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Autor Thema: Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?  (Gelesen 2906 mal)

Centranthus

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Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« am: 30. August 2005, 11:47:06 »

Hallo Ihr Kräuterhexen,

ich hab im Garten Arnika montana :) und weis jetzt nicht ob es nun auch die richtige Heilpflanze ist oder eine andere nicht so Heilkräftige Art oder ist es egal welche man verwendet? :o
Kennt sich jemand von euch damit aus???

LG
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Centanthus

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pumpot

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #1 am: 30. August 2005, 22:23:39 »

Arnica montana ist die Heilpflanze. Leider ist sie nicht überall unproblematisch in Kultur. Inzwischen hat die leichter zu kultivierende A. chamissonis den Heilkräutermarkt fest im Griff. Diese wird als Ersatz verwendet. Die Heilwirkung soll ähnlich sein, soweit ich weiß ist jedoch die Wirkstoffkonzentration geringer.

LG, pumpot
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plantaholic

Centranthus

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #2 am: 31. August 2005, 13:41:26 »

hi du , danke für die Info :)

A.montana soll schwieriger zu Kultivieren sein?????

Ich hab schon probleme die zubädigen, so stark wächst die!! ;)

Ich hab se sogar schon wieder teilweise rausreißen müssen weil die mit ihren Wurzelausläufern so arg los maschiert ist!!!! :)
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findling

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #3 am: 31. August 2005, 13:54:28 »

und weil ihr ja die pflanze habt, erlaube ich mir, euch ein echt "montanes" heilrezept dazu zu posten:

ca. 2 handvoll ganze arnika in eine 0,75cl flasche geben und das ganze mit obstler aufgießen... einige monate ziehen lassen.
hilft hervorragend bei jeglicher art von sportverletzungen (zerrungen, prellungen, stauchungen, etc) bei denen die haut noch intakt ist, wenn man die betroffenen stellen einreibt oder einen verband über nacht macht.
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Centranthus

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #4 am: 31. August 2005, 14:06:05 »

Danke fürs Rezept, nimmst du nur die Blüten dazu oder auch die anderen Laubblätter???
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Centanthus

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Feder

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #5 am: 31. August 2005, 14:07:57 »

Arnika montana ist ja eine richtige Alpenpflanze. Macht es eigentlich einen Unterschied im Wirkstoffgehalt, wenn man solche Pflanzen im
Garten in tieferen Lagen anbaut?
Die Firma Weleda hatte glaube ich ziemliche Wirkstoffunterschiede beim Anbau von Edelweiss für Sonnencremes.
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  Pat Parelli

Centranthus

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #6 am: 31. August 2005, 14:17:01 »

Hm naja in einem "montanen" Gebiet wächst meine Arnika nicht, und welchen wirkstoffgehalt sie hat weis ich natürlich nicht.
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Suse

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #7 am: 20. Januar 2006, 15:19:01 »

Hallo Centranthus,
Wenn das man nicht doch auch Arnica chamissonis ist.
Arnica montana hat bei mir nicht geklappt(wandert die überhaupt?), aber Arnica ch. hat sich schon jetzt im zweiten Jahr kräftig ausgebreitet.
 Gruß von Susanne
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martina 2

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #8 am: 20. Januar 2006, 15:39:27 »

Im Waldviertel wächst Arnica montana auf Waldwiesen und ich mache das so wie findling. Auch die Heilwirkung bei Wunden ist sehr gut. Habe immer wieder versucht, sie in den Garten zu verpflanzen; dort ist sie zwar angewachsen, wollte allerdings nicht so recht. Scheint sehr speziellen Boden zu brauchen.
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knorbs

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #9 am: 20. Januar 2006, 17:07:38 »

zitat martina2:
Zitat
Scheint sehr speziellen Boden zu brauchen

aus einem exkursionsbericht (obertauern) wird arnica montana im sog. bürstlings-weiderasen genannt und folgendermaßen umschrieben:

bodensaure Magerrasengesellschaften, unabhängig vom Untergrund (bodenvag) und dem Niederschlagsangebot (trocken oder feucht)

eine andere fundstelle erwähnt "silikatmagerrasen"

das erklärt wohl deren zickenhaftigkeit.

noch einen hinweis habe ich beim googeln gefunden, aber leider den artikel dazu nicht: ..."Die Bedeutung der Arnika-Mycorrhiza für den Anbau ..."

möglicherweise spielt also eine gewisse pilzabhängigkeit noch mit (leider keine weiteren hinweise gefunden). wäre aber durchaus naheliegend, da gerade auf sauren +nährstoffarmen böden pflanzen häufig mit bestimmten mykorrhiza-pilzen vergesellschaftet sind (größeres nährstoffangebot über das pilzmycel)
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z6b
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brennnessel

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #10 am: 21. Januar 2006, 09:40:12 »

Ich habe auch schon vergeblich versucht Arnica montana in meinem Garten heimisch zu machen, aber bei Arnica chamissonis glückte das sofort!
Hier ein Bild aus dem Agrarium Steinerkirchen - zwar in der blütenlosen Zeit, aber man sieht ihren Ausbreitungsdrang ;) !
LG Lsl
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Minzenvirus

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #11 am: 21. Januar 2006, 17:16:48 »

Arnika montana L. ist die offizinelle Pflanze.
Arnika chamissonis Less. mit ihren Unterarten
ssp. foliosa und ssp. genuina ist nicht offizinell, womit die Frage welches Arnika ist die richtige Heilpflanze wohl beantwortet wäre.

Arnika chamissonis = Wiesen - Arnika

Hermann
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sarastro

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #12 am: 21. Januar 2006, 17:27:37 »

Arnica montana lässt sich sehr leicht über Samen aufziehen. Die Weiterkultur in Töpfen oder im Garten gestaltet sich sehr schwierig, die Pflanzen überleben meist nur einen Zeitraum von wenigen Monaten. Nicht nur der Kalkgehalt im Wasser und Boden macht ihnen den Garaus, sondern auch die Punkte, die Knorbs angeführt hat. In einem Gebiet mit hohem Silikatgehalt (Böhmerwald, Mühlviertel, Schwarzwald, Hohe Vogesen) geht es leichter, wenn man sie in Urgesteinsflins pflanzt.
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martina 2

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #13 am: 21. Januar 2006, 17:38:55 »

Das ist interessant, da gehört ja das (obere) Waldviertel auch dazu. Nach ein paar mißglückten Versuchen habe ich sie mit viel drum- und untenherum ausgegraben, da überlebte sie an einem schattigen Platz im Garten zwar, blühte aber kaum. Bei uns wächst sie sowohl an Waldrändern, inmitten von Preiselbeeren und Erika, als auch auf gänzlich schattigen Waldwegen - dort, wo auch gerne Steinpilze stehen :D

Sollte man nicht die Überschrift ändern? Es heißt ja wohl "die" Arnika.
« Letzte Änderung: 21. Januar 2006, 17:42:59 von martina 2 »
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knorbs

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Re:Welches Arnika ist die "richtige" Heilpflanze?
« Antwort #14 am: 21. Januar 2006, 17:49:40 »

zitat martina2:
Zitat
inmitten von Preiselbeeren und Erika

na jetzt wird's doch klarer...ich dachte mir schon sowas, drum hatte ich nach "arnica+mykorrhiza" in google gesucht aber ausser dem kurzen textstrang nichts gefunden.

dazu folgende info:

Ericales, vor allem Arten aus der Familie der Ericaceen, sind in der Natur stets mit Pilzen assoziiert, sie gelten daher als obligat mycotroph. Das heißt aber nicht, daß man Ericaceen nicht pilzlos kultivieren könnte. Unter Kulturbedingungen, auf rein anorganischem Substrat, wachsen Calluna, Vaccinum, Azaleen u.a. ebenso gut wie in der Natur zusammen mit Pilzen. Setzt man dem Nährmedium jedoch organisches Material (z.B. Pepton oder Hefeextrakt) zu, ist das Wachstum stark gehemmt. Offensichtlich sezernieren die Wurzeln Substanzen, die in Reaktion mit dem organischen Material Toxine produzieren. In Anwesenheit von Pilzen werden jene wieder inaktiviert. Mit anderen Worten: das Wachstum ist auf nährstoffreichen Böden mit Mykorrhizapilzen optimal. Aber gerade die Ericaceen sind in der Natur fast nur auf sauren, extrem nährstoffarmen Böden zu finden. Der Vorteil der obligaten Assoziation mit Pilzen erlaubt es ihnen, auch diese Böden effizient auszubeuten. (quelle)

das sollte ja dann auch für arnica montana gelten, wenn sie in erica-beständen wächst.
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