Selbstverständl. braucht ein Züchter ein umfangreiches Sortimentswissen, es mag da Unterschiede bei den versch. Pflanzengattungen geben, das kann sein. Aber ein Dahlienzüchter z.B. ist auf dieses Wissen angewiesen, wenn er erfolgreich züchten will . Wenn er das Sortiment nicht sehr gut kennt, kann er gar nicht beurteilen, ob die Züchtung eine Neuerung ist, welche die Selektion lohnt. Eine erfolgreiche Bewertung ist sonst gar nicht möglich.
Und bezogen auf Deinen Satz "Wenn was Neues etwas Altem gleicht, wird es sich nicht durchsetzen": Ein Züchter kann die neuen Pflanzen nicht alle weiterkultivieren, nur um zu sehen, ob sie sich vielleicht irgendwann durchsetzen. Das ist aus versch. Gründen gar nicht machbar, er muß auf jeden Fall frühzeitig eine Wahl treffen u. selektieren u. dafür ist u. a. das Sortimentswissen eine wichtige Grundlage. Selbstverständlich gibts aber auch noch andere Vermarktungskriterien, ist ja klar.
Natürl. gibts auch Hobbyzüchter, die sind ja aber nicht auf die Vermarktung angewiesen u. können ganz anders an die Sache herangehen.
Liebe Grüße,
Brigitte1