der Feuchtigkeit auskommen, die in der Luft und durch Niederschläge da ist. Wachsen tun sie nur dann, wenn der Saft im Frühjahr steigt. Was ein aktiver Transportprozess ist.
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APO

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #23 am: 13. Juni 2021, 19:36:34 »

Bis jetzt entwickelt sich der Keimling noch-

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #24 am: 16. Juni 2021, 06:10:21 »

Man sagte mir, die Samen werden mit normalem Heftpflaster aufgeklebt,
und das Loch des Pflasters an der Stelle aufgemacht,
aber nicht vergrößert.
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Gruß Arthur

APO

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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #25 am: 16. Juni 2021, 08:32:08 »

Guten Morgen
Ich habe die Beere einfach auf den Ast gedrückt
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Re: Ein Versuch Weißbeerige Mistel (Viscum album) anzusiedeln
« Antwort #26 am: 16. Juni 2021, 09:37:50 »

Das reicht auch völlig, die Klebefäden nochmal drum gewickelt oder so.
APO, das sieht schonmal sehr gut aus, Saugnäpfchen hat er ja schon  :D
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