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Autor Thema: Meristemkultur: Lässt sie Zierpflanzen anders wachsen?  (Gelesen 1324 mal)

Querkopf

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Hallo,

ein Nebensatz im Friesland-Stauden-Thread bringt mich auf eine Frage zum Thema Pflanzenvermehrung.

Callis schrieb in dem besagten Thread, sie finde es fair, wenn ein Händler ausdrücklich drauf hinweise, welche Pflanzen aus Gewebekultur stammen. Das erinnerte ich mich an etwas, das ich jüngst erzählt bekam: Bei bestimmten Pflanzenarten sei Meristemkultur von Nachteil, gärtnerisch gesehen. Denn der so erzeugte Nachwuchs sei weniger blühfreudig, bilde dafür schneller und öfter "Kindel" als konventionell vegetativ vermehrte Pflanzen; aber dabei bleibe eben die Mutterpflanze schmächtig und blühe schlecht.

Das war für mein Laien-Gemüt neu und erstaunlich. Aber meinem Gesprächspartner, einem erfahrenen Profi-Gärtner und Sammler, glaube ich aufs Wort. Zumal die "Gucken-Sie-mal"-Beispielpflanze, die ich gezeigt bekam, das Berichtete eindrucksvoll bestätigte.

Meine Frage: Bei welchen Pflanzenarten kann man nach eurem Wissen beobachten, dass via Gewebekultur vermehrte Exemplare sich erkennbar anders verhalten als solche, die durch Teilung vermehrt wurden? Und welche Unterschiede kann man bei welcher Art feststellen?

Danke & schöne Grüße
Querkopf

P.S. Ich habe natürlich nachgelesen, was hier schon über Meristemkultur geschrieben wurde, fand dort aber meine Frage nirgends beantwortet.
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"Konsequenz heißt auch den Holzweg bis zum Ende zu gehen!"
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Nina

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Re:Meristemkultur: Lässt sie Zierpflanzen anders wachsen?
« Antwort #1 am: 03. Januar 2006, 01:37:21 »

Ich kenne als Beispiel für Meristemvermehrung die Hosta Tatoo, die wohl nicht nur bei mir von einem Jahr aufs andere einfach "verschwunden" ist. ::)
« Letzte Änderung: 03. Januar 2006, 01:37:38 von Nina »
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cimicifuga

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Re:Meristemkultur: Lässt sie Zierpflanzen anders wachsen?
« Antwort #2 am: 03. Januar 2006, 11:10:35 »

Ich kenn das auch nur von hostas: in laboren entstehen manchmal schwachwüchsige klone, die dann in den handel kommen und zu unterschiedlichen aussagen über eine sorte führen....ich kann mir aber nicht logisch vorstellen warum prinzipiell alle entstehenden pflanzen aus laborvermehrung schlechtere eigenschaften haben sollen als die ursprünglichen sorten. diese schwachwüchsigkeit würde ich eher auf mutationen zurückühren, welche ja in der gewebekultur häufig auftreten.
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Querkopf

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Re:Meristemkultur: Lässt sie Zierpflanzen anders wachsen?
« Antwort #3 am: 06. Januar 2006, 20:10:03 »

Hallo, Nina und Cimi,

hmm, ich sollte wohl besser konkreter fragen...

Dass bei Gewebekultur gelegentlich schwache Klone entstehen, die – sofern sie nicht sorgsam aussortiert werden – der entsprechenden Pflanzenart/-sorte einen schlechten Ruf einbringen, ist mir geläufig (auf solche Erscheinungen insbesondere bei Hosta oder Hemerocallis beziehen sich auch die meisten kritischen Anmerkungen zur Meristemvermehrung, die ich hier im Forum gefunden habe).

Ich meine aber aber etwas anderes. Keineswegs Schwächeln oder mangelnde Sortentreue – nein, die meristemvermehrten Pflanzen, von denen ich erzählt und die ich gezeigt bekam, sehen aus, wie es sich für ihre Sorte gehört, und es fehlt ihnen nicht an Wuchskraft. Sie stecken ihren beachtlichen "Punch" aber nicht ins Blühen und Wachsen des jeweiligen Pflanzen-Individuums, sondern in die Kräfte raubende Entwicklung von zwei, drei, vier Tochterrosetten: Es geht um Aurikel.

Bei ihnen, so sagte mein Gesprächspartner, klappe das mit der Gewebekultur (noch?) nicht richtig; man erkenne deutliche Unterschiede zu "klassisch" vermehrten Pflanzen. Auf meine Frage, ob es Ähnliches auch bei anderen Pflanzenarten gebe, antwortete er mit vorsichtigem "Weißichnicht".

Tja, eine offene Frage, ungestillte Neugierde; deshalb frage ich halt euch, ob ihr irgendwas Einschlägiges wisst ;)... Und weil ich Laie für die – sicherlich zutreffende – Aurikel-Beobachtung keine einleuchtende Erklärung finde, hoffe ich außerdem drauf, dass botanisch beschlagene Menschen vielleicht eine kennen.

Schöne Grüße
Querkopf
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