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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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01. Juli 2021, 08:25:18
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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)

Neuigkeiten:

|28|10|Soviele Gehege wie ich für die Männer brauche, kann ich bald nicht mehr im Garten unter bringen. (Zitat aus einem Fachthread)

Titel Wilde Wiesen
Seiten: [1] 2   nach unten

Autor Thema: Satire  (Gelesen 2511 mal)

Tolmiea

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Satire
« am: 29. August 2005, 13:20:54 »

Welche Tiere und warum das Himmelreich erlangen können

(Auszug) Henscheid

„Theoretisch ohne weiteres das Paradies (Himmelreich) erlangen könnte u.E. die häufig übersehene und verachtete Meerechse Amblyhynchus auf Galapagos, welche sich ja auch ausschließlich von Wasser und Unterwasseralgen ernährt und insofern keinen Vorwurf verdient. Auch wenn sie dabei die gesetzlich vorgeschriebenen Fast-und Abstinenztage nicht immer einhält. Desgleichen könnnten erhört werden die Meerotter Enhydra sowie die Qualle – menschenfressende und überhaupt fressende Pflanzen dagegen können nicht hoffen, irgendwo muß ja nun wirklich eine Grenze (Limit) sein.

Unter den Meeresbewohnern hinwiederum möge das Walroß wie Wal und Roß separat auch schon deshalb Berücksichtigung und Begnadigung finden, um wie bronzene Löwen zur Linken und zur Rechten Gottes zu sitzen; während die wie die deutsche Nationalmannschaft schwarzgemusterten Sattelschweine im Himmel gut als Ministranten fungieren können. Allein, vive la petite différence: Das gleichfalls schwarzweißgestreifte Zebra darf wegen – mitnichten eine quantité négligeable – seiner allzu sehr dem manichäischem Schwarzweißdenken verhafteten Streifung gerade nicht. Oder eben erst nach, haha, längerer Abwaschung im Fegefeuer oder jedenfalls im Refrigerium, in Abrahams Schoß. Honni soit qui mal y pense.

Überdenken füglich möge Gott noch einmal die definite Berücksichtigung der Wale, deren gar zu « gewaltige Erektion « (ZDF, 26.2.95) im Zuge der generell fast abnormen sexuellen Schlagkraft insbesondere der Schwertwale alles bisher Dagewesene in den Schlagschatten stellt - «Vorgänge dieser Art « (Generalvikar Eugen Kleindienst, Augsburg) können nun mal kein Beispiel sein.“

S. 231 aus « Da: Das Meer! «, Das maritime Euvre der Neuen Frankfurter Schule

F.W. Bernstein, Bernd Eiler, Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, Peter Knorr, Chlodwig Poth, Hans Traxler, F.K.Waechter, Klaus Cäsar Zehrer (Hrsg.) aus dem marebuchverlag

Meine Buchempfehlung.

Vielleicht mögt ihr es entsprechend verlinken.
Eine Rezension ist eh unnötig, die Namen sprechen für sich. Hoffentlich erscheint mal "Da: Der Garten", um abgehobene Gärtner wieder auf Grund und Boden zurückzubringen.
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Eva

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Re:Satire
« Antwort #1 am: 29. August 2005, 15:59:29 »

 :D

Schönen Dank für die Rezension!
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Fuchs

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Re:Satire
« Antwort #2 am: 29. August 2005, 23:00:11 »

Erzähl mal bitte, wie du an diese Buch gekommen bist :D. Da bin ich echt neugierig. LG Fuchs
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Tolmiea

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Re:Satire
« Antwort #3 am: 30. August 2005, 00:30:42 »

Bitte Eva, gern geschehen ;D

Fuchs, das war ein liebes Geschenk, von jemand der weiß was ich liebe....... :)

Die einzelnen Auszeichnungen ist ja eh beträchtlich, aber 2003 wurden Gernhardt, Henscheid, Traxler und Waechter gemeinsam als Vertreter der "Neuen Frankfurter Schule" übrigens mit dem Binding-Kulturpreis für ihr satirisches Lebenswerk geehrt......

liegrü g.g.g.
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Thomas

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Re:Satire
« Antwort #4 am: 30. August 2005, 01:22:38 »

Danke, Tolmiea, für den Tipp!

Ist wirklich klasse, hier der Amazon-Link mit Garten-pur Unterstützungseffekt. Preiswert ist es auch!

Satirische, aber liebe Grüße
Thomas
« Letzte Änderung: 30. August 2005, 01:22:56 von Thomas »
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Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.

Fuchs

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Re:Satire
« Antwort #5 am: 30. August 2005, 07:22:18 »

Das Buch werde ich mir auch zulegen. Einfach so . Ich liebe diese rabenschwarze, hirnverwundene Gedankengänge.
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Tolmiea

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Bildung und Wissenschaft, Kern & Kraft Werke Gmbh
« Antwort #6 am: 31. August 2005, 15:09:22 »

Aus aktuellem Anlass..........

Bildung und Wissenschaft
Kern & Kraft Werke Gmbh
Das Energieverbundspiel in 5 Akten, 1. Akt.


HERR KERN: Also, gestatten, mein Name ist Kern, Energie-Public-Rlation-Relation GmbH, und hier meine Mitarbeiterin, Fräulein Kraft, Abteilung Future und Prognostik....
FRL. KRAFT: .....m.b.H.....
HERR KERN: Des sowieso. Also, fang mir an, Fräun Kraft.

FRL. KRAFT: Gut, also welche Zukunft wollen Sie?
KUNDE: Wieso, welche Zukunft?

FRL. KRAFT: Ja, haben sie sich was Bestimmtes vorgestellt? Mir ham Ihnen doch einen Katalog dagelassen. Wollen Sie >Kraftvoll in die Zukunft< oder wollen Sie >In Europa gehen die Lichter aus<, oder wollen Sie >Eine Hand wäscht die andere< oder >Vergangenheit hat Zukunft< - alles erprobte Szenarien, was wolln sie jetzt?

HERR KERN: Ich glaub, der woaß net, was a Szenario is.
FRL. KRAFT: Wissen Sie, was ein Szenario is?
HERR KERN: Fräun Kraft, erklärn S´es eahm....

FRL. KRAFT: Ein Szenario ist ein Drehbuch. Also fürn Film oder fürs Theater oder für die Energiewirtschaft.

KUNDE: Interessant, Wer schreibt diese Drehbücher?
FRL. KRAFT: Ja, Dichter, Lyriker. Bei uns von der Energiewirtschaft sind die Lyriker mehr Lobbyisten und Professoren, die sich die Drehbücher ausdenken.

KUNDE: Für die Stromlobby....
HERR KERN: Ja, für wen denn sonst?!
FRL. KRAFT: Ja, für wen denn sonst?!

KUNDE: Glauben Sie der Stromabnehmer hat was davon?

Herr Kern und Fräulein Kraft brechen in allgemeine Heiterkeit aus. ........................................................................................................................................

....................................................................und ich in ganz persönlichen Galgenhumor, seh und hör das göttliche Duo Poldt und Schneeberger, beim Tippen buchstäblich vor mir.... ;D


weiterzulesen auf Seite 249 in Circus Maximus „Das Gesammelte Werk“ Kein & Aber AG, Zürich, vom unvergleichlichen Gerhard Polt.

Im vorliegenden Buch wurde erstmals sein gesamtes Lebenswerk, darunter zahlreiche Erstveröffentlichungen, in voller Länge zusammengefasst. Diese "hohe Literatur" (SZ/ Tolmiea ;)) ist für ein einfaches themenbezogenes Auffinden bestens gegliedert in:
 
Grundwerte und historische Dimensionen
Äußeres und Europa
Inneres und Heimat
Wirtschaft und Finanzen
Arbeit, Berufe und Karrieren
Wissenschaft und Bildung
Verkehr und Mobilität
Bauen und Umwelt
Familie und Erziehung
Gesellschaft und Geselligkeit
Gesundheit und Soziales
Kultur
Urlaub und Reisen
Savoir-Vivre
Mensch und Tier
Im Kreislauf des Jahres
Esoterik, Philosophie und Religion
Von den letzten Dingen
Zukunft:

Ach ja, Zukunft, wenigstens den Anfang, Seite 818

„Futur (futuristisch)
Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Natürlich wollen wir wissen, wie es weitergeht, aber, bezugnehmend auf Versuche, die Zukunft als solche oder die Zukunft generell zu interpretieren, lassen sie mich bitte heute über die Zukunft, über die heutige Zukunft einiges ausführen. Bei den bisherigen Ausführungen habe ich ja mit Nachdruck versucht, Sie davor zu warnen, die Zukunft aus der Glaskugel zu entnehmen. Weder ist die Glaskugel dazu geeignet, eine Zukunft vorzubestimmen, die über individuelle Deteils (meinetwegen das Finden einer Brieftasche in einer öffentlichen Toilette) Auskunft gibt, noch sind Glaskugelinterpretationen als seriös im Sinne des Berufsstandes der Seher und Visionäre oder gar Propheten zu nennen. Vorsicht vor Horoskopen – das Wallensteinsche Trauma hat etwas Literarisches, etwas Metaphysisches, was uns sicherlich anzusprechen vermag, aber ich warne vor Prophetinnen, die astrologischen Gesetzmäßigkeiten entsprechen wollen. Der Kaffeesatz ist als Möglichkeit die Ungewissheit privaten Schicksales zu interpretieren, ziemlich ungeeignet, selbst wenn sie den Dallmayr Prodomo nehmen. Die Destination eines Staates, einer Gesellschaft, einer Persönlichkeit, das Alpha und Omega eines Individuums werden sie nicht aus einem Prodomo lesen.

Nun, woraus denn dann, ist die berechtigte Frage, und ich gebe Ihnen zur Antwort: aus der Leber. Die Auguren, Assyriens, Babylons, ganz Mesopotamiens erschlossen sich ihre Bilder der Zukunft aus der Leber – sei es Tier, sei es Mensch, die Leber ist das Zentrum, wo göttliche Fügungen eingegeben sind. Die Leber, nicht das Herz, ist der Schlüssel zur Weisheit. Deshalb ist es nur logisch, dass wir, die wir am Ende des Jahrtausends stehen, von der Leber frischweg Auskunft haben wollen: Wie schaut´s aus? Ich habe hier die statistischen Leberwerte von Abgeordneten einer in Bayern ansässigen stattstragenden Partei zur Auswertung vorgenommen"..................................................................................................


........................................................................................................Wem da jetzt vor Panik ne Laus über die Leber läuft, dem empfehle ich: So lasst uns denn kein Apfelbäumchen, sondern ein Leberblümchen pflanzen, das hat Zukunft - ganz besonders in Japan!
Und durch den brandheißen Tagestipp resp. Teller meines B(a)uches könnten doch leicht einige abgedriftete, abgehobene, entfleuchte oder entflogene Weltverbesserer auf und in die verbrannte Scholle zurückgeholt werden.


« Letzte Änderung: 31. August 2005, 15:35:03 von Tolmiea »
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Fuchs

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Re:Satire
« Antwort #7 am: 31. August 2005, 17:16:49 »

 ;D ;D ;D ;D :-*
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Nina

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Re:Satire
« Antwort #8 am: 31. August 2005, 17:26:42 »

Hier noch der amazonlink zu Tolmis köstlicher Empfehlung: Circus Maximus von Gerhard Polt und Hanns Chr. Müller. :D
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Tolmiea

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Re:Satire
« Antwort #9 am: 02. September 2005, 00:48:46 »

Ja, das ist ja jetzt wirklich billig zu haben :), damals gab es nur eine Hardcover-Ausführung.

Vielleicht wollt ihr noch einen Link nachsetzen, denn mein erster Buchtipp mit dem Henscheid-Text ist ja aus dem brandneuen, z.Z. nur gebunden erhältlichen "Da, das Meer! nicht aus dem verlinkten Taschenbuch.

http://www.perlentaucher.de/buch/20494.html

liegrü g.g.g.
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Wolfgang

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Re:Satire
« Antwort #10 am: 02. September 2005, 14:17:04 »

Satierisch. Ich wollte die kopierten Passagen eigentlich noch aaO würdigen. Dass diese Texte wieder verfügbar sind! Ich hab ein Rezensionsexemplar angefordert; muss ich meinem Publikum vorstellen.
Danke fürs Draufstoßen.
« Letzte Änderung: 02. September 2005, 17:04:55 von Wolfgang »
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Nina

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Re:Satire
« Antwort #11 am: 02. September 2005, 14:43:50 »

Vielleicht wollt ihr noch einen Link nachsetzen, denn mein erster Buchtipp mit dem Henscheid-Text ist ja aus dem brandneuen, z.Z. nur gebunden erhältlichen "Da, das Meer! nicht aus dem verlinkten Taschenbuch.

Das mache ich natürlich gerne Tolmiea! :)

"Da: Das Meer!" Das maritime Oeuvre der Neuen Frankfurter Schule von Klaus C. Zehrer.
« Letzte Änderung: 02. September 2005, 14:44:12 von Nina »
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Tolmiea

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Re:Leider keine Satire
« Antwort #12 am: 17. September 2005, 11:53:48 »

 :'( F.K. Waechter ist gestern gestorben :'(



Dieses memento mori stammt entweder aus "Welt im Spiegel", den Blusen des Böhmen oder einem anderen Buch, oder einer der alten Pardon.......für die er ja das berühmte Logo entworfen hat....ich weiß es nicht mehr....

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Silvia

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Re:Keine Satire
« Antwort #13 am: 17. September 2005, 12:04:52 »

Ja, das ist wirklich eine traurige Sache. Und er war noch gar nicht alt. :-\

War von ihm nicht auch der 'Sauhaufen'?

LG Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Günther

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Re:Satire
« Antwort #14 am: 17. September 2005, 12:19:21 »

SOOO jung war er auch nimmer, ich glaub, Jahrgang 1938...
Ich hab die Meldung schon gestern brühwarm verbreitet.
Ach, waren das noch Zeiten.
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