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News: Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher. (Konrad Adenauer)
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17. Juni 2024, 21:54:53
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News: Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher. (Konrad Adenauer)

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|23|12|Ich habe gefühlt (und vielleicht auch real) hunderte von Efeusämlingen gezogen. Dabei habe ich voller Freude festgestellt, dass die Ameisen gute Arbeit geleistet haben und Cyclamensamen verteilt haben.  :D (oile)

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Autor Thema: Walnussbaum nach Sturmschaden  (Gelesen 873 mal)

Dreizehn

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Walnussbaum nach Sturmschaden
« am: 11. Juni 2024, 15:34:34 »

Ich bitte um euren Rat.

Mein Walnussbaum, etwa 20 Jahre alt (wahrscheinlich eine französische Sorte, die auf eigenen Wurzeln steht), bis zum Juli letzten Jahres mit üppiger Krone und reichem Behang, aber dafür leider mit zu schwachem Wurzelwerk, wurde durch eine heftige Windböe auf die Seite gelegt. Weil es mir nicht gelang, den Baum wieder aufzurichten und zu stabilisieren, wusste ich keine andere Lösung, als ihm die Krone zu nehmen. Mir war auch nicht klar, ob möglicherweise Wurzeln abgerissen waren. Meine Hoffnung war, dass der Baum im Verlauf des Sommers weiter Vitalität zeigt. Und tatsächlich wuchs er weiter und brachte an den verbliebenen Ästen neuen Austrieb, der auch gut verholzte.  In diesem Frühjahr und bis jetzt geht der Wuchs üppig weiter, so dass ich hoffe, den Baum neu aufbauen und erhalten zu können.

Nun zu meiner Frage (und sorry für den bis hier langen Text):
Wäre es günstiger, den Baum mit seinen vielen neuen Zweigen in diesem Jahr unbehelligt zu lassen, oder soll ich demnächst schneiden, um mit der Neugestaltung einer Krone zu beginnen? Oder mache ich das besser erst im kommenden Jahr?

Für qualifizierte Antworten wäre ich sehr dankbar.

Zur Anschauung die Fotos aus Juli 23 und aktuell, Lehmboden im Garten
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555Nase

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #1 am: 11. Juni 2024, 23:25:01 »

Und beim nächsten Wind ist er wieder schief.
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

thuja thujon

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #2 am: 12. Juni 2024, 00:03:16 »

Da hat er es aber leichter abzubrechen weil evtl schon Weißfäule im Stamm ist.
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Starking007

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #3 am: 12. Juni 2024, 05:34:13 »

Der war von Anfang an nix, wegen der starken Zwiesel.
Das wird auch nix mehr, bleibt ein ewig schiefer Krüppel,
der krepiert nachdem er jahrelang dahinvegetiert ist.
Die Wurzeln sind eh Schrott.
Erlöse ihn!
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Gruß Arthur

Tara2

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #4 am: 12. Juni 2024, 11:58:29 »

Ich habe mal bei jemandem gesehen, dass  die mit einem Greifzug und einem Stahlseil so einen "schiefgedrückten" Baum über Jahre wieder begradigt haben. Aber das geht nur wenn man einen festen Ankerpunkt hat an dem das Stahlseil befestigt bleiben kann. die haben dann alle paar Wochen wieder nachgezogen und so nach ca. 2 Jahren war der Baum wieder gerade. Mit anderen Worten: Es ist sehr viel Mühe und Geduld erforderlich und die Frage ist ob sich das Ganze dann wirklich rentiert! Oder ob man entweder mit einem schiefen Baum "leben kann" oder man ihn vielleicht nicht doch lieber gleich fällen und einen neuen setzen sollte. Ich habe ca. 20 Walnussbäüme und irgendwie ist keiner so richtig gerade ich vermute mal das liegt an der Art. Meine Kirschen, Birnen Äpfel usw. sind fast alle gerade.
« Letzte Änderung: 12. Juni 2024, 16:54:07 von Tara2 »
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Dreizehn

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #5 am: 12. Juni 2024, 15:00:27 »

Zunächst Dank für eure Antworten.

Weil ich aus meinem Herzen keine Mördergrube machen will: ich hatte angenommen, dass ihr etwas konkreter auf meine Fragen eingegangen währt. Der Grund – ich stehe kurz vor meinem 80. Lebensjahr. Den geschädigten Baum kann ich zwar leicht beseitigen, objektiv vielleicht die beste Lösung, nur wird es mir eher nicht gelingen, in der mir wahrscheinlich verbleibenden Zeit entsprechenden Ersatz zu schaffen. Meine Hoffnung gründet sich deshalb auf den Neuaufbau einer Krone, auch wenn der „Ruine“ kein langes Leben mehr bevorstehen sollte. Und wenn’s die Weißfäule sein sollte – so ein Stammstück kann man mir gern ins letzte Möbel legen, das würde dann zusätzlich wärmen.

@Tara2: Greifzüge sind mir bekannt, auch, dass das Geradeziehen über Jahre gehen muss, weil sonst die Wurzeln weiter geschädigt werden könnten. Wie dargestellt, die Zeit habe ich leider nicht. Wenn Du die Bilder vergleichst, bemerkst Du vielleicht, dass ich den Baum etwas aufrechter gezogen habe (mit Erdanker, Zugdraht und Spanner), aus vorgenanntem Grund aber so belassen habe. Weil ich in  meinem Leben schon ein paar Kompromisse aushalten musste, werde ich auch einen „schrägen” Baum aushalten. Zur Formierung einer neuen Krone will ich den Astwuchs nach rechts forcieren, um den schrägen Baum in ein neues Gleichgewicht zu bringen. Ja, und rechtzeitig Äste herausnehmen, damit das „Oben” und „Unten” ein besseres Verhältnis bekommt.

Solltet ihr noch Tipps haben, würde ich mich freuen.
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555Nase

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #6 am: 12. Juni 2024, 16:38:53 »

In der Zeit einer neuen Kronenformung wäre auch ein neuer Baum herangewachsen. Man könnte ihn dann auch lebend auf das Möbel pflanzen und nicht abgesägt hineinlegen. :P
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

tomma

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #7 am: 12. Juni 2024, 16:49:54 »

Unter den geschilderten Voraussetzungen /-bedingungen würde ich versuchen, den Baum noch gerader zu ziehen und mit drei Pfählen und Spannseilen fixieren. So, wie es aussieht, ist der Zwiesel schon heraus, oder irre ich mich? Dann würde ich den verbliebenen Ast als Leitast behalten. Den rechten Ast würde ich bis zur Verzweigung einkürzen, um den Windwiderstand in den beiden nächsten Jahren gering zu halten. Manchmal gelingen auch unorthodoxe Maßnahmen gut. Ich würd's probieren.
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Tara2

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #8 am: 12. Juni 2024, 17:12:29 »

Also so "sehr schief" finde ich den Baum jetzt gar nicht. Und angesichts Deines Alters sehe ich jetzt auch keinen Grund warum der Baum die nächsten 20 Jahre so wie er ist nicht überstehen sollte! Den Zwiesel hast Du ja schon weggesägt und ich würde auch aufpassen, dass kein neuer entsteht. Wichtig ist, dass er auf tieferen/geneigteren Seite nicht zu viel Gewicht bekommt und er also nicht von der Erdanziehung noch mehr schief "gezogen" wird. Aber das hast Du ja wie es auf dem Foto zu sehen ist schon relativ gut und auch richtig gemacht!
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Brezel

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #9 am: 12. Juni 2024, 17:19:44 »

Unter den gegebenen Umständen finde ich den Baum jetzt auch gar nicht schlecht und würde in diesem Jahr nichts mehr schneiden.
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Dreizehn

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #10 am: 16. Juni 2024, 14:07:47 »

Guten Tag (etwas spät, ich war leider 2 Tage gesundh. außer Gefecht).

Also, ich habe nicht erwartet, dass meine Vorstellung, wie die „Rettung” des Baums aussehen könnte, hier ungeteilte Zustimmung erfährt – schließlich hatte ich um Rat gebeten und den von euch auch erhalten, vielen Dank.

@ tomma, Tara2 und Brezel: Ungeachtet dessen freue ich mich natürlich, dass ihr meine Vorstellung nicht abwegig findet. Für die von euch gegebenen Ratschläge danke ich besonders und werde sie befolgen, bis auf eine Ausnahme: die vielen Ausschläge aus Stamm und Ästen werde ich wahrscheinlich jetzt schon etwas auslichten, weil sonst alles zu dicht wird. Außerdem hoffe ich, dass es für den Baum leichter ist, die rindennahen Schnitte von noch nicht verholzten Austrieben zu heilen.
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Bergischer Apfel

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #11 am: 16. Juni 2024, 18:09:55 »

Ich glaube nicht das man den Baum so radikal hätte runderschneiden müssen, einkürzen hätte wohl auch gereicht.

Sterben wird er sicher nicht und wird wohl schneller und mehr Nüsse bringen als eine Neupflanzung, ich denke viel unterschätzen die Regenerationsfähigkeit solcher Bäume.

Ich persöhnlich würde ihn glaube ich noch ein Jahr wachsen lassen und dann vielleicht schneiden, wenn sehr unpassende Äste dabei sind.
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Dreizehn

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #12 am: 16. Juni 2024, 19:58:05 »

Doch. Was Du natürlich nicht wissen kannst: die Krone hatte sich über die Hecke und den dahinter verlaufenden Weg gelegt. Ich musste die Krone absägen, um den Weg wieder passierbar zu machen. Ein Schnitt direkt jenseits der Hecke, an ihre Hinterkante, hätte keinen Sinn gemacht – was sollten Äste, die dann noch auf der Hecke liegen. Deshalb habe ich mich für den Schnitt diesseits entschieden, mit entsprechenden Einkürzungen, auch, um den schrägen (Rest-)Baum zu entlasten.
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Aromasüß

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Re: Walnussbaum nach Sturmschaden
« Antwort #13 am: Heute um 17:54:34 »

Ein lehrreicher Thread-Faden. Vielen Dank!
Er wird mir in Erinnerung kommen, falls ich so einen plötzlichen Baum-Schiefstand erleben sollte.
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Rasen macht mich rasend (Karl Foerster)
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