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Autor Thema: Weinstock verjüngen ?  (Gelesen 1112 mal)

angelika

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Weinstock verjüngen ?
« am: 20. Januar 2022, 22:01:00 »

Im Garten meines Elternhauses gibt es einen alten, verwahrlosten Weinstock(blaue Trauben, Sorte unbekannt), der viele Jahre(Jahrzehnte) mangels Licht in eine große Föhre gewachsen war. Der Stamm ist ca 5 cm im Durchmesser und ziemlich lang(8-10m), der Baum, in den er gewachsen ist, wurde vergangenes Jahr gefällt(und einige andere), sodass er jetzt mehr Licht hätte. Dieser Stamm liegt jetzt zusammengerollt am Boden, hat wenige junge Äste, und ich bin am Überlegen , wie man ihn behandeln könnte, dass er wieder gut austreibt. Kann man so einen dicken Stamm einfach abschneiden? oder könnte er das nicht überleben? Wir wollen versuchen, Stecklinge zu machen, aber die Reiser sind sehr dünn. In den letzten Jahren hatte er schon einige Trauben, allerdings in unerreichbarer Höhe, sodass die Amseln sie geerntet haben. Ich weiß schon, dass Weinstöcke normalerweise regelmäßig geschnitten werden, aber ich würde gerne versuchen, ihn dazu zu bringen, wieder zu tragen, eventuell eine Pergola errichten, aber weiß noch nicht ,wie.
Ich freue mich auf Eure Ideen.
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thuja thujon

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #1 am: 20. Januar 2022, 22:17:43 »

Junge Äste am Boden sind tendenziell ein gutes Zeichen. Verjüngen tut man einen Weinstock durch kräftigen Rückschnitt. Der löst massives Wachstum aus, dann gibts vitales, frisches Holz, welches man pflegen und durch regelmäßigen, starken Schnitt erhalten sollte.

Ein Versuch aus den letzten Jahren in einem älteren Weinberg hat ergeben, das von den Rebstöcken, die knapp über dem Boden mit der Kettensäge geköpft wurden, ca. die Hälfte wieder neu ausgetrieben ist und so verjüngt werden konnte.
Nur so als Hausnummer, falls du komplett runterschneiden musst.

Stecklinge solltest du vermeiden, wegen der Reblausproblematik, und die Anwachsrate ist nur das eine, spätere Chlorosen, Verrieseln usw bereut man oft erst nachdem man schon wieder 10 Jahre verloren hat. Eine neue Rebe kostet im schlimmsten Fall 20€.

Hast du ein Foto von der Situation?
« Letzte Änderung: 20. Januar 2022, 22:19:46 von thuja thujon »
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Staudo

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #2 am: 20. Januar 2022, 22:23:02 »

Ich würde fürs erste Licht in den Dschungel bringen. Vielleicht kannst Du vorerst ein zwei Meter langes Stück des Hauptstammes samt einiger Triebstummel mit je drei Augen lassen und alles andere entfernen?
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angelika

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #3 am: 20. Januar 2022, 22:30:28 »

Ich werde versuchen ein Foto zu machen, damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt.
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angelika

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #4 am: 30. Januar 2022, 19:48:06 »

Ich habe versucht ,ein Bild zu machen, bin leider erst heute dazu gekommen.
Die Mauer ist vom Nachbarn neu errichtet, statt dem alten Maschendrahtzaun. Könnte man den Stamm etwa 2m entlang des Zaunes in Richtung Süden ziehen, damit er dort mehr Sonne bekommt, und dann evt. eine Pergola zum Klettern für den Wein bauen.
Ich hoffe, die Situation ist soweit erkennbar, damit Ihr sie beurteilen könnt.
Danke für Eure Überlegungen und Tips.
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thuja thujon

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #5 am: 30. Januar 2022, 20:06:10 »

Naja, man sieht nur etwas altes Holz mit halb verhungerten Stammschossern von einem vermutlich nicht Reblausrichtlinien konform veredeltem Weinstock.

Wenn der links oben mehr Licht hat, sollte man ihn da wachsen lassen. Das was auf dem Foto erkennbar ist bietet jedenfalls keine vernünftige Basis wenn es um mehr als Blattwerk für gefüllte Weinblätter geht.
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burgunde

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #6 am: 01. Februar 2022, 08:05:37 »

Bei diesem Traubenstock musst du dir zuerst überlegen, ob er gespritzt werden muss und du bereit bist dieses mehrmals im Jahr zu machen. Selbst wenn du nur Blätter haben solltest, sieht Mehltau oder andere Krankheiten nicht gut aus und steckt andere Pflanzen an.
Vom Alter des Weinstocks vermute ich eine nicht resistente Keltertraubensorte.
thuja thujon meint auch, dass er nicht oder falsch veredelt ist
Es gibt jetzt sehr viele Tafeltraubensorten, die nicht (oder ganz wenig) gespritzt werden müssen und sehr gut schmecken.
Mein Tipp : grabe den Traubenstock ganz tief aus und hoffe dass er nicht wieder kommt.
Und setze einen Meter daneben eine veredelte resistente Tafeltraube!
Burgunde
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Starking007

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #7 am: 01. Februar 2022, 08:23:28 »

Da würde ich ohne zu zögern roden, egal was es ist.

Und eine neue gute Sorte, die einem auch schmeckt, pflanzen.
Dauert 1-2 Jahre länger als mit dem alten Glump!
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Gruß Arthur

Apfelbaeuerin

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #8 am: 01. Februar 2022, 10:30:38 »

Ich würde ihn auch ersetzen. Es gibt jetzt so gute Sorten.
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Liebe Grüße von der Apfelbäuerin



Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere (Karl Foerster)

cydorian

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #9 am: 01. Februar 2022, 11:13:32 »

Das Alter hat überhaupt nichts mit der Qualität zu tun. In Aroma und krankheitsfestigkeit fast unerreicht ist z.B. Muskat Blau, vor fast 100 Jahren gezüchtet. Es gibt unter allen Obstarten sowohl Spitzenware als auch Schrott, der uralt ist. Entscheidend ist die Sorte, nicht das Alter einer Züchtung.

Alte Reben sind sehr leicht neu aufzubauen, wie es schon im Thread steht. Schneide ihn kurz hinter der Biegung ab, er wird höchstwahrscheinlich wieder austreiben.

« Letzte Änderung: 01. Februar 2022, 12:33:30 von cydorian »
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angelika

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #10 am: 03. Februar 2022, 18:01:30 »

Ich danke für Eure Vorschläge, diesen Weinstock hat meine schon verstorbene Mutter vor ca 50 Jahren, gesetzt, also hängen auch Erinnerungen dran.
Also ist es für mich momentan nicht interessant, ihn zu roden, und einen anderen Weinstock hinzupflanzen, auch ist der Garten nicht im Weinklima. Wenn wir Trauben ernten konnten, haben diese gut geschmeckt, und er hatte soweit ich beobachtet habe, kein Problem mit Mehltau. Ich habe nicht vor ihn viel zu spritzen.
Deshalb kommt mir Cydorians Vorschlag gut vor, und roden kann ich ihn noch immer, wenn das nicht so funktioniert, wie geplant.
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thuja thujon

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #11 am: 03. Februar 2022, 23:22:57 »

Gute Entscheidung, die Hauptsache ist halt das er Licht bekommt. Nicht der Stamm, sondern die Triebe die da rauswachsen.
Jährlich stark schneiden nicht vergessen und evtl was hinbasteln, woran man die diesjährigen Triebe festbinden kann.
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Starking007

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #12 am: 04. Februar 2022, 11:29:08 »

Ich hab zuviele Mitbringsel-Trauben gesehen,
aus Südtirol, von der Mosel.
Grüne Erbsen, für Wein gut.........

Und Erinnerungen: Ich versteh das ja, aber das macht Den nicht besser.
Ich bin halt ein Grobmotoriker und empfehle in solchen Fällen
die Oma und ihren Rebstock schnellstmöglich wieder zu vereinen...........

Aber Versuch macht kluch.
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Gruß Arthur

Roobert

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #13 am: 11. Februar 2022, 13:45:48 »

Ich habe einen Weinstock mit massiv Mehltau Befall, jetzt das 2.Jahr.
Wurde von mir im Herbst radikal zurück geschnitten, also es ist nur mehr der Stamm mit dem zu erwarteten Neuaustrieb vorhanden.
Frage, bringt das noch was oder soll ich den befallenen Stock gleich entfernen, hätte nämlich gut Lust dazu?
Möchte nicht das meine anderen Reben damit befallen werden.
 
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cydorian

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Re: Weinstock verjüngen ?
« Antwort #14 am: 11. Februar 2022, 14:26:50 »

Wenn der stark Mehltau hatte, deine anderen Sorten aber nicht (und damit bewiesen ist, dass deine Lage keine Mehltaulage ist), dann sofort weg damit. Ausser, die Trauben sind supergut und du lernt mit Pflanzenschutzmitteln umzugehen. Es gibt Sorten, wo sich das lohnt.
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