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Autor Thema: Studie zu Insektensterben  (Gelesen 152328 mal)

Sandkeks

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Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #1080 am: 07. September 2023, 22:06:44 »

Dazu sollte man auch wissen, das Schwefel selbst, elementarer Schwefel, S8, keine große Wirkung hat. Er wird aber so feinvermahlen wie in den PSM schnell oxidiert zu Schwefeldioxid. Also Schwefel ist eigentlich ein Prodrug, das wirksame Prinzip ein Giftgas, das als starkes Atemgift eben auch eine Wirkung gegen kleine und weniger schnell mobile Gliederfüßer hat. Die können nicht so schnell flüchten wie der Mensch, der oft nur sagt es stinkt, und dann weggeht, und so nicht letale Konzentrationen aufnimmt. 

Ich will nicht auf alles eingehen, das führt hier zu weit. Aber Schwefeldioxid würde ich nur beim Einsatz von Schwefelverdampfern in für Nichtzielorganismen unangenehmen Mengen erwarten. EFSA sieht eher Sulfate, Sulfide und Schwefelwasserstoff als mögliche gefährliche Umsetzungsprodukte an, wenn Schwefel als Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird ((EFSA conclusion on the active substance sulfur 2022): "Sulfur, as an element, cannot degrade or break down. However, it does undergo oxidation to sulfate or reduction to sulfide by certain microorganisms and microorganism communities. ...")
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Sandkeks

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Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #1081 am: 07. September 2023, 22:11:59 »

Vielleicht solltest du dich mal rasieren.

Davon ausgehend, dass Du niemanden während einer Diskussion persönlich angreifen willst, wie hilft rasieren in diesem Zusammenhang? Entfernung von kleinsten Schwefelmengen und deren fachgerechte Entsorgung?
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Gartenplaner

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Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #1082 am: 07. September 2023, 22:24:34 »

 ;D
Herr Dr. Settele spricht von 400 Betrieben, nicht 946.

… beschwerst dich gleichzeitig, dass ich Diskussionen verkomplizieren würde, weil zu Detailgenau und dann würdest du sie nicht mehr lesen wollen, weil du sie nicht mehr verstehst?

Ach, tu ich das?
Wo denn?
« Letzte Änderung: 07. September 2023, 22:26:36 von Gartenplaner »
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Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #1083 am: 07. September 2023, 23:44:33 »

Wie rasieren hilft verstehe ich ebenso wenig wie die Aussagen von Gartenplaner.

Zum Thema Schwefel. Wenn man von Elementarem Schwefel die Oxidationskette lang geht, führt die zuerst zu SO2 (Schwefeldioxid), dem wirksamen Prinzip, danach SO3 bzw Sulfat, das `ungiftige Abbauprodukt´.
Da SO2 nur eine kurze Halbwertszeit in der Atmosphäre hat und unter den aeroben Bedingungen eben schnell weiter oxidiert wird, muss man dem nicht ganz so viel Beachtung schenken wie zB Schwefelwasserstoff, der um einiges giftiger ist.

Sulfat ist als `Abbauprodukt´ recht mobil im Boden, wird unter anaeroben Bedienungen auch wieder zu Schwefelwasserstoff umgebaut (Faulschlamm kennt wohl jeder). Ist aber halb so wild, Schwefel wird in viel größeren Mengen von den Pflanzen als Nährstoff aufgenommen als zB Kupfer (Richtwert bei Cu je nach Bodenart zwischen 0,8 bis 4,0mg/kg Boden). Also da gibt es die Entsorgungsprobleme nicht so, auch weil Sulfat im Grundwasser deutlich höhere Grenzwerte genießt als es zB bei Nitrat der Fall wäre. Und selbst da reden wir von 50mg/L.
Wie auch immer, Schwefel ist durchaus Zulassungsfähig, aber eben nicht Nützlingsschonend.

Falls jemand bezweifeln sollte das Schwefeldioxid das Wirkprinzip vom Schwefel ist, man könnte ja mal ein Praktikum bei einem Winzer des Vertrauens machen und den fragen, warum die im Idealfall Schwefeldioxid zum abtöten der natürlichen Hefen im Most benutzen, damit sie die Reinzuchthefen mit besserer Aromatik usw im Gäransatz etablieren können.

Nun ja, ist jetzt etwas abgedriftet von Insekten. Aber Fungizide sind eben auch nicht frei von Wirkung gegen Gliederfüßer. Und für Nutzpflanzengärtner ists wirklich nicht neu, Netzschwefel gegen Spinnmilben. Deshalb verwundert es ja so, das die Ergebnisse der Weinbaustudie in der Pfalz die Autoren so überrascht hat.
« Letzte Änderung: 07. September 2023, 23:46:38 von thuja thujon »
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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