@mara
wie selbst Profigärtner alle irgendwie als Viticella geführten Hybriden als "wilde Clematis" bezeichnen, kann ich mir vorstellen, dass Gerhard vielleicht auch an so etwas denkt
Mag sein, nur wollte ich Gerhard nicht verwirren. Es gibt inzwischen einige Sorten mit recht wenig Viticella-Blut, welche dann auch schon mal anfälliger für die Welke sind oder sehr große Blüten entwickeln, die nicht mehr den zarten Charakter der Wildarten haben. (Naja - wenn 'Etoile Violette' blüht, finde ich das schon sehr kräfig und massiv)
Von den montanas wollte ich ohnehin abraten - gerade an einer zugigen Nordwand und vermutlich noch im Kübel sind diese zu empfindlich (wobei die Sorten sogar härter im nehmen sind - aber eben nur einmal blühen)
Wenn es sich nicht um überhängende Dachvorsprünge oder dichte Bäume handelt denke ich eigentlich, daß viticellas und alpinas sowieso (aber ich finde diese oft etwas "dünn") funktionieren - solange genug Licht von oben kommt.
Eigene Erfahrungen mit einer weißen Viticella kann ich nicht bieten - höchstens eine üppig blühende Cl. v. 'Madame Julia Corrovon' und Cl. jouniana 'Praecox' an der Nord-Ostecke (letztere hängenderweise).
Den Verweis auf Westphal kennst Du sicher eh schon.
Von macropetalas kenne ich nur Sorten, die maximal 2-3m hoch werden und befürchtete, daß dies auch ein bißchen dauert - aber Ceres hat hier ja keine "Zeit-Probleme".
An sich würde ich eine Cl. macropetala aber an ein Geländer oder Strauch setzten ... Aber sicher Ansichtssache und auch Sortenabhängig.
LG
macrantha
P.S. bilde mir ein die Cl. triternata mal halbschattig gesehen zu haben ... aber nun ... will nicht widersprechen, wenn Du da andere Erfahrungen hast