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Autor Thema: Schneckenbekämpfung ab wann?  (Gelesen 37976 mal)

Lehm

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #165 am: 24. Januar 2008, 08:50:13 »

Um das Überleben der Schnecken macht sich ja auch niemand Sorgen. Chemische Stoffe in der Umwelt zu verteilen hat aber noch andere, bekannte Nachteile. Eine einzelne Ritterspornpflanze kann effektiv mit einem Schneckenkragen aus Blech geschützt werden. Schnecken zu ködern, seis nun mit Bier oder faulenden Pflanzenteilen, ist kontraproduktiv.
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Lehm

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #166 am: 24. Januar 2008, 08:53:17 »

Eigenartike Ethik: Ausrottung im embryonalen Stadium ist vertretbar. ::)

Was ist daran eigenartig? Embryonen geniessen auch im menschlichen Bereich weniger Schutz als geborene Menschen. Ob die Tötung von Schneckenembryos vertretbar ist, muss jeder selbst entscheiden. M.E. ist es vertretbarer, als bereits "geborene" Schnecken zu töten. Ich mache weder das Eine noch das Andere.
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fars

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #167 am: 24. Januar 2008, 08:53:18 »


Inwieweit Schnecken eine ökologische Funktion erfüllen bliebe auch noch zu hinterfragen. Auch ohne Schnecken werden Naturabfälle durch Mikroorganismen, Regenwürmer, Asseln und was weiß ich in kürzester Zeit abgebaut. Fehlende Schnecken bringen keinen Garten aus dem Gleichgewicht.

und warum hat die Natur sie dann erfunden, als Plage für den Menschen? ;D

Gute Frage!
Vermutlich sind die Schnecken der Natur sowas von piepegal, dass sie in einer Unbeachtlichkeitsnische seit Ewigkeiten überlebt haben. Sie haben außer dem gärtnernden Menschen ja kaum Feinde und tummeln sich im Verborgenen. Lediglich das Klima setzt ihnen Grenzen. In Grönland und in der Gobi soll es keine oder kaum Schnecken geben.
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Pinguin

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #168 am: 24. Januar 2008, 08:58:15 »

Lediglich das Klima setzt ihnen Grenzen. In Grönland und in der Gobi soll es keine oder kaum Schnecken geben.

zumindest in Grönland könnte sich das ja nun bald ändern, dort werden jetzt - dem Klimawandel sei dank - ja sogar Kartoffeln angebaut,
ich hoffe, die Grönländer wissen, was da auf sie zukommt! ;D
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fars

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #169 am: 24. Januar 2008, 09:01:42 »

Schnecken mögen m.W. keine Kartoffeln.
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Pinguin

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #170 am: 24. Januar 2008, 09:03:57 »

nö, aber es wird ja sicher nicht bei den Kartoffeln bleiben, schließlich soll's ja noch wärmer werden ...
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Anne Rosmarin

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #171 am: 24. Januar 2008, 09:28:49 »

Hallo ihr,

ich habe mir jetzt alles durchgelesen.

Ich wohne in Mittelsachsen, ländliche Gegend, viele Wiesen und Äcker.

Meine Grundstücke sind eher wenig gepflegt, ein Nachbargrundstück ist ganz verwildert. Von den Tioeren, die du Pinguin aufführt, leben viele hier, rösche, sehr viele Erdkröten, Amseln, Eidechsen und noch andere.
Der größte Teil meiner Grundstücke ist wild, sehr viele Tiere leben hier.

Die Nachbarn, die die letzten Jahre Salz (würde ich nicht mahcen) und Schneckenkorn verwendet haben,und die ordentliche Gärten haben, die haben wenigstens geerntet.

Bei mir hat es eigentlich nur bei den Kübelpflanzen hinterm Haus einigermaßen funktioniert, aber die machen viel Arbeit wegen des Gießens, Kübel sind generell arbeitsintensiver.
 
Sägemehl habe ich schon probiert, auch Fichten- und Wachholderhäcksel. Das überkreiechen sie auch bei trockenenem Wetter in der Nacht. Auch Lockfutter und die andere biologische Palette habe ich schon durch. Es sind wohl einfach zu viele hier.

Der Preis der Laufenten ist das Wenigste, Kosten machen vor allem der Zaun(ich habe keinen), die Unterkunft, der Teich. Ich habe mich damit eingehend beschäftigt. Mieten halte ich für Quatsch.

Fars, ich schrieb gestern von der Kartoffelpflanze mit über 60 Schnecken. Die Schnecken skelettieren hier mühelos ein ganzes Beet, da bleiben nur die harten Blattachseln der Kartoffeln stehen, und unten hast du dann Miniknollen.

LG, Anne

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #172 am: 24. Januar 2008, 09:39:27 »

hallo Anne,
schön, dass Du Dich wieder meldest! :)

ich gebe gerne zu, eine derartige Invasion, wie Du sie beschreibst, hab ich - zum Glück - noch nie erlebt!
seit wann ist denn das so? was hat sich zu diesem Zeitpunkt bei Euch geändert?
ich selbst wohne auch ländlich, mit Wiesen, Äckern, Wäldern rundherum, sogar eine Feuchtwiese mit Fluß hinterm Haus ...


Der Preis der Laufenten ist das Wenigste, Kosten machen vor allem der Zaun(ich habe keinen), die Unterkunft, der Teich. Ich habe mich damit eingehend beschäftigt. Mieten halte ich für Quatsch.


wie ist denn das Verhältnis zu den Nachbarn? vielleicht könnt Ihr Euch die Laufis teilen? am Teuersten ist ja auf jeden Fall der Teich - und den halte ich auch für dringend notwendig! gibt's da in der Nachbarschaft keinen? unter den Schnecken dürften bei Euch schließlich alle ziemlich leiden ...
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wallu

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #173 am: 24. Januar 2008, 09:53:04 »

Zitat:

Alle organischen (d.h. auf Kohlenstoffketten basierenden) Substanzen werden in der Natur früher oder später abgebaut, egal ob künstlich im Labor hergestellt oder natürlich vorkommend. Es ist nur eine Frage der Zeit. Das ist der Unterschied zu anorganischen, z.B. schwermetallhaltigen Verbindungen, die reichern sich an, wenn sie nicht wasserlöslich sind.

danke, wallu!
es wäre aber nun wohl zu einfach, zu glauben, dass alle auf organischen Substanzen aufbauenden PSM automatisch umweltverträglich und alle anorganischen Verbindungen umweltbelastend sind, oder?


Du hast völlig recht! Chlororganische Verbindungen wie DDT oder Dioxine beweisen ja hinlänglich das Gegenteil. Tatsache ist, daß die Natur auch mit Ihnen fertig wird; es dauert nur wesentlich länger (Jahrzehnte bei DDT, vermutlich Jahrtausende bei Dioxinen).

Wie gesagt, ich habe nur die Fakten aufgezeigt, ohne Bewertung....
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Anne Rosmarin

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #174 am: 24. Januar 2008, 09:56:00 »

Hallo Ihr,

bin nicht so oft online, deswegen erst jetzt.

Hier macht jeder seins, also mit den Nachbarn läuft nix kooperatives, ich bin ja auch die Neue hier im Dorf.

 Einer, der einen großen Teich hat, hat seine Laufenten wieder abgeschafft, warum konnte ich nicht so ganz herausbekommen.

Ich bin vor 6 Jahren erst hier her gezogen, die Scheckenplage fing wohl schon um die Jahrtausendwende richtig stark an. Vorher gab es hier fast keine Schnecken, lt. Aussage der Nachbarn.

Ich werde in ein paar Jahren (2-3) hier auch wegziehen, insofern lohnen sich größere Investitionen auch nicht.

Gärtnern würde ich trotzdem gerne, deswegen bin ich ja hier hergezogen!!!

Danke dir Daniel für die detaillierte PN, ich lasse mir alles durch den Kopf gehen.

LG, Anne
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Daniel - reloaded

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #175 am: 24. Januar 2008, 10:20:13 »

ich möchte nochmal auf die Vermehrung / Verbreitung von Schnecken zurückkommen: es scheint ja durchaus so zu sein, dass sie sich in den Gärten, wo sie stark verfolgt werden, stärker vermehren als in den Gärten, wo sie unbehelligt bleiben, ist da also oft der Mensch selbst Auslöser des Problems?
einer Theorie zufolge, die nicht von mir stammt, der ich aber sehr viel abgewinnen kann, werden Schnecken eher in "überpflegten", "aufgeräumten" Gärten zur Plage, denn da liegen keine welken Blätter unter den Sträuchern, abgeblühte Stauden werden sofort heruntergeschnitten, im Sommer wird jeden Abend gesprengt - eine Einladung für die Schnecken, sich an den Kulturpflanzen zu verköstigen, etwas anderes findet sich dort ja auch kaum, während ihnen im "Naturgarten" eine Vielzahl an welkem Pflanzenmaterial und an toten Tieren zur Verfügung steht, ausserdem finden sich im Naturgarten oft sehr viel mehr Nützlinge aller Art, die dabei helfen, die Schnecken auf natürliche Weise in Schach zu halten
Kann ich so leider nicht unterschreiben.....
Wir haben viel Wald drum herum und soo gepflegt ist der Garten auch nicht, schnecken gibt es trotzdem und da wo in der Nachbarschaft noch weniger Pflege betrieben wird gibt es interessanterweise noch mehr Schnecken als in den gepflegten Gärten (Übrigens Leute von denen ich sicher weiß, dass sie kein Schneckenkorn verwenden....).
Der Mensch ist von daher Verursacher, als dass er die Spanierin mitgebracht hat (oder wie immer sie zu uns gekommen sein mag....). Denn gegen die tun unsere einheimischen Schneckenfeinde nicht viel. Und zumindest bei uns in der gegend findet man kaum noch andere Schnecken.... auf eine normale Wegschnecke und eine Ackerschnecke kommen inzwischen 15 Spanierinnen...... und da liegt in meinen Augen das eigentliche Problem....
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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #176 am: 24. Januar 2008, 10:23:51 »

welche natürlichen Feinde hat die Spanierin denn in ihrer Heimat?
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Daniel - reloaded

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #177 am: 24. Januar 2008, 10:26:31 »

Dazu hab ich allerdings bislang auch noch nichts gefunden......die Frage ist nur, was mit unserem Ökosystem passiert, wenn man den Nützling dazu auch noch einschleppt.....vorausgesetzt, dass er sich hier überhaupt etablieren kann.....
Das Problem gab es in der Vergangenheit schon mit anderen Nützlingen.....
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bristlecone

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #178 am: 24. Januar 2008, 10:28:51 »

welche natürlichen Feinde hat die Spanierin denn in ihrer Heimat?

In erster Linie schlechteres Futter und ein trockeneres Klima.
In Gärten findet die Wegschnecke ein wahres Futterparadies vor, während sie in der freien Natur ihrer Heimat ein erheblich schlechteres Nahrungsangebot vorfindet. Außerdem setzt die größere Trockenheit im Sommer ihrer Aktivität und der Vermehrung Grenzen.


« Letzte Änderung: 24. Januar 2008, 10:29:31 von bristlecone »
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Pinguin

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Re:Schneckenbekämpfung ab wann?
« Antwort #179 am: 24. Januar 2008, 10:28:52 »

@ Daniel: klar, einen Garten voller Taranteln z.B. bräuchte ich auch nicht, es wäre ja trotzdem mal ganz interessant zu wissen, welche Tiere da überhaupt so in Frage kommen?
« Letzte Änderung: 24. Januar 2008, 10:29:27 von Pinguin »
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