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Autor Thema: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?  (Gelesen 2485 mal)

Kakifreund

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #15 am: 28. August 2022, 09:24:50 »

Die tiefste Temperatur an die ich mich hier erinnern kann waren die -11°C im Februar letztes Jahr, als es in Teilen Deutschland fast -27°C gab. Das war schon sehr kalt für die hiesigen Verhältnisse. In dem Zeitraum gab es auch eine Woche Dauerfrost, zum Glück auch etwas Schnee, das wäre so das Minimum im Winter.
Bei kälteren Temperaturen könnten doch einige Pflanzen starke Schäden bekommen, Passionsblumen, Ananasguave u. ä. .
Aber diesen Winter gab es lächerliche -3,5°C als Wintertiefsttemperatur, da denkt man natürlich schon über weniger winterharte Pflanzen nach...
Das größere Problem sind, wie schon von einigen geschrieben, die Spätfröste die im März/April die schon austreibenden Pflanze erfrieren lassen. Wobei diese Fröste hier auch eher mild ausfallen, dass Pflanzen dadurch eingehen halte ich für eher unwahrscheinlich.
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Der Garten ist nicht, um ihn zu unterwerfen, nicht, um ihn zuzupflastern, sondern um ihn im Einklang mit der Natur zu gestalten.

Liebe Grüße aus Nordrhein-Westfalen/NRW
Jan

Krokosmian

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #16 am: 28. August 2022, 10:21:42 »

Buch führe ich keins, aber deutlich zweistellige Minusgrade gab es hier im Neckartal zwischen Häusern und Weinbergen schon eine Weile nicht mehr. Auch wenn das weiter oberhalb auf den "Höhen" schon wieder anders aussieht. So sind in der Umgebung an geschützten Stellen bspw. Oliven nicht nur gepflanzt, sondern auch älter und größer vorhanden. Feigen gibts sowieso, Lorbeer, genauso irgendwelche Palmen. Oder einen Granatapfel, der auch Früchte bringt, "Danach braucht man halt keine Faltencreme mehr", meinte der Besitzer.
.
Limitierend sind aber auch hier nicht die tiefsten Temperaturen, sondern die späteren Fröste. Welche nach einem warmen Winter oder Vorfrühling viel ausrichten können, ohne richtig kräftig zuzuschlagen. Um für Frust zu sorgen müssen die Lieblingspflanzen nicht mal verrecken oder allzu exotisch sein. Es reicht ja auch, wenn e. g. von den Äpfeln, Aprikosen, Iris oder Paeonien fast jedes Jahr die Blüten(anlagen) ganz bzw. teilweise abfrieren. In diesem Sinne ist für mich eine Nacht mit -2° (+ anschließende Morgensonne) im April schlimmer als zwei Wochen Dauerfrost mit -14,9° im Januar, welche es (hier) eh nicht gibt.
« Letzte Änderung: 28. August 2022, 10:29:43 von Krokosmian »
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Bristlecone

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #17 am: 28. August 2022, 10:31:42 »

Das trifft weitestgehend auch hier zu.
Ich rechne damit, dass im Winter Minima bis -12 Grad "normal" sind, meist als kurze Phase für ein, zwei Nächte.
Aber das Frühjahr bereitet zunehmend Sorgen: Milde Temperaturen Anfang März und fast schon zuverlässig dann heftige Rückschläge im weiteren Verlauf, nicht nur ein Nachtfrost mit zwei, drei Grad unter Null, sondern Kaltlufteinbrüche, bei denen Minima unter -5 Grad oder noch darunter auftreten.
Das gibt nicht nur Blütenschäden.
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RosaRot

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #18 am: 28. August 2022, 10:53:24 »

Hatten wir dieses Jahr, nur eine Nacht mit -14°, das hat man dann deutlich gesehen.
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Viele Grüße von
RosaRot

Amur

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #19 am: 28. August 2022, 11:05:14 »

.... Mit Einschränkungen dass vor allem im Frühjahr aufgrund der Höhe (500m +) die Spätfröste auch heute noch schlimmer zuschlagen können.
...

Genau das hab ich damit auch gemeint. Die Quitte hatte in den 80ern nie einen Frostschaden bei den Blüten. Aber ich glaub vorletztes Jahr.
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AndreasR

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #20 am: 28. August 2022, 11:21:46 »

Hier im Naheland ist das genauso wie bei Krokosmian und Bristlecone, in der Regel sind die Winter mild und es gibt selten deutliche Minusgrade, und die Tage, an denen Schnee fällt, kann man an einer Hand abzählen. Das bedeutet, dass immer mit Kahlfrost zu rechnen ist, und der tritt meist nicht irgendwann im Hochwinter auf, sondern oft erst Ende Februar, Anfang März, nachdem es schon zwei Wochen lang deutlich zweistellige Plusgrade gab, welche sämtliche Frühlingsblüher hervorlocken und die Knospen von Gehölzen zum Anschwillen bringt.

Die Temperaturen stürzen dann oft innerhalb von zwei, drei Tagen auf -10°C oder mehr ab, es weht ein eisiger Ostwind bei gleichzeitigem Sonnenschein, und der noch kühle Boden gefriert in kurzer Zeit, so dass vor allem Frosttrocknis ein Problem ist, weil es auch keine schützende Schneedecke gibt. Insbesondere Kübelpflanzen werden dann schockgefrostet, wenn man sie nicht nach drinnen holen kann - den ganzen Winter zuvor war der Aufenthalt draußen ja kein Problem. Also muss ich in Sachen Winterhärte mindestens eine ganze Winterhärtezonenstufe abziehen, sprich, die meisten Winter hier bewegen sich im 8b-Bereich, aber alle paar Jahre werden die 7b doch ausgereizt.

Die Spätfröste ziehen sich dann noch bis etwa Mitte April hin, oft herrscht wochenlang mildes Wetter, so dass sämtliche Pflanzen kräftig austreiben, und dann fällt die Temperatur in ein oder zwei Nächten auf -7°C, was viele Pflanzen nochmal zusätzlich schadet. Selbst ansonsten völlig winterharte Sachen verlieren dann den Austrieb samt Blütenanlagen, die meisten berappeln sich zwar wieder, aber man will auch nicht ständig auf das Folgejahr hoffen. Mittlerweile sind ja nicht nur Magnolien und Co. betroffen, sondern auch viele einheimische Arten wie diverse Obstbäume, die ggf. in zwei von drei Jahren keine Früchte tragen, weil die Blüten abgefroren sind.
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Hier ist es viel zu nass...

Gersemi

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #21 am: 28. August 2022, 11:55:21 »

Das, was Ihr von eher milden Wintern und miesen Spätfrösten beschreibt, trifft auch auf meine Region hier ganz im Westen im Kreis Düren zu.
Das kälteste, was ich hier erlebt habe, waren - 16 Grad im Januar, aber zu dem Zeitpunkt konnte man das hier ums Haus noch nicht Garten nennen.
Die Spätfröste Mitte März 2013 mit 1 Woche bis zu - 12 Grad haben immense Schäden angerichtet, ich habe austreibende Rosen verloren, Leycesterias und andere junge Gehölze.
Das eine frostige WE von Anfang April diesen Jahres war auch nicht ohne.
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LG
Gersemi

partisanengärtner

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #22 am: 28. August 2022, 12:08:58 »

Ja bei Dir war schon alles viel weiter als bei mir da gab es keine Schäden im April.
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Axel

Hyla

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #23 am: 28. August 2022, 13:01:57 »

Hm, ne, das Problem mit dem Spätfrost haben wir nicht so extrem. Ich kann mich für die letzten 15 Jahre nur an zwei richtig miese Jahre erinnern, weiß aber nicht mehr genau wann.
In einem Frühling vor vier, fünf Jahren blühten alle Obstbäume zur selben Zeit. Also Äpfel und Süßkirschen annähernd gleichzeitig, was zu einer schlechten Bestäubung führte, weil absolut keine Insekten, auch nicht Honigbienen, auf so eine abrupte Blüte eingestellt waren.
In einem anderen Jahr knallte ein Spätfrost mit unter -5 Grad mitten in die Obstblüte und es traf fast alle Blüten in der ganzen Region.
Im Frühjahr 2021 gab's auch Spätfrost, aber da hat's 'nur' die austreibende Kaki dahingerafft. Alles andere war noch im Tiefschlaf.
Ich schiebe die geringere Spätfrostneigung auf den ausgleichenden Golfstrom und die geringere Sonneneinstrahlung als in Süddeutschland. Wir sind einfach ein bis zwei Wochen später dran und es gibt viele alte Obstbäume/Sorten, die an den Standort angepasst sind.
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Robert Lembke

Brezel

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #24 am: 28. August 2022, 14:24:36 »

Merkwürdige Fragestellung (für mein Empfinden). Jetzt weiß ich auch wieder, woran mich dieses Thema erinnert... an diesen Thread.  ;)
Die aussagekräftigsten Bilder sind leider nicht mehr da, aber für einen Eindruck reicht es noch.  ;D
.
Im Ernst, wir hatten hier letztes Jahr im Februar -17 Grad. Bis -25 habe ich auch schon erlebt; mit einem Ausreißer bis minus 30 Grad wäre wohl grundsätzlich zu rechnen. Olive, Oleander & Co. gibt es hier in der Gegend reichlich, sie werden im Winter reingeholt. Eine aufwendige Verpackung ähnlich der im obigen Thread habe ich in einem Nachbarort schon mal gesehen.
.
Meine Gehölze werden schon genügend malträtiert durch Pilze, Viren, Bakterien und tierische Saboteure, auch durch die zunehmende Trockenheit. Da pflanze ich nicht noch Kandidaten, die die normalen Wintertemperaturen nicht aushalten. Experimentiert habe ich schon gelegentlich mit Stecklingspflanzen, die ich übrig hatte (Rosmarin, Oleander, Zitronenverbene). Haben alle nicht überlebt.
.
Das zunehmende Problem hier sind tatsächlich die Spätfröste im Frühjahr. Nicht weil die Pflanzen dieser Kälte nicht grundsätzlich gewachsen wären - sondern weil in manchen Jahren der Winter zu mild ausfällt, also Dezember und Januar frostfrei sind. Infolgedessen haben die Pflanzen keine Winterruhe und treiben dann gerade aus, wenn der Frost zuschlägt. Wie lange das wohl noch gut geht...
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Aspidistra

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #25 am: 28. August 2022, 15:24:19 »

Moin Aspidistra, was hast du denn so aus Tasmanien, was mit 6b zurecht kommt :o?

Außer Prostanthera cuneata fiele mir jetzt nicht viel ein, was auch nur vergleichbar winterhart wäre.
Daher bin ich sehr interessiert.

LG Primal

Natürlich Prostanthera cuneata  ;D, Coprosma nitida Atriplex nummularia und Astelia alpina.
Dann noch von NZ, ist für mich die gleiche Ecke, hätt ich auch noch aufzählen sollen C. petriei, Fuchsia procumbens , Viola hederacea, M. complexa, M.  axillaris, M. astonii (das sehr gut eingepackt).
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Beeren sind die Poesie eines Gartens.

Querkopf

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Re: Welches wäre die schlimmste Wintertemperatur für euren Garten?
« Antwort #26 am: 28. August 2022, 15:41:21 »

... Limitierend sind aber auch hier nicht die tiefsten Temperaturen, sondern die späteren Fröste. Welche nach einem warmen Winter oder Vorfrühling viel ausrichten können... In diesem Sinne ist für mich eine Nacht mit -2° (+ anschließende Morgensonne) im April schlimmer als zwei Wochen Dauerfrost mit -14,9° im Januar...
Das trifft weitestgehend auch hier zu.
Ich rechne damit, dass im Winter Minima bis -12 Grad "normal" sind, meist als kurze Phase für ein, zwei Nächte.
Aber das Frühjahr bereitet zunehmend Sorgen: Milde Temperaturen Anfang März und fast schon zuverlässig dann heftige Rückschläge im weiteren Verlauf, nicht nur ein Nachtfrost mit zwei, drei Grad unter Null, sondern Kaltlufteinbrüche, bei denen Minima unter -5 Grad oder noch darunter auftreten.
Das gibt nicht nur Blütenschäden.
Hier ebenso.
Und es geht dabei nicht nur um Temperaturen und deren Verläufe, sondern um den Witterungsverlauf insgesamt. Schnee in Kältephasen? Prima, schützt. Gibt's hier leider nicht oft, Kahlfrost ist häufiger, und der schadet.
Ein Aspekt, den man außerdem mitbedenken muss, sind die Böden. Leichte (Sand-)Böden erwärmen sich im Frühjahr rascher, animieren Pflanzen daher zum frühen Austrieb. Schwere Böden sind "kälter", da brauchen die Pflanzen etwas länger, um auf "Frühling" zu schalten; aber wenn's da losgeht, dann richtig, Spätfrost knallt dann heftig rein, auch wenn's nur wenige Grade unterm Gefrierpunkt ist.
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Eine Rose ist eine Rose ist zwei Rosen ist 2 hoch 4 Rosen ist 16 hoch 4 Rosen ist Stachelunkraut.

"Perfection is the enemy of the good when it comes to emergency management. Speed trumps perfection." (Michael Ryan)
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