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News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)
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Autor Thema: kartoffelanbau im minigarten  (Gelesen 7240 mal)

max.

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kartoffelanbau im minigarten
« am: 29. November 2005, 18:15:28 »

wer auf wenig platz einen hohen ertrag an kartoffeln erzielen möchte, kann folgendes tun:
ein kompostsilo aus stecklatten (ca. 8,50 euro im baumarkt) hat etwa 85x85 cm grundfläche und ist 60 cm hoch.
es wird bis zur hälfte, also auf 30 cm aufgebaut. von innen werden styroporplatten senkrecht an die latten gestellt, damit die erde nicht herausrieselt und weniger wasser verdunstet. 25 cm hoch mit guter erde, am besten komposterde auffüllen. 9 steckkartoffeln gleichmäßig auf der fläche verteilen und nochmal 5 cm erde drauf. nach einigen wochen, wenn die erde sich etwas gesetzt hat, evtl. noch etwas nachschütten. fertig.
es ist bei guter pflege mit dem drei bis vierfachen ertrag gegenüber konventionellem anbau zu rechnen.
der aufwand beim aufbau ist natürlich höher, aber es läßt sich in trockenperioden schneller wässern, unkraut ist viel leichter zu beseitigen und kartoffelkäfer sind leichter zu finden.
gruß
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cimicifuga

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #1 am: 29. November 2005, 18:18:01 »

klingt gut - mit wieviel kg kann man rechnen? durchschnittlich?
welche erde? ganz normalen lehm aus dem garten nehm ich an mit kompost vermischt?
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max.

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #2 am: 29. November 2005, 18:22:24 »

kommt auf die sorte an. 5-15 kg. lehm ist aber nicht gerade kartoffels lieblingserde. da würde ich ordentlich kompost dazutun.
gruß
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Kartoffel

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #3 am: 29. November 2005, 20:29:27 »

Hi sauzahn

Wie bist denn auf die tolle Idee gekommen?

Villeicht kann ich das mal im Schaugarten probieren.... mal sehen ::)

Gruss Kartoffel :)
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"Am Ende werden diejenigen über die Welt regieren, welche sich die Macht über unser Saatgut angeeignet haben."
Zitat Gerhard Bohl

max.

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #4 am: 29. November 2005, 20:43:28 »

das war nicht meine idee.
ursprünglich von einem englischen gemüsegärtner (bob flowerdew, bbc)
der hat´s mit übereinandergestapelten lkw-autoreifen gemacht.
das wollte ich meinem garten nicht antun und hab deshalb die stecksilos genommen.
im ersten jahr habe ich, so wie die kartoffelpflanzen wuchsen- immer neue latten dazugesteckt und erde nachgefüllt, weil nach flowerdew die kartoffelpflanze dann immer mehr neue kartoffeln ausbildet. das war aufwendig und vor allem- es stimmte nicht. die kartoffelpflanzen haben nur unterhalb der pflanzkartoffeln neue knollen ausgebildet. deshalb habe ich im nächsten jahr die kästen nur halb so hoch gemacht und das ergebnis war genau so gut und mit viel weniger arbeit verbunden.
die idee ist jetzt übrigens vermarktet worden. heute habe ich einen samenkatalog von pötschke bekommen, indem so ein klappbares plastikteil für genau diesen zweck angepriesen wird. es ist aber, glaube ich, dummes zeug, unehrlich beschrieben, sieht häßlich aus und kostet 30 euro.
gruß
ps: mit den frühkartoffeln mach ich das natürlich nicht. die erntet ja
man ja nach und nach, was mit den kästen nicht ginge.
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Kartoffel

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #5 am: 29. November 2005, 20:49:22 »

Hi sauzahn

Na ist doch egal obs jetzt deine Idee oder wessen anderer war... hauptsache du hast uns davon berichtet..... :D :D :D

Ja ich hab das auch schon ettliche male gehört, dass wenn man Kartoffeln die in Eimern oder ähnlichem stehen, nach und nach weiter mit Erde aufgefüllt werden, damit man am ganzen Stengel Kartoffeln ernten kann.
Hmm... und du sagst es funktioniert nicht?
Wollt die Methode gerade deswegen mal probieren, um mehr von unsereins zu ernten. Dann wird das wohl nicht klappen? Hast du das nur einmal erfahren oder mehrmals, dass das nicht klappt?

Gruss Kartoffel :)
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max.

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #6 am: 29. November 2005, 21:01:23 »

ausprobiert hab ich es ja. eine saison lang. das hat gereicht. mich wundert nur, daß ein erfahrener gärtner wie flowerdew so etwas behauptet, wo er sich doch denken kann, daß es auf ihn zurückfällt, wenn es nicht stimmt.das andere indiz ist die höhe der kommerziellen pötschke-variante. die ist auch nur- glaube ich- 30 cm hoch.
aber auch bei meiner abgespeckten version war der ertrag mehrfach höher als bei normalem anbau. und die qualität war genauso. probier´s doch einfach mal. im ersten jahr habe ich pro kiste nur 5 pflanzkartoffeln gesteckt. das war immer noch viel dichter als im normalanbau. trotzdem wurden die knollen riesengroß- zu groß für viele verwendungszwecke. im zweiten jahr habe ich 9 gesteckt, in eines sogar 12. das ist besser.
gruß
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Kartoffel

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #7 am: 29. November 2005, 21:11:39 »

Ja sauzahn werd mir das mal überlegen mit diesem "aussergewöhnlichen" Kartoffelanbau... klingt schon recht gut... Hab heuer mehrere alte Sorten bekommen, immer nur 1 bis 2 Knollen die ich gerne nächstes Jahr mengenmässig vermehren möchte. Villeicht ist das ja die Lösung?... Wenn nicht bei mir im privat Garten, dann villeicht im Schaugarten... ;) ;) Mal schauen was am besten geht..

Jetzt geh ich mir mal bei Pötschke die Dinger da anschauen... Man muss ja wissen, was die Gegenseite so treibt.... ;D ;D

Gruss Kartoffel :)
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Biobella

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #8 am: 30. November 2005, 10:16:29 »

Zitat
weil nach flowerdew die kartoffelpflanze dann immer mehr neue kartoffeln ausbildet. das war aufwendig und vor allem- es stimmte nicht. die kartoffelpflanzen haben nur unterhalb der pflanzkartoffeln neue knollen ausgebildet.
Das habe ich leider auch mehrmals beobachten können. Höher anhäufeln brachte bei meinen Kartoffeln auch nicht mehr Ertrag, jedenfalls nicht innerhalb der normalen Wachstumszeit.
Das Kistenmodell hat nebenbei den Vorteil, daß das Kartoffelkraut nach Regen schneller abtrocknet und dadurch weniger pilzempfindlich ist. Außerdem bekommt es mehr Wind und Sonnenschein. Nachteil ist höchstens, daß man mehr gießen muß, wie bei allen Hochbeeten.

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max.

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #9 am: 30. November 2005, 13:42:02 »

@biobella,
ich mußte nicht sonderlich viel gießen, weil ich ja von innen styroporplatten in die kisten gestellt hatte, eigentlich deshalb, um das durchrieseln der erde durch die spalten der kompostsilos zu verhindern.
bei einem kasten habe ich pappe benutzt, weil mir das styropor ausgegangen war. bei diesem mußte ich extrem viel gießen.
das mit dem abtrocknen stimmt und ist ein großer pluspunkt.
gruß
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agathe

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #10 am: 30. November 2005, 16:29:57 »

wenn ich mich recht erinnere kam der tipp mit dem immer-wieder-erde-nachfüllen von j. seymour, aber das nur so nebenbei
warum kann man das nicht mit frühkartoffeln machen?
die styroporwände wären ja auch eine isolierung gegen mögliche spätfröste
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max.

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #11 am: 30. November 2005, 16:36:50 »

@agathe,
das kann man schon machen. nur muß man dann die frühkartoffeln auf einmal ernten. ich mache das bei mir aber über mehrere wochen.
bei spätfrösten leidet ja eher das junge kartoffelkraut als die im erdreich geschützten knollen. da würden die styroporplatten nicht viel nützen. ich lege bei den ganz früh gesteckten frühkartoffeln deshalb ein vlies drauf.
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agathe

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #12 am: 30. November 2005, 17:06:53 »

mir geht es vor allem um die möglichkeit schon im sommer eigene kartoffeln zu ernten. die üblichen - anfang mai gepflanzten brauchen ja doch bis mitte september, mindestens. an frühkartoffeln habe ich bis jetzt noch gar nicht zu denken gewagt, aber so was mittelfrühes tät mich schon reizen.
hättest du da vielleicht auch eine sortenempfehlung
merci, dankeschön
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max.

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #13 am: 30. November 2005, 17:11:10 »

@agathe
ich hab in deinem profil nachgeschaut. ist das dein ernst:1400 m über nn? ich wußte garnicht, daß man in solchen höhen ohne sauerstoffmaske noch leben kann, geschweige denn, kartoffeln anbauen. wann gibt es denn bei euch den letzten spätfrost?
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agathe

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Re:kartoffelanbau im minigarten
« Antwort #14 am: 30. November 2005, 17:20:52 »

soll ich jetzt mei ne messer wetzen oder im frühjahr ein bisschen alpine kaltluft schicken?
weisst du nicht dass in solchen höhen vor allem kartoffeln + gerste gedeihen, von ein paar extravaganzen abgesehen?
"spätfröste" gibt es übers ganze jahr verteilt; ich halte die abdeckmaterialien bis ca ende juni immer griffbereit. es gibt allerdings auch jahre wo das nicht notwendig ist, manchmal schneit es da noch einmal + schnee schützt die darunterliegende vegetation bekanntermassen.
das ist auch der grund warum ich immer auf der suche nach methoden bin mit denen die erntezeit verlängert werden kann, in beide richtungen.
unsere marillen/aprikosenernte war übrigens dieses jahr bemerkenswert
ganz zum schluss:
hättest nicht vielleicht doch eine sortenempfehlung für zumindest mittelfrühe kartoffeln?
grüsse
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