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News: Wenn ich über Sterbehilfe rede, will ich nicht, dass da jemand was von Geranien bewässern dreinfunkt.  ;D (anonymes Zitat)
 
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18. Juli 2024, 23:23:26
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News: Wenn ich über Sterbehilfe rede, will ich nicht, dass da jemand was von Geranien bewässern dreinfunkt.  ;D (anonymes Zitat)
 

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|6|11|Aus der Gleichgültigkeit des Einzelnen entsteht das Unglück der Nationen. (Unbekannt)

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Autor Thema: zu viel Wasser  (Gelesen 3616 mal)

pearl

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #30 am: 22. Februar 2024, 14:18:06 »

hier regnet es gerade ergiebig, das Odenwaldtal steht unter Wasser, der Bach rauscht und schäumt. Am Ufer auf den Auen stehen die Schneeglöckchen im fließenden Wasser.
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“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

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RosaRot

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #31 am: 22. Februar 2024, 14:25:13 »

Hier scheint die Sonne, verhalten, aber doch. Geregnet hat es nachts und heute früh.

Gut, dass Dein Auto wieder vor der Tür steht, pearl! Ein Hoch auf Bauern samt Treckern! :D
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Viele Grüße von
RosaRot

Mediterraneus

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #32 am: 22. Februar 2024, 14:27:41 »

Und morgen nicht gleich wieder damit über die Wiese düsen  ;)
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

Gartenplaner

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #33 am: 23. Februar 2024, 09:00:40 »

Blick gestern Abend von der Straße kurz vorm Dorf, man kann die ersten Häuser rechts erkennen:



Ist man in unserem „Auenland“ von früher gewohnt, das Dorf, die ältesten Höfe, liegen auch etwas höher.
Allerdings, dass so viel Wasser in den Wiesen nach einem Tag Dauerregen steht, zeigt, wie vollgesogen der Boden noch ist und ist außergewöhnlich.
Durch unseren Brunnen kenn ich ja die Grundwasserstände im Winter - manchmal schon sehr hoch, weswegen wir auch keinen Keller haben - deshalb ging ich gestern Abend vor’m Zubettgehen dann noch mal in die Scheune, deren Boden der tiefste Punkt unserer Gebäude ist, und durfte feststellen, dass wir zu dem Zeitpunkt eine temporäre „Quelle“ in der Scheune hatten, das Grundwasser drückte durch den Boden:





Schade, dass nicht gewusst ist, ob das seit 1779 schonmal der Fall war.
Auf in den letzten Jahren neu erstellten Hochwasserprognose-Karten ist der Dorfkern bei „tausendjährigem Hochwasser“ als überflutungsgefährdet aufgeführt .
Ich hab dann auch noch in den Brunnen geschaut, da stand das Wasser an der Unterkante der Betonplatte, die ihn abdeckt, also noch eine Steinhöhe höher als heute Morgen, als ich bei Licht das Foto machen konnte.
Da es aus dem Gartenhof zwei Stufen hoch geht zum Brunnen, stand das Wasser knapp unter Plattenbelag des Hofes:









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Re: zu viel Wasser
« Antwort #34 am: 23. Februar 2024, 09:08:08 »

Ich hab dann auch noch in den Brunnen geschaut, da stand das Wasser an der Unterkante der Betonplatte, die ihn abdeckt, also noch eine Steinhöhe höher als heute Morgen, als ich bei Licht das Foto machen konnte.
Dann siehst du kein Grundwasser oben sondern Wasser, das eine Weile braucht, bis es nach unten versickern kann.
Die Infiltrationsleistung von Böden ist unterschiedlich. Auf Sand gehts am schnellsten, bei Lehm dauerts halt einen Tag.
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Natternkopf

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #35 am: 23. Februar 2024, 19:21:41 »

Wasser in flachen Ebenen ist das eine Malheur.

🌧️🌧️🌧️ Im Berner Hügelland rutscht Hang
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Gartenplaner

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #36 am: 23. Februar 2024, 22:21:40 »

In den Wiesen steht natürlich Oberflächenwasser, aber in solchen Situationen gehen Grundwasserniveau und Oberflächenwasser fließend ineinander über.
Das ist gut am Brunnen seit 30 Jahren ablesbar - der Wasserspiegel entspricht immer ungefähr dem Wasserspiegel des Baches, auf meinem ersten Foto ist der am linken Bildrand mit dem Einzelbaum zu erahnen.
In den trockenen Sommern der letzten Jahre war der Wasserstand des Baches niedrig, und der Wasserstand im Brunnen die 2 -3m tiefer, die das Bachbett tiefer liegt als unser Gehöft.
Allerdings hat zu meiner Lebzeit noch nie das Grundwasser durch den Scheunenboden gedrückt  :-X

Das Grundwasser “strömt” Richtung Bach und weiter Richtung nächstgrößerem Fluss am Nachbarort.
Hinter dem Hügel, an dem das Dorf liegt, fließt dieser Fluss ebenfalls vorbei und ebenfalls mündet da ein weiterer Bach, deshalb sag ich immer scherzhaft “Auenland” - vor den Römern war sicher in der Umgebung alles Auwald.

So sah es heute aus:





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Re: zu viel Wasser
« Antwort #37 am: 23. Februar 2024, 22:58:43 »

So eine ekelhafte Landschaft mit Straßen, Häusern und widernatürlichen Flussufern ist halt auch die Ausgeburt der Fehler der letzten 50 Jahre. Das hat halt so garnix mit den üppigen Naturlandschaften zu tun, die sich die Leute in den Wohnzimmern angeblich wünschen.
Hier sollten tatsächlich mal Fachleute drüber schauen, was da an Siedlung zurück zu bauen und an Gewässern zu renaturieren ist. Auch die Brücke ist hochgefährlich.

Allein die Wiese auf dem letzten Bild, wie wird hier die 5 oder 10m Pufferzone zu Gewässern eingehalten? Kennst du den Bewirtschafter und kannst ihn dazu befragen?
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Gartenplaner

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Re: zu viel Wasser
« Antwort #38 am: 24. Februar 2024, 00:02:50 »

Kikerikiii ;D
Ach, da hat sich die letzten 20 Jahre doch ein bisschen was getan, die Bäume, die man weiter hinten sieht, sind vom Naturschutzverband der Südgemeinden in der Zeit in größerer Zahl neugepflanzte Pappeln und Weiden, teilweise als Kopfweiden gehalten und auch regelmäßig gepflegt.
Zwei Orte weiter wurde ein großer Abschnitt des schon erwähnten Flusses im Gesamtkontext Hochwasserschutz  umfangreich renaturiert, weswegen der Storch jetzt nach 160 Jahren dort wieder brütet.
Unsere Gemeinde hat wohl auch Pläne, den im 18. Jh kanalartig gerade gezogenen Bach wieder zu renaturieren, worüber sich der Nachbar, Büromensch, aber Sohn eines Landwirts, sehr empörte  ;D

Ja, auf der anderen Seite, die Wiesen sind leider durch die Silagewirtschaft für massenhaft Turbofleisch und Milch die letzten 30 Jahre reine güllegedüngten Graskulturen, in den letzten Jahren hat als letzter der Löwenzahn drin kapituliert.
In den 1980ern brüteten da noch Kiebitze, die lassen sich schon lange nicht mehr bei uns blicken  :'(

1990 war der Nitratgehalt meines Brunnenwassers 30mg/l, wie es jetzt aussieht ist die Frage….eine „Düngewirkung“ konnte ich jedenfalls beim Auffüllen des Teichs im Sommer feststellen, weswegen ich es nicht mehr dafür nehme.
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