2.Alte Sorten sind generell nicht als krank oder geschwächt einzuordnen.Durch den ausschließlichen Anbau in Gärten bzw. auf Kleinflächen können sie aber sekundär durch Virenbefall geschwächt sein.
Hier dürften wohl eher seltene alte Sorten gemeint sein, die dann aufgrund des Beschaffungsproblems meist aus eigenem Bestand nachgebaut werden, halt mit den entsprechenden Problemen. So wird dann auch ein Schuh draus. Siglinde, Hansa und Bintje sind wohl eher glückliche Ausnahmen, die das Bundessortenamt im seinem Ordnungswahn übersehen hat.

Hier bekommt man ja auch problemlos Pflanzgut.
@Aella: pro 10Liter-Kübel rechnet man mit etwa 1 kg Kartoffeln.

@ Eva:
Und stimmt es wirklich, dass die meisten Privatgärtner ihre Saatkartoffeln (als Saatkartoffeln) kaufen?
Ich denke schon, da in der Allgemeinheit der Gärtner das Sortenbewußtsein eher schwach ausgeprägt ist. Sonst wäre es ja auch nicht möglich, daß wir über das Aussterben vieler Kulturpflanzen reden müßten. Wenn´s hoch kommt, nehmen die "Alten" die verbliebenen Bohnen für´s nächste Jahr ab, aber mit den Saatkartoffeln auch noch ein halbes Jahr rumtütern, wo ein frischer Sack im Frühjahr etwa 5 Euronen kostet, das tun sicherlich die wenigsten. Ich kenne jedenfalls keinen zweiten so großen 8)Spinner

, wie mich in meiner unmittelbaren Umgebung. Viele brauch ich nicht einmal zu fragen, welche Bohnen sie gerade im Garten aubauen, da schaun die erst mal nach der Saattüte. Und die anderen kaufen ihre Tomatenpflanzen im Baumarkt, da gibt es immerhin die Sorten Cherry, Fleischtomate und "Normal".

(Und trotzdem haben sie Spaß mit ihrem Garten und das ist auch gut so, wir sind die Exoten, auch wenn sie in diesem Forum geballt auftreten.

)
LG
Uwe
PS.: Danke an netrag1 für die Nachforschung zum Thema