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Autor Thema: Anzucht-Methoden  (Gelesen 3494 mal)

frida

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Anzucht-Methoden
« am: 03. Januar 2006, 15:29:29 »

Hallo, mich würden Eure Erfahrungen nicht nur zum WANN (das macht ja Aellas Thread) sondern auch zum WIE der Anzucht interessieren. Nehmt ihr diese Jiffy-Quelltöpfe? Oder Torftöpfe mit loser Erde drin? Was für Erde? Alles lose in einer Schale? Oder jedes Pflänzchen seinen eigenen Topf? Kräftigt das Pikieren bzw. Verpflanzen oder wirft es die Pflänzchen zurück?
Nehmt ihr offene Schalen oder solche Mini-Gewächshäuser? Stehen die Anzuchtbehälter bei Euch in der prallen Sonne (keine, manche oder alle Sorten)? Oder besser am Nordfenster?

Gruß von Frida
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fisalis

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #1 am: 03. Januar 2006, 15:47:06 »

So allgemein kann man das nicht beantworten - es kommt auf die Pflanze an. Grundsätzlich beginnt die Ansaat in einer Schale oder Kiste, ev. unter Glas, dann werden die kräftigsten Pflänzchen pikiert, allein oder zu zweit in Töpfchen, und dann je nachdem nochmals verpflanzt, bevor sie ins Freiland kommen. Eine Heidenarbeit. Am liebsten ist mir daher die Direktsaat oder der Bezug von Setzlingen im Mai. Dabei muss man nicht auf interessante Sorten verzichten, gibt es doch mittlerweile alle Arten von Raritätenmärkten.
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max.

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #2 am: 03. Januar 2006, 15:52:08 »

Zitat
Eine Heidenarbeit
für manche - auch für nichtheiden wie mich- eher ein heidenspaß.
gruß
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Gülisar

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #3 am: 03. Januar 2006, 16:04:31 »

Das Vorkeimen finde ich äußerst hilfreich. Damit sät man dann nur sicher gekeimte Samen aus, hat wenig Probleme mit Temperatur und Feuchteführung in der Keimphase - allerdings funktioniert das am besten mit Samen einer handhabbaren Größe. Bei Möhren z. B. kann man das auch machen, ist aber schwierig beim Ausbringen.

Wie?
Samen in eine angefeuchtete beschriftete (!) Kaffeefiltertüte in ein mit sterilem, feuchtem Sand gefülltes Schraubdeckelglas geben. Ab 2. Tag täglich auf Keimung kontrollieren, wenn diese bei ausreichender Samenanzahl geschehen ist, die Samen einzeln (!) in Voranzuchttöpfe/-schalen geben, abdecken, leicht anfeuchten bzw. direkt ins Beet aussäen. Was nicht so einfach ist, wg. Klebens der Körner.
Glasgefäß ggf. dunkel stellen für Dunkelkeimer.

Dies Verfahren beschleunigt die Keimung, sie läuft sicherer ab, man sät nur Keimfähiges aus, spart einen Vereinzelungsvorgang.

Falls jemand mit diesem Verfahren negative Erfahrung gemacht hat - diese würden mich auch interessieren. Nicht aus Häme, zur Fehlervermeidung eher.

gülisar
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pocoloco

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #4 am: 03. Januar 2006, 16:36:20 »

Torfquelltöpfchen sind mir in der Menge einfach zu teuer und schlechte Erfahrungen habe ich mit ihnen auch gemacht. Nicht nur, daß ich den Eindruck hatte, daß das Wachstum irgendwann stoppt, wenn sie erst einmal angefangen haben, das Schimmeln zu bekommen, kann man praktisch nix mehr machen. Bei der Auzucht auf Erde tauscht man ein im Notdalle die Erde aus und Ruhe ist wieder. Und nach meinen Negativerfahrungen mit den Topfplatten aus dem Baumarkt, (kein Loch von unten, um den Ballen herauszudrücken, zu flatterig) kommen mit Anzuchttopfplatten aus dem Baumschulbedarf ins Haus. Die sind letztendlich auch nicht viel teurer, schonen aber mein Nervenkorsett. ;D
Das Vorkeimen auf Flies o.ä. fand ich bei Sorten, die lange zum Keimen (Petersielie z.B.) brauchten durchaus auch als sehr hilfreich.

Ansonsten würde ich gerne mit der Anzucht von Gemüse (außer Tomaten und Peppies) ins Kalthaus gehen, habe da aber noch keinerlei Erfahrungen was wann und wie. Vielleicht hat da jemand hier ein paar hilfreiche Tipps? ::)
LG
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brennnessel

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #5 am: 03. Januar 2006, 16:45:31 »

hallo uwe, kalthaus wird ein wenig kühl sein für die ganz besonders als jungpflanzen wärmeliebenden gemüsesorten ::) !
sehr wichtig ist immer genug bodenwärme, sonst leiden die wurzeln schnell einmal.
vielleicht kannst sie im haus säen und erst später als pikierte ins gewächshaus bringen und sie eventuell in kühleren zeiten mit einem heizgerät schützen?
vom licht her wäre es schon optimal, aber wärme brauchen die jungpflanzen auch, damit sie zügig vorankommen.
lg lisl
 
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pocoloco

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #6 am: 03. Januar 2006, 17:00:21 »

Hallo Lisl,
das mit dem Frostschutz hatte ich auch schon erwogen. Aber irgendwie kann ich mich noch an das letzte Jahr erinnern, wo ich tags nicht mehr auf den Balkon treten konnte und abens alles wieder einräumen mußte. Und das ich glaube mindestens 6 Wochen lang. Puhhhh. Ich dachte aber hierbei auch eher an solche Dinge wie Salat, Kohlrabi, Fenchel, die doch eher auch was abkönnen?

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brennnessel

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #7 am: 03. Januar 2006, 17:04:42 »

für die ist es sicher optimal, aber du hast ja von tomaten und peppies geschrieben... ?
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pocoloco

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #8 am: 03. Januar 2006, 17:28:34 »

Die hatte ich eigentlich ausgenommen, die kommen ja mit Raumklima eigentlich gut zurecht. :D
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frida

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #9 am: 03. Januar 2006, 18:17:12 »

@ pocoloco - was für Erde nimmst denn Du? Ist es wirklich wichtig, daß sie keimfrei ist, also z.B. im Backofen erhitzt? Und was meinst du mit Topfplatten - sind das diese aus Torf in Topfform gepressten Teile die alle aneinander kleben?

an alle - wie ist es mit direkter Sonne am Anzuchtplatz, eher Vorteil oder eher Nachteil (muß ich das Arbeitszimmer zur Pflanzenkinderstube umfunktionieren oder die Küche.... :-\) ?

Und welche Pflänzchen bräuchten eine Abdeckhaube für den Anfang?
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UlliM

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #10 am: 03. Januar 2006, 18:22:06 »

Hallo Gülisar,

das mit dem Vorkeimen werde ich auch mal probieren. Bisher hatte ich die grösseren Samen immer nur für eine Weile in Wasser gelegt.

Mir kam aber gerade die Idee ob das Vorkeimen nicht auch wie bei der Sprossenanzucht gehen könnte? Also täglich zweimal durchspülen. Man würde dann direkt sehen was keimt und nicht immer den Filter aufpulen. Spricht da etwas dagegen?

Liebe Grüße Ulli
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pocoloco

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #11 am: 03. Januar 2006, 18:55:06 »

Hallo frida,
mit den Anzucht-Topf-Platten meine ich aus Kunststoff gezogene Tabletts, die mehrere Reihen kleiner vorgeformter Töpfchen haben, die dann unten jeweils ein Loch haben sollten, damit man den Wurzelballen gut herausdrücken kann. Keimfreie Erde gibt es nicht. In dem Moment, da sie mit Luft in Berührung kommt, sammeln sich alle möglichen Sporen und Keime auf und in ihr. Es sollte aber schon irgendwie Anzuchterde o.ä. sein, die zumindest Unkrautfrei und recht nährstoffarm ist. Viele mischen diese dann noch mit Perlit o.ä.
Da Du ja in der lichtarmen Jahreszeit Pflanzen anziehst, ist mehr Licht immer besser. Licht und Wärme müssen im richtigen Verhältnis stehen. Wenn es zu warm für zu wenig Licht ist, werden die Pflänzchen spargelig und glasig dünn.
LG
Uwe
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brennnessel

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #12 am: 03. Januar 2006, 20:01:06 »

Die hatte ich eigentlich ausgenommen, die kommen ja mit Raumklima eigentlich gut zurecht. :D
upps, verzeihung! schlecht gelesen! ::)
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shrimpy

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #13 am: 03. Januar 2006, 20:13:01 »

Jetzt muß ich nochmal die Torfquelltöpfe in Schutz nehmen. Ich habe mich vor Jahren mal mit einem Sonderangebot eingedeckt (100ter Packungungen) und zehre immer noch davon. Ich säe vor allem feinste Samen darin aus (z.B. Lobeliensamen - ist fein wie Staub), da diese Minisämlinge schwer zu pikieren sind (jedenfalls gab´s bei mir immer jede Menge Ausfälle beim Verziehen). Jetzt streue ich etwas Samen auf die gequollenen Töpfe - so viel, daß ein schönes Büschel Lobelie später entsteht - und setze die "Boller" dann in ein wasserdichtes Schälchen(Obstschalen o.ä.) ganz dicht aneinander. Dann wird nur noch von unten gegossen, und zwar selten, denn die Torfbollen halten die Feuchtigkeit enorm lange. Ich kriege auf diese Weise jedes Jahr wunderbare Lobelien.
Für größere Samen nehme ich normale Blumenerde, siebe das Grobe raus und vermische die feingesiebte Erde mit Perlite.Das ganze in obstschälchen o.ä. einfüllen, etwas festdrücken und aussäen - entweder in Reihen oder einfach breitwürfig. Evtl. mit gesiebter Erde fein übersieben - je nach Samensorte. Anfangs sprühe ich die Erde mit so einem kleine Sprüher, mit dem man auch zum Rosen sprühen verwendet - damit kann man ganz fein nebeln.
Die Schälchen mit Erde werden dann in eine große Plastikschale mit durchsichtigem Deckel ans Fensterbrett gestellt. Auf diese Weise ziehe ich jedes Jahr massenhaft Pflanzen - einziger Haken sind meine zu wenigen Fensterbretter ::)
Wenn die Keimlinge groß genug sind, pikiere ich sie in Töpfchen und stelle sie dann ab Ende März/Anfang April ins Gewächshaus.
Die letzten 2 Jahre habe ich mir aus Frankreich auch vorgezogene Pflänzchen kommen lassen ( seht mal unter Bezugsquellen) . Dort gibt es z.B.ausgefallene Petunien, von denen man als Hobbygärtner meist gar keinen Samen bekommt. Das ist zwar nicht billig, spart aber eine Menge Arbeit.
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Liebe Grüße
Shrimpy

der Mensch lebt keine 100 Jahre, aber er macht sich Sorgen für 1000 (Chin.Sprichwort)

Huschdegutzje

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Re:Anzucht-Methoden
« Antwort #14 am: 06. Januar 2006, 21:45:24 »

Hallo
hier zwei Links zum Thema Anzucht
Einmal für Chilies:
http://www.chili-balkon.de/
und zweitens zum Thema Tomaten:
http://www.tomatenundanderes.at/Anzucht.html

Hab da gerade selbst nochmal alles durchgelesen, es geht ja bald los ;D, zumindest mit den Chilies. Die Tomaten müssen noch ein wenig warten, vielleicht weiss ich dann auch so langsam welche ich sähen will ???

Gruß Karin
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