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News: Unsere Süßkirschen könnten wir zur Wurst verarbeiten, soviel tierische Bestandteile haben die. (Staudo)
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07. Juli 2022, 13:17:42
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News: Unsere Süßkirschen könnten wir zur Wurst verarbeiten, soviel tierische Bestandteile haben die. (Staudo)

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|11|8|Und ist das Thema richtig ruiniert, dann blödelt man ganz ungeniert.  ;D  (crambe)

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Autor Thema: Riesenbärenklau ...  (Gelesen 960 mal)

Gartenplaner

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #15 am: 02. Juni 2022, 11:12:43 »

...
Wenn man tatsächlich in diesem Fall Glyphosat ( in KGVs finden sich immer Reste :-X) verwenden würde, wie ginge man vor?
In rauhen Mengen raufkippen ::) :-\?
Erst per Motorsense möglichst den ganzen Bewuchs entfernen und dann?
Wie schützt man sich dabei?

Auf keinen Fall das Laub absäbeln - Glyphosat muss auf die Blätter aufgetragen werden und kann nur über diese in die Pflanze aufgenommen werden!

Wenn auftreibbar, die stärkste Wirkstoffkonzentration nehmen - es gibt Produkte mit 360g Glyphosat/kg Produkt, die meisten Haus- und Gartenprodukte enthielten nur so viele Wirkstoff, und 420/450g, die wären bei den Riesenpflanzen besser.

Dann nach Anwendungsanleitung für entsprechend hartnäckige Pflanzen anmischen und auf möglichst alle Blätter auftragen/sprühen.
Nach so 1-2 Wochen sollte eine Veränderung sichtbar werden, das Laub sollte gelber werden.
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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #16 am: 02. Juni 2022, 11:17:33 »

Die harte Variante ist, das Zeug mit einer Spritze in den Stengelgrund zu injizieren.
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Gartenplaner

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #17 am: 02. Juni 2022, 11:28:43 »

Funktioniert das denn bei dem hohlen Stängel?
Da müsste man doch eher in der Stängelwand bleiben....oder grad nicht?

Die Injektionsmethode würde jedenfalls Kollateralschäden an allen grünen Pflanzen drumherum vermeiden, allerdings müsste sich wer gut gewandet bis zum Stängel vorwagen.
« Letzte Änderung: 02. Juni 2022, 11:32:51 von Gartenplaner »
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Kasbek

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #18 am: 02. Juni 2022, 11:45:11 »

Heracleum mantegazzianum ist ein Einmalblüher, stirbt also nach erfolgreicher Blüte und Samenbildung üblicherweise ab. Das heißt, die Beseitigung ist eigentlich ganz einfach: Man läßt ihn blühen und entfernt den Blütenstand erst vor der Samenreife (ggf. den Samenstand sicherheitshalber eintüten). Der Rest der Pflanze stirbt komplett ab, auch die Wurzeln. Zwei Einschränkungen:
– Wenn z.B. Wühlmäuse vorher Wurzelstücke abgenagt haben, können aus diesen Neuaustriebe erfolgen.
– Wenn schon in Vorjahren Samen ausgefallen sind, können neue Sämlinge auftauchen.
Die Methode muß also konsequent über mehrere Jahre hinweg angewendet werden, bis der Bestand erloschen ist. (Gegebenenfalls parallel dazu eine Wühlmausbekämpfung durchführen.) Bis dahin alle, die üblicherweise dort in die Nähe kommen, belehren, was es mit der Pflanze auf sich hat und daß man sie nicht anzufassen hat.

Den Blütenstand vor der Samenreife zu entfernen ist kontraproduktiv. Ich weiß nicht genau, ab wann die Pflanze „denkt“, mit erfolgreicher generativer Vermehrung ihren Zweck erfüllt zu haben und sterben zu können, aber je früher der Blütenstand entfernt wird, umso größer ist die Chance, daß die Pflanze weiterlebt, um im Folgejahr einen neuen Blütenstand zu bilden. (So ähnlich ist das ja auch bei Digitalis purpurea.)

Ob Glyphosat hilft, weiß ich nicht. Aber es müßte dann in so einer großen Dosis aufgetragen werden, daß auch alle (!) Wurzeln absterben. Ansonsten ist ein Neuaustrieb aus diesen garantiert und potenziert das Problem, wenn man nicht permanent hinterher ist und jedes neu erscheinende Pflänzchen sofort (und bis zum letzten Wurzelstück) ausgräbt.
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Bristlecone

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #19 am: 02. Juni 2022, 11:46:56 »

Abhacken und in den hohlen Stengel ein Herbizid gießen dürfte funktionieren, ähnlich wie bei ausläuferndem Bambus, ggf. mit mehrmaliger Anwendung.
Die Pflanzen nehmen das über das innere Stengel- und Wurzelgewebe auf.
Bei Bärenklau gingen außer Glyphosat auch Wuchstoffherbizide wie Weedex oder Anicon Ultra. Die sind auch (noch?) nicht von einem Anwendungsverbot für Haus- und Kleingärten bedroht. 
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Christiane

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #20 am: 02. Juni 2022, 12:18:17 »

Ich habe aus zuverlässiger Quelle die Empfehlung bekommen, den Riesenbärenklau blühen zu lassen, die Blüten mit Tüten zuverlässig abzudecken und die Tüten zu verschließen, damit keine Versamung stattfinden kann, und ihn nach der Samenbildung zu entfernen. Bitte daran denken, den Körper vor dem Pflanzensaft zu schützen, denn die phototoxische Reaktion kann heftig sein. (Ich habe mal unabsichtlich unseren Diptam berührt und hatte lange was davon :-\. Der Riesenbärenklau dürfte das locker toppen können.)
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Quendula

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #21 am: 02. Juni 2022, 12:46:41 »

Und zwischendurch bitte immer mal wieder die Musik laut aufdrehen :D :D -> Genesis.

Zitat
Turn and run!
Nothing can stop them
Around every river and canal their power is growing
Stamp them out!
We must destroy them
They infiltrate each city with their thick dark warning odour
They are invincible
They seem immune to all our herbicidal battering

Long ago in the Russian hills
A Victorian explorer found
The regal Hogweed by a marsh
He captured it and brought it home

Botanical creature stirs! Seeking revenge...
Royal beast did not forget
He came home to London
And made a present of the Hogweed
To the Royal Gardens at Kew


Waste no time!
They are approaching
Hurry now, we must protect ourselves and find some shelter
Strike by night!
They are defenceless
They all need the sun to photosensitize their venom
Still they′re invincible
Still they're immune to all our herbicidal battering

Fashionable country gentlemen
Had some cultivated wild gardens
In which they innocently planted
The Giant Hogweed throughout the land

Botanical creature stirs! Seeking revenge...
Royal beast did not forget
Soon they escaped, spreading their seed
Preparing for an onslaught
Threatening the human race

Mighty Hogweed is avenged!
Human bodies soon will know our anger
Kill them with your Hogweed hairs!
Heracleum Mantegazziani
« Letzte Änderung: 02. Juni 2022, 12:48:45 von Quendula »
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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #22 am: 02. Juni 2022, 13:57:10 »

 ::) ;D 8)
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Starking007

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #23 am: 02. Juni 2022, 14:03:53 »

".....Heracleum mantegazzianum ist ein Einmalblüher..."
Das hat der nicht gelesen!!!

Spaten schräg reintreten, Stiel hinten runter, Blatt vorne hoch,
geht super auf der Stahlkappe der Sicherheitsschuhe als Drehpunkt.
Dauert ca. 5 Sekunden, da kommt die Chemie schon von der Geschwindigkeit her nicht mit,
von Kosten und Nebenwirkungen ganz abgesehen!

In einer Stunde, mit Pausen, schaffe ich 250 Pflanzen, sofern der Strandort zügiges Arbeiten zuläßt.
Ich lasse die ausgestochenen liegen.

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Gruß Arthur

Christiane

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #24 am: 02. Juni 2022, 14:14:47 »

Du bist engagiert, wenn wir hier mal so ein Problem haben ;).

Das mit dem Einmalblüher stimmt wohl bereits deswegen nicht, weil der Riesenbärenklau Samen bilden muss, um abzusterben. Bei Deiner Methode ist das wurscht. Wirkt Glyphosat immer? Denn Giersch kann auch das mit irgendwelchen Wurzelfitzelchen überleben. Und dann isser wieder da. Bleibt Genesis ;D. Oder über Jahre mit Abdeckfolie zu arbeiten. Oder ihn für Salat zu verwenden. Beim Riesenbärenklau gibt es keine erfreuliche Alternative :-[.
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Kasbek

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #25 am: 02. Juni 2022, 14:19:36 »

Wenn Ihr den ersten Satz in #18 einfach mal komplett lesen würdet  ::)
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Christiane

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #26 am: 02. Juni 2022, 14:27:51 »

Ich stimme Dir ja zu 8).
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Kasbek

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #27 am: 02. Juni 2022, 14:33:26 »

Weidenkatz, hier gibt es die offizielle Empfehlung der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, die geballt alle Infos enthält:
https://www.isip.de/isip/servlet/resource/blob/178634/42b05b88772d5e6166ecf001e4e52e69/baerenklau-final-pdf-data.pdf

Anders ist die Lage natürlich, wenn es sich nicht um Heracleum mantegazzianum, sondern um eine nicht einmalblühende ausdauernde verwandte Art handelt. Dann bringt die „Samen bilden und sterben lassen“-Methode logischerweise keinen Nutzen. Unser georgischer Begleitbotaniker von 2009 meinte, es gäbe da etliche ähnliche Arten. Die in Deutschland verbreitete scheint aber tatsächlich überwiegend H. mantegazzianum zu sein.
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Weidenkatz

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Re: Riesenbärenklau ...
« Antwort #28 am: 03. Juni 2022, 08:33:44 »

Vielen lieben Dank,Euch allen  :-*!
Kasbek, speziell für den guten Link und die Details zur Pflanze.
Es liegt halt nicht nur bei mir, wie wir es machen, aber so konnte ich gute Infos einbringen.
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