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News: so eine fuhre mist im garten ist um einiges sinnlicher als eine packung blaukorn im regal. (maigrün)
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05. Dezember 2021, 09:15:16
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Autor Thema: Zwetschenrost: was möglich dagegen?  (Gelesen 395 mal)

Felcofan

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Zwetschenrost: was möglich dagegen?
« am: 06. Oktober 2021, 18:07:46 »

liebe alle
ich habe eine "Hauszwetsche" (oder Hauszwetschge?) laut Auskunft der Vorpächter,
Halbstamm, locker-luftige Krone

die steht in den meisten Jahren ab August/September völlig nackig, alles Laub unten, wegen Rost, nehm ich an.

der Ertrag ist so mittel sehr mäßig, sie scheint zu alternieren, und dann gibt es noch Wickler, wobei ich mal vor ein paar Jahren eine tolle Ernte hatte mit wenig wurmigen Früchten. dies Jahr war wider mal fast nix

also, kann ich da irgendwas unterstützend machen,
Kalimagnesia düngen,
würde Peressigsäure wie bei Kräuselkrankheit helfen oder ist das vermutlich ein anderer Entwicklungszyklus (hab Info-Blätter gefunden, die Wirtswechsel im Frühjahr erwähnen)

und gäbe es eine andere Sorte, die da resistenter ist? eventuell könnte ich die umveredelt (lassen), wir haben seit kurzem einen experimentierfreudigen Baumschuler in der  Anlage... allerdings ist das ja ein heftiger Eingriff

---
so gesehen nimmt sie viel Platz ein, mach viel Arbeit, und am Ende kommen noch nicht mal alle 2 Jahre ein paar Früchte rum..

Empfehlungen? oder sonstige Anmerkungen?
Dankeschön, F

hier ein Bild von ca. Ende September
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Felcofan

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Re: Zwetschenrost: was möglich dagegen?
« Antwort #1 am: 06. Oktober 2021, 18:09:40 »

und hier noch ein Blatt, mir sieht das sehr nach Rost aus
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555Nase

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Re: Zwetschenrost: was möglich dagegen?
« Antwort #2 am: 07. Oktober 2021, 04:49:51 »

Für mich sieht das vertrocknet aus. Das Gras drumrum ist ja auch nicht mehr frisch. Der Baum wurde nie artgerecht beschnitten. Wurden Blattläuse bekämpft ? Gegen die Würmer kann man auch was machen, ist aber kompliziert. Mit solchen anfälligen Sorten wird man nie froh, die fliegen bei mir ganz schnell wieder raus.
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

thuja thujon

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Re: Zwetschenrost: was möglich dagegen?
« Antwort #3 am: 07. Oktober 2021, 12:06:34 »

Das ist definitiv Rost.

Ich habe noch keine halbwegs widerstandsfähige Sorte gesehen. Auch Mirabellen, alle schon längst nackig, da szehtr die Bäue aus und dann gibts natürlich auch kaum Ertrag. 

Nur meine im Garten hat noch ein paar wenige Blätter, aber auch die haben massivst Zwetschgenrost.

Im Frühjahr mal mit Difenoconazol (Duaxo) behandeln. Azole sind die klassische Stoffklasse gegen Rostpilze.

Peressigsäure als Fungizid ist eine extreme Ausnahme. Die wirkt so gut bei belaubten Pflanzen wie Desinfektionsmittel beim Menschen spritzen.
Unabhängig davon, auch beim Pfirsisch im Winter toxikologisch nicht ganz ohne, deshalb auch keine Zulassung.

Unterstützend: kein Kalimagnesia, sondern Rasen düngern und wässern. Jetzt im Hersbt auch nochmal Rasendünger drauf, das die vom Rasen nicht aufgenommenen Reste im Frühjahr an den Baumwurzeln angekommen sind. Wirkt aber nicht gegen den Pilz, sondern baut den Energiestatus vom Baum wieder langsam auf.
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Felcofan

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Re: Zwetschenrost: was möglich dagegen?
« Antwort #4 am: 07. Oktober 2021, 17:07:49 »

danke für die Hinweise,
dann versuch Ichs erstmal mit mehr "füttern"

hm, und das mit dem Rost ist quasi typisch für die Gruppe...

wg Schnitt, wir haben ihn so mittel übernommen, dann waren die letzten 2 Schnitte Gärtner dran, die eigentlich einen Schwerpunkt auf Obstgehölzen haben, Ninja, schon mer mal

Spritzen ist halt mühsam mit einer simplen 5-L-Druckspritze, schaun mer mal,

einen schönen Nachmittag,
F
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thuja thujon

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Re: Zwetschenrost: was möglich dagegen?
« Antwort #5 am: 07. Oktober 2021, 17:22:16 »

Rostpilze wandern von unten nach oben. Es könnte auch schon ein bisschen helfen wenn die unteren Bereiche getroffen werden. Ansonsten sind die Azole auch systemisch, verteilen sich in der Pflanze und schützen so auch Bereiche die nicht getroffen wurden.

Teleskopverlängerungen für 5 Liter Spritzen gibt es auch, evtl kann einer in der Anlage mal damit aushelfen, die sind nicht ganz billig.

Weitermachen mit Düngen und Wässern usw ist unterm Strich keine Bekämpfung des Rostpilzes, sondern ein Weiterzüchten von Pilzkrankheiten.

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