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News: Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.  (Hermann Hesse) 
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23. Juni 2024, 01:25:54
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News: Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.  (Hermann Hesse) 

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|18|4|Honig kommt grundsätzlich aus Massentierhaltung und ist daher abzulehnen. (staudo)

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Autor Thema: Pflanzen für Ton- und Lehmböden, für trocken-heiße Sommer und nasse Winter  (Gelesen 5770 mal)

AndreasR

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Meine Liste liest sich ähnlich wie die von Gersemi und den anderen Erwähnungen hier, daher überschneidet sich die Aufzählung sicher ein wenig. Hier mal meine "Helden" in komprimierter Form, die sich nicht nur halten, sondern trotz aller Widrigkeiten auch üppig wachsen und teils durchaus vermehrungsfreudig sind:

Geophythen: Schneeglöckchen, Märzenbecher (im Sommer sollte der Standort bei beiden etwas beschattet sein), Narzissen, Hasenglöckchen, Traubenhyazinthen, Zierlauch

Stauden: Duftveilchen, Kissenprimeln, Schlüsselblumen, Lenzrosen, Gämswurz, Akeleien, Vergissmeinnicht (erhalten sich beide durch Versamung), Kaukasus-Vergissmeinnicht, Bergflockenblume, Bergenie, Pfingstrosen, diverse Storchschnäbel, Iris (alte Sorten), Taglilien, Steppensalbei, Spornblume, Purpurglöckchen, Goldfelberich (auch wenn er nach der Blüte unschön aussieht), Rudbeckie (nur im Halbschatten), Staudensonnenblume, Goldrute, Blutweiderich, diverse Astern, Sedum 'Herbstfreude', Zitronenmelisse, Johanniskraut (die letzten beiden sind eigentlich schon Unkraut)

Sträucher: diverse Spieren, Forsythie, Blutjohannisbeere, Felsenbirne, Rosendeutzie, Frühlingstamariske, Flieder, Kolkwitzie, Blasenspiere, Weigelie, Rosen, Sommerflieder (friert nur gelegentlich zurück), Bartblume, runzelblättriger Schneeball

Und meine "Erzfeinde", die auch trotz intensivster Bemühungen nicht auszurotten sind:

Unkräuter: Schachtelhalm, kriechender Hahnenfuß, kriechendes Fingerkraut, Gundermann, Zaunrübe, Zaunwinde, Zaunwicke, Löwenzahn, Nelkenwurz, Quecke
« Letzte Änderung: 17. März 2023, 09:25:58 von AndreasR »
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Buddelkönigin

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Endlich ein Thema, das den Klimawandel ernst nimmt und nicht nur die Trockenheitsverträglichkeit isoliert
.
Ganz genau... bin gespannt. Vielleicht schaffen wir ja die Grundlagen für ein neues Buch ?  ;)
Ich stimme der Liste von Gersemi weitgehend zu, schaun wir mal wie es nach diesem Wasserwinter aussieht...  :P
Hier halten sich außerdem noch Echinacea hervorragend, auch durch Selbstaussaat.  :D
« Letzte Änderung: 17. März 2023, 10:05:51 von Buddelkönigin »
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Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄

LissArd

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Bei den Gehölze ließe sich noch die Hydrangea ‚Annabelle‘ als großer Überraschungsgewinner nennen.

Sie war hier im schweren Lehm immer sehr wüchsig, fast schon ZU wüchsig, und ist entsprechend im Sommer bei Regen oder Wind gekippt oder Triebe sind unter dem Gewicht der Blütenbälle gebrochen. Seit die Sommer so trocken sind, steht sie im Lehmboden gut aufrecht und ist so stabil, dass sie die Triebe selbst nach einem Starkregen von ganz alleine wieder aufgerichtet hat.

Gegossen wurde sie hier überhaupt noch nie, auch nicht während der Dürre. Sie steht von 11 bis 18 Uhr vollsonnig im Sommer, und nicht einmal das Laub hat geschlappt.

Diese Beobachtung wurde mir mittlerweile von diversen anderen Annabelle-Besitzern, die auf wechselfeuchten Lehmböden gärtnern, bestätigt. Zumindest ältere, gut eingewachsene Exemplare, machen sich bei ausreichend Bodenfeuchte im Winter/Frühjahr in trockenen Sommern ganz hervorragend, teilweise besser als je zuvor.
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»Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.« – H. Hesse

Buddelkönigin

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@LissArd
Ich gehöre dazu und kann Deine Beobachtungen zu Annabelle voll bestätigen.  :D
Aber auch Hydrangea paniculata machen sich prächtig und kommen erstaunlich gut durch die trockenen Monate.
« Letzte Änderung: 17. März 2023, 10:09:29 von Buddelkönigin »
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LissArd

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Bei den Kletterpflanzen haben sich im winternassen umd sommersteinharten Lehm hier über die Jahrzehnte tatsächlich nur immergrüne bewährt, wenn man konsequent auf künstliche Bewässerung verzichten möchte. Vom Efeu mal abgesehen sind das besonders:

Akebia quinata
Rubus henryi var. bambusarum
Lonicera henryi
diverse Euonymus

Die einzigen kletternden Clematis die sich hier langfristig bewährt haben sind C. viticella ‚Betty Corning‘ im Halbschatten und in der Sonne C. mandshurica nana. Alle anderen sind trotz mehrfacher Versuche nicht langlebig gewesen, wenn nicht gehätschelt wird. Clematis integrifolia und speziell die C. aromatica funktionieren wiederum gut, wenn sie nicht in der Mittagssonne brutzeln müssen.
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Dabra

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Ich glaub, ihr habt Glockenblumen vergessen.
Schade das ich bei den Lateinischen Namen alle einzeln nachforschen muß. Deshalb Dank an AndreasR.

Welche Gemüsesorten gehören dazu?
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Liebe Grüsse, Dabra

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alfalfa

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In meinem neuen Garten ist der Boden genau so: Im Sommer steinhart und rissig, im Winter steht das Wasser in den  Pflanzlöchern der frischgepflanzten Sträucher. Das Gelände hat eine leichte Hanglage und unten sammelt sich jetzt bei diesem nassen die ganze Feuchtigkeit und man watet im Morast.

Ich bin momentan noch auf der Suche nach Gehölzen, die mit diesem wechselfeuchten Standort klarkommen.

Eine Eibe, die ich optimistisch an den Zaun gesetzt hatte, zeigte sofort, dass die Wurzeln anfangen zu faulen. Was bis jetzt die derzeitige Nässe überlebt hat, sind zwei Schneebälle, Viburnum bodnantese und farreri.

Versuchsweise habe ich jetzt an die Stelle der Eibe einen Knopfbusch Cephalanthus occidentalis gesetzt. Mal sehen, wie der sich dort macht.

Von den Vorgängern gibt es hier Pfingstrosen, Narzissen, Schneeglöckchen, Buchsbäume, eine Tamariske und viele Rosen.

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LissArd

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Schade das ich bei den Lateinischen Namen alle einzeln nachforschen muß. Deshalb Dank an AndreasR.

Ich weiß, und das tut mir leid. Bei mir ist’s aber tatsächlich so, dass ich nur bei den ganz landläufigen Pflanzen wie Akelei und Taglilie überhaupt die deutschen Namen kenne, mir sind da überwiegend nur die botanischen geläufig, sorry 😒

Selbst bei „Glockenblume“ musste ich erst kurz überlegen, bis mein Gehirn „Campanula“ ausspuckte… und zumindest hier haben die sich nicht durchgängig als geeignet erwiesen. Den meisten war es entweder im Winter zu feucht oder im Sommer zu trocken/heiß. Ohne weitere Pflege halten sich bei mir seit Jahren nur die „knoblauchraukenblöttrige Glockenblume“ (da musste ICH  jetzt erstmal für den deutschen Namen googeln 😄) und die „pfirsichblöttrige“ (?) Glockenblume. Die letzte dafür reichlicher als mir lieb wäre… Viele äußerst populäre Glockenblumen wie die punctata oder lactiflora Hybriden waren hier nicht langlebig.
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»Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.« – H. Hesse

LissArd

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In meinem neuen Garten ist der Boden genau so: Im Sommer steinhart und rissig, im Winter steht das Wasser in den  Pflanzlöchern der frischgepflanzten Sträucher. Das Gelände hat eine leichte Hanglage und unten sammelt sich jetzt bei diesem nassen die ganze Feuchtigkeit und man watet im Morast.
Hmm, das wäre dann bei Dir aber schon ein wirklich extremer da staunasser Standort, da wird’s deutlich schwieriger. Eiben z.B funktionieren hier eigentlich hervorragend, eventuell sind aber ganz junge Pflanzen da empfindlicher. Vielleicht solltest du dann eher versuchen, Containerpflanzen zu erwerben und erst im Frühjahr statt im Herbst zu pflanzen, also nicht gerade dann, wenn das Wasser regelrecht im Boden „steht“.

Ansonsten zeigen sich hier Klee-Ulme (Ptelea), Deutzien, Kolkwitzien und Weigelien unempfindlich. Sehr gut auch einige Elaeagnus und bestimmte Hortensien. Ebenso Heptacodium und Physocarpus (Fasanenspiere/Blasenstrauch). Allerdings ist es hier nicht ganz so krass wie bei Dir mit der Nässe.

Vielleicht kann Dir dieser Link weiterhelfen, wenn es um Gehölze für zeitweise „sumpfige“ Standorte geht: https://www.lve-baumschule.de/wissen/gruene-infos/gehoelze-fuer-nasse-fuesse/
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Dabra

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Zitat
Ich weiß, und das tut mir leid. Bei mir ist’s aber tatsächlich so, dass ich nur bei den ganz landläufigen Pflanzen wie Akelei und Taglilie überhaupt die deutschen Namen kenne, mir sind da überwiegend nur die botanischen geläufig, sorry 😒

Ich kenne durchaus einige Pflanzen mit lateinischen Namen. Vorwiegend die die ich als Wildkräuter sammeln könnte.
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Nox

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Ach schreibt doch einfach den Namen, den Ihr kennt ! Hier sitzen wir alle am Computer und können rasch mal guggeln.
Sonst halten uns so einige noch für speziell und abgehoben und wir wollen doch niemanden ausgrenzen.
.
Ich habe lange nach Gehölzen gesucht, die Winternässe aushalten (so, dass die Pflanzlöcher absaufen) und dazu noch immergrün sind, es gibt welche ! Von denen, die auch für Deutschland geeignet sind: Magnolien und Thujas. Hier in meinem Klima sind's sogar noch mehr, Kamelien gehören sogar auch dazu.
Und Laubgehölze:
Haselnüsse, Amberbaum, Weide, Nyssa sylvatika, Pekan, Strauch-Johanniskraut (Hypericum) "Hidcote".
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AndreasR

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Die lateinischen Namen lernt man mit der Zeit, wenn man in Büchern schmökert oder im Internet recherchiert, begegnet man denen ja auf Schritt und Tritt. Und besonders, wenn man bestimmte Sorten bezeichnen will, ist die lateinische Bezeichnung einfach eindeutiger (und das ist beim Sammeln von Wildkräutern ja auch wichtig, damit man nicht die falschen erwischt...). Wenn es um Arten allgemein geht, verwende ich aber gerne die deutschen Namen, da ist "Schneeglöckchen" irgendwie eingängiger als "Galanthus nivalis". Eine "Knoblauchraukenblättrige Glockenblume" ist zwar 1:1 aus dem lateinischen übersetzt, aber ob solche Namen wirklich jedem geläufig sind?

Aber das nur als Exkurs; was Gehölze für wechselfeuchte Standorte angeht, muss man sich wohl in der typischen Pflanzengesellschaft von Flussauen umsehen. Wahrscheinlich gehen viele Weiden (da gibt's ja auch Ziersorten), Johannisbeeren (meine Blutjohannisbeere gedeiht sehr gut am Zaun hinterm Gartenhaus, wo es im Sommer trocken und im Winter sehr feucht ist), Holunder, Euonymus (Pfaffenhütchen) und andere robuste Sträucher wie Bauernjasmin, Weigelie und Co.
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Mufflon

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Bei den Glockenblumen sticht hier besonders die Nesselblättrige Glockenblume/Campanula trachelium hervor.
Sie versamt sich erträglich, oft sogar passend an Stellen, wo sonst nicht will.
Silberblatt/Lunaria ist sehr ähnlich, ich lasse beide hier blackboxen.
Efeu ist hier zur Plage geworden, genau wie Brennnesseln.
Da weiß ich echt nicht mehr, wie ich den loswerde.
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“It's a shame we didn't plant this tree a long time ago," said Tiny Dragon. "Imagine how big it would be."
"We're doing it now," said Big Panda. "That's the important thing.”
― James Norbury, Big Panda & Tiny Dragon

Immer-grün

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Ach schreibt doch einfach den Namen, den Ihr kennt !
OT
Ich habe mir vor Jahren den Namen Ki-ren-ges-ho-ma palmata regelrecht eingebleut, das hat gedauert. Und dann wusste ich den deutschen Namen plötzlich nicht mehr, und ich dachte, das kann es jetzt aber auch nicht sein! ::) ;D
Aber sie mag‘s schattig feucht, die Wachsglockenblume, also nichts für hier.
.
Die Thüringer Lavatere passt aber noch hierher. ( Lavatera thuringiensis)
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thuja thujon

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Holunder kommt hier ganz gut mit Trockenheit, Nässe im Winter und kurzfristige Nässe im Sommer klar.
Seinen lateinischen Namen kenne ich nicht, die wissenschaftliche Artbezeichnung ist Sambucus nigra.

Der rotfrüchtige hält sich hier in der Ebene unter 100m nicht und bekommt bevor er stirbt erstmal extrem Mehltau.
Schlitzblättrige Ziersorten vom schwarzen halten sich auch ganz gut, dunkle Sorten wachsen weniger stark als die Art.
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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