Nachhaltige Dünger (Gelesen 5641 mal)
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Re: Nachhaltige Dünger
Die Äppel stinken übrigens nicht lange, wenn man nicht gerade den ganzen Garten zupflastert. Nach einem Tag riecht's nur noch direkt daneben und danach nur wenn man's drauf anlegt (reinkriechen, drin wälzen, sich beschmieren). ;)
Für Gemüse, was in der nächsten Zeit roh verzehrt wird, würde ich aber wegen der Bakterien lieber Kompost oder Kunstdünger nehmen, um nicht irgendwelche Verdauungsbeschwerden zu bekommen.
Ich hab's ja selber nicht geglaubt, aber bei Rosen und Lilien scheint's richtig gut zu wirken und darum mache ich das definitiv weiter. :D
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Re: Nachhaltige Dünger
mora hat geschrieben: ↑5. Mär 2023, 20:38
Pellets, da ist doch das ganze wichtige Leben schon futsch - oder?
Man sollte Mist in gedeckelten Mehrweg-Kunststoffkübeln kaufen können. ;D Vielleicht findet sich ein Anbieter? Muss ja nicht aus China importiert werden.
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Re: Nachhaltige Dünger
tarokaja hat geschrieben: ↑6. Mär 2023, 11:29
Ginge das auch mit Zweien, so als steilhanggeplagte Adventure-Gärtnerin?
Hab grad einen Platz ausgespäht... aber schon für Drei wäre da kein Platz. :-\
Geht auch mit Zweien. :)
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Re: Nachhaltige Dünger
Hyla hat geschrieben: ↑6. Mär 2023, 12:00
Diese Dungpellets haben bei mir im Garten nicht viel gebracht. Bißchen Humus mehr nicht. An den Pflanzen habe ich keine größeren Effekte feststellen können, darum holen wir inzwischen lieber selber Pferdemist und zwar nur die Äppel direkt vom Haufen. In den Pellets wird vermutlich viel Stroh mit wenig Dung verarbeitet. Da kann ich mir auch günstig vom Bauern einen Rundballen liefern lassen und muß nicht die überteuerten Pellets kaufen.
Die Äppel stinken übrigens nicht lange, wenn man nicht gerade den ganzen Garten zupflastert. Nach einem Tag riecht's nur noch direkt daneben und danach nur wenn man's drauf anlegt (reinkriechen, drin wälzen, sich beschmieren). ;)
Kakaoschalen duften auch. Wenige ganz angenehm, ein Garten voll ist nicht zum aushalten. Der Duft vergeht aber nach dem ersten Wasserguss.
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Re: Nachhaltige Dünger
Microcitrus hat geschrieben: ↑6. Mär 2023, 12:50
Man sollte Mist in gedeckelten Mehrweg-Kunststoffkübeln kaufen können. ;D Vielleicht findet sich ein Anbieter? Muss ja nicht aus China importiert werden.
Gibt’s eh: Im Tiergarten Schönbrunn kannst Elefantendung im Pfand-Kübel kaufen.
https://hietzing.at/Leben/leben_detail.php?id=880&tags=tiergartenschoenbrunn&menu=
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Re: Nachhaltige Dünger
thuja hat geschrieben: ↑5. Mär 2023, 21:59
Bei getrockneten Dungpellets gehen die meisten Nährstoffe leider flöten und werden von der Pflanze nicht aufgenommen.
Na ja, was auswaschbar ist, ist auch pflanzenverfügbar. Es kommt bloss darauf an, ob das Nährstoffgleichgewicht (Minimumprinzip) eingehalten wird.
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Re: Nachhaltige Dünger
Hyla hat geschrieben: ↑6. Mär 2023, 12:00
Für Gemüse, was in der nächsten Zeit roh verzehrt wird, würde ich aber wegen der Bakterien lieber Kompost oder Kunstdünger nehmen, um nicht irgendwelche Verdauungsbeschwerden zu bekommen.
"Wohin fahren Sie denn den vielen Mist?" fragt Maxel den Gärtner.
"Den", meint der Gärtner, "gebe ich auf die Erdbeeren."
Maxel gehen die Augen über. "Das kann nicht wahr sein! Wir geben immer Sahne darauf."
Grüsse Natternkopf
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Re: Nachhaltige Dünger
thuja hat geschrieben: ↑5. Mär 2023, 21:59
…
Bei getrockneten Dungpellets gehen die meisten Nährstoffe leider flöten und werden von der Pflanze nicht aufgenommen. …
Warum?
Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
Re: Nachhaltige Dünger
Warum wird der hier nur so indirekt über die Komposter erwähnt?
Der garteneigene Kompost düngt schon ordentlich - wie ich noch Rosen gepflanzt habe, habe ich für's Pflanzloch immer Kompost mit dem Boden vermischt. Blumen/Calendula, Feldsalat und Beikräuter wuchsen neben den frisch gepflanzten Rosen immer besonders üppig. 8)
Pferdemist fällt hier oft direkt vor der Haustür an, wo die Pferde spazierengeführt werden. Um eine größere Lieferung wäre auch mal wieder gut.
Zusätzlich nehme ich eher wenig Hornspäne, Tomatendünger und Beeren/Rosendünger. (Da könnte ich sicher mal über mehr Nachhaltigkeit nachdenken ...)
Bei Schafwolle habe ich doch das Gefühl, dass die in Decken/Kleidung besser untergebracht wäre, ein Fleecejäckchen aus Bio-Schafwolle war mein Luxus für diesen Winter mit (noch) weniger Heizung. :D
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Re: Nachhaltige Dünger
Warum gehen viele Nährstoffe flöten?
Ist einfach so, kann man immer wieder in Versuchen herausfinden. Zwischen dem was man gedüngt hat und was Pflanzen aufgenommen haben, klafft eine oft riesige Lücke.
Hier mal was zum stöbern:
Schafwoll-Mulchvlies bewährte sich nicht in gepflanzten Sommerzwiebeln
Düngung von Herbstsalat mit Schafwoll-Pellets, -Mulchvlies und Sojapellets
Gute Wirkung von zerfaserten Schafwollpellets, intakte Pellets schwächer
Und so setzt sich das fort. Es ist gut, wenn man weiß, was man auf seinem Boden wann tut.
Re: Nachhaltige Dünger
uliginosa hat geschrieben: ↑6. Mär 2023, 13:37
Bei Schafwolle habe ich doch das Gefühl, dass die in Decken/Kleidung besser untergebracht wäre,
.
Grundsätzlich ja, leider ist die Wolle der meisten Schafe in Deutschland für diese Zwecke unverkäuflich. Als Dünger kann sie wenigstens sinnvoll verwertet werden.
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Re: Nachhaltige Dünger
thuja hat geschrieben: ↑6. Mär 2023, 14:47
…
Warum gehen viele Nährstoffe flöten?
Ist einfach so, kann man immer wieder in Versuchen herausfinden. Zwischen dem was man gedüngt hat und was Pflanzen aufgenommen haben, klafft eine oft riesige Lücke.
…
Dann hat es also nichts mit der Pelletierung zu tun.
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Re: Nachhaltige Dünger
Die Wolle zersetzt sich bei Erdkontakt langsam. Wenn sie zum Mulchen benutzt wird, bringt das nichts, höchstens als Schneckenabwehr (angeblich).
Unten ist das Niveau am niedrigsten.
Lest Timothy Snyder "Über Tyrannei"!
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Re: Nachhaltige Dünger
Dung ist meist besser umsetzbar als Schafwolle.
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Re: Nachhaltige Dünger
Eigener Kompost kommt für mich nicht in Frage - es fällt von allem viel zu viel an, ich hätte nen Komposthaufen wie Great Dixter und bräuchte nur minimale Mengen davon für die paar Zierpflanzenbeete.
Frischer Mist wäre wieder eine logistische Herausforderung.
Insofern ist die Pellet-Variante für mich die praktischste.
Tja, nachhaltig - Mist aus Fleischproduktion ist jedenfalls per se nicht sonderlich nachhaltig.
Trocknen/Pelletieren erfordern dann nochmal Energieeinsatz, Transport der Pellets ebenso.
Allerdings hat die Pelletierung wohl Vorteile für die Landwirte:
https://www.diegruene.ch/artikel/tierhaltung/pellets-aus-gefluegelmist-reduzieren-transportkosten-355749
Eigener Kompost, zertifizierter Kompost aus Kompostieranlagen wär wohl am nachhaltigsten…
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