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Autor Thema: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?  (Gelesen 3147 mal)

LissArd

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #30 am: 16. August 2022, 16:48:23 »

Du solltest die Arbeiten Baggerung und Betonentsorgung von den Pflasterarbeiten trennen.
Yes! Zu dem Entschluss bin ich inzwischen auch gekommen, da die meisten Pflasterer die hier waren, die Baggerarbeiten an den Betonflächen und die zu verfüllende Grube als übelste "Eventualitäten" nannten, die die Kalkulation in die Höhe treiben würden, da man Genaues zum Aufwand erst sagen kann, wenn der Boden auf ist und man weiß was drunter ist.

Zitat von: Microcitrus
Schlimmstenfalls machst du nur Gehflächen mit Klinker und Fahrflächen mit Asphalt. Kann auch schön sein.
Es sind ja bereits nur die Geh- und Terrassenflächen, bzw. die Garagenzufahrt, die gepflastert werden. Alle Fahrflächen haben das übliche (hässliche) Doppel-T-Betonpflaster, weil der Nachbar, mit dem ich mir die Zufahrt teile, das auf seine Kosten gepflastert hat, um nicht länger auf mich warten zu müssen.
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #31 am: 16. August 2022, 17:17:17 »

Zitat
Die Pflasterer vergeben das an einen Subunternehmer weiter.

Zitat
... da die meisten Pflasterer die hier waren

Offensichtlich bin ich die einzige, die KEINEN Pflasterer angefragt hat? ???

Hier war ein GALA Bauer...
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RosaRot

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #32 am: 16. August 2022, 18:14:06 »

Polnische Unternehmen kommen auch direkt aus Polen um hier zu arbeiten. Zwei Nachbarn haben Zäune/Tore mit allem möglichen Drumherum machen lassen (zu unterschiedlichen Zeiten). Die hiesigen Firmen waren zu teuer und wollten, dass die Bauherren das Drumherum selbst erledigen. Beide arbeiten, deswegen sollte das ja eine Firma machen. Die Polen haben anstandslos alles gemacht und gut gearbeitet. Ging ratzfatz, ich kam mehrfach dort vorbei und konnte sehen wie sie arbeiten und wie der Fortgang war. Die Firmen hatten die Nachbarn über das Internet gefunden, offenbar bieten polnische Firmen da ihre Dienste für deutsche Kunden an.
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LissArd

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #33 am: 16. August 2022, 18:19:14 »

Zitat
Die Pflasterer vergeben das an einen Subunternehmer weiter.

Zitat
... da die meisten Pflasterer die hier waren

Offensichtlich bin ich die einzige, die KEINEN Pflasterer angefragt hat? ???

Hier war ein GALA Bauer...
Ich habe überwiegend gar nicht exakt ausformuliert WEN genau ich suche, nur WAS genau erledigt werden soll, da haben sich sowohl Pflasterer als auch GaLaBauer und Maurer gemeldet. Angefragt habe ich bei Pflasterern und GaLa-Bauern, aber der Einfachheit halber schreibe ich meist Pflasterer, weil sie ja Pflastern sollen… 🙃😉
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Blush

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #34 am: 16. August 2022, 18:35:42 »

LissArd,  ich würde dir folgenden Rat geben. Sprich mit deinen Nachbarn über dieses Thema und bitte um Hilfe. Du schriebst, du hast wenig Kontakt dort im Ort. Dies ist eine gute Gelegenheit, dies zu ändern. Geh zu ihnen, schildere dein Problem und frage, ob sie seriöse Handwerker kennen, die diesen Auftrag ausführen könnten. Und wenn die ersten Nachbarn niemanden direkt kennen, dann wissen sie bestimmt, wer wen kennt.

Hier läuft es so und das nicht schlecht. Ich bin immer wieder erstaunt, was passiert, wenn man mit seinen Nachbarn spricht.  ;) Hilfe wird angeboten, Kontakte vermittelt usw. Wenn du mit einem Handwerker in Kontakt trittst und sagen kannst, du hast eine Empfehlung von Frau XY,  dann ist das gleich eine andere Sache.

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Gartenentwickler

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #35 am: 16. August 2022, 19:24:04 »

Ich arbeite selbst im GaLaBau ( Schleswig Holstein). Wir haben je nach Umfang des Auftrages einen Vorlauf von 6-8 Wochen, ganz kleine Aufträge ( halben Tag Heckenschnitt, Verkehrssicherheit kriegen wir auch früher unter).
Andere Kollegen sind für dieses Jahr voll, teils bis nächsten Sommer.
Wir schreiben die Angebote bei Zaunbau/ Pflasterarbeiten beim Material ohne Preisgarantie. Wie sollen wir ein verbindliches Angebot abgeben.
Ab Oktober steigt der Mindestlohn, muss auch berücksichtigt werden das die Löhne generell angepasst werden. Habe oft das Gefühl,viele Kunden haben bei Elektronik Artikeln ein gutes Gefühl was was kostet. Das aber ein Gärtnerteam/ Steinsetzer  zu zweit pro 8 Stunden Tag ca. 1000 Euro kostet und das die Maschinenkosten auch noch dazu kommen Bedenken viele nicht.
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zwerggarten

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #36 am: 16. August 2022, 19:40:31 »

… Handschlag. Auftrag.

obacht: bei mir gab es dann nach einem solchen handschlagvertrag über 500 € für eine baumfällung plötzlich nach leistungserbringung eine schriftliche rechnung zuzüglich mehrwertsteuer (oder umsatzsteuer?) – das habe ich natürlich nicht akzeptiert und nach kurzer recherche bestätigt gefunden, dass so etwas zwischen handwerker/firma und privatkunden nicht geht, anders bei einem vertrag unter firmen. bezahlt habe ich die vereinbarten 500 €, aber nie eine korrigierte rechnung erhalten. als haushaltsnahe dienstleistung erstattungswirksam von der einkommensteuer absetzen konnte ich es dennoch, mit kommentiertem überweisungsbeleg.
« Letzte Änderung: 16. August 2022, 19:42:42 von zwerggarten »
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #37 am: 16. August 2022, 19:53:50 »

Ich arbeite selbst im GaLaBau ( Schleswig Holstein). Wir haben je nach Umfang des Auftrages einen Vorlauf von 6-8 Wochen, ganz kleine Aufträge ( halben Tag Heckenschnitt, Verkehrssicherheit kriegen wir auch früher unter).
Andere Kollegen sind für dieses Jahr voll, teils bis nächsten Sommer.
Wir schreiben die Angebote bei Zaunbau/ Pflasterarbeiten beim Material ohne Preisgarantie. Wie sollen wir ein verbindliches Angebot abgeben.
Ab Oktober steigt der Mindestlohn, muss auch berücksichtigt werden das die Löhne generell angepasst werden. Habe oft das Gefühl,viele Kunden haben bei Elektronik Artikeln ein gutes Gefühl was was kostet. Das aber ein Gärtnerteam/ Steinsetzer  zu zweit pro 8 Stunden Tag ca. 1000 Euro kostet und das die Maschinenkosten auch noch dazu kommen Bedenken viele nicht.

für 8 Stunden ca. 1000 Euro... Mein lieber Scholli - da käme aber bei voller Auslastung im Monat so richtig fettes Monatsgehalt bei raus - mindestens 2stelliger Betrag mit 3 Nullen in der Richtung ... von so einem Gehalt dürfte die halbe Welt hier träumen glaube ich ;)  - und wenn es wirklich sowäre, würde man sich hier in Deutschland vor Pflastermeistern nicht mehr retten können ;) und wir häten dann auch keinen Fachkräftemangel mehr  :P. Ich gebe zu ich war Mathe nie besonders gut, aber die Angabe möchte ich doch mal arg anzweifeln. Normaler Stundenlohn für Steinsetzter liegt bei 13  - bis 14 Euro, manchmal sogar höher, wer ne gute Ausbildung hat hat ein Monatsgehalt von etwas über 3.000 EURO. Bitte diese Angabe doch noch mal überprüfen und ggfs. korrigieren :). Wenns doch stimmt, lass ich mich aber gerne belehren  ;D 
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #38 am: 16. August 2022, 20:39:06 »

Man darf nicht vom Auszahlungsbetrag für den Mitarbeiter ausgehen... ::)

Stundenlohn brutto für den Mitarbeiter + Sozialleistungen Arbeitgeberanteil + Betriebskosten + Unterhaltskosten für Maschinen etc. + Rücklagen
« Letzte Änderung: 16. August 2022, 20:40:53 von lonicera 66 »
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #39 am: 16. August 2022, 20:56:00 »

Tja, der Steinsetzer bekommt auf seiner Lohnabrechnung vielleicht 14,- € pro Stunde, aber das Unternehmen muss ja noch zusätzlich Sozialabgaben abführen und die allgemeinen Kosten für das Gewerbe auf den Lohn draufschlagen. In Gartenentwicklers Beispiel hat das Unternehmen wohl einen Stundensatz von 60,- € kalkuliert, und jeder, der mal sein Auto in die Werkstatt gebracht hat, wird bemerkt haben, dass die ganz ähnliche Stundensätze verlangen. Es sind ja nicht nur die reinen Personalkosten, sondern auch Beiträge für Haftpflichtversicherung, Berufsgenossenschaft, Handwerkskammer, Verwaltungskosten, der Kostenaufwand für Angebots- und Rechnungserstellung (also die Bürokosten), Investitions- und Betriebskosten für das Firmengebäude, Kosten für Fuhrpark und Werkzeuge und und und.

Das ist alles verdammt viel Geld, was man als Unternehmer für den laufenden Betrieb ausgeben muss, und ein bisschen Gewinn muss ja auch irgendwo noch hängenbleiben. Die genannten "Maschinenkosten" beinhalten den Kraftstoff und die Wartung der Maschinen sowie ggf. Gebühren für Miete oder Leasing. Das Material selbst ist dazu im Vergleich gar nicht mal so teuer, wenngleich die Preise wie gesagt in der letzten Zeit ordentlich angezogen haben.  Natürlich sind die Bautrupps aus Polen billiger, denn die arbeiten in aller Regel zwar nicht schlechter, aber es fallen viele der vorgenannten Kosten weg, weil das Lohnniveau in Polen halt viel niedriger ist, ebenso Sozialabgaben, Verwaltungskosten und Co. Und wenn man dann auch noch "bar auf die Hand" zahlt, geht dem deutschen Staat halt noch die Umsatzsteuer (die der Unternehmer abführen müsste) flöten. Wir als Privatpersonen zahlen diese Umsatzsteuer als "Mehrwertsteuer", anderer Name, aber technisch gesehen mehr oder weniger das gleiche.

Mit Selbermachen, Nachbarschaftshilfe usw. kann man auf jeden Fall eine ganze Menge Geld einsparen, Pflastern an sich ist jetzt auch kein Hexenwerk, die eigentliche Arbeit ist das Vorbereiten der Fläche, also das Abreißen von vorhandenen Bodenbelägen sowie deren Entsorgung, das Verfüllen von Löchern usw. Hier ist es wahrscheinlich in der Tat billiger, eine entsprechende Firma mit Bagger und LKW zu beauftragen, die einem dann ein ebenes Schotterbett herstellen, und den Rest macht man mit Hilfe von Nachbarn, Freunden und Bekannten dann selbst. Anleitungen dazu gibt's zuhauf im Internet, bei YouTube und Co. Das Setzen von Randsteinen kann ggf. etwas kniffelig sein, weil man genau arbeiten muss, aber die Pflastersteine setzen ist dann eigentlich nur noch das Sahnehäubchen. Ich habe das nun schon öfter zusammen mit meinem Vater und meinen Bruder gemacht, und das Ergebnis ist von einer professionellen Firma kaum zu unterscheiden. :)
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #40 am: 16. August 2022, 23:06:01 »

@piccolairis: Du verrechnest dich. 8 Stunden, 2 Mann sind 16 Stunden. 1000 : 16 = EUR 62,50 Stundenlohn. Kann man damit reich werden?
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #41 am: 17. August 2022, 01:40:42 »

Man darf nicht vom Auszahlungsbetrag für den Mitarbeiter ausgehen... ::)

Stundenlohn brutto für den Mitarbeiter + Sozialleistungen Arbeitgeberanteil + Betriebskosten + Unterhaltskosten für Maschinen etc. + Rücklagen

Sprache war schon immer eine Quelle von Missverständnissen, gelle? :) Man sollte nicht vorraussetzen, das man immer gleich richtig verstanden wird und es seinem Gegenüber auch nicht übel nehmen, wenn dieser eben nicht dieselbe Sprache spricht. Aber hinterfragen darf man die Dinge schon, wenn man das Gefühl hat, man missversteht da was oder? :)
 
In dem Posting von Gartenentwickler kam das was er sagen wollte, für mich nicht so ganz eindeutig rüber, und wer denn nur drüberliest und nicht weiter mitdenkt - und ich wette das passiert nicht nur mir, zieht aus solchen Aussagen wie "8 Stunden kosten 1000 Euro" dann schon mal Fehlschlüsse - vor allem, weil wenn das erste in dem Posting, das zur Sprache kommt, anstehende Lohnsteigerungen sind. 

So wie du das nun näher erläuterst @lonicera hört sich das schon ganz anders an - weil es einen gerafften Blick sozusagen hinter die Kulisse des Geschehens gibt.

Tja, der Steinsetzer bekommt auf seiner Lohnabrechnung vielleicht 14,- € pro Stunde, aber das Unternehmen muss ja noch zusätzlich Sozialabgaben abführen und die allgemeinen Kosten für das Gewerbe auf den Lohn draufschlagen. In Gartenentwicklers Beispiel hat das Unternehmen wohl einen Stundensatz von 60,- € kalkuliert, und jeder, der mal sein Auto in die Werkstatt gebracht hat, wird bemerkt haben, dass die ganz ähnliche Stundensätze verlangen. Es sind ja nicht nur die reinen Personalkosten, sondern auch Beiträge für Haftpflichtversicherung, Berufsgenossenschaft, Handwerkskammer, Verwaltungskosten, der Kostenaufwand für Angebots- und Rechnungserstellung (also die Bürokosten), Investitions- und Betriebskosten für das Firmengebäude, Kosten für Fuhrpark und Werkzeuge und und und.

Das ist alles verdammt viel Geld, was man als Unternehmer für den laufenden Betrieb ausgeben muss, und ein bisschen Gewinn muss ja auch irgendwo noch hängenbleiben. Die genannten "Maschinenkosten" beinhalten den Kraftstoff und die Wartung der Maschinen sowie ggf. Gebühren für Miete oder Leasing. Das Material selbst ist dazu im Vergleich gar nicht mal so teuer, wenngleich die Preise wie gesagt in der letzten Zeit ordentlich angezogen haben.  Natürlich sind die Bautrupps aus Polen billiger, denn die arbeiten in aller Regel zwar nicht schlechter, aber es fallen viele der vorgenannten Kosten weg, weil das Lohnniveau in Polen halt viel niedriger ist, ebenso Sozialabgaben, Verwaltungskosten und Co. Und wenn man dann auch noch "bar auf die Hand" zahlt, geht dem deutschen Staat halt noch die Umsatzsteuer (die der Unternehmer abführen müsste) flöten. Wir als Privatpersonen zahlen diese Umsatzsteuer als "Mehrwertsteuer", anderer Name, aber technisch gesehen mehr oder weniger das gleiche.

Mit Selbermachen, Nachbarschaftshilfe usw. kann man auf jeden Fall eine ganze Menge Geld einsparen, Pflastern an sich ist jetzt auch kein Hexenwerk, die eigentliche Arbeit ist das Vorbereiten der Fläche, also das Abreißen von vorhandenen Bodenbelägen sowie deren Entsorgung, das Verfüllen von Löchern usw. Hier ist es wahrscheinlich in der Tat billiger, eine entsprechende Firma mit Bagger und LKW zu beauftragen, die einem dann ein ebenes Schotterbett herstellen, und den Rest macht man mit Hilfe von Nachbarn, Freunden und Bekannten dann selbst. Anleitungen dazu gibt's zuhauf im Internet, bei YouTube und Co. Das Setzen von Randsteinen kann ggf. etwas kniffelig sein, weil man genau arbeiten muss, aber die Pflastersteine setzen ist dann eigentlich nur noch das Sahnehäubchen. Ich habe das nun schon öfter zusammen mit meinem Vater und meinen Bruder gemacht, und das Ergebnis ist von einer professionellen Firma kaum zu unterscheiden. :)
Besser kann man das nicht mehr erklären - vielen Dank dafür :) Das bringt hier Licht in ganz tiefes Dunkel. Um das so erklären zu können muss man schon Erfahrungen als  strategischer Einkäufer gemacht haben oder strategischer Einkäufer sein oder sich zumindest das Wissen angeeignet haben und sich in Preisbildung und Baugesetzen und Ordnungen auch gut auskennen.

@piccolairis: Du verrechnest dich. 8 Stunden, 2 Mann sind 16 Stunden. 1000 : 16 = EUR 62,50 Stundenlohn. Kann man damit reich werden?

Nö  :D, aber selbst 62,50 € ist noch ein Stundenlohn, von dem ich als einfache taktische Einkäuferin, die im Massengeschäft für Kontraktabrufe und Leistungsabname für Tiefbauleistungen für einen großen deutschen Konzern tätig war auch nur träumen konnte  :-[

@Tante Edith : wenn die Augen immer schlechter werden... hab paar Rechtschreibfehler korrigieren müssen  :-[
« Letzte Änderung: 17. August 2022, 01:51:57 von Piccolairis »
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #42 am: 17. August 2022, 06:42:36 »

Habe mich nicht deutlich ausgedrückt, meinte dem Betrag den das Unternehmen abrechnet.
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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #43 am: 17. August 2022, 06:59:31 »

Ich war 11 Jahre im Galabau als Vorarbeiter unterwegs. Unsere Stundensätze lagen für Gesellen bei 42,50 und Auszubildende bei 32 Euro. Das Bauvorhaben würde ich mit Schottertragschicht  usw auf ca 4 bis 5 Tage a 2 Mann a 8 Stunden pro Tag rechnen alleine an Personalkosten. Würde nach meiner Meinung schon hinkommen.
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AndreasR

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Re: Pflasterarbeiten… werde ich gerade über‘s Ohr gehauen?
« Antwort #44 am: 17. August 2022, 08:07:14 »

@Piccolairis: Ich war zwar nicht "strategischer Einkäufer", aber ja, wenn man einige Jahre in einem Handwerksbetrieb für die Büroorganisation verantwortlich ist, bekommt man schon einiges mit. ;) Unser Stundenlohn für Handwerkerleistungen waren damals (vor ca. 10 Jahren) auch in der Höhe, die Bauerngarten93 genannt hat, halt ein "ortsüblicher" Stundensatz für ein Unternehmen auf dem Land. Mich würde es nicht wundern, wenn mittlerweile aufgrund der allgemeinen Preissteigerung, steigender Mindestlöhne, hoher Nachfrage usw. mittlerweile 50% mehr aufgerufen werden. Dass von diesem Geld nur 25% beim Arbeitnehmer ankommen, ist halt unserem Sozialstaat geschuldet...
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