Na ja, die Stauden sind nicht immer ein Schutz: Wucherstauden, die durch ihr rasantes Wachstum und ihre Dichtheit den Rosen Licht und Luft wegnehmen und sogar versuchen, in und durch ihre Wurzeln zu wachsen, muß man schon gut im Auge behalten. Die Astern z.B. werden darum jedes Jahr stark reduziert. Sonst gibt es zuviel Stress für die (kleineren) Rosen und der wirkt sich dann negativ auf ihre Gesundheit aus.
Das Alternieren mit verschiedenen Rosenklassen vermindert m.M. darum das Risiko um sich greifender Sternrußtau-Infektionen, weil verschiedene Sorten aus verschiedenen Klassen auch unterschiedlich anfällig sind. Rugosas z.B. bekommen so gut wie nie Sternrußtau und die Ansteckung funktioniert meiner Beobachtung nach hauptsächlich bei direkt benachbarten Pflanzen, besonders, wenn sie sich während der Vegetationsphase gegenseitig berühren.
Bodenmüdigkeit ist m.E. hauptsächlich ein Problem fehlender Nährstoffe, die Mitglieder einer Pflanzengattung dem Boden in besonderem Maße entziehen, wenn sie mehrere Jahre am elben Platz stehen.
Wenn eine Rose (oder eine rosenverwandte Pflanze) nur 1 1/2 bis 2 Jahre an einem Platz gestanden haben, kommt an die Stelle bei einer Neupflanzung nur soviel neue Erde mit in´s Pflanloch, wie die neue Rose zum Agefülltwerden braucht. - Bei der Verpflanzung von Rosen, die in Eimern oder Drahtgefäßen wachsen, geht ja praktischerweise die Erde um den Hauptteil der Wurzeln eh mit zum neuen Platz.
Nur wenn eine Rose länger als 2 (maximal 2 1/2) jahre an einem Platz gewachsen ist und auch noch wurzelnackt, gibt´s einen größeren Erdaustausch:
In diesem Fall wird das alte Pflanzloch etwa 60 x 60 x 60 cm (im Fall von zwei riesigen verschenkten Kletterrosen war´s auch mal 1m x 1m x 1m) ausgehoben und mit Erde aus vorher rosenfreiem Boden, hauptsächlich aber abgelagertem mist und/oder Kompost neu aufgefüllt.
Das hat bisher immer sehr gut funktioniert
