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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: Rib-isel am 09. Februar 2019, 23:51:07

Titel: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rib-isel am 09. Februar 2019, 23:51:07
Heute ging ich in meinem Garten und mich traf der Schlag. Den Sommer 2018 haben meine Johannispflanzen doch weit schlechter vertragen, als ich dachte. Dass sie ihn so schlecht vertrugen, konnte ich im Herbst noch nicht sehen. Alles sah einigermaßen gut aus. Der Winter schlug mit -16 °C normal aus. Wenige freie Fröste. Ab dem Herbst hat es hier auch ordentlich an Niederschläge gegeben, so dass man sich nicht beklagen konnte.

Na ja, was habe ich heute im Garten gesehen? In meinem großen Beerengarten, der rech schattig liegt, haben einige Pflanzen der Schwarzen Johannisbeeren schwäre Schäden abbekommen. Einige Triebe, die nur einen geringen Zuwachs über das letzte Jahr zeigten, sind oft vertrocknet. Manchmal ist auch nur der schwache Zuwachs vertrocknet. Dabei waren die Ausmaße auch sehr Sortenabhängig ausgefallen. Triebe, die stark im Vorjahr wuchsen, sind fast unberührt geblieben.

Das Sonnenlicht, und damit vermutlich auch die bessere Holzreife, spielte wohl auch eine Rolle. Denn Pflanze, die heller standen, haben weit weniger Schäden.

Ähnliches konnte ich auch an roten Johannisbeeren, sowie Stachelbeeren finden aber nicht so stark ausgeprägt.

Generell fand ich die Schäden an ausgepflanzte Pflanzen, dich im letzten jahr überhaupt nicht gegossen habe. Dafür hätte ich auch nicht das Wasser gehabt. Topfpflanzen haben das ganze fast unbeschadet überstanden. Die wurden auch regelmäßig begossen.

Nun könnte man auf Pilze tippen aber woher sollen die denn gekommen sein? Es war trocken. Ok, die eine o. andere Schwarze Johannisbeere im Topf hat ihren Säulenrost gehabt. Aber auch das war nicht so die Rede wert.  Die Pflanzen, die die meisten Schäden abbekommen haben, also die im großen Beerengarten, haben noch keinen Säulenrost gesehen.

Echt, ich habe es nicht kommen sehen. Sie blühten, fruchteten, wuchsen, und behilten das Laub bis zum Frost.

Wenn ich daran denke, das große Büsche zu 50, 70, 80 Prozent tot sind, so dass nur noch wenige Äste leben, dann kommt mir der Frust.
Wie sieht es bei euch aus?
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: 555Nase am 10. Februar 2019, 03:22:09
Wenn das grüne Laub bis zum Frost erhalten blieb, kann ich mir ein Vertrocknen der Triebe nicht vorstellen !?
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2019, 10:25:20
Ja, das denke ich im Grunde auch. Der Schaden sieht aber danach aus. Neutriebe eingefallen, Holz trocken, Bast braun. Meine Theorie ist, das irgend etwas bei der Nährstoffeinlagerung schiefgegangen ist, so dass die Frosttemperaturen ein einfaches Spiel hatten.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 10. Februar 2019, 11:01:44
Moin rib,
das Maleur in Deinem Beerenobstgarten tut mir sehr leid!

wäre es denkbar, dass die Fläche des Beerengartens unterschiedliche Luftströme/Kälteströme abbekommen haben könnte?
Wir hatten das vor 2 oder 3 Jahren hier mal ganz extrem. Bei uns war auf der 1000m² Streuobstwiese die gesamte Obstblüte erfroren und beim Nachbarn 250m entfernt, nicht.
.....aber wie könnte man solche Temperaturunterschiede zuverlässig erfassen?
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2019, 12:00:36
Nein, ich denke eher nicht. Die Lage ist recht windgeschützt. Da hätten manche Topfpflanzen, die freier stehen, mehr Schaden haben müssen.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Ayamo am 10. Februar 2019, 13:12:21
Das tut mir leid mit deinem Johannisbeeren, Rib-Huftier.
Da fehlt eine vernünftige Ernte dieses Jahr wohl aus...  :-[
Bei mir sieht es nicht so schlecht aus. Ich hatte gestern nur flüchtig geschaut, weil ja auch andere Bäume und Sträucher Aufmerksamkeit verlangen und vor allem die Frühblüher.
Aber sie sahen mehr oder weniger normal aus, Knospen schon etwas dicker. Schon im letzten Herbst war mir allerdings aufgefallen, dass es nach dem trockenen Sommer wenig Zuwachs gab. Man muss sagen: noch weniger als sonst, denn ich habe Sandboden und auch jährlich Rost, der sortentypisch zu früherem oder etwas späterem, in jedem Falle aber verfrühten Laubfall führt. Ich tue auch nichts dagegen (zu viel Aufwand). Schwarze Johannisbeeren habe ich gar nicht mehr - die werden hier nichts (Ernten waren immer so um 100 bis 200 g pro Busch).


Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Tester32 am 10. Februar 2019, 17:23:02
Schon seltsam. Ich tippe auch Wetterschwankungen, vielleicht kamen die Pflanzen nicht richtig zur Winterruhe oder wachten auf. Der Winter 2017/18 war diesbezüglich katastrophal, vom Ural bis zur Antlantis-Küste gab es viele Ausfälle. Auf meine Rovada und Weiße Versailler habe ich draufgeschaut, kann so aber nicht sagen, wie es ihnen geht, es ist noch zu früh. Die Stelle ist zwar sonnig, liegt aber noch unter Schnee. Den im Spätherbst eingepflanzten Johannisbeere Ben Sarek geht und Stachelbeere Xenia geht es gut, sie sind näher zum Haus, an einer wärmeren Ecke, haben zahlreiche Knospen und diese haben begonnen anzuschwelen. 
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: fiadoni am 10. Februar 2019, 18:44:04
Das tut mir leid mit deinem Johannisbeeren.

War heute zur Kontrolle mal draussen. Sehen alle recht gut aus und haben Knospen dran. Stehen aller relativ frei und in
einer Wetterschneise.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: RosaRot am 10. Februar 2019, 18:52:06
Hier scheinen etliche Johannisbeeren (und andere Beeren) hinüber zu sein. Vertrocknet.(Kein Wunder.) Ich werde sehen, was wo noch von unten wiederkommt.
Ich muss mir neue Standorte überlegen, die die Feuchtigkeit besser halten.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: thuja thujon am 10. Februar 2019, 21:06:45
Hier sieht alles gut aus, die haben aber auch fast alle reichlich Wasser bekommen.
Eingefallene Neutriebe, da hat wohl was mit dem ausreifen nicht geklappt, kann wirklich mit anwachsendem Trockenstress zusammenhängen.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: minthe am 10. Februar 2019, 21:12:20
Habe eine alte Pflanze verloren. 3 noch okay.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Staudo am 10. Februar 2019, 21:20:31
Ich schnitt gestern zwei Dutzend junge Apfelbäume an einem öffentlichen Weg. Die stehen jetzt vier Jahre. Gut ein Drittel ist stark geschädigt.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rib-isel am 24. April 2019, 12:58:00
Hier ein paar Beobachtungen zu diesem Thema. Für trockene Standorte kann ich die Josta empfehlen. In einem neu angelegtem Beet, welches halb auf Felsen liegt und im Sommer 18 leider zu spät gemulcht worden ist sowie mit 2 Jostas, 1 stachelbeere, 1 Cassis, 1 schw. Honigbeere und 1 rus Riesenbeere bepflanzt worden ist, waren es die Jostas, die es fasst unbeschadet überlebten. (Mehr Punkte setzen, Alter!) Cassis ist wahrscheinlich tot, Stachelbeere ist oberirdisch tot, treibt aber von unten nach und von den anderen zwei Exoten scheint nur einer von unten nachtreiben zu wollen.

Im Obstgarten wo ich vor wenigen Jahren 1 Jonkheer v. Tets und zwei Weiße Versailles setzte, waren es die Versailles, wo ich vorsichtig gesagt, ca 10% Totholz herausschneiden durfte. Die Tets zeigte dagegen wenig Schäden.

Eine jungeVertti, die noch im Vorjahr blühte, will heruer nicht.

Dann habe ich hier eine Pflanze, die wohlmöglich sterben wird. Eine rote Jb, unbekannter Sorte, die fasst nur Blüten bildet aber keine Blätter. Siehe Bild von Heute.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rib-isel am 24. April 2019, 13:06:45
Daneben fällt mir auf, das viele rote Jb scheinbar eine Notblüte oder Stressblüte angelegt haben. Der Blütenanteil am einjährigen Holz ist ungewöhnlich hoch. Hier ein Bild einer vermutlichen Primus. Selbst an so langen, einjährigen Hölzer kommen recht viele Blüten. (Gewöhnlich verhält es sich, dass sie, die roten Jb, am 2 und 3 jährigen Holz blühen. Am einjährigen Holz wird normalerweise nur an der Basis Blüten gebildet. Recht ähnlich wie bei der Süßkirsche)

Bild v. heute
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Ayamo am 24. April 2019, 15:20:24
Für trockene Standorte kann ich die Josta empfehlen...., waren es die Jostas, die es fasst unbeschadet überlebten.
Zwei Jostas hatte ich an meinem trockenen Standort. Sie überlebten jahrelang, Ertrag war dennoch äußerst gering für diese relativ großen Büsche. Wenn es nur um irgendeinen Strauch mit etwas zum Naschen geht, mag die Empfehlung berechtigt sein.
Wer ernten will, soll lieber einmal den Aufwand treiben, ein paar Schaufeln Lehm mit in die Pflanzgrube zu geben. Dann geht hier zB mit 'Rosalinn' ganz gut.

Dann habe ich hier eine Pflanze, die wohlmöglich sterben wird. Eine rote Jb, unbekannter Sorte, die fasst nur Blüten bildet aber keine Blätter.
So etwas habe ich auch, an verpflanzten Jonkher v Tets. Habe ich letztes WE radikal zurückgeschnitten, wollen mal sehen.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rieke am 24. April 2019, 18:08:02
Bei uns wirken die roten und weißen Johannisbeeren ok, aber die schwarzen Johannisbeeren sind schütter belaubt und ich sehe keine Blüten. Ich habe sie im letzten Jahr hin und wieder gegossen, aber wohl nicht häufig genug  :(.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Wild Obst am 24. April 2019, 18:49:10
Meine schwarzen sehen auch nicht so gut aus. Aber bei mir lag/liegt es daran, dass seit letztem Jahr in der Gegend wohl ein neuer, viel "fegefreudigerer" Rehbock sein Revier hat. Der hat seit dem Frühjahr und den Sommer über etwa 60-70% der Triebe meiner schwarzen Johannisbeeren so stark gefegt, dass nichts lebendiges mehr übrig war. Bambussteckenpallisaden haben ihn nicht abgehalten. Ich hoffe, dass dieses Jahr wenigstens die neuen Bodentriebe einigermaßen ungestört wachsen können, sonst kann ich die schwarzen auf meinem Grundstück aufgeben. Aber den ersten Strauch hat er dieses Jahr schon wieder gefegt und immer wieder auch mal einen Trieb einer roten, da ihm die schwarzen langsam ausgehen.

Was das Wetter und den Wassermangel angeht hatte ich letztes Jahr Glück, bei mir war das Frühjahr noch feucht und dazu mein schwerer Boden mit guter Wasserspeicherung und tendenziell eher feuchtere, schattigere Standorte haben das Schlimmste verhindert. Eine schwarze Johannisbeere auf einem trockenen Standort hat deutlich gelitten, aber ertragreich war die auch in "normalen" Jahren nie. Dieses Jahr ist es jetzt im Frühjahr schon arg trocken, wenn sich der Sommer wiederholt, könnte es kritisch werden.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 24. April 2019, 18:52:50
Moin Rib,


Deine Erfahrungen und die daraus resultierenden Beobachtungen sind für mich sehr interessant, da ich aktuell grade einen neuen Beerenobstgarten anlege.
.................
Den Sommer 2018 haben meine Johannispflanzen doch weit schlechter vertragen, als ich dachte. Dass sie ihn so schlecht vertrugen, konnte ich im Herbst noch nicht sehen. Alles sah einigermaßen gut aus. Der Winter schlug mit -16 °C normal aus. Wenige freie Fröste. Ab dem Herbst hat es hier auch ordentlich an Niederschläge gegeben, so dass man sich nicht beklagen konnte.
.............................
Na ja, was habe ich heute im Garten gesehen? In meinem großen Beerengarten, der rech schattig liegt, haben einige Pflanzen der Schwarzen Johannisbeeren schwere Schäden abbekommen. Einige Triebe, die nur einen geringen Zuwachs über das letzte Jahr zeigten, sind oft vertrocknet. Manchmal ist auch nur der schwache Zuwachs vertrocknet. Dabei waren die Ausmaße auch sehr Sortenabhängig ausgefallen. Triebe, die stark im Vorjahr wuchsen, sind fast unberührt geblieben.

Das Sonnenlicht, und damit vermutlich auch die bessere Holzreife, spielte wohl auch eine Rolle. Denn Pflanze, die heller standen, haben weit weniger Schäden.

Ähnliches konnte ich auch an roten Johannisbeeren, sowie Stachelbeeren finden aber nicht so stark ausgeprägt.

Generell fand ich die Schäden an ausgepflanzte Pflanzen,.....................

Echt, ich habe es nicht kommen sehen. Sie blühten, fruchteten, wuchsen, und behilten das Laub bis zum Frost.
Ich denke, dass wir noch so manches Jahr mit sehr heissen und trockenen Sommern bekommen werden.
Darum ist mir grade die Bodenvorbereitung (bei meinem Sandboden) für die jungen Johannisbeersträucher sehr wichtig.

Wer ernten will, soll lieber einmal den Aufwand treiben, ein paar Schaufeln Lehm mit in die Pflanzgrube zu geben.
das scheint mir ein hilfreicher Gedanke zu sein. Auch eines meiner Erdbeerbeete habe ich mit eine Lage Lehm versehen.
Letztens habe ich dort noch etwas gepflanzt und beim ausheben des Pflanzloches festgestellt, dass die Lage Lehm noch komplett feucht war. Der Sand darüber, war schon wieder rieseltrocken.

Heute haben wir uns nun auch 1,5 m³ Kompost geholt und so kann ich dem jungen Beerenobst eine guten Boden bereiten, da ich auch noch einigen Lehm aus einer alten Lehmdecke zur Verfügung habe.

Die Jungpflanzen werden dann mit Miscanthusschnitzel gut gemulcht und über den Sommer regelmässig gegossen, so hoffe ich, dass der junge Beerenobstgarten gut in den nächsten Winter geht.


Wenn ich daran denke, das große Büsche zu 50, 70, 80 Prozent tot sind, so dass nur noch wenige Äste leben, dann kommt mir der Frust.
Wie ist es bei Deinen Sträuchern weiter gegangen? Nun ist es schon einige Wochen weiter. Ist der Schaden tatsächlich so ausgeprägt, wie Du befürchtet hast? Ich hoffe nicht!

LG
Nemi
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 24. April 2019, 18:58:02
........seit letztem Jahr in der Gegend wohl ein neuer, viel "fegefreudigerer" Rehbock sein Revier hat. Der hat seit dem Frühjahr und den Sommer über etwa 60-70% der Triebe meiner schwarzen Johannisbeeren so stark gefegt, dass nichts lebendiges mehr übrig war. Bambussteckenpallisaden haben ihn nicht abgehalten. Ich hoffe, dass dieses Jahr wenigstens die neuen Bodentriebe einigermaßen ungestört wachsen können, sonst kann ich die schwarzen auf meinem Grundstück aufgeben. Aber den ersten Strauch hat er dieses Jahr schon wieder gefegt.
!!! wie ärgerlich!!! Kannst Du Deine Beerensträucher nicht mit stromführender Litze einzäunen?

Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Wild Obst am 24. April 2019, 19:04:13
Einzäunen ist schwierig, meine Beerensträucher sind ein bisschen verteilt, an den Rändern meines Grundstücks. Ich bräuchte also viel Zaun und er würde recht viel stören. Außerdem ist es natürlich im Außenbereich, da werden Zäune&Co von offizieller Seite sowieso nicht gerne gesehen. Und ich müsste die erst einmal haben.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Bienenkönigin am 24. April 2019, 19:16:53
Bisher sehen mein Sträucher gut aus, sie blühen alle, vielleicht sind die Trauben der Roten etwas kürzer und ob sie alles auch behalten oder verrieseln  weiß man auch noch nicht. Ich habe das Glück auf schwerem Lehmboden zu gärtnern und bei ausreichend Grasmulch wird er auch nicht so steinhart. Ich bin gespannt was wird....
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Aella am 25. April 2019, 07:34:51
bei mir sehen (bis auf blasenlaus und blattlaus) alle prima aus und blühen wie verrückt. habe aber ebenfalls lehmbatzboden und dick gemulcht mit kaninchenstreu (fichtenspäne oder so) inkl. ausscheidungen  ;)
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Dicentra am 28. April 2019, 01:27:09
Bei uns wirken die roten und weißen Johannisbeeren ok, aber die schwarzen Johannisbeeren sind schütter belaubt und ich sehe keine Blüten.
Ja, sieht bei uns ähnlich aus. Die 'Rovada' (rot) ist in Ordnung, aber die schwarzen Johannisbeeren blühen wenig. Ich werde sie dieses Jahr besser gießen und vor allem noch deutlich mehr mulchen.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: b-hoernchen am 28. April 2019, 16:43:55
Kaliumdüngung (Holzasche!) wirkt Wunder bei mangelndem Blütenansatz. Am besten zusammen mit Sägespäne oder anderem organischem Mulchmaterial ausbringen!
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: partisanengärtner am 28. April 2019, 17:13:36
Ich würde auch den Johannisbeerglasflügler als Möglichkeit überprüfen. Eigentlich ein seltener Schmetterling dem die Klimaerwärmung und die Trockenheit wohl zusagt.
Hier in der Gegend hat er in dem trockenen Jahr ganze Reihen zum Sterben gebracht. Geht auf alles was Ribes heisst.

Bevorzugt auf ältere kräftige Pflanzen. Kleine im Topf sind selten befallen.
Beim Abschneiden des Totholzes kann man den hohlen Markkanal erkennen. Da ist die verpuppte Raupe dann drin.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: Rib-isel am 28. April 2019, 18:45:54
Ich habe gelesen, dass man durch Anschneiden der Triebe den Befall vom Glasflügler begünstigt.

Er soll auch Holunder und oder  Wein befallen. Wieder gelangen die Larven durch Schnittwunden in die Pflanze.

Die Larven fressen sich den Trieb nach unten. Die Triebe sind dann innen hohl und braun.
Titel: Re: Wie geht's euren Johannisbeeren nach dem Sommer 2018?
Beitrag von: partisanengärtner am 28. April 2019, 18:47:25
Ich kenne Befall an völlig ungeschnittenen verwahrlosten Sträuchern. Altholz lieben sie ganz ohne Schnitt.

Es gibt verschiedene Glasflügler.

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