Oberpfälzer Jura, 400 m über NN, Tallage.
In der Oberpfalz hat heute die Sonne vergeblich gegen die anscheinend zu dichten Wolken angekämpft. Sie gewann zwar ein paar mal die Oberhand und konnte der Menschen Seelen kurzzeitig erfreuen, aber schwups - schob sich schon wieder der graue Wolkenbrei zwischen Sonne und Oberpfalz.

Die Temperatur pendelte um den ominösen Gefrierpunkt, der Wind hat keine Lust zu weiteren Kapriolen und besagter grauer Wolkenbrei konnte sich nicht recht entscheiden, ob er nun Regen oder Schnee auf die Menschenkinder herabrieseln lassen sollte.
Der Schnee hat sich auf den Strassen und Wegen dank fürsorglicher Bauhoftätigkeit davongemacht, an gen Süden gerichteten Böschungen hat ihn die Sonne vergrault und ansonsten fristet er ein nasses, pappiges, etwa 10 cm hohes Dasein.
Schneeglöckchen, Krokus und Co. können sich noch nicht dazu aufraffen, der Sonne entgegen zu streben, wo hingegen die Weidenkätzchen munter ihrer baldigen Blüte ungeduldig entgegen streben.
Amseln, Meisen, Drosseln und die Goldammer schimpfen empört auf die niedrig hängenden Wolken, eine einsam umhersummende Biene findet anscheindend nicht in ihr warmes Nest zurück ...
Aber alles steht in den Startlöchern, den Vorfrühling herzhaft zu begrüßen!