Hallo,
als Neuling in diesem Forum möchte ich auch mal meinen Senf ähm Mauerportrait dazu geben.
Meine Frau und ich haben vor einem Jahr (Fertigstellung) an einem Westhang mit ca. 15% Neigung gebaut. Zu Beginn der Gartenarbeiten Mitte letzten Sommers sahen wir uns mit folgenden Problemen konfrontiert:
1. Lehm-/Tonboden
2. Neigung zur Rückseite des Hauses hin, d.h. Gefahr, dass Hangwasser auch oberirdisch zum Haus läuft.
Aus dieser Problematik heraus, aber auch weil mir Trockenmauern schon immer wunderbar gefallen haben und sich hier die einmalige Chance bot, haben wir uns für den Bau einer Trockenmauer entschieden. Vielleicht war's eher nur ich, der sich entschieden hat, denn meine Frau war eher skeptisch ob meiner handwerklichen Künste und sie hätte lieber einer Rasen gesehen. Ich machte ihr klar, dass man besser zuerst das Gelände modelliert und dann "anpflanzt".
Die Idee bei der Anlage war, dass sich zwei Ebenen ergeben sollten, vom Haus weg ein Gefälle von ca. 3%, und die Stufe in etwa gemäß der natürlichen Höhenlinie. Ich verwendete dazu ca. 17 Tonnen Kalkstein, die als Abbruchreste billiger zu haben waren. Die Mauer ist ca. 1m hoch und 20m lang (ihr sehr auf dem Bildl 2/3 der Mauer). Ehrlich gesagt, hat der Bau richtig Spaß gemacht, auch wenn ich mir dabei durch einen fallenden Stein den kleinen Finger gebrochen habe. Übrigens kann man mit einem gebrochenen kleinen Finger weiterarbeiten, wenn man vorsichtig ist und ihn nicht zu sehr belastet.
Es ergab sich später, dass man am Fuße der Mauer die sowieso notwendige Drainage wunderbar platzieren und darauf einen Gartenweg bilden könnte. Das ist ein Sch...-Arbeit, wenn man es "richtig" macht, also Loch (30m lang) buddeln, Schotter rein, Vlies rein, in den Vlies Schotter und Schlauch, auf Gefälle achten, Vlies schließen und Schotter drauf. Und das ganze im schlammigen Lehm. Aber es hat sich gelohnt.2