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Autor Thema: Obstbaumkrebs? (Apfelunterlage)  (Gelesen 404 mal)

Berat

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Obstbaumkrebs? (Apfelunterlage)
« am: 09. Juni 2024, 18:59:29 »

Hallo!

Beim Überprüfen der nicht angewachsenen Apfelveredelungen bin ich auf dieses Schadbild gestoßen:



Ich denke, dass es sich um Obstbaumkrebs handelt, der durch die Wunden der weggeschnittenen Austriebe an der Unterlage (MM 111) sowie eventuell der Veredelung selbst eingedrungen ist. Die Unterlagen hatte ich letztes Jahr in Container gesetzt. Die Veredelung war im April. Für eine Feuerbrandinfektion vermutlich zu früh, zudem passiert sie ja vor allem über die Blüte. Irritierend ist, dass auch der Stammbereich direkt über den Wurzelansatz befallen ist, wo es keine Wunden gab. Also so ganz sicher bin ich mir nicht. Was meint ihr?
« Letzte Änderung: 09. Juni 2024, 19:02:04 von Berat »
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partisanengärtner

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Re: Obstbaumkrebs? (Apfelunterlage)
« Antwort #1 am: 09. Juni 2024, 19:11:56 »

Kragenfäule käme auch in Frage.
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Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel

Berat

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Re: Obstbaumkrebs? (Apfelunterlage)
« Antwort #2 am: 10. Juni 2024, 12:07:10 »

An Kragenfäule hatte ich auch zuerst gedacht. Doch die Bechreibung des Kompetenzzentrums Obstbau Bodensee hat mich davon abgebracht:
Zitat
Symptome treten erst ab dem 5. Standjahr auf. Alle Phytophthora-Arten schädigen nur das Rindengewebe, das Holzteil bleibt intakt.

In meinem Fall war auch das Holz hinter der Schadstelle tot. Auch der Infektionsweg über Spritzwasser von verseuchtem Boden oder befallenen Früchten erschien mir bei einem "einjährigen" Container unwahrscheinlich. Zudem gilt die Unterlage MM 111 ja als (halbwegs) resistent gegen Kragenfäule (weswegen ich u.a. auf sie setze). Da ich bei einer Birnenveredelung mit Reis von einem Altbaum den Verdacht auf Feuerbrand habe (ob eventuell doch Birnentriebwespe war für mich nicht sicher entscheidbar), bin ich auch in diese Richtung alarmiert. Doch das kann sich natürlich alles auch anders verhalten. Ich bin da kein Experte.

Je besser ich weiß, was los ist, desto gezielter könnte ich halt künftig Fehler vermeiden.

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thuja thujon

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Re: Obstbaumkrebs? (Apfelunterlage)
« Antwort #3 am: 10. Juni 2024, 12:28:32 »

Wenn dann würde ich eher auf sowas wie Pseudomonas tippen. Gibts nicht nur beim Steinobst, sondern auch beim Kernobst, wenn auch viel seltener.
Das Infektionsbild passt dazu. Das Bakterium dringt über mikroskopisch kleine Risse ein.

https://www.isip.de/isip/servlet/isip-de/infothek/obstbau/kernobst/bakterielle-krankheiten/bakterienbrand

Ist halt ziemlich unklar und wenn es das wäre, was dagegen machen kann man jetzt eh nicht mehr, außer das Höllenfeuer ausbreiten um andere Gehölze zu schützen.
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Berat

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Re: Obstbaumkrebs? (Apfelunterlage)
« Antwort #4 am: 10. Juni 2024, 13:53:21 »

Aufgrund der Geschwindigkeit der Ausbreitung denke ich nach einigem Nachforschen mittlerweile auch eher an Bakterien. In Richtung Pseudomonas bin ich beim Suchen von mehr Information auf halbem Weg stecken geblieben. Vieles ist doch recht allgemein und schwammig. Auf jeden Fall interessant zu lesen, dass du in die gleiche Richtung tendierst.

Die Pflanzen werden über die Restmülltonne dem Höllenfeuer der Müllverbrennung nicht entgehen...
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