Bernhard, du machst es einem ja auch immer schwer, noch etwas zu finden, was du nicht genannt hast

. An anderer Stelle vor langer Zeit habe ich mich ja schon zu diversen Cotoneastern bekannt. Ja, steinigt mich ruhig. Ich mag Cotoneaster horizontalis und einige andere besonders gern. Es sind hervorragende Bienenweiden im Sommer und sie sind sehr pflegeleich. Wie alle robusten und dankbaren Gehölze oder Pflanzen im allgemeinen haben sie daher leider eine verachtenswürdige, gestalterisch untragbare Monokulturbepflanzung hinnehmen müssen.
Einen neuen und Unterforumsübergreifenden Bezug bekomme ich vielleicht in den Thread, wenn ich erwähne, dass Vaccinium in der Regel im Wald anzutreffen ist und hervorragende Beeren produziert, wenn der Boden einigermaßen stimmt. Als Unterpflanzung kann es wunderschön und praktisch sein. Vaccinium myrtillus und Vaccinium corymbosum beglücken zudem noch mit ihrer berauschenden Herbstfärbung. Vaccinium vitis-idea ist für Laien mit Buchs zu verwechseln und verträgt ebensolchen Wurzeldruck. Allerdings sollte man sie auf sauren, waldähnlichen Böden ansiedeln, während unser Buchs gerne etwas kalkig steht.
Mit in diesen Beerenreigen passt natürlich auch Fragaria vesca und F. chiloensis. Und wer diese dankbaren Walderdbeerechen schon bei sich im Garten geerntet hat, der weiss, dass von ihnen nur wenige langen, um einen Naturjoghurt schmackhaft werden zu lassen.
Ohh, aber ich weiss ja, dass sie nicht zu den Gehölzen zählen. Sorry Bernhard

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Für Fans von Dickicht sind noch Brom- und Himbeeren tauglich, allerdings müssen hier wie bei den Blaubeeren einige Kultursorten etwas verhätschelt werden und vertragen nicht diesen Wurzeldrück wie die Arten.
Ist der Standort sonnig aber unterwurzelt, so tun hier alle sog. Pioniergehölze, zu denen besonders die Buddleja zählt. Auch Chaemomelis (für alle Quittenfans mit zu kleinen Gärten

) vertragen einiges, wenn sie Sonne bekommen dürfen.
Man tut auch nicht verkehrt, Steingartengehölze für solche sonnigen, armen Böden zu Rate zu ziehen: Hypericum erectum Gemo' hat mir den Anblick des dauertrockenen, durchwurzelten Bodens unter einer Blaufichte versüßt. Es gibt auch einige Rosen, die dies vermochten: besonders Kleinstrauchrosen leisten da als anspruchslose Dauerblüher wahre Wunder. Ich hatte die cremegelbe und cremefarben verblassende, leicht duftende 'Celina' und die blutrote 'Alcantara' (beide Noak), die kerngesund diese schwierige Situation überstanden.
Und wo bleiben deine an der Natur abgeschauten Experimente mit Cornus und Viburnum lieber Bernhard

? Gerade rote Hartriegel vor weissen Birkenstämmen.... naja, immerhin bemüht sich deine "birkenunterdrückte" Kerrie im Winter noch qualvoll um Kontrast

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Ich bin gespannt, was hier noch alles ersonnen und ausgesponnen wird!
Iris