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Autor Thema: "Barockgarten" südlich von Graz  (Gelesen 1715 mal)

neo

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #30 am: 21. Oktober 2022, 14:34:54 »

laut Bericht wohnt der Besitzer ja auch jetzt nur am Wochenende dort, früher also vielleicht noch seltener. Aber dafür, daß er nicht permanent da ist und zudem keinen Gärtner hat, sondern fast alles selber und alleine macht, sieht das doch sehr ordentlich aus
Wie schafft er das durch all die Formschnitte?! Einige sind sehr schön (andere weniger), aber die Anzahl muss man auch erst mal packen. (Gut, dafür gibt es keine üppigen Staudenbeete. ;))
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Gartenplaner

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #31 am: 21. Oktober 2022, 14:38:36 »

Die Kugelrobinien wachsen von sich aus recht „formschnittig“, wobei es da inzwischen noch perfektere „Kugelbäumchen“ gibt, aber das ist schon Masse an Schnitt.


Ich finde, jeder, der seinen privaten Garten öffentlich zeigt, egal ob im Internet oder nur zu offenen Gartenpforten, will „öffentliches Interesse“ und bekommt es.
Und muss natürlich auch damit leben, dass die Gestaltung diskutiert wird, positiv wie negativ.
Ich finde Diskussionen über Gestaltung gibt es viel zu wenige, schulen sie doch auch den Blick für „gute“ und „schlechte“ Gestaltung, egal wo, ob im privaten oder öffentlichen Raum.
Mrs. Wareham beklagt diese Scheu vor der „Kritik“ eines Gartens, im Sinne von Analyse der Gestaltung, wie bei anderen Kunstwerken, auch in England.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2022, 15:16:20 von Gartenplaner »
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neo

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #32 am: 21. Oktober 2022, 14:51:24 »

Scheu vor der „Kritik“ eines Gartens, im Sinne von Analyse der Gestaltung,
Ich finde es spannend, wenn das jemand macht, der was davon versteht. (Ich könnte ja nur sagen, was mir gefällt und was nicht, da besteht kein öffentliches Interesse. ;))
Mit der Kritik am Gärtner oder dessen Einordnung, wenn man den noch nicht mal ein bisschen kennt, am besten gesprochen hat, habe ich etwas mehr Mühe.
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Roeschen1

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #33 am: 21. Oktober 2022, 14:54:26 »

Echte Barockgärten schaue ich mir gern an.
Das ist eine andere Welt mit einer Ornamentik, Verspieltheit, besonderer Formensprache, Kübelpflanzenkultur.
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ju_wien

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #34 am: 21. Oktober 2022, 15:01:53 »

Die Formschnitte habe ich auch bewundert. Wenn man genügend Geld in die Hand nimmt, kann man ja seit etlichen Jahren in Form gezüchtete oder geschnittene Bäume und Sträucher fertig kaufen, egal ob nun barock oder japanisch oder sonstwie inspiriert, aber wenn die Form erhalten bleiben soll, ist dafür einige Arbeit nötig, sei es nun die eigene oder die eines bezahlten Gärtners. Die grüne Kutsche habe ich erst jetzt entdeckt (Fotos 51 - 55) https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedsuedwest/6195385/HammerVilla-bei-Lebring_Ein-Blick-hinter-die-Kulissen-der
- würde ich zwar nicht haben wollen, aber der Schnitt und die Hingabe zum Detail sind schon beachtlich.

In der Gegend von Leibnitz kenne ich noch einen grausig-schön dekorierten Garten mit einer Unzahl von Gartenzwergern, Rosenkugeln und Kristallen. Liegt am Weg von Schloss Seggau über den Frauenberg zur Buschenschank Bernhard und dient uns regelmäßig als Bestätigung dafür, dass wir trotz vieler unbeschrifteter Abzweigungen auf dem richtigen Weg sind. Der Garten ist allerdings viel kleiner und auch nicht im Vorbeifahren zu sehen.
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #35 am: 21. Oktober 2022, 15:31:27 »


andererseits, wenn man das nur mal so analysiert, ist mir an mehreren Fotos aufgefallen, dass sie zwar klassische Gesten/ Gestalungshandgriffe übernommen haben, aber leider duch Abwandlung öfter die Chance vertan haben, das läuft dann unter Handwerklich nicht sauber gestaltet, nicht Geschmack und bietet eine Chance, Gestaltungsregeln zu debattieren (und aus anderer Leute Fehler zu lernen)

zB Raumbildung: bei ihrer Lage in der Landschaft finde ich einen transparenten Zaun außenrum wenig geeignet, rein von der Raumbildung würde ein dichter Sichtschutz besser tragen

oder dieses schicke, schmiede-eiserne Tor, wo man quasi auf die Klinke fällt, weil der Zaun direkt am unteren Treppenfuß läuft, das macht es echt gruselig oder unwirksam. Sie haben ja anscheinend wirklich Ressourcen, aber an ein paar Stellen leider wenig wirksam verwendet. Und falls es nur ein Zaun ist und gar kein echter Ausgang, finde ich die Stelle trotzdem nicht gelungen.

die Hanglage ist ja leider vorgegeben, aber ich dachte bei ein paar Bildern, dass eine Terrassierung und dann ebene Flächen einige Bereiche viel besser wirken lassen würde. …

Es gibt sehr viele Brüche mit barocken - und auch allgemeinen -Gestaltunsprinzipien.
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #36 am: 21. Oktober 2022, 15:46:04 »

@Felco: Ein guter Beitrag von Dir, danke. Ja, da ist vieles, was nicht stimmig wirkt, und so entsteht insgesamt ein Eindruck von "gewollt, aber nicht gelungen". Es sind ja durchaus Elemente eines Barockgartens vorhanden, aber sie sind willkürlich platziert, es entsteht kein harmonischer Gesamteindruck. Auch der Übergang vom Garten zum Haus ist m.E. nicht gut gelungen. Mich stört tatsächlich auch die "nackte" Lage in der Landschaft sehr, ich würde mich in diesem Garten nicht wohlfühlen.
Nichtsdestotrotz habe ich Respekt vor der Leistung dieses (nicht mehr jungen) Mannes. Man sieht, wie viel Engagement er in diesen Garten investiert hat.
@Rosarot: Also ist Le Hameau nur deshalb kein Disneyland (mehr), weil es alt ist?
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #37 am: 21. Oktober 2022, 16:13:16 »

Was ist mit Neuschwanstein?  8)
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #38 am: 21. Oktober 2022, 16:28:06 »

Alles Disney  8)! Kein öffentliches Interesse  8) 8) Sieht man doch, bei den 3,5 Besuchern/Jahr  8) 8) 8)
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Microcitrus

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #39 am: 21. Oktober 2022, 18:35:05 »

Ein barockes Gesamtkunstwerk ist es nicht, da passt die Villa nicht dazu.

Bei der Villa Garzoni in Collodi wurde die Hanglage besser genutzt.

Es wurde ja absichtlich dieser Hang gewählt, neben der lärmenden Autobahn (zur Zeit der Errichtung ohne sichtbeengende Lärmschutzwände). Seht her! Seht alle her! Versteckt in Pomeisl wäre es nur ein spleeniger Privatgarten.
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #40 am: 21. Oktober 2022, 18:39:28 »

Seht her! Seht alle her!

das trifft es. und deshalb wohl auch die pompösen toranlagen auf mehrenen seiten des grundstücks. seht her! seht alle her!
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Krokosmian

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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #41 am: 21. Oktober 2022, 18:45:52 »

Irgendwie ist es mir sympathisch, wie der Besitzer einfach Freude dran hat. Und es ihm vermutlich egal ist, was andere getan hätten. Wenn sie nur könnten ;D.
.
Viel kleinere Kragenweite, aber dennoch passend. Fährt man das erste Mal unvermittelt dran vorbei, man baut fast einen Unfall!
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #42 am: 21. Oktober 2022, 19:18:22 »

Was mich an diesem Garten abstößt, ist die Rückwärtsgewandheit des Gesamtkonzepts. Sämtliche - optisch aus meiner Sicht grausigen  - Brüche, scheinen den Besitzern nicht mal aufzufallen. Diese schmiedeeisernen Ungetüme überall, diese Tore, das Gesamtgebäude. Das sind keine durchdachten und geplanten Reibungspunkte zwischen historischem Konzept und Moderne. Das gehört für mich eher in die Kategorie "knapp daneben ist auch vorbei".

Natürlich gönne ich den Besitzern ihre Freude an diesem Haus und Garten. Nur einen echten Austausch über Ideen zum Gärtnern könnte ich mir in diesem oder vergleichbaren Garten einfach nicht  vorstellen.
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Re: "Barockgarten" südlich von Graz
« Antwort #43 am: 22. Oktober 2022, 16:04:59 »

Zusammenfassend würde ich sowas unter dem gängigen und allgemein verstandenen Begriff:
'Gelsenkirchener Barock' zusammen fassen.  :)
.
'Gewollt und nicht gekonnt'  wurde ja schon genannt.  ;)
Oder auch 'Kitsch as Kitsch can... ' könnte mir dazu einfallen.  :-\
.
Aber auch da heißt es: " Wem es gefällt... "  :P
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