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|8|10|Mit den Sichtachsen ist es ein Kreuz. Kaum hat man das eine Gestrüpp entfernt, stört das nächste. (Staudo)

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Autor Thema: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?  (Gelesen 2822 mal)

thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #30 am: 05. Dezember 2023, 12:03:02 »

Perfekt zusammengefasst, Ringelnatz.

Und bei den Begrünungen ist eben der Zeitpunkt zu beachten, wann was wachsen darf um weder Konkurrenz bei Wasser noch Nährstoffen zu sein, sondern viel mehr ist die Frage, wie die Bodenstruktur, der Wasserhaushalt und die Nährstoffverfügbarkeit durch Baumscheibenbegrünung positiv verändert werden kann.

Winterackerbohne ist zB eine Möglichkeit, im Bild Anfang März 2019 bei Frost, deswegen liegen sie platt. Die Samen wurden im Herbst einfach ausgestreut, ohne Bodenbearbeitung, damit es nicht zu einem unerwünschten Stickstoffschub vor der Winterruhe kommt.

In den letzten Jahren gab es viele Versuchsberichte zum Thema, da kann man sich Anregungen holen.
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thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #31 am: 05. Dezember 2023, 12:37:22 »

Der Vollständigkeit halber: zur Blüte sollten die Bäume dann keine Konkurrenz mehr haben und die Leguminosen bleiben als Mulch auf der Fläche liegen, geben über die Saison die gespeicherten Nährstoffe ab.
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partisanengärtner

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #32 am: 05. Dezember 2023, 13:27:40 »

Danke
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Axel

Microcitrus

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #33 am: 06. Dezember 2023, 10:46:35 »

Und wenn man die Pflanze abschneidet, merkt sie das was nicht stimmt und tut ihr möglichstes, den verlorenen Blattapparat wieder aufzubauen, damit sie Energie gewinnen kann. Deshalb reguliert sie auch den Befall mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln runter, weil die zu viel Konkurrenz sind, Assimilate verbrauchen, die gerade sehr knapp sind ohne Blätter. .

Soso, eben
laut diesem Studienergebnis irrt der Meister. Die Knöllchenbakterien werden anscheinend vermehrt.

Spannend ist dann, stmmt die beobachtete Düngewirkung vom Mehr an Knöllchen oder von Knöllchen an (wegen des Schnittes) abgestorbenen Wurzeln? Oder von eventuellem Häckselmulch der abgeschnittenen Erbsenstrauchäste (dessen Abbau aber bekanntlich Stickstoff bindet)?

Die übergeordnete Frage ist hier doch aber, ob es Sinn macht auf der Baumscheibe eine mehrjährige Kultur zu führen, um die Nährstoffversorgung des Obstgehölzes zu verbessern.
Ich denke die Antwort ist klar nein!
Der Verbrauch an Nährstoffen und Wasser durch die mehrjährige Unterkultur dürfte für das Obstgehölz eine Konkurrenz darstellen, die dessen Wachstum bremst.

Etwas anderes ist natürlich eine Gründüngung, die vor allem in der Ruheperiode des Obstgehölzes wächst und rechtzeitig vor dessen Erwachen zum Absterben gebracht wird.

Wenn die Wurzelkonkurrenz sooo schlecht ist, fällt damit dieser Aspekt des sogenannten "Permakultur-Waldgarten's in sich zusammen, weil nicht alles Gold ist was glänzt.

Wodurch aber noch immer nicht die Ursprungsfrage geklärt ist, ob infolge von Gehölzschnitt Wurzeln absterben?
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2023, 10:58:02 von Microcitrus »
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thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #34 am: 06. Dezember 2023, 10:58:11 »

Die Arbeit liefert keine Antwort auf deine Frage.
Zitat
Auch die abgetrennten Triebe stellten weiterhin miR2111 her, doch die miR2111-Konzentration in den Wurzeln nahm bereits nach drei Tagen deutlich ab. Die trieblosen Pflanzen wiesen außerdem erwartungsgemäß höhere Konzentrationen an TML-mRNA in ihren Wurzeln auf.
Und was passierte dann? Starb die Wurzel ab weil sie sich komplett verausgabte, indem sie die gespeicherten Assimilate bevorzugt den Knöllchenbakterien zur Verfügung stellte und so den Wiederaustrieb noch machen konnte?
Wäre aus Sicht der Pflanze unlogisch. In der Arbeit wurde es schlicht nicht untersucht.

Spannend ist dann, stmmt die beobachtete Düngewirkung vom Mehr an Knöllchen oder von Knöllchen an (wegen des Schnittes) abgestorbenen Wurzeln?
Welche beobachte Düngewirkung und was haben die Knöllchen damit zu tun? Wenn ich einen Sack Blaukorn ausstreue ists doch den damit gedüngten Pflanzen egal, ob ich hinterher den Sack zurück in den Schuppen räume oder in den gelben Sack werfe? Wieviel Stickstoff hängt denn in den Wurzeln? 30%?
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thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #35 am: 06. Dezember 2023, 10:59:44 »

Wodurch aber noch immer nicht die Ursprungsfrage geklärt ist, ob infolge von Gehölzschnitt Wurzeln absterben?
Bei einer gefällten Fichte kann man davon ausgehen. Ansonsten ist bei der Frage jeweils der Einzelfall zu betrachten.
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Microcitrus

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #36 am: 06. Dezember 2023, 11:04:09 »

Es ist mir mittlwtweile klar, dass die Knöllchen nicht wesentlich mehr Stickstoff enthalten, weil die Ionen bald abtransportiert werden. Insofern wäre ein Absterben von Wurzeln nur deshalb sinnvoll, weil der in den Wurzeln gerade vorrätige Stickstoff allen Wurzeln und dem Wasser wieder zur Verfügung stünde.

Den Buchautoren (Sandra Skala und Michael Skala: "Das Prinzip Waldgarten")  ging es wohl um Stickstoffdüngung, mich interessiert es in erster Linie im Zusmmenhang mit dem Schnitt von Obstbäumen und peripher, ob ich solche Erbsensträucher ansetzen sollte.
Wodurch aber noch immer nicht die Ursprungsfrage geklärt ist, ob infolge von Gehölzschnitt Wurzeln absterben?
Bei einer gefällten Fichte kann man davon ausgehen. Ansonsten ist bei der Frage jeweils der Einzelfall zu betrachten.

Es geht nicht um das Kappen und Abtöten eines Baumes, sondern um Zweig- und Ast-Schnittmaßnahmen!
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2023, 14:12:24 von Microcitrus »
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thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #37 am: 06. Dezember 2023, 11:10:55 »

Das solltest du tun um deine Frage beantworten zu können.
Nach dem was wir wissen, macht es aber recht wenig Sinn, wenn das Obst der Obstbäume das Produktionsziel ist.
Du könntest aber Klee unter der Kronentraufe außerhalb des Konkurrenzbereiches wachsen lassen. So wie man das im Plantagenanbau idealerweise macht, mit Leguminosen in der Fahrgasse.

Im Weinbau wird so häufig der komplette Stickstoffbedarf der Kultur abgedeckt.

Oder du machst es eben so wie Ringelnatz erklärt hat und ich die Bilder dazu gezeigt habe.
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Microcitrus

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #38 am: 06. Dezember 2023, 11:13:11 »

Danke für die OT-Tipps zur Gründüngung!

Wodurch aber noch immer nicht die Ursprungsfrage geklärt ist, ob infolge von Gehölzschnitt Wurzeln absterben?
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2023, 11:15:42 von Microcitrus »
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Butendeich

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #39 am: 06. Dezember 2023, 11:16:13 »

Die Arbeit liefert keine Antwort auf deine Frage.
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Butendeich

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #40 am: 06. Dezember 2023, 11:20:35 »


Es wäre für mich ungewöhnlich zu behaupten, dass Erbsen zu den Gehölzen gehören und daher als Sträucher bezeichnet werden können.





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thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #41 am: 06. Dezember 2023, 11:20:59 »

Wodurch aber noch immer nicht die Ursprungsfrage geklärt ist, ob infolge von Gehölzschnitt Wurzeln absterben?
Siehe #35
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Staudo

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #42 am: 06. Dezember 2023, 11:32:42 »

Es wäre für mich ungewöhnlich zu behaupten, dass Erbsen zu den Gehölzen gehören und daher als Sträucher bezeichnet werden können.

Caragana arborescens heißt tatsächlich Gewöhnlicher oder Gemeiner Erbsenstrauch. Das kann man gewöhnlich oder gemein finden, ist aber so. Hier steht ein jahrzehntealtes Exemplar, was zweimal im Jahr von sich hören lässt. Zur Blüte summen tausende Fliegviecher im Strauch. Wenn später die Hülsen platzen, knackt es hörbar.
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hobab

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #43 am: 06. Dezember 2023, 12:19:24 »

Die übergeordnete Frage ist hier doch aber, ob es Sinn macht auf der Baumscheibe eine mehrjährige Kultur zu führen, um die Nährstoffversorgung des Obstgehölzes zu verbessern.
Ich denke die Antwort ist klar nein!
Der Verbrauch an Nährstoffen und Wasser durch die mehrjährige Unterkultur dürfte für das Obstgehölz eine Konkurrenz darstellen, die dessen Wachstum bremst.

Etwas anderes ist natürlich eine Gründüngung, die vor allem in der Ruheperiode des Obstgehölzes wächst und rechtzeitig vor dessen Erwachen zum Absterben gebracht wird.

Prinzip stimme ich da zu, aber nicht in der Vehemenz. Es wäre durchaus vorstellbar, dass etwa eine - fiktive - Minirobinie mit ihrem Falllaub - Stickstoffeintrag dem Obstbau hilft, wenn genau Stickstoff das fehlende Element ist und alles andere gut ausreichend vorhanden. Das sich bestimmte Pflanzen in der Kultur ergänzen muss ja nicht nur beim Gemüse funktionieren.
Ich finde Thuja Ausführungen fast immer erhellend, lerne also was bei, aber die Aussagen sind manchmal etwas absolut: wieviel und ob Stickstoff beim - auch wieder und immer noch fiktiven - Absterben von Caraganawurzeln frei wird, weiß vermutlich keiner. Das es nicht viel sein wird scheint mir aber auch plausibel.

Hier ist der Erbsenstrauch ein Unkraut im lehmigen Böden uns sitzt gerne an Straßenbäumen dran, wo sonst nichts wachsen kann. Stickstoff kann der sich wohl selber besorgen und im Lehm wohl auch genug Wasser, trotz der Konkurrenz viel höherer Bäume. Im Sand habe ich das noch nie gesehen. Ob der Straßenbaum davon profitiert bezweifle ich mal, aber ich frag mich bei den Fabaceae manchmal ob die nicht nur bei Stickstoff Tricks im Ärmel haben, von denen wir noch nichts wissen.
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thuja thujon

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Re: Sterben Wurzeln nach Baumschnitt?
« Antwort #44 am: 06. Dezember 2023, 12:59:53 »

Ich hatte das mal versucht rauszufinden bezüglich Phosphor aufschließen und somit wieder frisch verfügbar machen. Die Rücksprache mit den Versuchstechnikern, die die Begrünungsversuche gemacht haben, hat dann auch Klarheit gebracht, warum so wenig dazu zu lesen ist: es sind schlicht keine Kapazitäten da bzw es mangelt auch an der entsprechenden Geräteausstattung/Messtechnik.
Wäre für mich mit altgedüngtem, sehr humosem Boden, eben ein völlig überversorgter Gartenboden, wie er in den meisten Gärten vorkommt, interessant gewesen. Wie man den festgelegten Phosphor wieder auffrischt, bei gleichbleibenden Humusgehalten und Bodenverbesserung. Humusdünger scheiden hier ja leider aus.
Es gibt leider nur sehr wenige Einrichtungen, die überhaupt noch zu Phosphor forschen.

Die Frage nach den Wurzeln finde ich weniger interessant wie die, wie man den Aufwuchs richtig behandelt. Robinien düngen ihre Umgebung durch das Falllaub, nicht unbedingt durch abgestorbene Wurzeln in welchem Bodenhorizont auch immer. Was nutzt eine abgestorbene Wurzel in 2m Tiefe wenn der Apfelbaum daneben nur 1m tief wurzelt? Die Frage mit den Nährstoffen ist doch immer nur zusammen mit dem Wo zu beantworten.
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