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News: Soviele Gehege wie ich für die Männer brauche, kann ich bald nicht mehr im Garten unter bringen. (Zitat aus einem Fachthread)
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News: Soviele Gehege wie ich für die Männer brauche, kann ich bald nicht mehr im Garten unter bringen. (Zitat aus einem Fachthread)

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Autor Thema: Selbstgeerntete Tomatensamen?  (Gelesen 5441 mal)

Blue

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Selbstgeerntete Tomatensamen?
« am: 04. Januar 2006, 16:08:23 »

Liebe Tomatenspezialisten,
vielleicht könnt Ihr mir noch etwas Nachhilfe geben. Viele von Euch gewinnen anscheinend ihre eigenen Tomatensamen (wie Ihr das genau macht, dazu werde ich Euch dann zu gegebener Zeit bestimmt noch "löchern" :D).
Dass das nur bei quasi (?) reinerbigen Sorten sinnvoll geht (es sei denn, man will in die Züchtungsbranche...) und nicht bei den F1-"Töchtern", hab' ich kapiert. Ich weiß auch, dass sich Tomaten selbst bestäuben können. Aber:

Tun sie das präferentiell? Oder muss man da "aufpassen" und den "Tomaten-Moralwächter" spielen, indem man die einzelnen Sorten voneinander isoliert oder so was? Oder mögen sie ihre eigenen Brüder (oder sich selbst) eh lieber? Wieviel "Mischsamen" kriegt man? Ähneln die meisten "Kinder" ihren "Müttern"?
Und irgendwie hab' ich aufgeschnappt, es sei irgendwie anders bei den "kartoffelblättrigen". Was, bitte, IST eine "Kartoffelblättrige"? (O.k., ansch. eine Tomate mit kartoffelähnlichen Blättern. Aber haben sie die nicht irgendwie alle *unsicher* ?)
Dankbar für jede Hilfe in der Theorie des "Tomaten-Sex",
Blue
« Letzte Änderung: 04. Januar 2006, 18:54:31 von Blue »
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Feder

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #1 am: 04. Januar 2006, 20:57:03 »

Du musst dich ein bisschen umschauen, Blue. Hier z.B. ein Zitat von Irina:
Zitat
100% Sortenreinheit - nur bei den Vorsichtsmaßnamen.
Bei allen Tomaten. Es nutz dir nichts, wenn statistisch gesehen Überkreuzungsgefahr bei Tomaten sehr nidrig ist (bei kartoffelblättrigen Sorten um ca.5% höher)., wenn du genau die erwischst. ich habe schon sehr interessante Ergebnisse gesehen :-)

Sie hat sehr viel Erfahrung.
Die kartoffelblättrigen Tomaten erkennst du am leichtesten im Jugendstadium. Das erste richtige Blattpaar nach den Keimblättern sieht rundlich aus. Wenn die Toamtenstauden älter werden sind die Blattformen oft nicht mehr so leicht zu unterscheiden und es gibt auch "Mitteldinge."
« Letzte Änderung: 04. Januar 2006, 21:00:14 von Feder »
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Das Natürliche bleibt immer gleich. Das Normale ändert sich alle 100 km oder alle paar Jahre.
  Pat Parelli

biggi67

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #2 am: 04. Januar 2006, 21:41:09 »

Schau mal hier, das ist eine der berühmtesten kartoffelblättrigen:
http://www.tage-wie-diese.de/diary/tomate03.html
Hatte dieses Jahr auch bemerkt, dass mein Samen nicht mehr rein ist. Hatte zwei Pflanzen und sie zeigten einige Unterschiede.
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Kraichgau, Klimazone 8

Blue

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #3 am: 04. Januar 2006, 22:21:09 »

Danke, Feder und Biggi.
Hab's schon mit der Suche probiert und bin eben auch auf obiges Zitat von Irina gestoßen - was eben weitere Fragen bei mir aufwarf. Warum z.B. ist die Überkreuzungsgefahr (zwischen den Sorten? Individuen?) "eher niedrig", gibt's eine Selbst-Bevorzugung? Ist doch sonst oft eher genau anders, oder?
Suche weiter, bin halt neu "in Tomaten" :), Blue
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Irina

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #4 am: 04. Januar 2006, 23:39:37 »

Ich hätte schon viel dazu zu erzählen, muss aber heute nach der Arbeit noch für Uni büffeln :(
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Liebe Grüße
Irina

pocoloco

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #5 am: 04. Januar 2006, 23:57:41 »

Hallo Irina,
aber wenn Du mal etwas Zeit hast, wir wären sicherlich ganz Ohr. Also tu Dir bitte ja keinen Zwang an. ;)
LG
Uwe
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hpummer

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #6 am: 05. Januar 2006, 05:36:58 »

Hab's schon mit der Suche probiert und bin eben auch auf obiges Zitat von Irina gestoßen - was eben weitere Fragen bei mir aufwarf. Warum z.B. ist die Überkreuzungsgefahr (zwischen den Sorten? Individuen?) "eher niedrig", gibt's eine Selbst-Bevorzugung? Ist doch sonst oft eher genau anders, oder.
Die Tomaten sind hauptsächlich Selbstbestäuber, aber gelegentlich gibt es auch Bestäubung durch Insekten.
Die Unterschiede in der Verkreuzungsempfindlichkei ergeben sich daraus ob der Griffel in der Blütenmitte vorsteht oder durch Deckblätter verdeckt ist.
Die Befruchtung erfolgt wenn der Pollen auf den Griffel abgelagert wird.
Die Sorten an denen der Griffel übersteht (Wildtomaten, kartoffelblättrige etc.) sind daher für unerwünschte Kreuzbestäubungen durch Insekten anfälliger.
Grüße
Helmut
« Letzte Änderung: 05. Januar 2006, 05:37:49 von hpummer »
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Blue

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #7 am: 05. Januar 2006, 08:49:13 »

Ahaaaa, o.k. - erfolgt die Selbstbestäubung dann i.A. innerhalb der selben BLÜTE?
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pocoloco

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #8 am: 05. Januar 2006, 14:36:10 »

Ja blue :)
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biliton

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #9 am: 18. Januar 2006, 18:09:28 »

Hallo Tomatenfreaks,

kann mir jemand Informationen und Erfahrungen mitteilen, wie man 100 % sortenreine Samen bekommt.

Ich hätte schon viel dazu zu erzählen, muss aber heute nach der Arbeit noch für Uni büffeln :(

Liebe Irina, bitte laß uns an deinen Erfahrungen teihaben.

Zitat
100% Sortenreinheit - nur bei den Vorsichtsmaßnamen.
Bei allen Tomaten. Es nutz dir nichts, wenn statistisch gesehen Überkreuzungsgefahr bei Tomaten sehr nidrig ist (bei kartoffelblättrigen Sorten um ca.5% höher)., wenn du genau die erwischst. ich habe schon sehr interessante Ergebnisse gesehen :-)

Was sind den die Vorsichtsmaßnahmen? Wie und mit was soll ich die Blüten umhüllen, damit es zu keiner Fremdbestäubung kommt? Zu feucht sollten die Blüten ja auch nicht werden, da sie sonst nicht mehr ordentlich stauben.

Vielen Dank für eure Tipps

Jürgen
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Irina

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #10 am: 18. Januar 2006, 21:48:54 »

Hallo Leute, Ich versinke zurzeit im Zeitmangel - Abends kann gerade nur kurz die Mails antworten.
Wegen Sortenreinchet und Moral:Teefilter drüber :-) Aber nicht im Stadium, wenn die Blümchen halboffen oder offen sind - da ist es zu spät. Wenn Ihr da die Blume sanft abreisst, dann könnte man sehen - ups, die Tomate ist aber schon da ! :-)
Somit: Knospen noch verschlossen und grün, Teefilter (auch Kafeefilter), Klammer drauf, abwarten, Paar Mal schütten, Blumen offen - Filter runter, Rispe markieren.
Für euere bedürfnisse reicht es voll, einfach Saft mit Samen auf ein Stück Toilettenpapier zu verteilen, somit kann man auch schon seine Saatbänder vorbereiten. Trocknen lassen, kül, trocken, ohne Temperaturschwankungen lagern.
Ich mache es mit Gährung - erzähle ich später.
muss noch meine berichte schreiben
« Letzte Änderung: 18. Januar 2006, 21:49:25 von Irina »
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Liebe Grüße
Irina

oidium

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Re:Selbstgeerntete Tomatensamen?
« Antwort #11 am: 19. Januar 2006, 12:20:50 »

Tipps zur Fermentierung bzw. Trocknung auf Papier gibt es hier vom Vorjahr genügend! Da sollen sich die Wissbegierigen ruhig etwas mit der Suche abmühen! ;) Damit bräuchtest du deine wenige Zeit nicht vergeuden! (Höchstens es geht leicht von der Hand... ::) )
Die Bestäubungsgeschichte wäre int.! In Schiltern(wo du übrigens vermisst wurdest!) habe ich richtige Gazezelte gesehen, scheint auch nicht schlecht zu sein.
Aber du hast sicher noch viele andere "Tricks" auf Lager.... ;) ::)
 :) Tom
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(Ernest Hemingway)
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