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|19|4|Wenn im April die Maikaefer fliegen, bleiben die meisten im Schmutze liegen

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Autor Thema: Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand  (Gelesen 9596 mal)

Nicole.

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Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« am: 20. August 2005, 10:58:29 »

Hallo zusammen,

alles in allem bin ich trotz der bisher ziemlich schlechten Ernte zufrieden mit meiner ersten Tomatenanzucht aus Samen. Die Pflanzen tragen reichlich, sind gut gewachsen, stark und kräftig sowie von einer schönen grünen Farbe. Die schwer mit Früchten beladenen Rispen brechen nicht vom Stamm, da auch sie sehr kräftige Stengel haben.
Ich habe für meine eigenen "Forschungszwecke" ;D regelmäßig Aufzeichnungen über Keimung, Wachstum, Fruchtbildung, Zustand usw. gemacht, ebenso wurden die Pflanzen seit April alle 10-14 Tage aus denselben Perspektiven fotografiert - ich habe inzwischen weit über 800 Bilder auf dem PC...alle schön beschriftet und sortiert. Das Auswerten und Zusammenfassen meiner Berichte werde ich im Herbst anfangen...ich freu' mich schon drauf! :D

Von meinen insg. 70 Tomatenpflanzen haben bisher 20 leichte Braunfäule-Symptome. Unter "leicht" verstehe ich, dass ich ca. alle 2 Tage ein paar einzelne Blätter entfernen muss, die kleine Flecken haben. Stängel oder Früchte sind bisher nicht erkrankt.
Andere Krankheiten kann ich bei meinen Pflanzen nicht feststellen. Nur "Corianne" hatte zwischenzeitlich die Blütenendfäule, die aber durch die Gabe von URgesteinsmehl ;D ;) behoben werden konnte.

Die Pflanzen, die ich an Eltern, Freunde und Bekannte abgegeben habe (insges. ca.130 Pfl.), hat es Braunfäule-technisch schlimmer erwischt: die Freilandpflanzen meiner Eltern und Großeltern sind alle komplett hinüber; die GW-Pflanzen bei ihnen sind noch gesund.
Die Tomaten bei meiner Freundin sind auch alle mittel bis schwer erkrankt - sie stehen überdacht.
Die meiner Arbeitskollegen und Bekannten sind entweder total hinüber oder kurz davor.

Für mich steht fest, dass es nur an meiner intensiven Pflege gelegen haben kann, dass meine Pflanzen die gesündesten von allen sind.
Man kann nachlesen, dass von Anfang an und regelmäßig verabreichte Pflanzbrühen (spez. Ackerschachtelhalmbrühe) der Braunfäule vorbeugen soll. Meine Pflanzen bekommen seit April 1-2x wöchentl. Ackerschachtelhalmbrühen mit Brennesseln und div. Kräutern (Ringelblumenblüten, Basilikum, Kamille, alles zu dem Zweck selbst gezogen). Anfang der Woche habe ich eine 3-Tage-Kur mit Brühen gemacht, da das das Fortschreiten der Fäule ein wenig verzögern soll.

Wir hatten hier fast 4 Wochen lang Dauerregen mit herbstlichen Temperaturen von teilweise 12°-18° tagsüber - ideal für unseren Lieblingspilz! :P
Ich bin davon überzeugt, dass ich nicht eine erkrankte Pflanze hätte, wenn das Wetter auch nur etwas besser gewesen wäre...aber was soll's, liegt halt nicht in unserer Macht ::)
Seit Anfang der Woche ist's hier endlich wieder etwas sonniger und wärmer, so dass ich schon einige Tomaten ernten konnte. Ich hoffe, das hält noch länger an, drückt die Daumen... :)

Liebe Grüße
Nicole
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brennnessel

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #1 am: 20. August 2005, 15:03:43 »

Hallo Nicole, danke dir sehr für diesen aufschlussreichen Bericht, aus dem man ganz klar ersehen kann, dass optimal gehaltene Pflanzen viel Widerstand leisten können!
 Ich bin auch der Überzeugung, dass das mit einem gesunden Bodenleben eng zusammenhängt, das du mit der regelmäßigen Heilkräuterbrühe so toll gefördert hast!
LG Lisl
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frida

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #2 am: 21. August 2005, 22:05:29 »

Das ist ja interessant zu lesen... meine Tomaten stehen auch im Freien, ich habe sie auch mit Brühen verwöhnt, hauptsächlich Brennesseljauche... außer ein paar Blättern, die etwas gelblich gesprenkelt sind (ich weiß nicht mal, ob das Bräune ist, hat jemand von Euch mal ein Bild mit Bräune-befallenen Blättern?) ist alles gesund (und noch grün :-\D ). Und daß, obwohl wir hier oben in Norddeutschland 5 Wochen lang Temperaturen zwischen 15-20 Grad und viel Niederschlag hatten - deshalb sind sie ja noch grün.
Gruß, Frida
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Wirle Wupp

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #3 am: 22. August 2005, 15:16:16 »

Hallo Nicole, ich bin auch schon gespannt auf Deine Auswertung und hoffe im Herst mehr darüber zu lesen. Ich habe auch ein kleines privates Forschungsprojekt am laufen. Die Fragestellung lautet, ob Freiland- oder Kübelkultur (an meinem Standort) besser ist :D
Da meine Freilandbewohner auch noch recht gesund sind, und die Kübelbewohner halt durch das Gießen mehr Arbeit machen und Gießen im Freiland dieses Jahr nicht wirklich erforderlich war, steht es 1:0 fürs Freiland. Aber am Schluß wird abgerechnet. ;D ;D ;D
Ich habe von 2 Sorten (Moneymaker und Blondköpfchen) jeweils 2 im Freiland und eine im Kübel, anhand von denen werde ich vergleichen.
Ich habe nicht so viel Datenmaterial oder Bilder wie Du, war am Überlegen, ob ich die Ernte jeweils wiegen soll, um meinen Eindruck objektiv untermauern zu können. Aber bislang zähle ich nur die Stück. Leider kann ich meine Ernte noch an den Fingern einer Hand abzählen ;)
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brennnessel

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #4 am: 22. August 2005, 17:58:32 »

Und wo hattest du die ersten reifen Früchte dran, Wirle Wupp?
Bei mir war das an den Kübeltomaten, aber die bekamen mehr Sonne ab als die im Gewächshaus.
LG Lisl
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Wirle Wupp

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #5 am: 22. August 2005, 19:37:06 »

Da steht es unentschieden. Das erste Blondköpfchen war an der Kübelpflanze und der erste Money Maker war im Freiland ;)

Aber ich habe an beiden Plätzen viel Sonne. Die Kübelpflanzen stehen unter einem Dachvorstand, die im Freiland haben sie sogar etwas früher Sonne.
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Feder

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #6 am: 09. September 2005, 15:44:15 »

Coctailtomaten hatte ich in den letzten Jahren immer, aber heuer hatte ich zum ersten mal auch grössere Tomaten und ganz unterschiedliche Sorten.
Gesät habe ich Ende März, Knospen gab es an allen Pflanzen Mitte April, ausgepflanzt wurden die Tomaten Ende April in ein Folienhaus. Die erste Farbe zeigte sich Ende Mai. Ab diesem Zeitpunkt standen die Pflanzen nur noch unter einem Dach, bei schrägem Regen wurden sie nass. Ab Mitte Juli hatte ich reife Früchte an allen Pflanzen, einzig die Reisetomate war ein bisschen später, aber sie ist auch verzögert gekeimt.
Meine Tomaten bekamen beim Pflanzen etwas Kompost, Hühnermistkompost und Urgesteinsmehl. Danach dann öfter Brennnesseljauche und einmal auch Schachtelhalmjauche.
Laufend ca. einmal wöchentlich bekommen sie EMa, 20 ml auf 15l Giesswasser. Beim Pflanzen bekamen sie einen halben Teelöffel EMX-Pulver pro Staude.
Die Pflanzen sind gesund, haben teilweise einige eingerollte Blätter und tragen fleissig. Auf diese Art macht mir Tomatenkultur wirklich Spass, und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
Heute sehen meine Tomaten so aus:
« Letzte Änderung: 09. September 2005, 17:32:19 von Feder »
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  Pat Parelli

Huschdegutzje

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #7 am: 09. September 2005, 16:04:16 »

@ Feder

dumme frage, aber was sind "EMa und EMX" ?

danke Karin
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Feder

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #8 am: 09. September 2005, 17:39:25 »

Hallo Karin
Die Frage ist nicht dumm. EM ist noch nicht sehr bekannt. Es ist eine Mischung aus Mikroorganismen. Hier kannst du darüber lesen: http://www.em-effektive-mikroorganismen.de/index.htm
Ich experimentiere seit 2 Jahren damit, und die Tomaten scheinen es besonders zu lieben.
Die Wirkungen von EM werden so beschrieben:
"Es fördert Keimen, Blühen, Fruchten und Reifen der Pflanzen.
Es verbessert die Bodenbeschaffenheit in physikalischer, chemischer und biologischer Hinsicht und unterdrückt die bodeneigenen Krankheiten und Schädlinge.
Die Fähigkeit zur Photosynthese von Erntepflanzen wird erhöht.
Es gewährleistet bessere Keimfähigkeit und Kräftigung der Pflanze.
Es steigert die Düngungswirkung von organischem Material."
Angeblich sollen sogar leichte Minusgrade damit vertragen werden. Diesbezüglich bin ich schon sehr gespannt, ob das stimmt.
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  Pat Parelli

Nicole.

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #9 am: 10. September 2005, 18:27:11 »

Hallo Maria,

sehr interessant, Dein Bericht - besonders auch in Bezug auf Deine EM-Erfahrungen in der Tomatenzucht. Ich werde es im nächsten Jahr auch mal damit probieren... ;)
Vielleicht mache ich eine meiner heißgeliebten "Privatstudien" ;D und behandle nur die Häfte der Pflanzen damit - dann müsste man ja auch die Unterschiede erkennen können. Ich habe mir vorgenommen, mind. 200 Pflanzen anzubauen! :o

Deine Pflanzen sehen echt superklasse und gesund aus! :D

Hier mal ein Foto (04.09.2005) eines Teils meines Anbaus:


Liebe Grüße und toi toi toi auch weiterhin!!!
Nicole






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brennnessel

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #10 am: 10. September 2005, 21:28:35 »

Ich habe mir vorgenommen, mind. 200 Pflanzen anzubauen! :o
sei nicht so wahnsinnig, Nicole :o ;D ! Ich hatte heuer erstmals 100 sorten a´meist 1 pflanze..... nie wieder! schwör ich mir selber :P ! denk einmal dran, wenn die dann zu entgeizen und aufzubinden sind... ::) ! da kannst zweitweise täglich stunden damit verbringen..... ;)
lg lisl
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Nina

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #11 am: 11. September 2005, 18:07:28 »

Ja Nicole, das würde ich mir wirklich überlegen. :P Da bist Du ja ewig mit beschäftigt.
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Nicole.

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #12 am: 12. September 2005, 09:36:08 »

 ;D Doch, doch, das mach' ich! Was soll ich denn sonst mit dem zukünftigen Riesengarten? Okay, im Moment schwanke ich etwas, vielleicht werden's auch "nur" 150, aber die werden's bestimmt. Heuer hab ich ja 70 und das Doppelte davon kann ich schaffen (muss ja auch noch nebenbei arbeiten - Vollzeit).... Ich liebe es, stundenlang zu entgeizen, hochzubinden etc. Im Ernst!!! Dabei kann ich richtig gut entspannen.
Ausserdem plane ich, die Tomaten mit einer ebenso verrückten Freundin auf dem Wochenmarkt zu verkaufen. Sowohl als Jungpflanzen (allein deshalb müssen es schon mind. 200 sein) als auch die Tomaten selbst. Meine Freundin lebt ja mit einem Staudengärtner zusammen - der hat eine megagroße Gärtnerei mit kilometerlangen Feldern und Treibhäusern. Wir haben es nun geschafft, ihn davon zu überzeugen, dass wir auch dort unbedingt unsere "Bio" :D -Tomaten züchten müssen. Bzw. sie, ich hab dann ja selbst Platz genug....ich freu' mich schon so, kann's gar nicht erwarten!!!

Hier ein weiterer Tomatenteller (Ernte vom Samstag):


Dabei sind folgende Sorten: Olirose, Goldene Königin, Oranges Ochsenherz, Schwarzer Prinz, Himbeerrose, Gartenperle, Balconi Yellow, Tigerella, Maranello, Vitella, Phantasia, Sweet Million.

Liebe Grüße
Nicole
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Mariella

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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #13 am: 12. September 2005, 09:57:28 »

ach nicole, ich beneide dich!!!
ich hätte auch so gern eine freundin wie deine ... meine wundern sich über meine tomatenleidenschaft, und staudengärtner als freunde haben sie auch nicht :'(, auf alle fälle verstehe ich deine art zu entspannen, ich finde es gibt nichts schöneres.

im nächsten leben werde ich tomatenzüchterin ;D

lg,
mariella
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Re:Erste eigene Tomatenanzucht - ein Zwischenstand
« Antwort #14 am: 12. September 2005, 10:09:19 »

im nächsten leben werde ich tomatenzüchterin ;D

Du, ohne Quatsch, ich hab noch so 'ne Tomatenzuchtwahnsinnige zur Freundin - nur wohnt diese z.Zt. noch in Taunusstein in einer Oberwohnung mit Balkon. Was sie aber nicht davon abhält, sich diesen Balkon voll mit Kräutern und Tomaten zu stellen. Da passt dann kein Stuhl mehr drauf...und als wir gestern telefonierten, da sagte sie, wenn sie im Lotto gewänne, dann würden wir beide eine Gärtnerei eröffnen. Kräuter- und Tomatenanbau rund um die Uhr! ;D
Das wäre ein Traum...und dann haben wir einen Pakt geschlossen: wenn eine von uns gewinnt, geht's los! Jetzt fehlt nur noch der entsprechende Millionengewinn... ;D
Nun ja, was wäre der Mensch ohne seine Träume? ::)

Liebe Grüße
Nicole
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