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23. Juli 2024, 20:44:50
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Autor Thema: Scharka und Kioto  (Gelesen 3479 mal)

kittekat

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Scharka und Kioto
« am: 17. Juni 2024, 20:32:53 »

Hello,

wir sind hier ja schon länger scharkaverseucht - was man bisher an dem typischen Fleck am Marillenkern (Ungarische Beste) und an manchmal eingetrockneten, grauslich schmeckenden Hauszwetschgen festmachen konnte. (Der Eierpflaume hat s bislang nichts ausgemacht.)
Daher habe ich heuer Jojo auf die Zwetschgen draufveredelt. Und heute sehe ich dass ausgerechnet JoJo die typische Zeichnung auf den Blättern hat... so kreisrunde Flecken.... auf den Aprikosen(Marillen)/Zwetschgenblättern hatte ich das noch gar nicht gesehen. Also ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

Und dann ist da in der Nähe meine Kioto Aprikose über deren erste Früchte wir uns heuer freuen. Dürfte wirklich frosttoleranter sein als zB Ungarische Beste. Im Internet steht man sollte die nicht in scharkabelasteten Gebieten pflanzen. Hat jemand Erfahrung damit? Stirbt die Kioto wenn sie das Scharkavirus erwischt?

« Letzte Änderung: 17. Juni 2024, 20:34:39 von kittekat »
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thuja thujon

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #1 am: 18. Juni 2024, 13:10:08 »

Ich bezweifle das die Jojo scharkatypische Flecken auf den Blättern hat. Entweder es ist keine Jojo oder es ist keine Scharka.
Jojo lässt befallene Zellen absterben, es kann also keine Symptome geben.
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Wurmkönig

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #2 am: 18. Juni 2024, 20:05:53 »

Sieht schon nach Scharka aus. Ich hatte solche Flecken an Goldrich, die hatte es definitiv und an einer Fellenberg. Da waren aber nur die Blätter betroffen.
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kittekat

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #3 am: 18. Juni 2024, 21:09:10 »

Sieht schon nach Scharka aus. Ich hatte solche Flecken an Goldrich, die hatte es definitiv und an einer Fellenberg. Da waren aber nur die Blätter betroffen.

Hello, und konntest du die Früchte trotzdem essen? Meine Marillen und die Eierpflaumen schmecken trotzdem gut. die richtigen Zwetschgen eher nicht.
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555Nase

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #4 am: 19. Juni 2024, 00:53:12 »

Einige Apfelblätter sehen ähnlich aus, dürfte aber sicherlich kein Scharka sein.



Andere unbekannte Färbungen gibt es auch.



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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx

Wurmkönig

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #5 am: 19. Juni 2024, 09:04:45 »

An der Aprikose selbst hat man an den Blättern den Befall nicht gesehen, nur an der direkt daneben stehenden Fellenberg. Über die habe ich mir das damals in den Garten geholt.

Das Thema ist älter, siehe (weiß leider nicht, wie man hier verlinken kann):
link=topic=63373.msg3116667#msg3116667 date=1530552334
Ich gehe gleich nochmal nachschauen und mache Fotos. Auffgefallen sind mir aber nur die Früchte und die eingesunkenen Stellen auf den Kernen.

Essen konnte man die Früchte, einige Früchte waren auch gar nicht befallen. Die mit besonders vielen Ringen fand ich geschmacklich aber minderwertig.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2024, 09:06:22 von Wurmkönig »
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kittekat

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #6 am: 21. Juni 2024, 06:16:01 »

An der Aprikose selbst hat man an den Blättern den Befall nicht gesehen, nur an der direkt daneben stehenden Fellenberg. Über die habe ich mir das damals in den Garten geholt.


[/quote]

Leider konnte ich den Link nicht aufmachen.
Hast du die Bäume gefällt oder gelassen? Eigentlich sollte man Scharkabäume roden. Nur wäre das bei uns gar nicht möglich bzw wäre es sinnlos - die ganze Umgebung dürfte befallen sein. Inclusive uralter Marillen- und Zwetschgenbäume.
« Letzte Änderung: 21. Juni 2024, 06:23:50 von kittekat »
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Hackmann

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #7 am: 21. Juni 2024, 08:40:52 »

link:  —-> Scharka an Aprikose

Ich gehe mit  thuja thujon. Da passt etwas nicht mit Jojo und Scharka, außer es gäbe einen neuen aggressiveren Stamm des Plum Pox Virus oder einen Bruch der Resistenz. Wahrscheinlicher erscheint mir eine andere Ursache für das Blattbild (evtl. ein bakterieller oder pilzlicher Schaderreger ; Klärung im Labor?).
Da Du in einem Scharkagebiet bist, würde ich Jojo nur auf Dospina veredelt pflanzen.

Bei den Aprikosen gibt es auch scharkaresistente Sorten, ansonsten muss man damit leben und schauen, ob die Früchte scharkatolerant und damit genießbar sind.
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kittekat

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #8 am: 23. Juni 2024, 20:08:39 »

link:  —-> Scharka an Aprikose

Interessant ist, dass Jojo auf dem anderen Baum, der sicher auch Scharka hat, keine derartigen Blattveränderungen zeigt, während die Hauszwetschge dort ordentliche Symptome anzeigt. Eierpflaume nicht (ist ein 4-fach veredelter Baum mit Eierpflaume, Hauszwetschge, Jojo, grüne Ringlotte).

Vielleicht war das eine gar kein Jojo-Edelreis...? Naja..


Bei den Aprikosen gibt es auch scharkaresistente Sorten, ansonsten muss man damit leben und schauen, ob die Früchte scharkatolerant und damit genießbar sind.

Die meisten Marillen/Aprikosen dürften ja scharkatolerant sein. Meine "ungarischen Besten" haben zwar Ringel auf den Kernen aber sonst keine Symptome. Schmecken gut.

Meine kioto hatte ich schon gepflanzt als mir klar geworden ist dass wir Scharkagebiet sind. Heuer 3 Früchte drauf die schauen schön aus. Als nächstes möchte ich mir Koolgat zulegen, sollte tolerant sein. ESFY und Spätfröste haben wir hier auch also so einfach ist das mit den Marillen nicht...

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xenophanes

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #9 am: 02. Juli 2024, 14:56:53 »

Zitat
Da passt etwas nicht mit Jojo und Scharka, außer es gäbe einen neuen aggressiveren Stamm des Plum Pox Virus oder einen Bruch der Resistenz.
Leider hat es genau das in Baden-Württemberg schon gegeben: Link entfernt!1/10.3390/plants12081609
Man kann nur hoffen, dass alles rechtzeitig eliminiert wurde. Die Autoren empfehlen ferner nur noch resistent auf resistent bzw. nicht-resistent auf nicht-resistent zu veredeln, um dem Virus möglichst wenig Gelegenheit zur Selektion neuer Durchbruchsmutationen zu geben.

Trotzdem halte ich die anderen Erklärungen auch für wahrscheinlicher. (Es sei denn du wohnst in der Nähe von Herrenberg, dann sollten die Alarmglocken schrillen!
Bandmosaik (plum line pattern) könnte z.B. ähnliche Blattsymptome verursachen. (z.B. Link entfernt!1.Link entfernt!1/biosecurity/plant-diseases/shrub-and-tree-diseases/american-plum-line-pattern-virus)
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
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Hackmann

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #10 am: 04. Juli 2024, 09:50:00 »

Hallo xenophanes und willkommen im Forum. Als Neuling klappt es noch nicht mit den links, erst nach einer gewissen Anzahl von Beiträgen.

Hier findet sich die genannte Info, evtl. mit Übersetzungsmöglichkeit
https://www.mdpi.com/2223-7747/12/8/1609



« Letzte Änderung: 08. Juli 2024, 17:24:37 von Hackmann »
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xenophanes

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #11 am: 09. Juli 2024, 15:33:02 »

Hallo und Danke für die Link-Reparatur.

Zitat
Sollte da in Österreich eine neue Mutante des Sharkvirus in Jojo aufgetaucht sein. Das könnte man nur im Labor überprüfen. Wo gibt es solche Stellen, auch für Hobbyanbauer?
Für NRW, Niedersachsen die Landwirtschaftskammern, für Bayern  LfL, wo noch?
Auf der Seite vom Julius-Kühn-Institut gibt es eine Liste mit Ansprechpartnern für jedes deutsche Bundesland. (Diesmal lass ich es mit dem Verlinken.)
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Hackmann

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #12 am: 10. Juli 2024, 13:08:14 »

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kittekat

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #13 am: 10. Juli 2024, 22:02:20 »



Zitat
Sollte da in Österreich eine neue Mutante des Sharkvirus in Jojo aufgetaucht sein. Das könnte man nur im Labor überprüfen. Wo gibt es solche Stellen, auch für Hobbyanbauer?. (Diesmal lass ich es mit dem Verlinken.)

Ich werde das vorerst mal weiter beobachten.

Was würde eigentlich passieren wenn ich eine sharka-sensitive Sorten wie zB Kioto auf Jojo veredle - sozusagen Joao als Zwischenveredelung?
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555Nase

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Re: Scharka und Kioto
« Antwort #14 am: 11. Juli 2024, 00:27:34 »

Bei unbekannter Gesundheit eines Reises, wird dieses mit Sharka-Infizierung von der Jojo abgestoßen.
Eine Resistenzübertragung von der Jojo auf das Reis "vermute" ich nicht, sonst wären sicherlich schon andere auf die Idee gekommen. :P
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
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