Die Art lohnt sich in jedem Fall so sehr wie die Sorten auch. Sie macht in der Regel eher dunkelviolette, hängende Blütchen und wirkt sehr filigran und zierend. Sicher kann man sie mit allem kombinieren, denn sie ist nicht aufdringlich, sondern eher ornamental. Ich hatte sie an einem Rosenbogen, von dem aus sie ihre Glockenköpfchen herabhängen ließ. Nachbarn hatten sie gemeinsam mit wildem Wein in einem an sich häßlichen Maschendrahtzaun. Deren Grundstück war auf einem ca. 2 m hohen Sockel (alte Villa, bei der man sich damals die Mühe gemacht hatte, das Grundstück am Nordhang zur südlichen Straße hin durch Aufschütten und Mauerbefestigung anzugleichen). Von dort oben neigten sich die Blüten den Straßengängern huldvoll entgegen.
Im Gegensatz zu ihrem zarten Äußeren war sie bei mir sehr gesund, wüchsig und frosthart. Ich habe sie an dem Rosenbogen nur auf halbe Höhe zurückgeschnitten, damit sie mir nicht zu breit wird. Sonst kann man sie schon als sehr breites Exemplar erleben. Dadurch, dass sie zur Schnittgruppe 3 gehört, läßt sich ihr Wachstum sehr gut beeinflussen und ich denke, daher ist sie auch gut geeignet, in hübsche Sträucher reinzuwachsen. Im Winter, wenn diese von strukutrellem Wert für den Garten sind, schneidet man sie (nach der Blüte, im Herbst) stark zurück. Es ist also alles in allem eine Pflanze, die gut zu handeln ist.
Sie hat bei mir im Schatten üppig geblüht, über einen guten Zeitraum hinweg, jedoch nicht so lange wie die Hybride in der Regel blühen (dafür üppiger). Nach der Blüte hat sie hübsche Samenpuschel gebildet: nicht so silbern, wie die der tanguticas und co, aber durchaus von Zierwert.
Liebe Grüße und voller Hoffnung auf viele C. viticellas in den Gärten,
Iris
P.S. C. viticella ist übrigens immer die
bot . Art

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