Schlehenmarmelade ist was Feines für Puristen oder auch für Linzer Torte. Die Früchte sollen aber einmal Frost abbekommen haben, damit die Bitterstoffe abgebaut werden. Am Besten ist es, die Früchte erst ca. zwei Wochen nach dem ersten Frost zu ernten. Ersatzweises Einfrieren hilft nicht viel. Mit wenig Wasser aufsetzen, weichkochen und durch ein Sieb streichen. Das Mus mit Gelierzucker weiterverarbeiten. Wir nehmen immer 2:1, bei Schlehen ist es evtl. besser, normalen Gelierzucker zu nehmen, sie sind doch ziemlich sauer. Ist aber Geschmackssache.
Hier ist ein Rezept für Schlehen - Quitten - Gelee:
Schlehen-Quitten-Gelee
1 kg Schlehen
600 g Quitten; geschaelt und
-- entkernt
2 Zitronen; Saft und
-- abgeriebene Schale
1 Vanillestange
5 Gewuerznelken
7 dl Wasser
900 g Gelierzucker
- Nach: Oskar Marti, Ein
-- Poet am Herd, Herbst in
-- der Kueche, Hallwag, 1994
-- ISBN 3-444-10433-2
Die Schlehen in eine tiefe Schuessel geben und mit Wasser bedeckt
ueber Nacht an der Kuehle stehenlassen. Am naechsten Tag abgiessen
und zusammen mit den in Achtel geschnittenen Quitten, der
Zitronenschale, dem Zitronensaft, den Gewuerzen und dem Wasser bei
mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und
noch eine Stunde schwach kochen lassen. Gelegentlich umruehren.
Die Masse in ein sauberes Nesseltuch geben und ueber Nacht
durchtropfen lassen (nicht auspressen). Am naechsten Tag den Saft mit
dem Zucker mischen, langsam aufkochen und aufruehren. Drei bis vier
Minuten koecheln lassen. In vorgewaermte Glaeser fuellen und sofort
verschliessen.
Dieser Gelee eignet sich bestens zur Verarbeitung in Suessspeisen wie
Mousse, Torten, Speiseeis.