Das konnte ich erkennen:
Buchs, Salbei, Pfaffenhütchen, Sedum, Vogelbeeren, Clematis und eine Artemisie.
Beschreibst du bitte kurz deine Methode. Hast du ein Gerüst?
Ja, ich verwende einen Drahtring als Gerüst.
Einen dickeren, stabilen Draht verbinde ich mit an den Enden zurechtgebogenen ineinander verschlungenen Ösen zu einem Kreis von max 15-20cm Durchmesser. evtl muss der mit der Zange noch etwas rund gebogen werden, wenn er zu eirig geraten ist.
In den Ösen verknote ich den Anfang von einem seeehr langen(ca 2m) abgeschnittenen Stück dünnen, grünen Bindedraht, damit dieser nicht verrutschen kann. Ich bevorzuge Draht
stücke und verlängere diese lieber nach Bedarf, als mich ständig über aus der Hand gefallene und aufgerollte Drahtrollen zu ärgern.
Die Länge des verwendeten Pflanzenmaterials sollte zwischen 5-10cm liegen.
Hauptbestandteil ist Buchs bei meinen Kränzen.
Sonst habe ich noch folgende Pflanzenteile verarbeitet: wilde Clematis, roter Amaranth, Rosa multifloris, Liguster- und Efeubeeren, Hortensienblüten, Fenchelsamen mit Stiel, schwarze afrikanische Hirse, Lavendel, Wermut, Sedum, Pfaffenhütchen, und noch irgenein verblühtes Wucherkraut, dessen Namen ich nicht weiss.
Als Rechtshänderin halte ich den Drahtring in der linken Hand, lege je nach Dicke 3-5 Teile von meinem Bindematerial an den Draht, dort, wo der Bindedraht befestigt ist und halte diese Teile auch noch mit der linken Hand fest. Das umwickle ich 2x mit Draht und lege dann etwas nach vorne versetzt, die nächste Lage auf. Jede Lage wird 2x umwickelt.
Jetzt muss man nur noch darauf achten, dass man im Abwechseln der einzelnen Bestandteile einigermassen gleichmässig bleibt und auch nicht dicker oder dünner wird. Das kann leicht passieren, wenn man die Abstände, in denen man neue Lagen aufbindet, plötzlich entweder enger (dann wirds dicker) oder weiter macht (dann wirds dünner und man sieht z.T. auch die Drahtwickelung).
Damit hatte ich bei den ersten Kränzen die meissten Probleme.
Das Ende ist auch ein bischen kniffelig, weil man bis unter die zuerst gebundene Buchslage Material festbinden muss, ohne die Buchszweige vom Beginn mit einzuwickeln. Ich verwende deswegen ganz am Ende imer etwas voluminösere Teile, wie Hortensienblüten oder Clematis, weil sich das dann gut hinzupfen lässt. Der Draht wird dann an der Unterseite verknotet und entweder abgeschnitten oder zum aufhängen dran gelassen. Wenn am Ende der Kranz doch etwas unterbrochen aussieht, kann man das auch mit einer hübschen Schleife überdecken. Darum haben viele Kränze in Blumengeschäften an einem Ende eine Schleife.

Ich hoffe, ich habs einigermassen verständlich geschrieben.
Es ist wirklich nicht schwer.
Die Haltbarkeit hängt natürlich von der Temperatur ab. Auf einem Grab oder an einer schattigen Haustür hält er länger als im warmen Wohnzimmer.
So richtig kaputt geht er auch nicht. Er altert einfach und wird immer fahler und bräunlicher.
LG, Bea