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Autor Thema: Pilzrezepte  (Gelesen 13568 mal)

Luna

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #105 am: 19. September 2007, 22:27:20 »

Grob gesagt, es gibt keine giftigen Röhrlinge, eventuell noch in rohem Zustand. Ungenießbar - ja.

Was ist mit Satanspilz?

http://www.wien.gv.at/ma59/pilze/satanpil.htm

so auch andere.

Oder zählt erst Exitus als Giftbeweis?

auch der netzstielige Hexenröhrling (Boletus luridus) ist in der Verbindung mit Alkohol giftig
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Günther

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #106 am: 19. September 2007, 22:39:57 »

In Verbindung mit Alkohol ist auch der Tintling "giftig".

Und zum Satansröhrling, Boletus satanas:
"Dieser Pilz ist nicht giftiger als andere roh giftige Pilze auch, und das ist bei den meisten guten Speisepilzender Fall.
...
Gut durchgeschmort ist der Pilz nicht giftig. Vom Netzstieligen Hexenröhrling, der zu den gebräuchlichen Speisepilzen zählt, ist bekannt, daß er roh genauso giftig ist wie der Satansröhrling."

Rose Marie Dähncke
200 Pilze
Küchenpilze und ihre giftigen Doppelgänger
Bechtermünz
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Luna

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #107 am: 19. September 2007, 23:52:43 »

In Verbindung mit Alkohol ist auch der Tintling "giftig".

Und zum Satansröhrling, Boletus satanas:
"Dieser Pilz ist nicht giftiger als andere roh giftige Pilze auch, und das ist bei den meisten guten Speisepilzender Fall.


Ich kann diese Aussage so nicht stehen lassen, weil ich es nicht verantworten kann, dass sich ein User dadurch sicher fühlt und alle Röhrlinge kocht und isst und sich dadurch Schäden zu zieht

Wenn du diese Pilze sammelst und isst, ist das deine Sache, aber animiere hier nicht zu diesem zweifelhaften Genuss

Jeder Pilz ist essbar, aber einige nur einmal

Moderator Luna




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Susanne

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #108 am: 20. September 2007, 00:19:44 »


Ein Kochbuch, das 200 Pilze aufführt, würde ich nicht unbedingt als zuverlässige Quelle betrachten. Da gibt es sicher genauere Nachschlagwerke.

Ich habe mal ein bißchen geblättert:
Satanspilz - Gift Muskarin, schon in kleinen Mengen giftig; nach 30 Minuten, manchmal aber auch erst nach Stunden, stellen sich heftiges, anhaltendes Erbrechen und schwere Durchfälle ein. Therapie: Magenspülung, Kohle, Natriumsulfat, parenteral Salz- und Flüssigkeitsersatz. Bei Zeichen von Parasympaticus-Erregung Atropin.

Guten Appetit. ::)


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Günther

  • Gast
Re:Pilzrezepte
« Antwort #109 am: 20. September 2007, 00:23:11 »

Deine Privatmeinung in Ehren - ich hab für meine Ansicht beispielsweise eine Unterlage beigebracht. Und: Ich empfehle diesen Pilz nicht, ich hab nur darauf aufmerksam gemacht, daß er nicht unbedingt giftig sein muß.
Wenn z.B. Hallimasch empfohlen wird (gut, aber auch nicht für jeden verträglich), dann kann man mit den entsprechenden Hinweisen auch andere Pilze empfehlen.
Auf die Tintlinge hab ich schon verwiesen.
Sogar Fliegenpilze sollen genießbar sein, wobei da die Gelehrten noch streiten, der Nebenwirkungen halber muß man sowas aber nicht versuchen.
Wesentlich sind die EINDEUTIG giftigen Pilze, wie Rißpilz, Knollenblätterpilz, udgl. Die meisten anderen Giftpilze führen - gottseidank - "nur" zu kräftigem Bauchweh.
Unter den Röhrlingen ist jedenfalls kein tatsächlich eindeutig und unbedingt giftiger Pilz zu finden - zumindest bei uns.
Hysterie ist jedenfalls unangebracht, analog zu den Giftpflanzen im Garten.
Ich eß faktisch nur Pilze, die mir gut schmecken, nicht mit Krampf jeden, der nur halbwegs genießbar ist.
Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben....
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Luna

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #110 am: 20. September 2007, 00:36:27 »

Deine Privatmeinung in Ehren

bitte beachte die Signatur


Zitat
Hysterie ist jedenfalls unangebracht, analog zu den Giftpflanzen im Garten.

.. hab ich in meinem Posting nicht gefunden ;D

Zitat
Ich eß faktisch nur Pilze, die mir gut schmecken, nicht mit Krampf jeden, der nur halbwegs genießbar ist.

... ich auch, in meinem Körbchen sind nur Steinpilze und Pfifferlinge ;D

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Günther

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #111 am: 20. September 2007, 00:37:29 »


Satanspilz - Gift Muskarin, schon in kleinen Mengen giftig; nach 30 Minuten, manchmal aber auch erst nach Stunden, stellen sich heftiges, anhaltendes Erbrechen und schwere Durchfälle ein. Therapie: Magenspülung, Kohle, Natriumsulfat, parenteral Salz- und Flüssigkeitsersatz. Bei Zeichen von Parasympaticus-Erregung Atropin.




Was findet man in weniger antiken Unterlagen:

Satansröhrling – Boletus satanas, giftig, unbekannte Toxine

oder:

Satanspilz
Wirkungsweise:
Akute Reizung des Magen-Darm-Traktes (Toxin und genauer Wirkungs-mechanismus unbekannt)

 ::)

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Luna

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #112 am: 20. September 2007, 00:42:45 »



Satanspilz
Wirkungsweise:
Akute Reizung des Magen-Darm-Traktes (Toxin und genauer Wirkungs-mechanismus unbekannt)

 ::)



da wird dann wohl ein Latrinum wie im alten Rom fällig
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Susanne

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #113 am: 20. September 2007, 09:48:23 »

Was findet man in weniger antiken Unterlagen:

Satansröhrling – Boletus satanas, giftig, unbekannte Toxine

oder:

Satanspilz
Wirkungsweise:
Akute Reizung des Magen-Darm-Traktes (Toxin und genauer Wirkungs-mechanismus unbekannt)

 ::)



Du findest anscheinend nur das, was dir ins Konzept paßt... sieh doch mal hier und hier nach. Aktuell und mit reichlich Referenzmaterial.

Zwei Tage heftigen Brechdurchfall kann ich nicht verharmlosen, das zählt für mich als ernst zu nehmende Vergiftung.





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Günther

  • Gast
Re:Pilzrezepte
« Antwort #114 am: 20. September 2007, 10:19:34 »

Ein verdorbener Magen oder Montezumas Rache sind äquivalent.

Und: Überall wird darauf hingewiesen, daß der ROHE Pilz zu diesen Symptomen führt - hab ich schließlich auch gesagt.

In der "Gift"pilzdatenbank stehen, wenn man weiter schaut, auch beispielsweise:Hallimasch (Armillaria mellea) Latenz 1-4 Stunden eventuell auch bis 10 Stunden; Erbrechen, Durchfall und Darmkrämpfe,
Parasol (Macrolepiota procera), Butterpilz (Suillus luteus),
Maronenröhrling (Xerocomus badius) ...

Lauter teils sehr gern gegessene Speisepilze, eben mangelhaft zubereitet.

Das Muskarin ist wenigstens schon im Hades gelandet...

Übrigens, rohe Bohnen sind auch giftig 8) Ergo ...
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Gart

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #115 am: 20. September 2007, 10:42:42 »

Blausäure ist auch giftig, wird vom menschlichen Organismus in geringen Mengen aber gut vertragen bzw. durch die Leber ausgeschieden, ohne dass, wie etwa bei Alkohol, irrversible Leberschäden zurückblieben. Ausserdem verdampft es sehr gut. Gemahlene Aprikosenkerne können daher kurz erhitzt und bedenkenlos auch in grösserer Menge verwendet werden. Amaretti kann man so viele essen wie man will. Ist eben alles relativ. Wie haben Menschen doch immer wieder Mühe, Mythen differenzierter zu beruteilen.
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bristlecone

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #116 am: 20. September 2007, 10:46:52 »

 Die Giftigkeit des Satanspilzes ist - wie die einiger anderer Pilze auch - früher stark übertrieben worden. Eine heftige Magen-Darm-Reaktion mit Brechdurchfall wird bei einem gesunden Erwachsenen kaum lebensbedrohlich sein, eine ernste Vergiftung ist es allemal.
Mag sein, dass die Giftwirkung weniger heftig ausfällt oder verschwindet, wenn der Pilz genügend lange und genügend hoch erhitzt wird.
Als Speisepilz wird man ihn in jedem Fall nicht bezeichnen können.
Und vor der Sichtweise "Na, dann ist es ja nicht schlimm, wenn ich aus Versehen mal einen Satanspilz mit in der Pfanne habe", kann ich auch nur warnen.
Dazu kommt, dass der Pilz recht selten ist. Wer ihn findet und erkennt, sollte ihn allein schon aus dem Grund stehenlassen.

Für problematischer als den Satanspilz halte ich solche Pilze wie den Butterpilz, die als Speisepilze gelten, aber im Verdacht stehen, bei entsprechend empfindlichen Personen eine Art allergischer Reaktion auszulösen. Diese Unverträglichkeitsreaktionen treten nicht beim ersten Genuss des betreffenden Pilzes auf, sondern entwickeln sich mit der Zeit nach wiederholtem Verzehr. Sie können in (seltenen) schweren Fällen zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen und lebensbedrohlich sein.

 


 
 
« Letzte Änderung: 20. September 2007, 10:47:42 von bristlecone »
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bristlecone

  • Gast
Re:Pilzrezepte
« Antwort #117 am: 20. September 2007, 10:52:04 »

In Verbindung mit Alkohol ist auch der Tintling "giftig".

Um es zu präzisieren: Der Schopftintling ist mit und ohne Alkohol ein guter Speisepilz.

Der Faltentintling nur ohne: Er enthält eine Substanz, die den weiteren Abbau des Alkohols auf der Stufe des Acetaldehyds hemmt und daher bei zeitnah und Stunden nach dem Pilzverzehr erfolgenden Alkoholgenuss zu einem bombastischen Kater führt.
« Letzte Änderung: 20. September 2007, 10:52:25 von bristlecone »
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Irisfool

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #118 am: 20. September 2007, 10:53:00 »

Ich kann mich Luna nur anschliessen. Keine Experimente und schon garnicht in einem öffentlichen Forum, denn da könnten Jugendliche sehr wohl damit experimentieren und das will wohl Niemand auf dem Gewissen haben. Es sterben noch jährlich Leute an einer Pilzvergiftung und was für Erwachsenen grad noch "nur"Durchfall ist, kann für ein Kind schlimme Folgen haben...... Also Leute wenn ihr euch nicht sicher seid, lasst es stehen! Man muss nicht unbedingt immer alles tun , was eventuell möglich ist. ( Meine ganz private Meinung! ;)) LG Irisfool
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Susanne

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Re:Pilzrezepte
« Antwort #119 am: 20. September 2007, 10:56:53 »


Ein Spezialist mag sich dafür interessieren, ob nun Muskarin oder Muscarin oder nicht Muscarin - der normale Pilzsammler denkt wohl eher in den Kategorien giftig, ungenießbar, eßbar.

Nach dieser Seite enthält Boletus satanas "Muscarin in erheblicher Menge; ein chemisch unerforschtes Kapillargift und ein Krampfgift."
Mich würde auch ein chemisch unerforschtes Kapillargift genügend abschrecken, zumal es mich an die Historie des Kahlen Kremplings erinnert, dessen tückische Spätwirkung erst vor wenigen Jahren entlarvt wurde.







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