Jetzt muß ich nochmal die Torfquelltöpfe in Schutz nehmen. Ich habe mich vor Jahren mal mit einem Sonderangebot eingedeckt (100ter Packungungen) und zehre immer noch davon. Ich säe vor allem feinste Samen darin aus (z.B. Lobeliensamen - ist fein wie Staub), da diese Minisämlinge schwer zu pikieren sind (jedenfalls gab´s bei mir immer jede Menge Ausfälle beim Verziehen). Jetzt streue ich etwas Samen auf die gequollenen Töpfe - so viel, daß ein schönes Büschel Lobelie später entsteht - und setze die "Boller" dann in ein wasserdichtes Schälchen(Obstschalen o.ä.) ganz dicht aneinander. Dann wird
nur noch von unten gegossen, und zwar selten, denn die Torfbollen halten die Feuchtigkeit enorm lange. Ich kriege auf diese Weise jedes Jahr wunderbare Lobelien.
Für größere Samen nehme ich normale Blumenerde, siebe das Grobe raus und vermische die feingesiebte Erde mit Perlite.Das ganze in obstschälchen o.ä. einfüllen, etwas festdrücken und aussäen - entweder in Reihen oder einfach breitwürfig. Evtl. mit gesiebter Erde fein übersieben - je nach Samensorte. Anfangs sprühe ich die Erde mit so einem kleine Sprüher, mit dem man auch zum Rosen sprühen verwendet - damit kann man ganz fein nebeln.
Die Schälchen mit Erde werden dann in eine große Plastikschale mit durchsichtigem Deckel ans Fensterbrett gestellt. Auf diese Weise ziehe ich jedes Jahr massenhaft Pflanzen - einziger Haken sind meine zu wenigen Fensterbretter

Wenn die Keimlinge groß genug sind, pikiere ich sie in Töpfchen und stelle sie dann ab Ende März/Anfang April ins Gewächshaus.
Die letzten 2 Jahre habe ich mir aus Frankreich auch vorgezogene Pflänzchen kommen lassen ( seht mal unter Bezugsquellen) . Dort gibt es z.B.ausgefallene Petunien, von denen man als Hobbygärtner meist gar keinen Samen bekommt. Das ist zwar nicht billig, spart aber eine Menge Arbeit.