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Autor Thema: Wildobst verarbeiten  (Gelesen 37834 mal)

brennnessel

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Wildobst verarbeiten
« am: 26. August 2005, 20:54:10 »

Mit dem herannahenden Herbst kommt auch wieder die Erntezeit so mancher köstlicher Wildfrüchte. Welche verwendet ihr denn so?
Ich kam unlängst unverhofft an ein Schüsselchen
Kornelkirschen - Cornus mas - bei uns Dirndlfrüchte genannt.
Daraus bereitete ich ein kleines Gläschen Gelee, indem ich die Beeren knapp mit Wasser bedeckte und weich kochte, absiebte undeinige Minuten mit Gelierzucker aufkochte.
Es schmeckt fein und hat eine wunderschöne hellrote Farbe.
LG Lisl
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Günther

  • Gast
Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #1 am: 26. August 2005, 21:06:37 »

Ich hoffe, Du hast sie vorher entkernt ;D
Wildobst ist gut, macht halt leider meist viiiel Arbeit.
Kornelkirschen sind vollreif vorzüglich, leider finden das die Vögel meist schon vorher.
Holler kann man auch wild ernten, Berberitzen, Kriecherln, eigentlich gehören Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren zum Wildobst.
Kenn ich fast nur mehr aus früheren Zeiten...
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brennnessel

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #2 am: 26. August 2005, 21:12:34 »

Zitat
Ich hoffe, Du hast sie vorher entkernt
Nein, warum denn? Hab ja Gelee gemacht .... ::)
Vollreif waren die auch noch nicht. Ich fand sie im Wald, wo Golfplatzleute frisch geschnittenes Strauchwerk abgeladen hatten, den Dirndlast zu oberst ;D !
Für Gelee ist eh noch nichtganz vollreifes Obst meist besser, weil es leichter geliert.
LG Lisl
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Günther

  • Gast
Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #3 am: 26. August 2005, 21:16:03 »

Unreif sind sie nicht nur sauer, sondern meist auch (zu) herb.
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brennnessel

  • Gast
Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #4 am: 26. August 2005, 21:29:20 »

Wird schon gepasst haben, das Gelee schmeckt :P ::) !
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oile

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #5 am: 26. August 2005, 21:53:58 »

Ganz wunderbar finde ich die Beeren der ebereschen. Es gibt nur dieses Jahr keine :(. Aber daraus kann man ein leckeres feinherbes Gelee machen.
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Ich habe Besseres zu tun!

Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

brennnessel

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #6 am: 26. August 2005, 22:05:12 »

Oile, kann man da die wilden nehmen oder muss das eine bitterfreie züchtung sein?
lg lisl
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bernhard

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #7 am: 26. August 2005, 23:30:51 »

ich habe die 'edulis', aber heuer leider nur eine dolde! die kann ich getrost den vögeln lassen. aber vielleicht im nächsten jahr.

nebenan stehen in nachbarsgarten zwei "wilde", auf und auf voll mit roten früchten. wenn man die auch nehmen könnte ... :P
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Konstruktiven Gruß,
Bernhard

Günther

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #8 am: 26. August 2005, 23:32:29 »

Kannst Du auch versuchen, sind halt meist viiiel herber (Gerbstoffe)...
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Equisetum

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #9 am: 27. August 2005, 00:45:34 »

Schlehenmarmelade ist was Feines für Puristen oder auch für Linzer Torte. Die Früchte sollen aber einmal Frost abbekommen haben, damit die Bitterstoffe abgebaut werden. Am Besten ist es, die Früchte erst ca. zwei Wochen nach dem ersten Frost zu ernten. Ersatzweises Einfrieren hilft nicht viel. Mit wenig Wasser aufsetzen, weichkochen und durch ein Sieb streichen. Das Mus mit Gelierzucker weiterverarbeiten. Wir nehmen immer 2:1, bei Schlehen ist es evtl. besser, normalen Gelierzucker zu nehmen, sie sind doch ziemlich sauer. Ist aber Geschmackssache.
Hier ist ein Rezept für Schlehen - Quitten - Gelee:
Schlehen-Quitten-Gelee
1 kg Schlehen
600 g Quitten; geschaelt und
-- entkernt
2 Zitronen; Saft und
-- abgeriebene Schale
1 Vanillestange
5 Gewuerznelken
7 dl Wasser
900 g Gelierzucker
- Nach: Oskar Marti, Ein
-- Poet am Herd, Herbst in
-- der Kueche, Hallwag, 1994
-- ISBN 3-444-10433-2
Die Schlehen in eine tiefe Schuessel geben und mit Wasser bedeckt
ueber Nacht an der Kuehle stehenlassen. Am naechsten Tag abgiessen
und zusammen mit den in Achtel geschnittenen Quitten, der
Zitronenschale, dem Zitronensaft, den Gewuerzen und dem Wasser bei
mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und
noch eine Stunde schwach kochen lassen. Gelegentlich umruehren.
Die Masse in ein sauberes Nesseltuch geben und ueber Nacht
durchtropfen lassen (nicht auspressen). Am naechsten Tag den Saft mit
dem Zucker mischen, langsam aufkochen und aufruehren. Drei bis vier
Minuten koecheln lassen. In vorgewaermte Glaeser fuellen und sofort
verschliessen.
Dieser Gelee eignet sich bestens zur Verarbeitung in Suessspeisen wie
Mousse, Torten, Speiseeis.


« Letzte Änderung: 27. August 2005, 00:48:26 von Equisetum »
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Equisetum

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #10 am: 27. August 2005, 00:47:57 »

Die Beeren der normalen Ebereschen sind zu bitter zum essen :P. Es gibt nur eine Sorte ohne Bitterstoffe und das ist wohl die von Bernhard erwähnte "edulis".
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Es lebe der Wandel

Tilia

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #11 am: 27. August 2005, 00:54:00 »

Mir sagte neulich eine Frau, dass man die Beeren der normalen Eberesche nur einmal einfrieren muß, um den bitteren Geschmack loszuwerden. Stimmt das?
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Re-Mark

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #12 am: 27. August 2005, 03:20:58 »

Die Beeren der normalen Ebereschen sind zu bitter zum essen :P. Es gibt nur eine Sorte ohne Bitterstoffe und das ist wohl die von Bernhard erwähnte "edulis".

Na, also soweit ich weiß gibt es mindestens zwei: 'Konzentra' und 'Rosina'. Edulis ist glaube ich nur ein Oberbegriff für bitterstoffarme Sorten.

Mit dem Einfrieren weiß ich auch nicht. Es würde ja irgendwie naheliegen, da es ja recht viele Wildfrüchte gibt, von denen man sagt, daß sie erst nach dem Frost genießbar werden (Schlehen, Mispeln,...). Ich weiß aber nicht, ob der Mechanismus, der sie genießbar macht, bei allen gleich ist.

Mir haben ja letztes Jahr die Elsbeeren recht gut geschmeckt, die ich im BoGa gekostet habe. Aber richtig ernten kann man da natürlich nicht. Wenn ich einen Baum fände, von dem ich einen Eimer voll ernten könnte, das wär schon was!
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max.

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #13 am: 27. August 2005, 09:51:09 »

@berhard

Zitat
nebenan stehen in nachbarsgarten zwei "wilde", auf und auf voll mit roten früchten. wenn man die auch nehmen könnte .

die früchte wurden früher im frankfurter raum zur haltbarmachung und aromatisierung des apfelweins benutzt (der nicht geschwefelt wird). inzwischen weiß ich nur noch von einer kelterei, die das macht.
gruß
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oile

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Re:Wildobst verarbeiten
« Antwort #14 am: 27. August 2005, 09:54:43 »

Ich habe die Beeren von wildwachsenden Stäuchern geerntet. Essen würde ich sie auch nicht, sie sind auf diese Art wirklich nur als "Begleitobst" zu verwenden.

Ich muss das Rezept mal raussuchen, ich glaube es war mit Apfelsaft. Wie gesagt, dieses Gelee war nicht wirklich lieblich, aber ich fand es ganz lecker!

LG
oile
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Ich habe Besseres zu tun!

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