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News: Also 5 cm könnte hinkommen, aber bei der Dicke hört es meist beim Bleistift auf.  (Zitat aus einem Fachthread)
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23. Oktober 2021, 19:23:42
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News: Also 5 cm könnte hinkommen, aber bei der Dicke hört es meist beim Bleistift auf.  (Zitat aus einem Fachthread)

Neuigkeiten:

|10|11|Das Geld geht hinkend ein und tanzend fort. (Alte Weisheit)

Titel Wilde Wiesen
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Autor Thema: Artenschutz, "Öko" und braun; gute Webseite darüber (nee, nich dafür...)  (Gelesen 762 mal)

Felcofan

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aus gegebenem Anlass, und weil es mir zwischendrin wieder im anderen Kontext über den Weg lief,

wie Arten- und Naturschutz teils ungut von nationalistischen Positionen durchzogen sein können,
und sogar Hinweise, wie Vereine mit Mitgliedern umgehen können, die solche Extrempositionen mitbringen.

der Verein heißt FARN,

neben sehr umfassenden, tiergehenden Artikeln haben sie seit kurzem anscheinend sogar Podcasts,
hier ein Häppchen kopiert, für einen ersten Eindruck.

13.01.2021 | Rechte Ideologien haben verschiedene Erscheinungsformen. In Zeiten der Corona-Pandemie boomen nicht nur Verschwörungserzählungen und Antisemitismus. Covid-19 ruft auch naturverbundene Nazis mit einer Vorliebe für eingeweckte Gurken und nachbarschaftliches Wirtschaften auf den Plan. Warum ist das so? Welche Weltbilder stecken dahinter?


hier der Internetlink auf die Startseite, nur so, wenn mal jemand damit konfrontiert wäre...

schöne Grüße, F


https://www.nf-farn.de
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Quendula

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Bei den Naturfreunden und der Naturfreundjugend (auf der FARN-Webseite rechts die Links ;)) wird das auffällig oft thematisiert. Es gibt Workshops, Beiträge in der Zeitschrift und andere Aktionen dazu. Ich finde gut, dass das dort, und vor allem in der Jugendarbeit, immer wieder angesprochen wird und die (jugendlichen) Vereinsmitglieder sensibilisiert werden.
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"Dein ganzes bisheriges Leben war ein einziges Training für diesen Augenblick!" R.L.A.

pearl

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"FARN wurde im Oktober 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet. Das Projekt NaturSchutzRaum wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“."
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Schon klar, dass es Götz Kubitschek und Ellen Kositza um rückwärtsgewandte Naturromantik und -ideologie geht. Auch der alte Enoch zu Guttenberg hat eine sehr, sagen wir mal, aristokratische Auffassung vom Schutz der Natur. Mir selber sind Leute im Nabu begegnet, die ganz klar Nazis waren und noch bis in die Nullerjahre gewesen sind.
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Weil mir aus der Sicht des Genetikers nie plausibel wurde, was die Ausdrücke "Artenverfälschung" und "Ansalbung" überhaupt sollen, habe ich weitere Kontakte zu den Leuten dann seingelassen.
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Alle Bemühungen da Licht ins Dunkel zu bringen und einen rationalen Naturschutz in die Tat zu setzen und das ohne Rassismus sind zu begrüßen.
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thuja thujon

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Dazu müsste man erstmal definieren was Naturschutz ist.

Die Natur braucht unseren Schutz nicht. Manche Arten schon eher. Wenn wir nach der westlich-kapitalistischen Denke gehen, dann zumindest diejenigen Arten/Systeme, die einen Mehrwert für uns darstellen.

Und so verkommt Naturschutz/Artenschutz doch zunehmend zu einem ökonomischen Faktor während der Nachwuchs der (Arten)Experten einfach ausbleibt. Es bleiben oft die Schwurbler, die gehört werden.

PS: wenn im Herbst keine Substanz mehr da ist, dann werden grüne Blätter braun.

Meine persönliche Meinung: Etikette tötet.
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Querkopf

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... Die Natur braucht unseren Schutz nicht. ...
Doch, sie braucht ihn. Sie braucht Schutz vor uns. Vor dem, was wir ihr antun oder ihr noch antun könnten/ werden. 

... Meine persönliche Meinung: Etikette tötet.
Das versteh' ich nicht, könntest du das bitte erklären?
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Eine Rose ist eine Rose ist zwei Rosen ist 2 hoch 4 Rosen ist 16 hoch 4 Rosen ist Stachelunkraut.

Apfelbaeuerin

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... Die Natur braucht unseren Schutz nicht. ...
Doch, sie braucht ihn. Sie braucht Schutz vor uns. Vor dem, was wir ihr antun oder ihr noch antun könnten/ werden. 

Exakt dasselbe wollte ich auch gerade antworten. Genauso ist es!!!
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Liebe Grüße von der Apfelbäuerin



Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere (Karl Foerster)

thuja thujon

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Der konservierende Naturschutz verschlimmbessert es leider nur, da sich die Welt weiterdreht.

Etikette ist veilleicht der falsche Ausdruck, man sollte manchmal auch den Mainstream verlassen.

Unsere Umwelt ist ein komplexes System, das niemand von uns Nacktaffen durchschaut und schon garnicht diejenigen, mit der ideologischen Brille auf.
Von diesen lasse ich mir ungern die Natur nach ihren Wünschen gestalten.

PS: wir sind ein Teil der Natur. Auch Bakterien oder auch die Hefe im Most müllt sich ihren Lebensraum so lange zu, bis sie nicht mehr Überleben kann und die Population zusammenbricht. Das ist Natur!

Ach ja, weils zum Threadtitel passt: Umweltschutz wird in anderen Ländern anders als hier gedacht. Die Welt wird nicht am deutschen Wesen genesen.  ;)
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2021, 15:37:45 von thuja thujon »
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lerchenzorn

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Das soll und muss sie nicht. Trotzdem kann man sich manches Pauschalgeschwurbel zum hiesigen Naturschtz sparen. Die Totschlag-Keule "konservierender Naturschutz" z. B., mit der meistens unzutreffend draufgehauen wird. Und wer darf wen zum Ideologen stempeln und sich selbst zum Realisten krönen? Na klar, in Deiner Welt bist Du der Realist.

Die Populationsdynamik von Hefen und Menschen unterscheidet sich wohl doch auf die eine oder andere Weise.  ;)

 
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Bristlecone

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@TT: Auch wenn man von "Bakterienkulturen" und "Hefekulturen" spricht - menschliche Gesellschaften sind Kulturgemeinschaften, keine "Natur".
Menschliche Kultur hat die Natur verändert, daraus ergibt sich auch kulturelle Verpflichtungen zum Schutz von Natur und Umwelt.
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Dein Vergleich klingt mir zu sehr nach "Recht des Stärkeren" oder der Anwendung des kapitalistischen Prinzips auf den Umgang mit der Natur. Letzterer stößt gerade auf enorme Probleme, versucht sich die aber schönzureden.
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Lerchenzorn war schneller.
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Manche Menschen sind so unbestechlich, dass sie noch nicht einmal Vernunft annehmen.

Wolkenfeder

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Natur und braune Gesinnung sind mir tatsächlich auch des öfteren begegnet. Auch bei Büchern, die ich mir eigentlich gerne gekauft hätte. Leider waren die vom Kopp-Verlag. Endzeit-Kampf und Gemüsekonservierung und Fermentation, Rückbesinnung auf alte Werte und Ideen, die Hinwendung zu Familie und Natur gehen momentan in vielen Ländern eine unheilige Allianz mit Gedankenfetzen rechter Ideologien ein.
Schade.
Dabei ist der Grundtenor eigentlich ein guter. Weniger Konsum, mehr Zeit und Hinwendung für Menschen, Schutz der (Um-)Welt/Natur, Nutzung alter Fähigkeiten und Handwerkskünste...

Schön, dass ihr euch so offen gegen Rechts positioniert. Danke dafür! Das ist in vielen Foren nicht der Fall. Gerade das Medium Internet verleitet leider häufig dazu eher Hass und Angst zu schüren.
Aber als Gartenfreunde wundert es eigentlich nicht, dass ihr Leben schaffen, statt zerstören wollt.
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Extremkompostierer

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Weil mir aus der Sicht des Genetikers nie plausibel wurde, was die Ausdrücke "Artenverfälschung" und "Ansalbung" überhaupt sollen, habe ich weitere Kontakte zu den Leuten dann seingelassen.
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Alle Bemühungen da Licht ins Dunkel zu bringen und einen rationalen Naturschutz in die Tat zu setzen und das ohne Rassismus sind zu begrüßen.

Der Naturschutz passt leider gut in die Gedankenwelt der Rechten.
Die Nazis hatte damals ein fortschrittliches Naturschutzgesetz.

In Australien sind fremde Arten wie Katzen und Ratten wirklich schädlich, weil sie einheimische Arten Ausrotten.
Da man kaum vorhersagen kann welche Auswirkung das Eibringen fremder Arten hat,solle man es unterlassen.

Nicht nur weil dadurch die schönen Systeme der Pflanzensoziologen durcheinander kommen könnten ;D
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Chica

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Die Natur braucht unseren Schutz nicht. Manche Arten schon eher. Wenn wir nach der westlich-kapitalistischen Denke gehen, dann zumindest diejenigen Arten/Systeme, die einen Mehrwert für uns darstellen.

Für mich ist das anders, jede Art hat ihre Daseinsberechtigung um ihrer selbst Willen, das hat mit Nutzen für den Menschen nichts zu tun.
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Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören. David Bergmann

thuja thujon

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Dein Vergleich klingt mir zu sehr nach "Recht des Stärkeren" oder der Anwendung des kapitalistischen Prinzips auf den Umgang mit der Natur. Letzterer stößt gerade auf enorme Probleme, versucht sich die aber schönzureden.
Klar, es haben jetzt mal ein paar mehr Menschen erkannt das sie sich ihren Lebensraum gerade schon länger kaputtmachen, weil sie nicht vernünftig mit Ressourcen umgehen. Das leuchtet dem Ökonomen ein und deshalb versucht er was zu tun um weiterhin bestehen zu können.
Ansonsten spricht die Popularität von leider nur wenigen Artengruppen eine recht deutliche Sprache: Vögel werden gerne betrachtet, Schmetterlinge auch, Bienen sind auch wichtig. Mit den Heuschrecken oder Schnecken oder Teichmuscheln sieht es aber schon anders aus, die findet man nun nicht mehr so oft erwähnt.

Wir schützen also leider nur sehr selektiv, und zwar leider oft nur das, wovon wir etwas haben, auch wenn es nicht monetärer Art ist.

Das sind Beobachtungen, nicht meine persönliche Meinung. Naturschutz ist abstrakt, Arten- und Biotopschutz greifbar. Ich finde es bedenklich, das man an fast jeder Ecke Ornithologen finden kann, während Rüsselkäferspezies fast nicht mehr zu finden sind. Ich denke hier sollte sich was ändern, damit endlich wieder Lebensräume geschützt werden können. Der Staat sollte das entsprechend versuchen zu fördern und nicht alte Binsenweißheiten entdecken, a la Glyphosat tötet Bestäuberpflanzen, und auf dessen Basis wird dann Politik gemacht. Ich glaube nicht das sowas hilft. 
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