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Autor Thema: Brand im Elbsandsteingebirge  (Gelesen 1132 mal)

Bristlecone

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #30 am: 05. August 2022, 12:50:36 »

Das mit dem Totholz scheint auch in den USA ein grosses Problem bei den Bränden zu sein.
Da muss man genauer unterscheiden:
In vielen Gebieten an der südlichen Westküste und landeinwärts im Regenschatten der Gebirge ist Feuer ein natürliches Ereignis infolge Blitzschlag, an dass die Wälder angepasst waren. Viele Kiefernarten und auch der Riesenmammutbaum sind geradezu auf Feuer angewiesen, um sich fortpflanzen zu können.
Aber: Diese Feuer waren Bodenfeuer, die mangels Masse schnell durch einen Bestand fegten. Viele Altbäume überleben solche Bodenfeuer.
Nach der Besiedlung durch die Weißen wurden Feuer in den Wälder so weit es ging unterdrückt. Folge: Es sammelten sich große Mengen Totholz an, und wenn die entzündet werden, brennt der gsnze Wald bis in die Krone.
Aber auch dann erfolgt eine Regeneration, die allerdings lange dauern kann und das Artenspektrum verändert.
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Graswege knistern - Staubteufel tanzen - Im Regenmesser eine tote Fliege 
(Haiku von Conni, Aug. 2018)
Nicht schon wieder!
Sommermüde

lerchenzorn

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #31 am: 05. August 2022, 13:07:27 »

Schöne Eindrücke und tolle Waldbilder, Conni. Die Buche hat auch hier im Norden Probleme. Auch, aber weniger mit der Trockenheit. Am meisten mit zunehmenden, extrem heißen Tagen und der Intensität der Sonnenstrahlung.

Du kletterst? Das ist eine der Fragen, die ich mir speziell für das Elbsandsteingebirge stelle: wie wirkt sich die Hitze auf die Stabilität der Sandsteinfelsen aus. Gibt es Abplatzungen oder Gefügeveränderungen, die die Kletterei in Frage stellen?
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thuja thujon

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #32 am: 05. August 2022, 13:27:45 »

Ich kann jetzt nicht für den Elbsandstein sprechen weil mir das Klettergebiet immer zu psycho war mit der sehr restriktiven Hakenphilosophie, daher nie dort gewesen.

Im Pfälzer Buntsandstein, ein roter, etwas weicherer Sandstein als der vom Elbsandstein, sind Schäden wie Abplatzungen bzw Abgänge / Felssturz eher ein Thema im Winter.
Durch Nässe verlieren die Steine an Stabilität, dazu kommt Frost. Zudem kann man auch nach Regenjahren vermehrt Abstürze beobachten, die zB. durch dicker gewordene Baumwurzeln entstanden sind, also wenn zB Krüppelkieferwurzeln dicker werden und so als Sprengkeil fungieren.

Im Sommer sind Abgänge durch Hitze eher selten. Man kann sie nie ausschließen, aber es passiert nicht wirklich oft. Unter oft verstehe ich 1-2 Vorfälle im Zweijahreszeitraum.
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RosaRot

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #33 am: 05. August 2022, 13:59:56 »

Die direkte Einwirkung des Feuers auf die Felsen kann durchaus Auswirkungen auf deren Festigkeit haben.
Ein Brand in einer Kirche hier, vor Jahren, hat dazu geführt dass etliche Jahre  danach die Gewölbebögen (hiesiger Sandstein, etwas weniger dicht als Elbsandstein) vor allem über dem Brandherd porös wurden und Teile einfach herabfielen, die hatten sich abgespaltet.
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Viele Grüße von
RosaRot

thuja thujon

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #34 am: 05. August 2022, 14:57:56 »

Klar, Feuer hat massiven Einfluss.
Ich dachte mehr an die normale Witterung (Hitze) ohne Waldbrand.
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lerchenzorn

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #35 am: 05. August 2022, 15:41:04 »

Ich meine schon das Feuer.
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thuja thujon

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #36 am: 05. August 2022, 15:47:04 »

Schon klar, habe das falsch verstanden.

Es kommt halt auf die Dauer, Eindringtiefe in den Stein, den Bröselfaktor usw an.
Ich würde jedenfalls keinen Stand bauen an einer dünnen Sanduhr die deutlich Rußgeschwärzt ist.

Das ganze Wandteile runterkommen, halte ich nach einem Kronenvollbrand in der Nähe eher für unwahrscheinlich.

Unabhängig davon ist ein Helm, wenn man am Wandfuß oder darüber unterwegs ist, nie ein Fehler.
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