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News: Honig kommt grundsätzlich aus Massentierhaltung und ist daher abzulehnen. (staudo)
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News: Honig kommt grundsätzlich aus Massentierhaltung und ist daher abzulehnen. (staudo)

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|16|12|Mit ist aber langweilig: Im Garten is nix los, und hier soll ich weder  provozieren noch polemisieren. Wie soll das nur enden? Ein richtig öder Dienstag ist das.  :-\ grumel, grumel...  (fisalis am 20. Dezember 2005)

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Autor Thema: Samenlagerung  (Gelesen 19932 mal)

marcir

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Samenlagerung
« am: 10. August 2005, 20:01:05 »

In meinem noch ziemlich jungen Garten habe ich heuer zum ersten Mal eine ganze Reihe von Pflanzen, die viel Samen gebildet haben. Ein Teil lasse ich an der Pflanze zur Selbstversamung, den Rest sammle ich in Plastikbehälter auf. Nun, wie weiter?

Wie kann man Samen am besten lagern? Welche Art Behälter soll man verwenden? Ist überwintern unproblematisch? Hängt es von der Pflanzensorte ab? Viele Fragen. Wer kann seine Erfahrungen mit dem Forum teilen?

marcir
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Silvia

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Re:Samenlagerung
« Antwort #1 am: 10. August 2005, 22:52:27 »

Die Samen sollten vor allem trocken sein, bevor man sie einlagert, sonst besteht Schimmelgefahr, aber nicht ausgetrocknet. Man kann sie gut in Filmdöschen sammeln oder kleinen Plastiktütchen, die sich verschließen lassen, dann möglichst dunkel und kühl aufbewahren.

Manche Samen keimen übrigens nur, wenn sie frisch ausgebracht werden, z.B. Helleborus. Da lohnt ein Aufbewahren nichts.

LG Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Eva

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Re:Samenlagerung
« Antwort #2 am: 10. August 2005, 22:59:59 »

Zitat
Wie kann man Samen am besten lagern?

Beschriftet :D

Es sei denn, Du liebst Überraschungen. Die üblichen Samen stehen bei mir in Schraubgläschen im relativ kühlen Stiegenhaus. Ein kühler Keller wär wahrscheinlich noch besser. Samen, die man im Gartenhäuschen in Tütchen oder Plastikgefäßen aufbewahrt, freuen die Mäuse im Winter. Das hab ich nur im ersten Jahr probiert
« Letzte Änderung: 10. August 2005, 23:10:29 von Eva »
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biggi67

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Re:Samenlagerung
« Antwort #3 am: 11. August 2005, 06:38:25 »

Ich hab meinen Samen in alten Hipp- oder Alete Gläschen schön beschriftet im Keller. Wenn da dann doch mal irgendwelche Raupen reinkommen (Erbsen, Bohnen), verteilen sie sich nicht auf das gesamte Saatgut.
« Letzte Änderung: 11. August 2005, 06:39:37 von biggi67 »
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Kraichgau, Klimazone 8

marcir

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Re:Samenlagerung
« Antwort #4 am: 11. August 2005, 12:22:59 »

Ich hab meinen Samen in alten Hipp- oder Alete Gläschen schön beschriftet im Keller.

Irgendwo habe ich gelesen, dass man Luftlöcher in die Schraubdeckel der Gläser stanzen soll. Was meint ihr dazu? Luftdicht oder nicht?
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Phalaina

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Re:Samenlagerung
« Antwort #5 am: 12. August 2005, 11:25:35 »

Marcie, wenn die Saat abgetrocknet in den Aufbewahrungsbehälter gekommen ist und kühl gelagert wird, würde ich keine Löcher reinstanzen. Sind die Löcher zu klein, bringt es eh nix, sind sie zu groß, geht eventuell mit dem Luftaustausch auch das für das Überleben unbedingt notwendige Restwasser im Samen verloren.

Dünnwandige Plastiktüten eignen sich übrigens meiner Erfahrung nach nicht zur längerfristigen Lagerung von Samen - da diffundiert das Wasser mit der Zeit durch, und mancherlei empfindliche Saat trocknet vollkommen aus und stirbt.

;)Ph.
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marcir

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Re:Samenlagerung
« Antwort #6 am: 12. August 2005, 11:32:16 »

Danke Phalaina! Werde es so halten.

LG marcir
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carlina

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Re:Samenlagerung
« Antwort #7 am: 12. August 2005, 19:13:32 »

Im Allgemeinen bewahre ich meine Samen sowieso nicht länger als ein Jahr auf, da die Keimfähigkeit bei den einzelnen Arten sowieso recht schnell abnimmt.
Im Allgemeinen nehme ich die bereits erwähnten Filmdöschen, die ja hier schon erwähnt wurden, dann habe ich auf einem Flohmarkt Glasröhrchen aus altem Laborbedarf ergattert, am besten finde ich die Papiertütchen, die man im Rahmen des Samentauschs bei der GdS käuflich erwerben kann/konnte. Da habe ich vor Jahren für ein paar Mark etliche erstanden, die immer noch reichen. Interessieren würde mich allerdings, ob es die auch irgendwo im Handel gibt.
Zur Aufbewahrung sollen diese Papiertüten am besten geeignet sein. da sie Luft durchlassen, Feuchtigkeit aufnehmen können und so die Samen frei von schädlichen Pilzen halten. Werden Samen in den Tüten kühl und trocken aufbewahrt, hält sich die Keimfähigkeit bis ins nächste Jahr.
LG
carlina

« Letzte Änderung: 12. August 2005, 19:14:41 von carlina »
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knorbs

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Re:Samenlagerung
« Antwort #8 am: 15. August 2005, 22:07:25 »

Zitat
Zur Aufbewahrung sollen diese Papiertüten am besten geeignet sein. da sie Luft durchlassen, Feuchtigkeit aufnehmen können und so die Samen frei von schädlichen Pilzen halten

das sehe ich keinesfalls so carlina. es geht doch darum, durch trocknung des saatguts die keimruhe auszulösen und durch kühle lagerung unter ausschluss von luftzufuhr die keimruhe über lange zeit zu erhalten. trockenes saatgut nimmt ja bei höherer luftfeuchtigkeit wieder wasser auf! das heisst dichte behältnisse nach ausreichender trocknung des saatguts sind wichtig, damit die keimruhe aufrecht erhalten bleibt! die keimruhe wird zusätzlich unterstützt, wenn der trockene samen kühl gelagert wird.

also die filmdöschen zur aufbewahrung des getrockneten samens sind m.m. hervorragend geeignet zur aufbewahrung. auch die von dir gezeigten glasdöschen mit kunstoffdeckel scheinen ebenso gut geeignet zu sein...nur filmdosen zerbrechen nicht, wenn sie mal herunterfallen + man bekommt sie leicht + außerdem meist geschenkt.

papiertütchen halte ich daher für ungeeignet, darin samen länger aufzubewahren. allenfalls zum versenden frisch geernteten samens würde ich die verwenden. die profisamenhändler wie jelitto bewahren den samen ja nicht umsonst in speziell beschichteten papiertütchen auf.
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Lixi

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Re:Samenlagerung
« Antwort #9 am: 16. August 2005, 00:05:23 »

Empfindliche Samen, die schnell ihre Keimfähigkeit verlieren, und solche, die ich längere Zeit aufbewahren will, lagere ich in Tupperdosen im Kühlschrank (natürlich nicht im Eisfach)... bis meine Kinder schreien, weil nicht mehr genug Joghurts reinpassen ::).

Dadurch wird die Lebensfähigkeit der Samen gewaltig verlängert ... man darf sie dann aber auch nicht zu oft rein- und rausräumen, sonst entsteht Kodenswasser ...
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knorbs

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Re:Samenlagerung
« Antwort #10 am: 16. August 2005, 21:05:38 »

gegen kondenswasser und überhaupt zur beseitigung der restluftfeuchtigkeit im aufbewahrungsbehälter hilft blaugel (silicagel blau). gibt's im chemikalienhandel oder der apotheke.
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carlina

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Re:Samenlagerung
« Antwort #11 am: 20. August 2005, 12:20:24 »

papiertütchen halte ich daher für ungeeignet, darin samen länger aufzubewahren.
Ich bin kein Profi ;D, meine gesammelten Samen liegen auch nicht länger als ein Jahr, teilweise in Tüten an einem kühlen und dunklen Ort eines ungeheizten Raumes. Trotzdem danke für den Hinweis, Knorbs.
An diffizile Pflanzen traue ich mich nicht heran, das hebe ich mir dann für die Pensionierung ;D auf...
Mich würde allerdings interessieren, welche Pflanzenarten du wie lange aufheben kannst, wenn du sie professionell lagerst, also kühl, trocken und luftdicht.
LG
carlina

« Letzte Änderung: 20. August 2005, 12:20:51 von carlina »
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knorbs

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Re:Samenlagerung
« Antwort #12 am: 20. August 2005, 13:44:19 »

carlina ich lagere eigentlich keinen samen. den samen, den ich von meinen pflanzen ernte, säe ich immer sehr schnell aus.

anders ist es mit pflanzensamen von dritter seite. mit gds-sämereien waren die keimungsergebnisse sehr unterschiedlich. teilweise hat von bestimmten pflanzen noch nie was gekeimt (oder höchstens mal 1-3 sämlinge), gerade pulsatilla haben mich da sehr geärgert, während samen der gleichen arten vom profi (jelitto) sehr gute ergebnisse brachten. daher unterstelle ich mal ganz vorsichtig, dass die samenlagerung bei der gds oder bei den pflanzensamenspendern nicht optimal ist.
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carlina

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Re:Samenlagerung
« Antwort #13 am: 20. August 2005, 15:23:38 »

Das ist eine sehr aussagekräftige Antwort, Knorbs! Ähnliche Erfahrungen habe ich auch mit bei den von der GdS angeforderten Samen gemacht, hatte die Misserfolge aber auf die Sonderwünsche der speziellen Pflanzenart und meine Ungeduld/ Unaufmerksamkeit zurückgeführt und dann einfach keine Samen mehr bestellt.
Aber wenn du jetzt schreibst, dass du bei den profimäßig verpackten Samen andere Erfahrungen gesammelt hast, finde ich deine Argumentation sehr überzeugend, es mit einer anderen Samenlagerung zu versuchen. Von Kaltkeimern lasse ich nämlich schon lange die Finger, du ermutigst mich jetzt geradezu es noch einmal zu versuchen!
Hast du die GdS schon einmal darauf aufmerksam gemacht? Ich habe nur gelesen, dass es für Helleborus- und Päoniensamen spezielle Abgabetermine gibt, um die Samen direkt nach der Samenreife aussäen zu können.
LG
carlina
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Solanin

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Re:Samenlagerung
« Antwort #14 am: 20. August 2005, 19:02:55 »

Ich arbeite in einem Saatgutbetrieb. Bei uns werden die Proben fast ausschließlich in Papiertüten gelagert. Die Wenigsten haben ja überhaut ein Interesse Saatgut jahrelang aufzubewahren, ergo reichen Papiertüten aus. Wichtiger als Papier, Plaste oder Glas (was natürlich auch gut funktioniert) ist die Lagertemperatur und die Feuchtigkeit. Erschreckend für mich immer wieder, wenn in manchen Baumärkten das Saatgut praller Sonne oder Hitze ausgesetzt ist. Das sollte man auf keinen Fall mehr kaufen.
LG Solanin
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Gruß Solanin
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