Hallo, Sandra
wenn deine Gärtnerin wegen kalter Winter vom Indigostrauch abgeraten hat, dann gibt's mit Lespedeza thunbergii wohl das gleiche Problem. Bei Bärtels ("Enzyklopadie der Gartengehölze", schau mal in die Buch-Rezensionen hier) steht zu Indigofera potaninii was von Winterhärtezone 6b. Lepedeza thunbergii ist mit 7a ausgeflaggt, Lespedeza bicolor sogar mit einem ermutigenden 6a-Hinweis. Auch Warda ("Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze") schreibt, L. bicolor sei deutlich frosthärter sei als L. thunbergii, aber eben auch nicht ganz so reizvoll - Letzteres kann ich nur unterschreiben: L. thunbergii (geht bei bei mir ihrem ersten Winter entgegen, ich kann also zum Thema Frosthärte noch keine Beobachtungen beisteuern) sieht mit ihrem überhängenden Wuchs bezaubernd aus, einfach überwältigend schön, da kommt die "normalstrauchig"-geradeaus wachsende L. bicolor nicht mit.
Mein Lieblingsgärtner, der beide Buschklee-Arten seit Ewigkeiten kennt und eine prachtvolle, alte L. bicolor auf dem Gelände hegt, antwortete jüngst beinahe unwirsch auf meine entsprechende Frage: Ach was, um Lespedeza müsse man sich keinen Kopf machen, die sei völlig frosthart. Allerdings sind wir hier in WHZ 7b...
Bernhards Erfahrungen sprechen ja nun dafür, dass Indigostrauch wie auch Buschklee selbst in kühleren Weltgegenden einen Versuch wert sind. In welcher Klimazone bist du denn zu Haus? (Vielleicht gehört deine Gärtnerin ja zur übervorsichtigen Absolut-Nummer-Sicher-Fraktion

...)
Schöne Grüße
Querkopf
P.S. Lespedeza thunbergii wird lt. Literatur bis 2m hoch (der Gärtner kannte jedoch ein 3-Meter-Exemplar, freilich in seehr mildem Klima) L. bicolor höchstens 1,5 Meter.