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Autor Thema: Schwimmende Gärten  (Gelesen 10042 mal)

Hawu

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #15 am: 04. August 2021, 11:46:01 »

Wenn die Tonne unten einen Wasserhahn hat, ist das kein Problem.
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neo

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #16 am: 04. August 2021, 11:58:36 »

Dachte ich nicht dran, danke, meine Tonne hat keinen Hahn.
Und wenn es für die Inselbewohner kein Problem ist, in zeitweise mehr Dunkelheit zu leben bei tieferem Wasserstand, dann kann das ja funktionieren.
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partisanengärtner

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #17 am: 04. August 2021, 17:50:31 »

Dunkelheit ist relativ dort und dauert hoffentlich nicht zu lange. Ein paar Wochen halten die das gut aus und die Zeit wo das so ist hat meist auch zu hohe Temperaturen die dort unten nicht so gravierend sind. Die Luftfeuchtigkeit ist dort auch deutlich höher.
Für Moose sowieso gänzlich unproblematisch.

Diese Platten wiegen mit Moos und Vlies ein paar hundert Gramm. Leicht rauszunehmen und die Gießkannen füllen.
Nach dem Gießen setzt man sie wieder rein.
Wenn eine Haltevorrichtung wie bei meinem Beispiel dran ist kann man auch Schnüre dran befestigen und das Teil daran schweben lassen für die Gießzeit. Bei mir steht sie so lange auf der Kante.
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Axel

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #18 am: 04. August 2021, 17:59:12 »

Für so spezialle Heikelchen die es besonders sauer brauchen wie Cypripedium acaule und andere habe ich mir folgende Lösung ausgedacht.
Auf eine dicke Grundplatte klebe ich mit Montagekleber eine Pflanzschale. Die Seiten haben zusätzlich einen Spalt durch den Zungen aus Mikrofasertuch auf den Boden reichen. Zusätzlich sind noch drei stärkere Löcher mit Dochten aus Mikrofaser in den Boden gebohrt.
Die überstehende Kante soll verhindern das, daß Sphagnum ins Wasser sackt.

Alles ist mit Mikrofasertüchern bespannt innen und außen. Auf dem Foto sind schon auf dem Bodentuch schon mineralisches Substrat aus dem kalkfreien Fichtelgebirge aufgebracht. Unterste Schicht Granit, Quarz, Glimmer etc. in grober Körnung.
Darüber kommt Granitsand mit ein wenig torfigem Waldboden von einem Windwurf dort.

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #19 am: 04. August 2021, 18:19:46 »

Die Seiten werden mit Sphagnum aus meinem geplünderten Moorbeetverbund belegt und mit einem Stück Vogelschutznetz mittels kleiner Nägel festgespannt.
Dieser lebende Ionentauscher soll das Wasser im sauren Bereich halten und gleichzeitig das Aussehen der Pflanzinsel aufhübschen.
Wenn man so wie ich lange Sphagnumpflanzen aus einem hohen Polster hat legt man die unterste Schicht von unten nach oben.
Allerdings sollte das Mikrofasertuch auch kurze Stücke mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen daß es schnell durch das Vogelnetz wächst.
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #20 am: 04. August 2021, 18:23:59 »

Die Nägelchen sind aus Eisen und rosten fest. Leider weiß ich nicht ob das zu viel Eisen ist. Edelstahldraht oder-nägel wäre sicher möglich.
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #21 am: 04. August 2021, 18:25:59 »

Die ganze Außenhülle sieht dann so aus und sollte bis sie zum Einsatz kommt richtig hübsch aussehen.
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #22 am: 04. August 2021, 18:30:47 »

Momentan wiegt so ein Pflanzteil selbst mit Substratfüllung weniger als ein Eimer Wasser. Aber ich habe mir für schwerere Behälter eine Hebevorrichtung ausgedacht.
Zwei in Form der Wanne gebogene Drahtstücke mit Schlaufe, durch die man Rundhölzer schieben kann, erlauben auch schwerere Teile  ohne Probleme aus der Kübeltiefe zu heben.

Sie lassen sich aber auch bequem von den Stirnseiten her einführen.
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #23 am: 04. August 2021, 18:45:43 »

Das restliche Substrat habe ich dann noch eingefüllt. Der größte Anteil ist ein Rohhumusgemisch aus meinem Wald im Fichtelgebirge.
Eine Mischung aus Buchenlaub und was so von Fichten abfällt. Für die künftige Mykorrhiza sollen diverse Baumsämlinge aus einem alten Moorbeet sorgen. Etwas nadeliges das ein Wacholder sein könnte, ein kleiner Feuerahorn und eine kleine Weide. Diese müssen wohl regelmäßig beschnitten werden. Könnten aber für passende Mykorrhiza zur Keimung diverser Orchideen sorgen.

Beim zweiten Teil werde ich in meinem Wald nach entsprechenden Sämlingen im Herbst suchen.

Frauenhaarmoos ist im äußeren Mantel und an den Ecken der Pflanzfläche gesetzt. Außerdem ist noch ein wenig Besenheide und Erica tetralix als weiterer Mykhorrhizawirt im Mantel vorhanden.
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #24 am: 04. August 2021, 18:50:08 »

Solange das noch frisch ist wird der Wasserstand nicht voll aufgefüllt. So hat das Moos und die asoziierten Pilze erst mal ein wenig Schatten und höhere Luftfeuchtigkeit zum Anwachsen.

Weil die ganze Sache für die dünne Grundplatte fast zu schwer wurde und die untersten mm unter Wasser standen, habe ich gleich zur Demonstration zwei zusätzliche Schwimmkörper reingegeben.

Die Bespannung mittels Montagekleber auf der Wanne ist noch rein experimentell. Langfristig soll sie mir Moos, Algen und Flechten bewachsen. Hoffentlich nicht so langsam wie mein Flechtenexperiment.
« Letzte Änderung: 04. August 2021, 19:39:02 von partisanengärtner »
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #25 am: 15. November 2021, 05:46:31 »

Die Inseln wachsen recht gut ein. Vor allem geht es schnell und wenn man keine Zeit hat fällt nach dem Anlegen auch kaum Pflegeaufwand an.
Für die Verkleidung hatte ein Kollege eine gute Idee. Es gibt schöne Fliesen in täuschend echter Holzoptik.
https://forum.carnivoren.org/forums/topic/52798-moorhochbeet-ich-bau-mir-eines/page/2/

Auch die durch Hitze denaturierten heimischen Hölzer sollen viele Jahrzehnte im Bodenkontakt halten.
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Axel

APO

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #26 am: 16. November 2021, 17:43:35 »

Hi Axel,
da hast du ja sehr viel geschafft. Ist alles sehr durchdacht. Ich werde nun endlich meinen Bachlauf so in dieser Art gestalten. Gleichzeitig werde ich die Ränder welche auf Soden bestehen integrieren. Mal sehen wie sich das entwickelt.
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Ein gestylter Garten kommt mir vor wie eine Besserungsanstalt für die Natur
Wer Schreibfehler findet darf sie behalten
Gruß Jörg

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #27 am: 30. Januar 2022, 13:33:50 »

Vor ein paar Tagen stolperte ich über einen Link der Uni Greifswald, die sehr aktiv in Moorkunde ist.
Das befeuerte mich und nach wenigen Stunden stolperte ich über Sphagnumkulturen an anderen Unis die teilweise konvergente Entwicklungen bezüglich der schwimmenden Gärten hatten.
https://www.coxnature.com/index.php?route=information/blogger&blogger_id=6
Bei dem letzten hatten sie sogar die gleichen Umrandungen für ihre Sphagnumkulturen mit Hilfe von Zahnstochernägeln entwickelt.
Vermutlich weil sie ein anderes Vlies hatten brauchen die eine deutlich dickere Substratauflage.

Meins ist ja ein Kunstprojekt und ich habe auch eher auf ganze Biotopgemeinschaften abgezielt, das erklärt die Unterschiede.

Es ist also eine etablierte Vorgehensweise. Da verwundert es mich schon sehr, dass diese Kulturtechnik nicht verbreiteter ist.


Für die Verkleidung der Kübel habe ich mittlerweile einige Techniken entwickelt. Da diese alle am besten nachträglich einzusetzen sind war mir das nicht so wichtig.
Sie müssen ja für jedermann einsetzbar sein, denn die keramischen Verkleidungen, die ich gerade noch mache und als Provisorium an meinem verspiegelten Zaunmoor eingesetzt habe, sind ja etwas aufwendig.

Falls sich die Kulturtechnik durchsetzt, wird es sicher Fertigprodukte im Handel geben.

Bis ich die ersten hier zeige muß ich noch ein paar Demo-Objekte fertig stellen. Holzverkleidungen und solche aus Stahlblech sind ja leicht herzustellen und auch einfach zu transportieren.
Gemauert oder mit Fliesen in Holzoptik verkleidete Rahmen habe ich schon bei konventionellen Moorbeeten gesehen.
Ein Demonstrationsobjekt aus Gehölzschnitt geflochten  ist in Arbeit. Dabei ist mir aufgefallen das gefrorene Ruten etwas brüchig sind.
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Axel

lord waldemoor

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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #28 am: 30. Januar 2022, 19:28:36 »

die ruten in heißes wasser geben
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Re: Schwimmende Gärten
« Antwort #29 am: 31. Januar 2022, 10:24:04 »

Das ist mir schon klar, weiss aber scheints nicht jeder also danke für die Anmerkung. Bei der momentanen Witterung im Freiland ein wenig unhandlich. Ich versuche so wenig Aufwand wie möglich zu machen.

Frische Ruten lassen sich relativ gut flechten. Bei gelagerten wird man ums Wässern nicht rumkommen.

Bei gefrorenen frischen Ruten würde ein Lagerfeuer helfen.  Die einzelnen Ruten voe dem einflechten kurz über den Flammen anwärmen (im eigenen Saft schmoren ;) )
« Letzte Änderung: 31. Januar 2022, 10:28:59 von partisanengärtner »
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Axel
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