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|6|11|Aus der Gleichgültigkeit des Einzelnen entsteht das Unglück der Nationen. (Unbekannt)

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Autor Thema: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung  (Gelesen 1348 mal)

Gartenplaner

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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #15 am: 25. Mai 2024, 17:16:43 »


Zum Thema Fräse und Quecke habe ich gelesen, dass diese Rhizome zusätzlich verkleinert und anschließend an noch mehr Stellen das Unkraut austreiben kann.

Das ist so, deshalb ist so ein haarsträubender RatSchlag schlicht zu ignorieren.
Egal wie oft gefräst werden würde, so lange die Teilstücke Queckenrhizom feucht bleiben, treiben sie von unterhalb und aus der Fräshavarieschicht wieder durch, sobald nicht mehr alle 2 Wochen gefräst werden würde, und wenn das erst nächstes Jahr wäre - und irgendwann soll ja gepflanzt werden, und nicht ewig weiter regelmäßig gefräst.

Es gibt im Endeffekt nur die Möglichkeit E), alles erstmal unbepflanzt zu lassen und jedem austreibenden Fitzelchen Quecke nachzugraben und es samt Rhizom auszugraben und zu entfernen, und das über einen längeren Zeitraum, wenn diese Erde jetzt auf links gedreht und verteilt worden ist.

Das wäre übrigens auch mit Glyphosat definitiv nicht in 5 Tagen erledigt, weil man dann nur den allerersten Schwung Queckenaustriebe erwischt, 4-5x müsste man da wohl im Abstand einiger Wochen erneut drüber gehen.

Jegliche Ansaaten zwecks Zurückdrängung sehe ich aufgrund meiner Erfahrung auf ähnlichem Boden als sinnlos an.
Und wenn jetzt noch Quecke ausgegraben werden soll, als schlichtweg kontraproduktiv, weil sie sich gut in der Gründüngung verstecken kann und übersehen wird, und dann durchstartet, wenn die Gründüngung abgefroren ist.
Und wenn man Quecke erstmal in Beeten hat, verliert man aufgrund der regelmäßig notwendigen Rupfeinsätze, die absehbar keinen wirklichen Erfolg bringen, die Lust daran.


Wie hast du die Wiese abgemagert? Im Netz habe ich einerseits gelesen, man solle nur wenige Male im Jahr mähen (keine Wiese aktuell) oder Sand beimengen.
Unser Boden ist sehr feucht und tiefgründig lehmig. Mit der Zeit bildete sich in der ehemaligen Wiese stellenweise erst Moos und wenn dieser vertrocknete kamen Quecke und diverse weitere Beikräuter durch.
Wie viel Kubik Bausand bräuchte ich da auf 200 qm ???

Wie lange nach der Aussaat von Sonnenblume und Phacelia kann man noch über die Erde rollen? Tiefgründige Bodenlockerung ist ein Pluspunkt.

Ich konnte keine Bodenbearbeitung aufgrund der alten Obstbäume machen, ich ließ 2x im Jahr mähen und den Schnitt entfernen, und das hat sehr lange gedauert, bis sich eine Abmagerung dadurch zeigte, dass die Menge und Vielfalt an Wiesenblumen deutlich sichtbar zunahm.

Einige Blumenwiesenanlagebücher empfehlen radikal den Oberboden, also so 20-30cm, entfernen zu lassen und auf den Unterboden Wiesenmischungen anzusäen.
Hätte in deinem Fall den Vorteil, dass die queckenverseuchte Erde weg wäre, ergibt aber wahrscheinlich Niveauprobleme zur Umgebung.

Damit Sand wirklich eine abmagernde Wirkung hätte, müsste es wohl mindestens eine 10cm hohe Schicht, besser mehr, sein, die eingefräst werden müsste.
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #16 am: 25. Mai 2024, 21:27:16 »

Quecke ist nur dann ein Problem, wenn man sie loswerden möchte und nicht anpackt.
Glyphos, 30ml plus 3000ml Wasser, 2 bar und die 200m² Quecke abgelaufen, dauert mit mischen, behandeln und reinigen etwa 15 Minuten, nach 2-3 Tagen kann gepflanzt werden und die Quecke ist Geschichte.

Natürlich kann man auch im Beet Stundenlang rumzisulieren und bekommt sie nie weg.
Rasenmähr, wie gesagt, da gibt sie auch auf, wenn man es richtig angeht.

Und auf 200m2 nackig geht auch das Gartenwiesel, ganz ohne Fräse. Die Bios machen nix anderes als flächig unterschneiden und tothacken.

Also Quecke gehört zu den einfach zu bekämpfenden Arten, gerade wenn die Fläche eh brach liegt.
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #17 am: 25. Mai 2024, 21:56:19 »

Und nach Glyphos  kommt nach einer Woche dann die Quecke aus den etwas tiefer sitzenden Bruchstücken, sie ist ja schon zerstückelt und verteilt worden, und nach zwei Wochen aus der nächsttieferen Lage, nicht wenige “Spätzünderrhizomstückchen” brauchen noch wesentlich länger …..die kommen dann wunderbar in dem nach 2-3 Tagen bepflanzten.
Das wird dann eine epische Geschichte, in der Tat.
Und es heißt “ziselieren”.
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #18 am: 30. Mai 2024, 08:36:53 »

Zur Zeit versuche ich im Rahmen meiner Möglichkeiten die Stellen abzusuchen und auftauchende Rhizome zu entfernen.

Einen Teil der Fläche, der höher bleibt, möchte ich später mit einer Trockensteinmauer einfassen.
Dazu habe ich bereits gelesen, dass die Steine etwas tiefer in der Erde anfangen, als das Erdniveau ist, der Neigungswinkel 20 Grad optimalerweise zu sein hat und unter/hinter den Steinen eine Kiesschicht sein sollte. Bei manchen Quellen stand noch etwas von einem Drainagerohr, andere nutzen keines  ??? ???
An der höchsten Stelle ist es um die 200cm, an der niedrigsten fängt es bei Grunderdniveau an. Zur Verfügung habe ich überwiegend Bruchsteine, Frage ob genug. Welche Pflanzen ich für die Ritzen nutzen kann, weiß ich noch nicht. Nur, dass man sie während des Baus einsetzen sollte, da es sonst problematisch wird. In Richtung Süden bleibt zumindest oberhalb nachher Federgras stehen. Die niedrigste Mauerausrichtung zeigt gegen künftigen Rasen nach Nord, wird über Ost höher und der höchste Punkt ist Süden. An der Stelle hat auch ein Baum seine Wurzeln angefangen einzuschlagen, aber das sollte die Mauerpflanzen dann nicht stören?

Wichtige Frage wäre auch, wann es sinn machen würde das zu realisieren. Immerhin grabe ich überall noch der Quecke hinterher. Nicht, dass ich dann eine schöne Trockensteinmauer gebaut habe und dann die Quecke da durchwächst :-\
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #19 am: 30. Mai 2024, 10:02:07 »

Wenn du mal 2 Monate im Frühjahr Queckenfrei bist, würde ich anfangen mit der Trockenmauer. Bis dahin fleißig Steine sammeln. Die sind selten ausreichend in der richtigen Form und Größe.
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #20 am: 30. Mai 2024, 13:48:13 »

… mit einer Trockensteinmauer einfassen.
Dazu habe ich bereits gelesen, dass die Steine etwas tiefer in der Erde anfangen, als das Erdniveau ist, der Neigungswinkel 20 Grad optimalerweise zu sein hat und unter/hinter den Steinen eine Kiesschicht sein sollte. Bei manchen Quellen stand noch etwas von einem Drainagerohr, andere nutzen keines  ??? ???
An der höchsten Stelle ist es um die 200cm, an der niedrigsten fängt es bei Grunderdniveau an. …

2m ist schon recht hoch.
Bis 1m würde ich sofort sagen, kann man selber machen.
Höher muss dann auch stabil und sicher sein - würd ich nen Galabauer machen lassen.

Unter die unterste Reihe Steine kommt ein Schotterfundament, ab 1m Höhe werden 50-60cm Schotter empfohlen, bis 1m 20-30cm.
Die erste Steinreihe sollte schon mit der Neigung Richtung Hang auf das Schotterfundament gesetzt werden.
Die Mauer sollte unten breiter sein als oben, bei 2m Höhe kann das gut sein, dass die unterste Steinreihe eine Doppelreihe sein muss.
In allen gängigen Quellen für Trockenmauerbau wird eine Neigung oder Dossierung, wie das fachlich heißt, von 10 bis maximal 15 % empfohlen.

Es hängt ganz viel vom anstehenden Boden ab, was geht, nicht geht oder sogar sein muss.
Ich hab schweren bindigen Boden, der Höhenunterschied ist 120cm.
Der Galabauer riet mir, keine Schotterhinterfüllung zu machen, da so die Fugen besser bepflanzbar sind, ging bei mir nur im Nachhinein.

Bei meinem Boden geht das.

Sandige Böden jedoch werden durch die Mauerfugen ausgespült, rieseln heraus, nach einigen Jahren, vielleicht auch erst Jahrzehnten sind Hohlräume hinter der Mauer, da bricht es dann ein.

Bei Schotterhinterfüllung ist es ratsam - wenn man eh während dem Mauerbau pflanzt - an den Pflanzstellen Stränge aus Erde durch die Schotterhinterfüllung bis in die zu bepflanzende Fugenstelle einzubauen.

Ein Drainagerohr ist eher nur bei starken Entwässerungsproblemen im Boden hinter der Mauer und vor allem am Mauerfuss notwendig.

…der höchste Punkt ist Süden. An der Stelle hat auch ein Baum seine Wurzeln angefangen einzuschlagen, aber das sollte die Mauerpflanzen dann nicht stören?

Hängt vom Baum und von der Mauer ab.
Gefährlich sind auf jeden Fall Baumsämlinge, die in Trockenmauernfugen keimen.
Deren Wurzeldickenwachstum kann eine Trockenmauer aufsprengen.
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #21 am: 31. Mai 2024, 07:24:02 »

Kann Gartenplaner da nur zustimmen - bei 2m überlass das nem Profi. Also auch nicht einem beliebigen Galabauer, sondern einem der das schon oft gemacht hat.
Wenn der Etat nicht reicht, nimm L-Betonelemente und verkleide die nachträglich. Wenn die Verkleidung zusammenbricht - was wahrscheinlich ist, für Trockenmauern braucht man Erfahrung - ist wenigsten nur die Deko weg. Auch für die L-Elemente brauchst du eine mindestens 30cm tiefe Schicht aus Rct und Splitt.
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Re: Ca. 200 qm Handhaben bis Bepflanzung
« Antwort #22 am: 03. Juni 2024, 21:12:28 »

Ich habe die Höhe höher in Erinnerung gehabt, als sie tatsächlich ist. Die Erdoberkante dürfte 1 - 1,50m sein, müsste ich nochmal ausmessen.

Kennt sich jemand gut mit Gartenplanung aus? :-\
« Letzte Änderung: 03. Juni 2024, 21:15:02 von BlueOpal »
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