hallo netrag
Klar, man sollte im Idealfall eine Firma in der Nähe finden. Da hab ich mit Zollinger Glück. Aber wie pocoloco zu Recht festgehalten hat, sind Biopflanzen schon deshalb kräftiger, weil "Schwächlinge" nicht mit chemischen Hilfsmitteln durchgepäppelt werden. Das ist schon mal ein Argument für Biosaatgut und den höheren Preis von solchem.
Ein direkter Nachteil chemischer Behandlung der absamenden Mutterpflanzen mag im Saatgut nicht direkt nachweisbar sein; hier gehts mir aber um mehr: Ich will kein Produkt, das unter umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden ist. Ausserdem zahle ich gerne einen ja nur leicht höheren Preis, um umweltverträgliche Anbauformen zu fördern, gleich wie beim Bioapfel, der ja auch nicht unbedingt besser schmeckt als der konventionelle. Zollinger ist eine seit Jahrzehnten biologisch produzierende Samengärtnerei, eigentlich die Kapazität in der Schweiz.
Die Gefahr der gentech Kontamination räumst du ein. Umso mehr solltest du auf Biosaatgut setzen.
Dass das Beizen deklariert werden muss, ändert nichts, dass Biosaatgut grundsätzlich nicht gebeizt wird, ein weiterer Grund für diese Qualität.
Alles in allem wundere ich mich, wie Gärtner wegen wenigen Cents das konventionelle Saatgut wählen. Bezeichnenderweise hast du das Argument, den Bioanbau zu unterstützen, nicht erwähnt. Da werden Tausende Euro in BMW-Heckspoiler investiert und dann wegen dem geringen Preisunterschied von Biosaatgut ein Büro aufgemacht. Find ich - frank raus - mehr als bedenklich.